Lauftage zum Churfrankenlauf

Die letzten Tage hat man nicht viel von mir gehört. Aber das Training nimmt eine Zeit in Anspruch und Laufen ist mir immer noch lieber als Bloggen. 😉
Aber heute ergab sich wieder mal ein besonderes Event, welches lohnt darüber zu berichten!

In 8 Wochen startet der Churfrankenlauf. Heute hatte ich die Gelegenheit die ersten beiden Etappen im Zuge der „Lauftage“ mal kennenzulernen. Zusammen mit anderen Teilnehmer bestand die Möglichkeit die Originalstrecke in Begleitung abzulaufen. Gesagt getan.
Schließlich möchte ich ja wissen was im Herbst auf mich zukommt.

Treffpunkt war gegen 9:00Uhr in Collenberg. Ziel der 2. Etappe.
Von dort aus ging es mit ein paar Autos gebündelt nach Miltenberg, dem Start des Churfrankelaufes. Von dort ging es zusammen mit ca. 30 Läufern los auf die erste Etappe nach Kleinheubach.
Geplant war in ungefähr drei Leistungsklassen zu laufen.
Leider musste ich zu Beginn des ersten Anstiegs im Wald nochmal dringend für kleine Jungs in die Büsche.
Bei einem 6:30min/km Einstiegstempo in den Berg hatte ich natürlich keine Chance mehr an die Gruppe heranzukommen. Und überziehen wollte ich auf keinen Fall.
Zumal es wirklich steil zur Sache ging. Da schoss der Puls selbst beim Gehen in exorbitante Bereiche.
Knackig! 😉

Nach einigen hundert Metern hatte ich den Schluss der letzten Gruppe wenigstens in Sichtweite und konnte ein wenig Tempo herausnehmen. Mir war das definitiv zu schnell!
Aber nach ein paar Kilometern hatte ich „mein Tempo“ gefunden und der Puls beruhigte sich nach und nach.

Bis es wieder bergab ging hatte ich zu einigen Läufern aufgeschlossen und konnte locker mein Tempo laufen. Es war auch wieder Luft da um ein paar nette Gespräche zu führen.
Die meisten Teilnehmer werden entweder als 5er oder als 2er-Team den Lauf am 25. September absolvieren. Da kann man schon mal ein bisschen zügiger laufen.
Da ich aber die komplette Strecke laufen möchte, muss ich mich tempomässig definitiv ein wenig zurückhalten!
Die heutigen 6:50min/km auf dem ersten Abschnitt sind definitiv eine Nummer zu schnell. Ich tendiere beim Lauf auf eine + 7:30min/min. Schließlich sind insgesamt 74 Kilometer zu absolvieren. Da sollte man sein Pulver nicht am Anfang schon verschießen! 😉

Nach 1:16:41h und 11,22 Kilometer war die erste Etappe absolviert und man traf sich zu einer kurzen Verpflegung.

Churfrankenlauf 1. Etappe
Churfrankenlauf 1. Etappe

Kurze Stärkung und mit ungefähr der Hälfte der ursprünglichen Teilnehmer ging´s auf die zweite Etappe von Kleinheubach nach Collenberg. Und diesmal hatte sich eine Gruppe gefunden die einigermaßen tempomässig passte. Die Cracks waren vorne weg und im Hinterfeld hatte man auch die Chance ein bisschen zu quatschen. Schließlich gehört dies auch dazu. 😉

Und das eine oder andere Foto war nun auch drinnen!
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Jedenfalls hat es Spaß gemacht. Das Tempo war zwar noch immer flott, immer in Zusammenhang mit den Höhenmetern, aber nach den Anstiegen, welche ich nur gehen konnte, war der zweite Teil toll zu laufen.

Nach 2:00:37h und 16,92 Kilometer war die zweite Etappe geschafft und man traf sich nochmals zu einem kurzen Imbiss und Getränken.

Churfrankenlauf 2. Etappe
Churfrankenlauf 2. Etappe

Nächsten Sonntag kommen die Etappen 3 + 4 auf den Trainingsplan. Und das was ich bisher gesehen habe wird die Sache nicht einfacher machen als heute.
Aber ich freue mich schon darauf!

Keep running!

Quäl ich du Sau!

Eigentlich bin ich ja eher der besinnliche und langsame Läufer. Stets bemüht seine Runden mit der entsprechenden Gelassenheit und Spaß am Laufen zu absolvieren.
Nur nicht so schnell und nur nicht so steil soll es sein.
Eher so locker flockig!

