So war mein Jahr

2010 ist schon wieder Geschichte. Und wie zu jedem Jahresausklang bringt man sich die vergangenen 12 Monate mal wieder ins´s Gedächtnis zurück. So ein Rückblick ist für mich immer wieder erstaunlich. Wenn ich an meine Zeit vor meiner Lauferei zurückdenke, bin ich immer noch völlig überrascht was so ein Jahr alles sportlich zu bieten hatte.

Januar

Sportlich hatte das neue Jahr pünktlich am 1. Januar um 7:51 Uhr mit einem Lauf über 12 Kilometer begonnen. Während andere, wie ich früher auch, Ihren Kater pflegten oder noch am Feiern waren, drehte ich meine Runde durch den Schnee.
Die Vorbereitung für meinen ersten 50km im Rodgau waren im Gange. Leider hatte ich enorme Probleme mit meinem Bewegungsapparat. Durch meinen Bikeunfall im Vorjahr war alles ein wenig aus dem Lot geraten. Entsprechend hatte ich ziemliche Probleme mit der Hüfte und der seitlichen Muskulatur in den Beinen.
Zwar war ich in ständiger Behandlung beim Physiotherapeuten, aber so richtig in den Griff bekam ich die Sache nicht. Dazu kam noch ein Infekt.
Trotzdem nahm ich im Rodgau am 50er teil!
Bei Schnee und Eis, und entsprechender Beschaffenheit des Untergrundes kam es wie es kommen musste. Nach 25 Kilometern musste ich die Segel streichen. Die Schmerzen waren einfach so stark, dass ein Weiterlaufen nicht möglich war. Manchmal reicht es halt nicht aus wenn der Kopf will!
So hatte der Januar mit insgesamt 250 Laufkilometer und 170 Bikekilometern nicht gerade ein tolles Ende! 🙁

Februar

Der Februar ist sportlich schnell erzählt.
Auf Grund eines übergangenen Infektes hat es mich dann richtig zerlegt. Wenn schon, denn schon.
Nach meinen DNF im Rodgau ein weiterer Tiefschlag der weh tat.
Mit 45 Laufkilometern und 177 Bikekilometern habe ich einfach einen Haken dranngemacht und versucht etwas aus der ganze Misere zu lernen. Ich denke das war das einzig Positive an dem Monat!
Den Rest kann man in die Tonne treten.

März

Im März ging es wieder aufwärts. Nach einigen Zweifeln an der Bloggerei und dem Entschloss hier ein wenig zurückzutreten, lief es beim Laufen überraschenderweise richtig gut. Trotz Schnee und kalten Temperaturen gingen die Läufe wieder über 30 Kilometer und ich begann mit den ersten Läufen zur Arbeit.
So langsam machte ich mir Gedanken über meine Teilnahme am StrongmanRun in Weeze.
Übernachtung und die ganze An- und Abreise musste ja irgendwie organisiert werden. Außerdem wurde ich so langsam ein bisschen unruhig. So ein bisschen Schiss vor der ganzen Sache hatte ich schon. 😉
Endlich gab´s auch wieder mal einen Lauf mit Matthias. Das Wetter war zwar beschi…., aber mal wieder gemeinsam zu Laufen hat einen dann doch dafür entschädigt. 🙂
Und so gab es wieder mal einen erfreulichen Monat mit 205 Kilometer Laufen und satten 473 Kilometern auf dem MTB!

April

Nach den Osterfeiertagen, in denen reichlich trainiert wurde, ging es bei sommerlichen Temperaturen Mitte des Monats auf nach Weeze. Mit den Runningfreaks, dem Pfälzerwaldläufer, dem Soulrunner, Farmin Gorerunner und Lauffröschli (?) gab´s eine megageiles Event beim StrongmanRun. Nachdem ich die ganze Zeit vorher ziemlich Schiss vor der Veranstaltung hatte, war ich danach begeistert. Zwar waren die Hindernisse, und vor allem die Schwimmeinlagen bei 10°C Wassertemperatur grenzwertig, aber es waren so ziemlich die geilsten 24 Kilometer die ich je gelaufen bin!


2011 auf ein Neues!
Der StrongmanRun hat meinen Bewegungsapparat wieder ins Lot gebracht. Und der April war mit 238 Lauf- und 407 Bikekilometern ein guter Monat!

Mai

Der Wonnemonat Mai war nach der „Wiederherstellung“ meines Bewegungsapparates ein richtig guter Monat. Alles lief mal so richtig ohne Schmerzen und mein Ghost MTB absolvierte seinen 10.000ten Kilometer. Was nicht alles so zusammenkommt, wenn man auf´s Auto verzichtet.
Außerdem kann man sich die eine oder andere Spielerei mehr gönnen. Hat man sich schließlich verdient!

