Lauftage zum Churfrankenlauf

Die letzten Tage hat man nicht viel von mir gehört. Aber das Training nimmt eine Zeit in Anspruch und Laufen ist mir immer noch lieber als Bloggen. 😉
Aber heute ergab sich wieder mal ein besonderes Event, welches lohnt darüber zu berichten!

In 8 Wochen startet der Churfrankenlauf. Heute hatte ich die Gelegenheit die ersten beiden Etappen im Zuge der „Lauftage“ mal kennenzulernen. Zusammen mit anderen Teilnehmer bestand die Möglichkeit die Originalstrecke in Begleitung abzulaufen. Gesagt getan.
Schließlich möchte ich ja wissen was im Herbst auf mich zukommt.

Treffpunkt war gegen 9:00Uhr in Collenberg. Ziel der 2. Etappe.
Von dort aus ging es mit ein paar Autos gebündelt nach Miltenberg, dem Start des Churfrankelaufes. Von dort ging es zusammen mit ca. 30 Läufern los auf die erste Etappe nach Kleinheubach.
Geplant war in ungefähr drei Leistungsklassen zu laufen.
Leider musste ich zu Beginn des ersten Anstiegs im Wald nochmal dringend für kleine Jungs in die Büsche.
Bei einem 6:30min/km Einstiegstempo in den Berg hatte ich natürlich keine Chance mehr an die Gruppe heranzukommen. Und überziehen wollte ich auf keinen Fall.
Zumal es wirklich steil zur Sache ging. Da schoss der Puls selbst beim Gehen in exorbitante Bereiche.
Knackig! 😉

Nach einigen hundert Metern hatte ich den Schluss der letzten Gruppe wenigstens in Sichtweite und konnte ein wenig Tempo herausnehmen. Mir war das definitiv zu schnell!
Aber nach ein paar Kilometern hatte ich „mein Tempo“ gefunden und der Puls beruhigte sich nach und nach.

Bis es wieder bergab ging hatte ich zu einigen Läufern aufgeschlossen und konnte locker mein Tempo laufen. Es war auch wieder Luft da um ein paar nette Gespräche zu führen.
Die meisten Teilnehmer werden entweder als 5er oder als 2er-Team den Lauf am 25. September absolvieren. Da kann man schon mal ein bisschen zügiger laufen.
Da ich aber die komplette Strecke laufen möchte, muss ich mich tempomässig definitiv ein wenig zurückhalten!
Die heutigen 6:50min/km auf dem ersten Abschnitt sind definitiv eine Nummer zu schnell. Ich tendiere beim Lauf auf eine + 7:30min/min. Schließlich sind insgesamt 74 Kilometer zu absolvieren. Da sollte man sein Pulver nicht am Anfang schon verschießen! 😉

Nach 1:16:41h und 11,22 Kilometer war die erste Etappe absolviert und man traf sich zu einer kurzen Verpflegung.

Churfrankenlauf 1. Etappe
Churfrankenlauf 1. Etappe

Kurze Stärkung und mit ungefähr der Hälfte der ursprünglichen Teilnehmer ging´s auf die zweite Etappe von Kleinheubach nach Collenberg. Und diesmal hatte sich eine Gruppe gefunden die einigermaßen tempomässig passte. Die Cracks waren vorne weg und im Hinterfeld hatte man auch die Chance ein bisschen zu quatschen. Schließlich gehört dies auch dazu. 😉

Und das eine oder andere Foto war nun auch drinnen!
[mudslide:picasa,0,DiRo1962,5635515977493347617]
Jedenfalls hat es Spaß gemacht. Das Tempo war zwar noch immer flott, immer in Zusammenhang mit den Höhenmetern, aber nach den Anstiegen, welche ich nur gehen konnte, war der zweite Teil toll zu laufen.

Nach 2:00:37h und 16,92 Kilometer war die zweite Etappe geschafft und man traf sich nochmals zu einem kurzen Imbiss und Getränken.