Zwar kann ich mich für ein bestimmtes Ziel schon richtig schinden, aber im Training versuche ich dies weitgehend zu vermeiden. Und das hat die letzten Jahre auch ganz gut funktioniert. 😉

Jetzt hat mich aber vor einigen Monaten der Wahnsinn geküsst und ich habe mich dazu hinreißen lassen mich beim Churfranken-Lauf anzumelden. Und da es dort neben den 73 Kilometern auch noch knappe 1.800 Höhenmeter zu bewältigen gibt, habe ich mich dazu entschlossen die Vorbereitung ein bisschen gewissenhafter zu absolvieren und ein wenig zu planen.
Ist schließlich ein Brett was da vor mir liegt!

Also werden neben den gewohnten langen Einheiten, die noch ein bisschen länger werden, ein paar Einheiten für die Kraft am Berg mit zum Trainingsalltag dazugehören. Dazu das obligatorische Krafttraining, Koordinationstraining und Gymnastik. Einfach mal wieder ein paar Wochen ein bisschen disziplinierter Trainieren und die Einheiten bewusster mit den geplanten Tempo laufen.
Wobei die ganz langsamen Einheiten am schwersten sind aber nach meiner Erfahrung am meisten bringen.
Wenn sie denn auch langsam gelaufen werden! 😉

Am Dienstag stand Intervalltraining am Berg auf dem Programm!
Dienstag!? Das wäre mein Lauf zur Arbeit!
Bergintervalle morgens um 5:00Uhr vor der Arbeit?

Ich mute mir ja schon ab und an einiges zu, aber wenn ich vor der Arbeit ein Intervalltraining am Berg absolviere, brauche ich nicht mehr zu arbeiten!
Also habe ich das Training kurzerhand auf den heutigen Samstag verschoben.

Intervall am Berg! Da ist die erste Voraussetzung für´s Training mal der passende Berg. Berge haben wir in dem Sinne nicht vor der Haustür, aber die Moret hat ein paar giftige Anstiege die für ein Intervalltraining geeignet scheinen.
Also war die Einheit wie folgt geplant:

  • – Einlaufen bis zum „Anstieg“
    • 7 Intervalle bestehend aus:
    • 4:00 min gleichmässiges Tempo den Anstieg hinauf (6:00 – 6:15 min/km)
    • danach die Strecke wieder locker nach unten
  • – Auslaufen nach Hause

Hörte sich ganz gut an und ich schätze mal so 15 Kilometer und in ca. 1:45h würde ich zum Frühstück zu Hause sein! Entsprechend locker und flockig machte ich mich auf den Weg zum ersten Hügelintervall!

Meine Salomon Speedcross3 an den Füßen und den programmierten Garmin 310XT am Handgelenk ging´s am in den Wald. Tolles Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Herrlich so ein Samstagmorgenlauf.
Nach exakt 6,29 Kilometern stand ich vor dem Anstieg. Keine Ahnung ob die gewählte Strecke für einen Lauf von 4:00min ausreichen würde. Steil genug war´s mir auf jeden Fall.
Jacke ausgezogen, in der Sonne war´s mir jetzt ein bisschen zu warm und die nächsten Kilometer würden mich bestimmt nicht frieren lassen, und am „Startpunkt platziert.

Auf ging´s zum ersten Anstieg.
Ich wusste gar nicht wie lang 4 Minuten sein können. Die letzten Meter waren brutal. Zumal der „wohl gewählte Anstieg“ nach oben hin immer ein klein wenig steiler wird. Voll in der Sonne und glücklicherweise heute mit Gegenwind. Wenn schon, denn schon.
Der Schweiß lief in Strömen und mein Puls jagte nach oben. Japsend erfreute ich mich dem Piepsen meines Garmins, welches mir die letzten 5 Sekunden meiner Qual ankündigten.
Wow! Die Strecke passt zeitlich mit den 4 Minuten genau.
Und für mich reichte es auch. Holla die Waldfee. Das tut weh!
Entsprechend langsam und genussvoll lies ich mich wieder bergab traben. Leider war der „Abstieg“ viel zu schnell vorbei!

Einmal kehrt auf dem Absatz und auf zur zweiten Einheit!
Ich war nach zwei Minuten schon fix und alle und überlegte mir ob ich das heute überhaupt geregelt kriege. Ich war beim zweiten Teil schon fix und fertig.
Und 5 sollten noch kommen.

