Krank

Jetzt hat es mich aber doch erwischt.
Erst dachte ich es kratzt ein bisschen im Hals durch die Anstrengungen beim Marathon, aber dann wurde es von Tag zu Tag schlechter. Seit gestern quäle ich mich den ganzen Tag über. Aber bis zum WE hab ich es geschafft.
Und nun ist Ruhe angesagt. So wie es aussieht, wird die Erholungsphase ein paar Tage länger.
Aber ich habe ja genügend Material zum Aufmuntern. 😉

Marathon Frankfurt 2009
Marathon Frankfurt 2009

Und nun?

Nix und nun! Weiter geht´s. Wer rastet der rostet.
Seit gestern geht´s schon wieder mit dem Bike zur Arbeit.
Kam mir vor wie Pinocchio! 😉
Ein bisschen steif, aber relativ schmerzfrei.
Lauftechnisch diese Woche noch ein bisschen Ruhe und dann beginnt die Vorbereitung auf die 50km im Rodgau und den Strongmanrun. Da passt ja das schlechte und miese Wetter im Winter.
Da kann ich mich richtig reinknien. 😉
Ich freue mich schon drauf.

Und was habe ich aus Frankfurt mitgenommen?
Viel. Unheimlich viel an Erfahrung und an Erlebnissen. Das war für mich ein ganz, ganz wichtiger Lauf.

Ich habe gelernt:

  • dass man für 42.195 Meter einfach 100%ig fit sein sollte!
    mein Sturz und die Sache mit der Hüfte hat schon ziemliche Lücken hinterlassen.
  • dass ich viel, viel öfters und früher was Trinken sollte!
    zum Glück hat mich Yogi rechtzeitig darauf hingewiesen.
  • dass man ausgefallenen Trainingseinheiten, nicht mehr aufholen kann.
    vor allem die letzten langen Einheiten haben gefehlt.
  • dass jeder langer Lauf, ein weiterer Schritt zu einem guten Marathon ist.
    zum Glück liebe ich diese Läufe
  • dass ich mehr kann als ich zugeben möchte.
    aber das ist schon OK! 😉
  • was Demut bedeutet.
    eine wichtige Erfahrung
  • was man mit Willen alles bewirken kann.
    fast das wichtigste
  • dankbar zu sein!
    dass man so etwas erleben darf
  • dass Schmerzen relativ sind.
    als alles weh tat, spürte ich meine Hüfte überhaupt nicht mehr!
  • Dass man große Gefühle freien Lauf lassen soll
    mir stand bei Kilometer 39 so das Wasser in den Augen..

Wer sich meine Videos genau angeschaut hat, wird festgestellt haben, dass mein linker Arm etwas unbeteiligt neben dem Körper hängt. Durch den Bruch im Ellbogen habe ich noch immer eine Schonhaltung. Diese wirkt sich natürlich bei langen Strecken auf den restlichen Körper aus. Bei Kilometer 25 war mein kompletter Rücken verspannt.
Ich hoffe, dass ich gerade in dieser Hinsicht einiges bis zum 50er Ende Januar reparieren kann. Mit einem verkrampften Körper lassen sich lange Einheiten relativ schwer bewältigen.
Aber ich bin nun mal ein positiv denkender Mensch und glaube an mich und meine Physiotherapeuten.
Das kriegen wir hin.

Ich bin schon wieder ganz unruhig,und freue mich auf meinen ersten ruhigen Lauf am Samstag!

And the Winner is ….

Racing Ralph!

Herzlichen Glückwunsch.
Du hast bei meinem Marathonzeit-Gewinnspiel mit einem Tipp von 05:03:21h nur gerade mal 62 Sekunden daneben gelegen.
Respekt!

Hiermit hast Du ein original dirosports-Marathondebüt Finisher T-Shirt gewonnen!

Du kannst Dir noch aussuchen ab Du die ungewaschene Variante vom gestrigen Marathon möchtest, oder ein unbenutztes Exemplar!

