Mein Weg zum Strongman – Part II

Sonntag 18.04.2010

Nach einer angenehmen und ruhigen Nacht in einem hervorragenden Bett, sammelten wir uns um 8:00Uhr zu einem ausgiebigen Frühstück im Hotelrestaurant. Auf Grund der letztjährigen Erfahrungen wurde uns empfohlen zeitig auf dem Eventgelände anzukommen. Staus waren wie jedes Jahr vorprogrammiert.
Steffens Navi brachte uns über eine abenteuerliche Wegeführung direkt zum dem Gelände, welches am Vortag zur Abholung der Unterlagen eingerichtet worden war.
Goldrichtig wie sich herausstellte. Von dort gab es einen hervorragend organisierten Shuttelservice zum Startplatz.

Im Bus bekamen wir bereits einen Vorgeschmack über die örtlichen Verhältnisse auf der Strecke.
Staub, Staub, Staub.
Das ganze bei strahlendem Sonnenschein und stetig ansteigenden Temperaturen. Ich ahnte Fürchterliches.
18042010539.jpg An der Strecke angekommen hieß es erst mal orientieren. Irgendwie sieht es aber in manchen Bereichen immer gleich aus bei solchen Events. 😉

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Bis auf die speziellen Teile. 😉
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Aber erst einmal kam es zum Treffen mit Marco (Soulrunner) und Martin. Martin war ja schon ein „Altbekannter“, aber mit Marco war es der erste „reale“ Kontakt.
Hat von Anfang an gepasst! Noch ein „Verrückter“ im Team.
Wobei dies im Positiven zu sehen ist.

Leider steckte die Schwabenfraktion noch immer im Stau und wurde auch leider nie mehr gesichtet. Auch hier bleibt die Hoffnung auf ein nächstes Mal!

Auf dem Gelände herrschte bereits Hochbetrieb. Überall erblickte man die seltsamsten Gestalten und die verrücktesten Verkleidungen. Einigen sah man die Angst über das gewählte Outfit auf Grund der Temperaturen schon an. Hätte man sich vorher ein bisschen Gedanken machen sollen.


Heiß war´s
Heiß war´s


Kurz nach 11:00Uhr ging es Richtung Startaufstellung. Die beiden „alten Hasen“ Martin und Marco empfahlen auf Grund Ihrer Erfahrungen sich so weit wie möglich vorne aufzustellen.
Staugefahr vor den einzelnen Hindernissen!
Mit ein bisschen gemischten Gefühlen folgte ich dem „schnellen Trupp“ immer weiter nach vorne. Ich bin ja eher ein etwas gemächlicher Starter und wollte mich nicht unbedingt bis zum ersten Hinderniss zugrunde Laufen. Aber irgendwie musst ich mit. Wie sich später herausstellte, waren meine Bedenken unbegründet. Erstens stockte das Feld ständig, und zweitens überholte ich viele langsamere Läufer die noch weiter vorne standen.

Aber der Reihe nach.

Wir hatten jedenfalls viel Spaß in der Menge. Die Stimmung war genial und ausgelassen. Meine Aufregung war absolut null. Ich fühlte mich einfach nur wohl und freute mich auf die Dinge die da kommen.
Das einzige Problem war die Hitze. Die Temperaturen lagen bereits jetzt schon um die 20°C und zu Trinken hatte ich leider nichts dabei.


Die Ruhe vor dem Sturm
Die Ruhe vor dem Sturm


Nicht unbedingt optimale diro-Verhältnisse.
Und dann ging es los.


Startaufstellung
Startaufstellung


5-4-3-2-1  Start.


Und ab die Post
Und ab die Post


Mit lautem Getöse und unter dem Beifall der Zuschauer machten sich knapp 7.000 Gestalten auf ein Strongman zu werden. Ich war mittendrinn und fühlte mich sauwohl.
Die ersten Meter führten über Asphalt an ein paar Sheltern vorbei Richtung Waldrand. Das Tempo war schön gleichmäßig und konnte von mir problemlos gelaufen werden. Am Waldrand war der erste Stau angesagt. Durch einen geöffneten Zaun ging es in den Wald. Schön bei den Temperaturen.
Leider wurde die „Waldstrecke“ ziemlich grob hergerichtet. Das bedeutet, dass es über abgesägte Baumstümpfe, Erdhügel, und rießige Löcher ging. Die Baumstümpfe erhielten zwar einen roten Farbanstrich, aber es gibt halt immer wieder Läufer, die nicht dahinschauen wo sie hinlaufen. Entsprechend rumpelte bereits hier der eine oder andere schon mal in den Wald.
Ich kam prima zurecht und lief weiterhin ein gleichmäßiges Tempo.
Bis zum Hindernis 1, da stockte die ganze Läufermasse wieder. Vor mir stand die   „Danger Zone“!