Beim dritten Anstieg war ich mir sicher das ich spätestens beim 5 Anstieg sterben würde. Wenn ich Glück habe setzt man mir ein Denkmal am Hang!
Ich sehnte mich nach wenigen Metern schon nach der großen Eiche oben auf dem Plateau.
Überraschenderweise erholte sich mein Körper bei den Bergabläufen relativ flott.

Aber genauso schnell ging´s auch auf den ersten Metern des vierten Anstiegs wieder an´s Eingemachte.
Ich Keuchte und meine Bronchien rasselten beim Weg nach oben. Ich konnte die angepeilte Geschwindigkeit nur noch knapp halten und mein Körper wollte wesentlich mehr Sauerstoff als ich in ihn heineinsaugen konnte. Ich überlegte schon wie ich einen „abgebrochenen“ Intervall überhaupt dokumentieren sollte?!?

Da mir nichts einfiel musste ich wohl oder übel weitermachen!
An den vorletzten Anstieg kann ich mich nicht mehr erinnern. Wahrscheinlich war ich auf Grund von Sauerstoffmangel schon hirntot. Jedenfalls habe ich es irgendwie hin gekriegt. Keine Ahnung wie ich das gemacht habe.

Und dann war es nur noch einer. Einmal diesen verfluchten Anstieg hoch.
Wäre doch gelacht, oder?
Also ging´s noch mal richtig zur Sache. Und mit einem Schnitt von 6:05min/km war´s sogar der schnellste Anstieg. Wahrscheinlich wollte mein Körper die Sache einfach nur hinter sich bringen. Egal wie, Hauptsache schnell!
Der Einlauf oben am Plateau glich einem Zieleinlauf. Mit der letzten Kraft gab es ein lautes „JA!!“ bevor ich mit den Händen auf den Knien gestützt versuchte nach Luft zu schnappen.
Ich hatte es tatsächlich geschafft!

Hügelintervall
Hügelintervall

„Nur“ noch nach Hause auslaufen und eine neuer Trainingsbereich war absolviert. Zufrieden aber auch ziemlich geschafft kam ich ein wenig später als geplant zum Frühstück nach Hause.
Die kurze Einheit von 15 Kilometern entwickelte sich zu einer etwas längeren Qual mit letztendlich 21,90 Kilometern!

Jetzt bin ich mal gespannt, was Morgen noch an Kraft für meinen 30er übrig ist?

Mehr drumherum als ER es wert ist?

Als Läufer hat man ja Zeit sich über viele Dinge des Lebens Gedanken zu machen. Wenn man mehrere Stunden unterwegs ist kreisen die verschiedensten Gedanken durch die sauerstoffangereicherten Hirnwindungen.
Vieles ist nichtig und man hat es relativ schnell wieder vergessen, aber einige Dinge kriegt man einfach nicht aus dem Kopf.

So erging es vor kurzem einem gewissen D. Iro (Name der Red. geändert). Bei seinem stundenlangen Lauf durch die Felder und Gemeinden des Umfeldes, sah er sein Spiegelbild kurz in einer Schaufensterscheibe.
Schick mit dem neuen grünen Outfit, den neuen Schuhen und dem ganzen Zubehör. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck ging´s weiter. Die Gedanken kreisten um die tollen Anschaffungen und er war glücklich einen tollen, einfachen und preiswerten Sport auszuüben.

Preiswert?!?
Was braucht man schon zum Laufen? Ein paar Laufschuhe und ab geht´s, oder?

Also fing er an mal sein „Drumherum“ zu addieren.

  • – Laufschuhe von Salomon 119,00 €
  • – Pulsuhr von Garmin 350,00 €
  • – Laufsocken von CEP 35,00 €
  • – Tight von skins 110,00 €
  • – Unterhose von Odlo 22,00 €
  • – Laufshirt von Odlo 40,00 €
  • – Jacke von Odlo 120,00 €
  • – Mütze geschenkt 0,00 €
  • – iPhone 400,00 €
  • – iPhone-Sportarmband 40,00 €
  • – Kopfhörer 45,00 €
  • – Camelbak Trinkruksack 80,00 €

Macht für das ganze Drumherum locker mal 1.361,00 €!!

Schluck! Vielleicht sollte ich mich für´s Laufen separat versichern lassen schoss ihm durch den Kopf. Schließlich läuft da schon ein gewisser Wert durch die Landschaft!
Und dazu kommt auch noch der Läufer selbst.

Aber wie bewertet man den denn. Ein Spitzenläufer der sein Geld damit verdient es er beileibe nicht. Eher das Gegenteil. Reiner Spaßläufer!
Also einen richtig vergleichbaren Wert müsste man rein durch den „Materialwert“ fixieren. Unabhängig von dem Nutzen den er ggf. der Gesellschaft gegenüber erbringt. Und wo liegt dieser?