Schick mir einfach eine Mail mit deiner Anschrift. Ich schicke Dir das edle Teil dann zu!


Bericht Frankfurt Marathon

Vorab erst mal herzlichen Dank für die ganzen Glückwünsche. Ich komme ja aus dem Lesen gar nicht mehr raus. 😉
Kein Thema, denn die Nacht war um 3:30Uhr sowieso zu Ende. Die Endorphine halten den Körper auf Wolke 7 und das Grinsen im Gesicht ist wie festgetackert. Hoffentlich hört das irgendwann mal wieder auf! Ich habe jetzt auch Muskelkater in der unteren Gesichtshälfte. 😆
Die Schmerzen sind erträglich und wurden bei einer ausgiebigen Massage nochmals bearbeitet. Ich fühle mich gut.
(So lange ich keine Treppe gehen muss)

Hierzu muss ich nochmal auf das tolle Video von Reinhard verlinken. Das trifft es eigentlich auf den Punkt!

Aber nun mal zu dem Tag gestern.
Aufstehen war nach einer durchgeschlafenen und absolut ruhigen Nacht gegen 6:30Uhr. Total unaufgeregt und entspannt eine Kleinigkeit gegessen und einen kleine Kaffee getrunken. Abfahrt gegen 8:00Uhr Richtung Frankfurt.
Zeitgleich rief Steffen an und empfahl den Shuttlebus vom Rebstockbad zum Messegelände. Hierdurch konnte meine Frau dem Verkehrschaos aus dem Weg gehen. Hat super gklappt und mit dem Bus war ich gegen 8:40 Uhr in der Messehalle.
Dort habe ich gleich Steffen und Melanie getroffen. Ist ja auch kein Problem bei 15.000 Menschen. 😉

Kurz darauf noch ein Hallo aus dem Rücken und ich treffe auch noch auf Robert. Schön wenn man ein „corporate identity“ auf dem Rücken trägt. Zufälle gibt´s manchmal. 😉
Den einzigen, den ich noch nicht getroffen hatte war Jörg (Ultrayogi). Die wichtigste Person für mein Marathondebüt.
Wir hatten zwar schon Morgens telefoniert, aber getroffen hatten wir und noch nicht.
Kleider abgegeben. Zwei-, dreimal telefoniert und schon hatten wir uns gefunden!

Den Rest des Rennens gib es als Videodokumentation. Schließlich hatte ich das große Glück jemanden als Zugläufer und Betreuer dabei zu habe, der auch diese Arbeit vorzüglich erfüllte.

Danke Yogi, hast Du einfach alles fantastisch gemacht!

Und dann ging es langsam los. Startaufstellung!

Alles ziemlich relaxed. Hüfte spielte mit und mein Puls lag im unteren Level. Keinerlei Anspannung zu spüren!
Lediglich das aufreißende Wetter machte mir ein paar Sorgen. Ich mag ja die Sonne nicht so ganz!

Und dann ging es los. Zäh!
Aber mein erster Marathon begann.

Es lief prima. Vor allem hatten alle ihren Spaß. Vor allem Yogi! 😉

Es machte richtig Spaß. Tolle Musik. Tolle Zuschauer. Tolle Kulisse!

Jeder hatte seinen Spaß und wurde in das „Marathonprojekt“ mit einbezogen. Yogi der rasende Reporter!

Schon 6 Kilometer rum. Geniale Stimmung. Alles lief bestens.

Super Stimmung und dann noch bergablaufen. Super. 😉

Kilometer 10. Die Sonne zeigt erste Wirkungen. Der Durst kommt, aber keine Verpflegungsstelle! 🙁
Jetzt ein kühles, alkoholfreies Weizen! Erste Halluzinationen. 😉

Bei Kilometer 12 das erste Mal über den Main.

Langsam wird es warm! Erste Anzeichen von Schwäche. Yogi drängt mich glücklicherweise zu mehr Trinken.