Stau an der "Danger Zone"
Stau an der "Danger Zone"


Vier direkt aufeinander folgende Bunker. Höhe zwischen vier und sieben Meter. Steil und auf Grund der ständigen Tempowechsel und das Auf und Ab ziemlich anstrengend.
Aufwärts wurde beim ersten Mal noch gerannt. Abwärts ging es auf den Hosenboden. Immer in der Hoffnung das kein Stein herauslugte. 😉

Und der erste Staub kam auf. Feiner Staub der einem die Luft zum Atmen raubte.
Hatte ich anfangs noch Bedenken wegen der Pollen, wusste ich bereits jetzt, dass dies wohl meine geringsten Probleme werden würden.

Weiter ging es auf den asphaltierten Wegen am Waldrand entlang. Heiß und staubig.
Aber wenigstens konnte man endlich mal ruhig und gleichmäßig Laufen. Das Feld hatte sich ein wenig entzerrt.
Ich nahm Tempo raus und versuchte Kräfte zu sparen. Nur nicht überziehen. Die einzig richtige Entscheidung.

Dann kam Hindernis 2 „Gimme Shelter“.
Eine extra für Geländefahrzeuge eingerichtete Teststrecke über 5 Shelter. Diese waren nicht ganz so hoch wie die ersten, jedoch die „Grünauflage“ verabschiedete sich bereits teilweise in der ersten Runde. Machbar und mittelschwierig. Jedoch war bei den letzten beiden kein „gazellenhaftes Hochspringen“ mehr möglich. Es kostet einfach nur Kraft. Und da ich diese einteilen wollte, ging´s halt langsam und mit Armeinsatz hinauf und herunter.

Kurz danach liefen wir wieder aus dem Wald und kamen in den ersten Steinbruch. Kein Baum. Kein Schatten.
Einen Bullenhitze und der gelbe Sand und Kies reflektierte die Sonne nochmals. Ich war jetzt schon schweißnaß und hatte unheimlichen Durst.

Die Kilometeranzeige zeigte aber erst 3 Kilometer an und das nächste Hindernis stand an.

Playa de Weeze!

Anstiege und Abstiege auf tiefem Sand und Kies. Die Schuhe füllten sich sofort mit viel Sand und Steinen. Ein tolles Gefühl so zu Laufen.
Dann kam die erste „Wasserstelle“. Auf Grund der Hitze freute ich mich direkt darauf.

Leider zeigte sich die erste Wasserstelle eher als „schwarzer Graben“. Ich weiß nicht genau was es war. Ich will es vielleicht auch gar nicht wissen. Aber ich ging mit Schmackes mitten durch.
Die ganzen Weicheier die sich am Rand vorbeizwängten bekamen von mehr eine Menge ab. Wenn ich schon da durch muss, dann soll jeder was davon haben.

Mir hing jedenfalls der Schlamm bis zur Hüfte. Untenrum sah ich aus wie Jim Knopf! Meine Tochter hätte ihre liebe Freude an ihrem Papa gehabt.

So wie der sich im Schlamm suhlte. 😉

Mir ging es gut und die Abkühlung wirkte auch Wunder. Zumal mit der „Black Sea“ das nächste Wasserhindernis kam.
10°C kaltes Wasser fühlt sich bei Außentemperaturen von über 20° schweinekalt an. Zum Glück ging es nur bis zur Brust/Hüfte und war einigermaßen zu Laufen. Die Schuhe waren wieder sauber. Der Sand und die Steine waren in den Schuhen jetzt nicht mehr alleine. Ein Eimer Wasser hatte sich dazugesellt und perfektionierte meinen Schritt.

Weiter ging es durch den Sand Richtung Wald. Ab und an durch ein verstreute Matschloch, aber grundsätzlich ein Abschnitt an dem man wieder mal länger nur Laufen konnte.
Und dies noch im Schatten.
Ich genoss das gleichmäßige Laufen………..

20 Gedanken zu „Mein Weg zum Strongman – Part II“

  1. Wow, liest sich wie fast mit dabei … ich freue mich schon auf den Rest!

    Dein grünes Shirt ist grundsätzlich eine gute Wahl, noch besser Dein Logo denn es grünt da ja überall 😉

  2. Ich hoffe, Du meintest mit „Schwabenfraktion“ nicht mich. 😉
    Schöner Erlebnisbericht. Bin schon auf den Rest gespannt.
    PS: Der Typ mit dem giftgrünen Shirt rechts unten auf dem DangerZone-Bild bin ich.

  3. hehe ja ja die ersten Shelter im hinteren Teil sind die Hölle.
    Letztes Jahr lag da ein Finger rum… nun ja wie der da hinkam will ich nicht wissen.

    Toller Bericht!!!
    Ich freu mich auf den Rest!

  4. Ach du Schande, da war aber wirklich die Hölle los an den ersten Hindernissen ! So habe ich es noch nie gesehen. Und ich will auch nicht wirklich wissen, was alles im Wasser war !

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