Der Mensch besteht aus etwas über 60% Wasser und 5% Mineralstoffen sowie aus 210 Knochen, wobei der Schädel allein 22 Knochen besitzt. Bei 80 kg Körpergewicht besteht er im Durchschnitt aus 52 l Wasser, 14 kg Eiweiß, 8,6 kg Fett, 4,4 kg Salzen und 0,8 kg Zucker.
Außerdem besitzt der Mensch ein wenig Eisen, um daraus einen Nagel herzustellen. Ein wenig Phosphor für etwa 10 Zündholzschachteln.

Im einzelnen besteht er aus folgenden Zutaten:
Wasserstoff 10 %
Kohlenstoff 18 %
Stickstoff 3 %
Sauerstoff 65 %
Natrium 0,1 %
Phosphor 1,2%
Schwefel 0,2 %
Chlor 0,2 %
Kalium 0,2 %
Calcium 2 %
Eisen 0,01 %
Magnesium 0,04 %

Gibt bei den aktuellen Richtpreisen für die vorgenannten Rohstoffe, mit viel gutem Willen, eine Betrag im Cent-Bereich. Kein ansprechender Gegenwert gegenüber dem ganze Equipment drumherum.

Alternativ könnte man noch den ganzen Kerl anhand von Vergleichswerten aus der Viehzucht bewerten. Schließlich gibt es hier marktübliche Schlachtpreise.
Aber wo einordnen?

Schwein liegt im Augenblick bei ca. 1,60€/kg. Aber als Schwein fühlt er sich beileibe nicht.
Schaf kommt der Sache schon näher und hat auch einen ansprechenderen Preis mit 4,50€/kg.
Vom Gefühl her tendiert er aber eher zum Bullen. Zwar ein bisschen älter, aber immer noch gut in Schuss.
Preis hierfür ca. 2,90€/kg!

Macht bei 80kg einen „Schlachtpreis“ von 232,00 €!?!

Dies war der Zeitpunkt an dem D. Iro an einer Weide voll Bullen vorbei lief. Jungbullen mit einem Durchschnittsgewicht von stolzen 500kg.
Schlachtpreis von jedem Einzelnen locker 1.450,00€!

Deutscher Bulle
Deutscher Bulle

Das war der Zeitpunkt an dem D. Iro seine anfänglichen Überlegungen über den Preis des Laufens für immer einstellte und sich fest vorgenommen hat, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein neues Equipment für seinen Sport zu gönnen. Den eines ist sicher.
Wenn er schon kilometerlang über die Felder läuft, dann möchte er wenigstens das gute Gefühl haben mehr wert zu sein, als diejenigen die nur dort herumstehen.

In diesem Sinne!
Lasst und Laufen!
😉

Meine App-soluten Favoriten

Mein App Artikel hat ja gezeigt, dass es unterschiedliche Auffassungen über das Thema gibt. Und das ist auch schön so. Schließlich ist jeder Läufer etwas besonderes und dies sollte auch so akzeptiert werden. Der eine mag´s und der andere nicht.
Für die die es mögen möchte hier meine Favoriten mal kundtun. Schließlich habe ich alle möglichen Apps ausprobiert und getestet.
Ich möchte nicht auf jede einzelne eingehen und kommentieren, da die spezifischen Schwerpunkte bei den einzelnen Anbietern teilweise sehr unterschiedlich sind. Aufgefallen ist mir auf jeden Fall, dass die Kosten für die jeweilige App nicht unbedingt eine Aussage über die Qualität treffen.
Als „Hardware“ dient mir ein IPhone 3GS und ein Adidas micoach Sport Armband.

Nike+ GPS
Nike+ GPS

Meine aktuelle Lieblings-App ist Nike+ GPS. Die Einstellmöglichkeiten sind für mich optimal und die Genauigkeit der aufgezeichneten Strecken mittels GPS ist von allen ausprobierten Apps die akzeptabelste. Entsprechende freie Sicht auf den Himmel immer vorausgesetzt. Hier kriege ich die entsprechenden Infos über meine gelaufene Strecke, meine Laufzeit und die ungefähre Geschwindigkeit.
Und zwischendurch kriege ich die eine oder andere Anfeuerung über Facebook.
Alles funktioniert. Läuft stabil. Gut verständlich.
Die aufgezeichneten Daten werden dann auf Nike+ übertragen.
Für mich die geeignetste App zum Laufen wenn man sich keine teure Pulsuhr kaufen möchte und seine Läufe innerhalb von drei Stunden zu Ende bringt. Wer mehr will sollte für sein iPhone einen Akkupack parat haben!

