Ich hatte ja noch eine Rechnung offen vom Muttertag. Da musste ich ja nach knapp 6 Kilometern aus dem Rennen. Heute Morgen sollte der Lauf nachgeholt werden. Ich hatte zwar schwere Beine aber es sollte ja auch gemütlich ablaufen.
Also langes Shirt angezogen, war ja doch noch ein wenig frisch heute Morgen, Trinkrucksack aufgesetzt und ab Richtung Gundernhausen.
Den ersten Hammer gab es gleich an der Tanke zum real-Markt.
Es kann ja wohl nicht sein das für Diesel 10 Cent mehr bezahlt werden soll als für Superbenzin. Da soll noch mal einer sagen wir werden nicht abgezockt
Ein bisschen rumgeärget und mit Wut im Bauch weitergelaufen in die Nachbargemeinde Gundernhausen. In Gunderhausen zwischen der Grundschule und der Kirche vorbei Richtung Wald. Über die B26 am Sonnenhof vorbei. Hier geht es kurz vor dem Waldparkplatz nach links in den “Viehtrieb”, zwischen den Pferdekoppeln in Richtung Wald. Langsame Steigung. Hier hat es mich vor 10 Tagen erwischt. Ein bisschen vorsichtig war ich heute schon! Doch ohne Grund. Es lief prima. Es ging durch schöne Laubwälder mit einer stetigen Steigung Richtung Waldparkplatz Roßdorf bei Kilometer 9,2. Ich kenne diesen Waldabschnitt durch einige Nordic-Walking-Touren und mit den Mountainbike. Gelaufen bin ich hier noch nie.
Ab dem Parkplatz geht es ein wenig auf dem “Hasenböhlweg” bergab Richtung Scheftheimer Wiesen. Ein reizvolles Naturschutzgebiet mit gut ausgebautem Wegenetz. Meine Oberschenkel hatten sich an die Belastung gewöhnt und ich lief bereits knappe 11 Kilometer. Über die Hirtenwiese auf die Bernhardsackerschneise Richtung Oberwaldhaus.
Kurzen Zwischenstop gab es am Bernhardsbrunnen der sich in einem tollen Zustand befindet. Schöne Stelle um eine Zwischenrast einzulegen. Ich wollte keine Pause machen also ging es weiter.
Bei Kilometer 12,89 geht es rechts ab auf den Brunnersweg zur Mornewegeiche.
Den Steinsnickelweg weiter Richtung Grube Prinz von Hessen. Bei Kilometer 15,63 geht es wieder rechts ab auf die Lange Schneise Richtung Groß-Zimmern.
Nach 17,44 Kilometern, die Beine waren immer noch prima, bog ich am höchsten Punkt der Langen Schneise nach links auf die Moret-Schneise ab. Ein bisschen auf und ab und dann die Entscheidung. Nach rechts den einfachen Weg zurück auf die Steinbruch-Schneise oder hoch auf den Mainzer Berg zum Naturfreundehaus. Ich entschied mich für Letzteres.
Bei Kilometer 19 war ich oben. Jetzt hatte ich definitiv keine guten Beine mehr. Meine Kräfte bauten jetzt gleichmäßig ab. Am Funkturm ging es nach rechts den Herrnweg hinunter. Und zwar die ersten 500 Meter gewaltig. Meine Oberschenkel drohten zu zerplatzen. Nach 21,66 Kilometern kam ich wieder aus dem Wald und lief nun durch die Spargeläcker in Dieburg.
So ab 22 Kilometern ging es ans Eingemachte. Ich war fertig und meine Beine schmerzten. Ich überlegte, dass jetzt beim Marathon noch mal 20 Kilometer zu Laufen wären. Der absolute Horror. Ich weiß nicht ob ich das jemals schaffen werde.
Die letzten 4,5 Kilometer musste ich mich schon ein wenig Quälen. Ich freute mich riesig auf eine Dusche und auf ein großes Frühstück. Als ich zu Hause ankam ging es erst mal ans Dehnen. War ziemlich schmerzhaft, musste aber sein.
Ein toller Lauf! Einer meiner bisher Längsten! Die Halbmarathon Zwischenzeit lag bei 2:27:39! Auf Grund der Streckenführung und des gemütlichen Laufes ganz OK!
Glücklich aber FERTIG!
Bilder gibt es auf Nokia running maps oder wie gewohnt auf flickr.
- 25km Waldrunde: 25,687 km
- Laufzeit: 2:57:31
- Kalorienverbrauch ca. 2200 kcal
- Geschwindigkeit: 8,7 km/h
- Durchschnittstempo: 6:57 min/km
- Durchschn. HF: 145
- Max. HF: 160
- ca. 220 Höhenmeter