Polar-RS800CX
Polar-RS800CX

Und passend zum tollen Monat gab es endlich den dritten Teil des Niebelungensteigs mit Matthias. Bei traumhaftem Wetter war es ein weiteres Highlight meiner „Läuferlaufbahn“!
Und so kamen im Mai, dem besten Laufmonat meines Jahres, insgesamt 345 Lauf- und 287 Bikekilometer zusammen.
Respekt!

Juni

Der Juni begann heiß! Sehr heiß! Und wie immer musste ich wieder mal der Hitze Tribut zollen. Zu wenig beim Laufen getrunken! Kommt leider jedes Jahr wieder einmal vor. Manche Dinge lernt Man“n“ wohl nie! 😉
Den ganzen Monat gab es die Möglichkeit aus den Fehlern zu lernen. Warm war der Juni.
Für mich zu warm!
Trotzdem bin ich am Ende des Monats beim „Spitz-Älthemer“ Halbmarathon gestartet. Hatte leider die ganzen Jahre vorher aus Termingründen nicht geklappt. Und trotz großer Hitze bei Temperaturen um 28°C gab´s ne neue Bestzeit.
Und das bei dem Wetter. 😉
So gab es einen erfolgreichen Abschluss des Monats mit 295 Lauf- und 362 Bikekilometern!

Juli

Der Juli war Urlaubsmonat.
Nachdem ich durch meine „Bürotätigkeit“ wieder einmal Probleme mit meinem Rücken bekam, freute ich mich auf unseren Urlaub in der Rhön.
Und der Urlaub war herrlich erholsam. Wenig gelaufen aber dafür viel gewandert.
Und dazu gab´s reichlich Höhenmeter!

Dem Himmel so nah!
Dem Himmel so nah!

Dazu tolles Wetter und eine tolle Unterkunft. Ein traumhafter Urlaub!

Ferienhaus
Ferienhaus

Trotz aller Erholung gab´s auch ein bisschen Sport. Gelaufen bin ich 182 Kilometer, und mit dem Bike war ich 232 Kilometer unterwegs!

August

August war Triathlonmonat! Zum ersten Mal nahm ich an einem „Volkstriathlon“ teil. Auf Grund der Disziplin Schwimmen graute es mir schon lange davor. Aber irgendwie brauche ich ab und an mal ein bisschen Abwechslung! Und da kam mir der Arheilger Mühlchen Triathlon gerade Recht!
Anreise wieder mit dem MTB. Schließlich fahre ich die Strecke fast jeden Tag zur Arbeit. Und da bleibt die Anreise zum Event auch CO2-neutral.
Der Triathlon selbst war ziemlich hart. Das Tempo bei solch „Kurzstrecken“ ist mir definitiv viel zu schnell.

19. Mühlchen Triathlon 2010
19. Mühlchen Triathlon 2010

Trotzdem bin ich 2011 bestimmt wieder dabei. Hat Spaß gemacht!
Der restliche August war mit traumhaften Läufen gespickt. Regenläufe. Läufe bei Sonne und Wind. Alles dabei.
285 Laufkilometer, 257 Bikekilometer und endlich mal ein paar Kilometer im Wasser verbracht!

September

Der Herbst ist bei mir Marathonzeit. Das Wetter passt so einigermaßen zu mir und die Anzahl der Veranstaltungen in meiner Region sind fast unerschöpflich.
Als „must run“ gehört das zum ersten der Darmstadt Marathon dazu. Der Lauf, bei dem ich mein Debüt 2008 gegeben habe. Übrigens auch das Debüt für den Darmstadt Marathon. Entsprechend muss ich da einfach mitlaufen.
Dieses Jahr war das erste Mal die ganze Marathonstrecke geplant. Sozusagen ein Trainingsmarathon für den Frankfurt Marathon. Ohne Stress und ohne Ambitionen. So wie ich es am liebsten mag.
Und siehe da, mit einer 4:34 verbesserte ich meine Bestmarke vom FRA-Marathon um fast eine halbe Stunden. Bei den Höhenmetern ein schönes Erlebnis und eine gute Vorbereitung für Frankfurt.

Höhenmeter und Puls
Höhenmeter und Puls

Ein erfolgreiches und entspannendes Wochenseminar für Yoga und Stressbewältigung, sowie 285 Laufkilometer und 257 Bikekilometer rundeten diesen erfolgreichen Monat ab!
Und nebenbei wurde der 2.000 Laufkilometer für das Jahr 2010 absolviert.