Scout MagicMaps
Scout MagicMaps

Im Bereich Tourenplanung fürs Wandern und Biken ist die Sache nicht ganz so klar. Hier ist es wichtig zu wissen für was man die App nutzen möchte. Ob zur Navigation oder zum Aufzeichnen von Touren. Hier hat jeder seine Vor- und Nachteile.
Bei meiner Radtour in den Urlaub war ein Super Hilfsmittel die App Scout von Magig Maps. Hier habe ich mir die geplante Strecke auf der Open Cycle Map darstellen lassen. Hat prima funktioniert und optisch angezeigt wann ich den geplanten Pfad verlassen habe. Gleichzeitiges Aufzeichnen der Tour funktioniert übrigens auch! Inklusive sind die kostenlosen OpenStreet Map´s für Straße, Radwege, Nachtsicht? und die klassische Ansicht. Wer etwas mehr möchte kann sich für viele Regionen weltweit die topografischen Karten dazukaufen. Da ist für jeden Geschmack was dabei.
Geplant wurde die Tour mit GPSies, welches übrigens seit kurzem auch eine eigenständige App auf den Markt gebracht hat, und dann mit der App problemlos auf´s iPhone gespielt. Dann heißt es nur noch nachfahren.

gespeicherte Routen
gespeicherte Routen
Route auf Open Cycle Map
Route auf Open Cycle Map

Tourenplanungen funktionieren übrigens auch mit Naviki. Auch hier gibt´s ne kostenlose App die man mal ausprobieren sollte.

Sicher gibt´s noch ne Menge erwähnenswerte Apps die hier vielleicht zu kurz kommen, aber da viele kostenlos sind oder wenigstens mit einer kostenlosen „Lightversion“ aufwarten, empfehle ich einfach zu testen was einem am besten zusagt. Zumal die etablierten Apps ständig weiterentwickelt werden und neue Funktionen dazukommen.

So, nun ist Schluss mit „sportlichen Apps“ und es wird wieder richtig gesportelt! 😉

App-laus für die Sozialautisten

Als Ausdauersportler, insbesondere mit Tendenz zu den etwas längeren Einheiten, mutiert der Mensch ja gerne zum Sozialautisten. Bis zu einem gewissen Maße geben sich Familienmitglieder, Freunde und Gelegenheitsläufer ja noch die Mühe eine Runde mitzudrehen, aber spätestens wenn die Einheiten über mehrere Stunden gehen hört der gute Wille und das Verständnis auf.
Nicht das unsere Wälder, die Tages- und Jahreszeiten sowie das Wetter keinen ausreichende Abwechslung in den Laufalltag bringen. Ab und an einen Kontakt mit einem Lebewesen, mal von uneinsichtigen Hundebesitzern und „grußunfreundlichen Sportlern“ abgesehen, bringt doch ein wenig Abwechslung und erfreut einen auf seinen einsamen Runden.

Ich nutze in letzter Zeit gerne die Möglichkeit während meiner Läufe ein wenig Musik zu hören. Gerade auf den morgentlichen Wegen zur Arbeit und den langen Einheiten am Wochenende kann ich hier ziemlich gut entspannen. Zusätzlich lässt sich mit der Auswahl der Musik der Laufrythmus ein wenig beeinflussen. Einen Lauf über 35km kriege ich ausschließlich mit AC/DC nicht hin. 😉

Und nun kommt der Clou an der ganzen Geschichte. In der heutigen Zeit ist ein Mobiltelefon ja nicht nur zum Telefonieren da. Ausgestattet mit GPS, Kompass und Navigationssoftware mutieren die Telefone zum reinsten Allzweckgerät. Dazu werden von den einschlägigen Anbietern Apps für jeden Geschmack angeboten.
Ich finde es zum Beispiel ganz angenehm, wenn eine bezaubernde Stimme mir jeden Kilometer die zurückgelegt Strecke und die aktuelle Kilometerzeit ansagt. Hierzu wird die Musik heruntergeblendet und säuselnd meine Laufleistungen kundgetan. Komme ich in den Bereich von Bestleistungen gibt´s noch eine Extraanfeuerung dazu! Schön so eine „Personal Trainerin“! 😉
Bei einigen wird automatisch in Facebook und Twitter kundgetan das ich mich auf die Reise begeben habe. Zusätzlich werden meine „Follower“ dazu animiert mich anzufeuern. Jeder Kommentar oder „Gefällt mir“ auf Facebook erzeugt einen tobenden Applaus auf meinen Kopfhörer.
Fragt nicht was ich das erste Mal erschrocken bin als ich mitten im Wald solch stürmischen Applaus erntete!