Die nächsten 10 Kilometer wird es immer wärmer und ich falle in in Loch. Trinken und Essen verhilft mir langsam wieder auf die Beine. Es wird langsamer, aber es stabilisiert sich.
Ab Kilometer 28 geht´s schon an´s Eingemachte. Puhh!
Es bilden sich Zweckgemeinschaften. Simone hat sich uns angeschlossen.
Es gibt keinen Zweifel. Wir werden finishen!

Kilometer 30. Gar nicht mehr weit. 😉

Kilometer 34. Jetzt zählt Optimismus. Das Ding ziehen wir durch!

Dann kommt ein wichtiger Faktor auf den letzten Kilometern!
Die Fans….
Ganz lieben Dank an Julia und Eva. Es war toll wie ihr mich angefeuert habt.
Irgendwann laufen wir mal zusammen!

..und natürlich die Familie! Aufgeben gibt´s nicht!
Aber Jammern gehört dazu. Schließlich bin ich ein Mann! 😉

Kilometer 40. Der Rest ist nur noch ein Klacks.

Die letzten Meter und ein Versprechen für die 50 Kilometer im Rodgau!


Und für Robert die versprochene Streckenaufzeichnung! 😉

Der Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle war unbeschreiblich. Ich habe es genossen. Ich bin extra langsam über den roten Teppich gelaufen um jeden Moment aufzunehmen. Nichts tut in dem Augenblick mehr weh. Es steht einem das Pipi in den Augen und es läuft Dir eiskalt den Rücken herunter. Glück pur!
Wenn ich daran denke, könnte ich vor lauter Freude schon wieder heulen!

Ich habe es geschafft.
Nach zwei Jahren.
Vielen Rückschlägen.
Immer wieder aufgerappelt und gesagt Du schaffst das.
Danke!

Und nochmal einen besonderen Dank an Yogi. Ohne ihn hätte ich es echt nicht geschafft. Du warst eine große Hilfe. Ich hoffe weiß, Du hattest auch deinen Spaß. Ich bin mir sicher, dass es nicht unser letzter gemeinsamer Lauf war. Vielleicht nicht unbedingt nebeneinander. Aber bestimmt hintereinander. 😉
Dankeschön!

Es war ein unvergessliches Erlebnis für mich. Und eine Erfahrung die ich nicht missen möchte. Direkt hinter der Ziellinie stand mein Entschluss fest, dass dies noch lange nicht mein letzter Marathon gewesen ist.
Der Blick geht nach vorne.
Ende Januar!
Dann gibt´s den ersten 50er.
Und dann wird es hoffentlich ein bisschen kühler! 😉

Ich bin ein Marathoni

Ganz, ganz kurz muss ich wenigstens berichten. Ich habe es geschafft!

Es war das anstrengendste was ich je sportlich absolviert habe. Aber ich habe es geschafft. Auf Grund der warmen Temperaturen,  war es unendlich hart. Aber ich habe es geschafft. Ich bin ich im Augenblick der glücklichste Mensch der Welt. Zum Glück habe ich Ohren!
Sonst würde ich im Kreis grinsen! 😉

Einen riesen, riesen, riesen Dank an meine beiden Mädels sowie Julia (Pienznäschen) und Eva (Miss Monster). Ihr habt mir nochmal Kraft für die letzten Kilometer gegeben. Das war bitter nötig.
Und natürlich einen extra Dank an Yogi! Ohne ihn hätte ich es heute bestimmt nicht geschafft.
Danke Dir von Herzen! Du hast mich über die 42.195Meter getragen! Da hast Du wirklich mindestens einen bei mir gut! 😉

Und allen vielen Dank die mir die Daumen gedrückt habt. Nach dem recht bescheiden Jahr das ich heuer hatte, bin ich rundum zufrieden.
Ich habe es geschafft!

Aber jetzt geht echt nichts mehr.
Wanne. Essen. Couch!
Den großen Bericht gibt´s Morgen.

Ach ja die Zeit!
5:02:19 h, und mir so was von egal! 😉