Oktober

Der Oktober begann mit einem wunderschönen monstermässigem Treffen und einem entspannten Halbmarathon in Neuwied. Eva hatte zu ihrem HM-Debüt geladen, und alle kamen.
Hannes, Steffen, Eva und meine Wenigkeit liefen die Halbmarathonstrecke und der Rest feuerte uns enthusiastisch an.
Ein tolles Event bei dem nur Sieger vom Platz gingen.
MUSS wiederholt werden. 😉

Alles Gewinner!
Alles Gewinner!

Der Rest des Monats galt der Vorbereitung für Frankfurt und ein klein wenig Urlaub am Edersee!

Und dann war es wieder soweit. Mein Marathon in Frankfurt stand wieder vor der Tür. Herrlich durch die Bankenstadt zu Laufen und am Schluss einen grandiosen Empfang in der Frankfurter Festhalle genießen zu dürfen. Genial!
Jeder der dies noch nicht erlebt hat, sollte sich Frankfurt auf seinen Plan schreiben!
Leider hatte ich seit dem tollen Darmstädter Marathon ein paar Kilos zugelegt. Und wer die langen Strecken öfters läuft, weiß wie sich diese hierbei auswirken:
Trotzdem lief ich locker unter der erhofften 4:30 Marke! :yahoo:
Dafür gilt es mal wieder den vielen treuen Fans zu danken die mich entsprechend angefeuert haben!

Stolz wie Bolle!
Stolz wie Bolle!

Es war ein sehr emotionaler Zieleinlauf der bei mir mächtig auf die Tränendrüse gedrückt hat. Eigentlich war ich nach 35 Kilometern fix und fertig. Aber die tolle Anfeuerung am Streckenrand hat mir noch mal Flügel wachsen lassen.
Dafür ein ganz dickes Danke!
Mit 267 Lauf- und 220 MTB-Kilometern war der Monat einer der in die Kategorie gut kommt!

November

Der Beginn des November galt der Nachbereitung des Frankfurt Marathons und der Planung für 2011. Es reifte der Entschluss meine Ernährung langfristig umzustellen und gewichtsmäßig etwas zu unternehmen. Es reifte der Entschluss zum „Projekt Antischwabbel“!
Es ist zwar gut 30 Jahre her das ich unter 80 Kilogramm wog, aber langfristig wird dies mein Ziel sein.
Hinzu kam eine schöne Aktion mit Wilma! Leider ist sie auf Grund des schlechten Wetters immer noch bei mir. Ich hoffe das da ab Januar wieder Bewegung reinkommt. Schließlich hat sie ja noch einiges vor sich!
Und dann hatte mich doch noch ein Infekt erwischt. Im Vergleich zu den Vorjahren war´s dieses Jahr aber wesentlich ruhiger. Ein gestärktes Imunsystem und vor allem ein vernünftigerer Gerd haben da sehr viel dazu beigetragen.
Läuferisch habe ich die Sache ein bisschen ruhiger und langsamer angehen lassen. Die Tage werden kürzer und das Wetter mieser.

"der elektrische Läufer"
"der elektrische Läufer"

Da ist es immer wieder ratsam einen Gang zurückzuschalten. Aber Hauptsache die Ausrüstung passt.
Mit lediglich 147 Laufkilometern war der November mehr als Bescheiden. Und die guten 360 Kilometer auf dem Bike haben auf Grund des Wetters auch sehr viel Mühe gemacht.

Dezember

Auch der Dezember hat nicht wirklich viel positives in Bezug auf meinen Sport gebracht. Auf Grund des frühen Wintereinbruches viel das Biken fast komplett aus. gerade mal knappe 20 Kilometer habe ich auf meinem Bike gesessen. Und die waren nicht einmal besonders schön! 🙁
Ich bin teilweise auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen und habe vor dem Winter kapituliert. Jedenfalls rein Radtechnisch!
Für´s Laufen gab´s nochmal eine große Aufrüstung.
Mit den Schneeketten von Yaktrax ging´s durch den verschneiten Wald.
Und dann habe ich mir noch meine Icebugs gegönnt. Schließlich liebäugele ich schon zwei Jahre mit denen. Und ab und an darf man sich ja auch mal was gönnen!

sind die schick?
sind die schick?

Zwar konnte ich auf Grund des Wetters und meines Infektes nur knappe 115 Kilometer im Dezember Laufen, aber die Läufe die ich im Schnee absolvieren konnte, waren toll!
Jetzt wird erst mal auskuriert und sich auf das neue Jahr gefreut!