Mich freut es immer wieder wenn ich „meinen Applaus“ bekomme! 😉

Die Auswahl an Apps in diesem Bereich ist enorm. Viele sind kostenlos, andere verlangen einen geringen Obolus. Ob für´s Laufen, Biken, Walken, Wandern, Tourenplanung und so weiter. Jede Sportart und jeder Wunsch wird erfüllt. Keiner muss mehr „alleine“ auf seine sportlichen Runden gehen.

Nun kommt aber das große ABER!
Im Grunde handelt es sich bei den aktuellen „Smartphones“ wie sich die Wunder der Technik nennen noch immer um ein Telefon. Zwar haben sie sich den Preisen von Desktop-PC´s angepasst, aber leistungsmässig liegen sie doch noch ein wenig dahinter.
Und eines der größten Probleme die ich im Augenblick an den Dingern sehe ist der Trend zu „eierlegenden Wollmilchsau“. Versucht alles zu können, aber nichts so richtig. Man kann von einem Telefon nicht verlangen die gleichen Qualitäten zu liefern wie eine speziell für den Sport entwickelte Pulsuhr. Bei der ich übrigens noch nie auf den Gedanken gekommen bin mit ihr zu telefonieren!

Muss ja auch nicht sein.
Dafür habe ich ja meine ganzen Garmine! 😉
Sie zeichnen mein Training exakt und zuverlässig auf. GPS unterstützt und EKG genau!

Wer nicht unbedingt mehrere Stunden durch die Einsamkeit läuft. Wer ausreichend freie Sicht auf den Himmel hat und nicht unbedingt eine akribische Auswertung seiner Trainingsdaten benötigt. Für den sind diese Apps als günstiges Zubehör zu seinem vorhandenen Smartphone eine gute Alternative um Abwechslung in sein Training zu bringen und eine kleine Dokumentation und Übersicht zu bekommen. Und ich denke für diese Nutzer ist es auch gemacht. Man sollte nicht zu viel erwarten.

Schließlich ist es immer noch ein Telefon!

Und gemeinsam mit anderen seinen Sport zu absolvieren ist immer noch die schönste Art in der Natur unterwegs zu sein!

sportlicher Urlaub

Es war ein sportlicher und vor allem ein erholsamer Urlaub den wir im Spessart verbracht haben. Unsere Ferienwohnung mit dem tollen Badeteich, die grandiose Landschaft im Spessart und die vorzügliche Küche hat alles geboten was wir uns gewünscht hatten. Sogar das Wetter hat mitgespielt.
Tja, wenn Engel reisen! 😉

Meine Anreise mit dem MTB war ja schon kurz nach unserer Buchung eine ausgemachte Sache. Bei einer Entfernung von 63,73 Kilometern Luftlinie Ehrensache und genau die richtige Art in einen Urlaub zu rutschen.
Dachte ich!?!

Leider war die Vorbereitungszeit ein bisschen knapp um eine gute Strecke zu planen und vorzubereiten. Entsprechend greift der Mann zu einem Routenplaner.
Mit der Software und dem Garmin Edge 705 wird es wohl möglich sein einen über den Spessart zu bringen. Zur besseren Unterstützung gibt´s noch den Scout auf´s IPhone. Akkupack dazu und ab geht´s. Was soll da schon noch passieren?

Mal davon abgesehen, dass es aus diversen Kartenmaterialien nicht unbedingt abzusehen ist, in welchem Zustand sich die ausgesuchten „Wege“ befinden.

Fest steht im nachhinein auf jeden Fall, der kürzeste Weg ist nicht immer der Beste. 😉

Bis Aschaffenburg war´s ja noch einfach. Da habe ich es ja noch ohne Navi geschafft. Die Steigungen waren human, und es lief eigentlich problemlos.
Ab und an mal einen kleinen „Verfahrer“, aber auf Grund des technischen Equipments und des übersichtlichen Terrains jederzeit im Bilde.

Hinter Aschaffenburg ging es langsam bergauf. Immer noch gut zu fahren auf den gut ausgebauten Radwegen.
Ein bisschen auffällig war jedoch bereits hier, dass meine Routenplanun öfters mal den ausgewiesenen Radweg verließ und eine „kürzere Alternativroute“ wählte. Leider unabhängig von der Beschaffenheit der „Abkürzung“ noch mit Rücksicht auf die Steigung. Da diese aber bis nach Laufach und Hain im Spessart relativ gut bewältigt wurden, machte ich mir noch keine Sorgen.

Ab Hain ging´s dann aber los mit Aufwärts. Der Spessart lässt grüßen. Die ersten 47 Kilometer waren das einrollen. Jetzt ging´s richtig zur Sache.
Der erste richtige Anstieg stand auf dem Programm!

Höhenprofil 01
Höhenprofil 01

Und gleich ein paar Kilometer weiter in der Einsamkeit der Wälder meldete meine Technik ich sei abseits der geplanten Route. Toll!
Wieder ein paar hundert Meter zurück und den „richtigen Weg“ gesucht. Und gesucht. Und gesucht….
Irgendwann fiel mir ein zugewucherter Pfad auf der verdächtig in der Nähe der angezeigten Abzweigung lag. Da sollte ich hoch??
Ich wusste noch nicht mal wie ich da rein kommen sollte. 🙁

Was ich auf den nächsten 4 Kilometern bergauf erlebte war einfach nur krass. Es ging einen total zugewucherten, mit querliegenden Baumstämmen übersäten und mit Brombeeren und Brennesseln zugewachsenen Pfad steil nach oben. Von dem ganzen Zecken im Unterholz reden wir erst gar nicht. Zum Glück hatte ich Beinlinge an. 😉
Und das Ding war echt steil. Dazu meinen Rucksack auf dem Rücken und das Bike auf den Schultern.
Zum Glück war ich alleine. :whistle:

Höhenprofil 02
Höhenprofil 02

Aber irgendwann ist ja jede Steigung zu Ende. Es kommen wieder „Wege“ zum Vorschein und das Bike wechselt von der Schulter wieder unter den Hintern. Alles ist gut!
Denkste!
Nicht nur der erste Anstieg war eine Nummer zu groß, die nachfolgende „Abfahrt“ lag weit außerhalb meines „normalen“ Bikealltages. Um nicht nach vorne überzuschlagen legte ich mich bäuchlings auf meinen Sattel. Hintere Bremse voll auf Anschlag und vorne versuchte ein bisschen zu regulieren.
Mit schleifendem Hinterrad und einer unmöglichen Haltung auf dem Bike bin ich talwärts gerutscht. Ein Bild für die Götter. :wacko:
Zum Glück war ich alleine. :whistle:

Kurz vor Heigenbrücken wählte ich dann eine Route auf befestigten Wegen und der Landstraße um nicht schon am ersten Anstieg sämtliche Zuversicht zu verlieren. Eine Wohltat. Da machen dann auch die rasanten Abfahrten wieder richtig Spaß und ein klein bisschen Erholung war gegeben.
Von Heigenbrücken ging´s dann wieder sackrich steil nach oben. Aber wenigstens von der Wegbeschaffenheit „fahrbar“. Nur das Bike zu schleppen macht nämlich absolut keine Laune. :wacko:

Runter zu den Aufbachseen bei Habichsthal. Dort ein paar Orientierungsschlenker zu viel gemacht bevor es den „Höhenweg“ bergauf ging.
Am Anfang fahrend, gegen Ende hin schiebend!

Abwärts nach Frammersbach wo sich fälschlicherweise in meinem Kopf festgesetzt hatte, dass es ab hier nur noch einmal bergauf ging.
Ich hatte jetzt gut 70 Kilometer in den Beinen und auf Grund der letzten Anstiege das Bedürfnis endlich anzukommen! Leider lag da noch ein richtiges Brett vor mir!

Höhenprofil 03
Höhenprofil 03

Der Bereich um Frammersbach wimmelt ja nur so von Mountainbikestrecken. In allen Kategorien und Schwierigkeitsstufen liegt hier eine Strecke neben der anderen. Warum sich mein Navi immer die schwarzen Strecken herausgesucht hat bleibt mir ein Rätsel? Jedenfalls musste ich ganz schon treten um die Anstiege vom Sattel aus zu bezwingen. Wenigstens waren die Wege in einem guten Zustand so das Fahren auch problemlos möglich war.
Zusätzlich setzte die Freude darauf dass man bald am Ziel ist zusätzliche Kräfte frei.
Oben angekommen freute ich mich jedenfalls auf die letzten Meter bergab und eine heiße Dusche am Ferienort.