2010

Für mich war das Jahr ein tolles Jahr. Nach meinem letztjährigen „Unfalljahr“ habe ich jeden Kilometer den ich draußen in der Natur verbracht habe genossen. Ich hatte ein prima Zeit:
Besonders toll fand ich, dass ich ein bisschen dieser Zeit mit einigen Blogger- und Sportfreunden gemeinsam verbringen konnte. Das hat besonders viel Spaß gemacht und sollte definitiv öfters wiederholt werden. Bei dem einen oder anderen Event ist bestimmt mal ein bisschen Zeit für ein kurzes Zusammensitzen.
Ich freue mich darauf!

Rein sportlich bin ich natürlich auch hochzufrieden. Auch wenn es am Ende doch nicht ganz für die 2.600 Laufkilometer gereicht hat. Aber man kann schließlich nicht alles auf einmal haben. Und ich hatte dieses Jahr schon sehr, sehr viel.
Danke!

Das war´s! Mein „Sport“-Jahr 2010. Ich hoffe es hat vielen von Euch gefallen hier ab und an zu Lesen.
Ich bedanke mich für eure rege Teilnahme an meinem Blog.
Den guten Ratschlägen und den vielen netten Worten wenn´s mal nicht so lief.
Vielen herzlichen Dank und einen guten Rutsch in´s neue Jahr!

Dem Himmel so nah!
Dem Himmel so nah!

Harte Zeiten

Weicheier?
Weicheier?

Das ich ein Weichei bin kann man ja nicht unbedingt behaupten. Aber bei dem aktuellen Wetter muss der selbsternannte „Outdoorsportler“ schon mal ab und an an seine Grenzen gehen.
Ob Eisregen, massenweise Neuschnee oder Minustemperaturen unter der -10°C Grenze, manchmal geht es an´s Eingemachte.

Heute Morgen machte ich mich überaus freudig mit meinen Icebugs auf den Weg.
Nachdem ich auf der Waage stand und das erste mal seit über 30 Jahren die 80kg-Grenze durchbrochen hatte, war die Laune natürlich überaus energiegeladen! 😉

Ich weiß zwar, dass die sub 80 über die Feiertage wahrscheinlich eine Momentaufnahme sind, aber gefreut habe ich mich trotzdem darüber!

Mit frischem Elan ging es hinaus auf die Piste. Knappe 20 cm Pulverschnee. Morgens um kurz nach 7:00Uhr noch relativ jungfräulich. Herrlich.
Aber knackig anstrengend. Wow!!!

Mit „The Eye of the Tiger“ ging´s durch den Tiefschnee. Die Eiskristalle glitzerten im Schein der Beleuchtung. Zeit für ein Fahrtspiel.
Passend zur Musik im Ohr ging´s mal ein bisschen schneller und dann wieder im Trab durch die Nachbargemeinde. Ab und an war mal ein Frühaufsteher beim Schneeschippen.
Die freien Bürgersteige wurden gerne zum „Ausruhen“ angenommen. Der kurze Ausflug durch den tief verschneiten Dieburger Schlossgarten brachte mich richtig in´s Schwitzen. ungewolltes Lauf-ABC! 😉

Nach knappen 7 Kilometern war ich glücklich und zufrieden zu Hause. Es ist toll ein paar Tage frei zu haben…..

Nicht das ich es vergesse!

Die Zeit vor den Feiertagen rennt nur so dahin. Zwischen einem schnellen Klau der Meisterschale aus München, dem Laufen in Eis und Schnee und dem täglichen „DasmussjetztabervordenFeiertagennochraus“-Allerlei, bleibt kaum Zeit um sich richtig auf die Feiertage vorzubereiten.
Den Baum zu Kaufen wurde auch vergessen, und das was im Augenblick noch übrig ist gleicht eher einem Kleiderhaken als einem Weihnachtsbaum.

Aber als krativer Mensch gibt´s für alles eine Lösung. Entsprechend stelle ich für alle die noch keinen Baum haben die schnelle hessiche Varinate eines weihnachtlichen Adventskranzes vor.
Ist schnell gemacht und hat den großen Vorteil dass es nicht nadelt! 😉

Hessischer Adventskranz
Hessischer Adventskranz

Ich wünsche allen Lesern ein friedvolles und ruhiges Weihnachtsfest. Das alle reich beschenkt werden und vor allem, dass auch die nicht vergessen werden denen es nicht ganz so gut geht.