Die Freude überwog so lange bis ich in Ruppertshütten ankam und mein Navi wieder einen Weg nach oben wählte?!? Die ersten 500 Meter im Ort ging es ja noch gut zu fahren. Zwar ziemlich steil, aber auf Asphalt!
Naja, dachte ich. Vielleicht noch ein kurzer Anstieg bevor es runter nach Rieneck geht!

Dachte ich!

Ich dachte falsch. Das schlimme war nicht einmal die Tatsache das es ziemlich steil nach oben ging. Nein, es war einfach niederschmetternd, dass mein heissgeliebtes Navi mich diesmal einen Hohlweg fast senkrecht nach oben führte, der die letzten 10 Jahre keinen Menschen und keine Maschine gesehen hatte.

Dornröschen lässt grüßen!

Mit einem Hals so dick wie ein Treckerreifen, dem Bike wieder mal auf den Schultern, stapfte ich fluchend diesen Anstieg hoch.
Nicht ohne mir auch noch die restlichen unversehrten Stellen an den Beinen durch Brombeeren zerkratzen zu lassen!
Zum Glück war ich alleine. :whistle:

Höhenprofil 04
Höhenprofil 04

Nach knappen 6 Stunden Fahrtzeit hatte ich meinen letzten Anstieg bezwungen. Oder er mich!
Da bin ich mir nicht sicher. 😉

Jedenfalls ging es dann endlich nur noch bergab. Schön wenn man´s geschafft hat.
Alles ist vergessen. Es kehrt ein Lächeln auf die Lippen zurück. Der Stolz über das Geleistete und die Freude auf die Familie und den beginnenden Urlaub machen alle Mühe vergessen.
Es war wieder mal ein Naturerlebnis der besonderen Art! 😉

Hier ist die Streckenführung.

Bilder gibt´s nur eines vom Anfang der Strecke. Danach wollte ich nicht mehr!

Guten Mutes
Guten Mutes

Als ich dann Abends, beim gemütlichen Zusammensein mit meinen beiden Mädels, äußerst schmerzhafte Krämpfe in der Innenseite des linken Oberschenkels bekam, wusste ich sofort, dass ich die Heimreise nicht über den Spessart antreten würde.
Und auf die ausschließliche Auswahl der Streckenführung durch mein Navi würde ich auch verzichten.
Das war eine gute Wahl wie mein letzter Beitrag ja gezeigt hat! 😉

Den Rest des Urlaubs hab ich mit Ruhe genossen. Hier und da ein kleines Läufchen durch die herrlichen Wälder und zwei schöne Wanderungen mit meinen Mädels. Alles entspannt und relaxed. Ganz so wie ich mir einen Urlaub wünsche.
Erholsam!

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Erholt wieder im Lande

Völlig entspannt und perfekt erholt haben wir uns wieder zu Hause eingefunden. Die 10 Tage im Spessart waren toll und haben uns allen gut getan.
Die nächsten Tage gibt´s noch einen größeren Bericht über den Urlaub im Spessart. Im Augenblick kann ich noch nicht so richtig lange vor´m Computer sitzen.

Startbereit
Startbereit

Die gestrige Heimfahrt, entlang des Mainradweges, hat Spuren hinterlassen. 😉
Aber ein paar Impressionen der Heimfahrt möchte ich Euch nicht vorenthalten. Es ist traumhaft schön am Main entlang zu fahren. Vor allen kein Vergleich zu meiner Quälerei in den Spessart.
Aber dazu die nächsten Tage mehr.

Leider hat mein Garminchen bei den hektischen Umzieharbeiten wegen Gewitters eine kleine Pause bei der Aufzeichnung eingelegt. Bin wohl auf den Pausenknopf gekommen. 🙁
Aber ich konnte die Strecke relativ gut „restaurieren“. 😉

Die reine Fahrtzeit betrug 8:05:48 Stunden. Entsprechend toll geht es meinem Hinterteil. 😉
Drei „Verpflegungspausen“ wurden eingelegt um die ca. 7.000 kcal wieder zuzuführen.
Das einzig unangenehme war das sehr starker Westwind herrschte und der Abschnitt zwischen Wertheim und Großheubach schon ganz schön anstrengend war. Teilweise kam es mir vor als würde ich nicht von der Stelle kommen.
Sehr aufbauend wenn einem die Rentner locker lächeln, ohne in die Pedale treten zu müssen, entgegenkommen. 😉


Radroute 1100795 – powered by Bikemap

Hier gibt´s die Bilder dazu:
[mudslide:picasa,0,DiRo1962,5627673840450052561]