Churfrankenlauf 2. Etappe
Churfrankenlauf 2. Etappe

Nächsten Sonntag kommen die Etappen 3 + 4 auf den Trainingsplan. Und das was ich bisher gesehen habe wird die Sache nicht einfacher machen als heute.
Aber ich freue mich schon darauf!

Keep running!

Quäl ich du Sau!

Eigentlich bin ich ja eher der besinnliche und langsame Läufer. Stets bemüht seine Runden mit der entsprechenden Gelassenheit und Spaß am Laufen zu absolvieren.
Nur nicht so schnell und nur nicht so steil soll es sein.
Eher so locker flockig!

Zwar kann ich mich für ein bestimmtes Ziel schon richtig schinden, aber im Training versuche ich dies weitgehend zu vermeiden. Und das hat die letzten Jahre auch ganz gut funktioniert. 😉

Jetzt hat mich aber vor einigen Monaten der Wahnsinn geküsst und ich habe mich dazu hinreißen lassen mich beim Churfranken-Lauf anzumelden. Und da es dort neben den 73 Kilometern auch noch knappe 1.800 Höhenmeter zu bewältigen gibt, habe ich mich dazu entschlossen die Vorbereitung ein bisschen gewissenhafter zu absolvieren und ein wenig zu planen.
Ist schließlich ein Brett was da vor mir liegt!

Also werden neben den gewohnten langen Einheiten, die noch ein bisschen länger werden, ein paar Einheiten für die Kraft am Berg mit zum Trainingsalltag dazugehören. Dazu das obligatorische Krafttraining, Koordinationstraining und Gymnastik. Einfach mal wieder ein paar Wochen ein bisschen disziplinierter Trainieren und die Einheiten bewusster mit den geplanten Tempo laufen.
Wobei die ganz langsamen Einheiten am schwersten sind aber nach meiner Erfahrung am meisten bringen.
Wenn sie denn auch langsam gelaufen werden! 😉

Am Dienstag stand Intervalltraining am Berg auf dem Programm!
Dienstag!? Das wäre mein Lauf zur Arbeit!
Bergintervalle morgens um 5:00Uhr vor der Arbeit?

Ich mute mir ja schon ab und an einiges zu, aber wenn ich vor der Arbeit ein Intervalltraining am Berg absolviere, brauche ich nicht mehr zu arbeiten!
Also habe ich das Training kurzerhand auf den heutigen Samstag verschoben.

Intervall am Berg! Da ist die erste Voraussetzung für´s Training mal der passende Berg. Berge haben wir in dem Sinne nicht vor der Haustür, aber die Moret hat ein paar giftige Anstiege die für ein Intervalltraining geeignet scheinen.
Also war die Einheit wie folgt geplant:

  • – Einlaufen bis zum „Anstieg“
    • 7 Intervalle bestehend aus:
    • 4:00 min gleichmässiges Tempo den Anstieg hinauf (6:00 – 6:15 min/km)
    • danach die Strecke wieder locker nach unten
  • – Auslaufen nach Hause

Hörte sich ganz gut an und ich schätze mal so 15 Kilometer und in ca. 1:45h würde ich zum Frühstück zu Hause sein! Entsprechend locker und flockig machte ich mich auf den Weg zum ersten Hügelintervall!

Meine Salomon Speedcross3 an den Füßen und den programmierten Garmin 310XT am Handgelenk ging´s am in den Wald. Tolles Wetter mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Herrlich so ein Samstagmorgenlauf.
Nach exakt 6,29 Kilometern stand ich vor dem Anstieg. Keine Ahnung ob die gewählte Strecke für einen Lauf von 4:00min ausreichen würde. Steil genug war´s mir auf jeden Fall.
Jacke ausgezogen, in der Sonne war´s mir jetzt ein bisschen zu warm und die nächsten Kilometer würden mich bestimmt nicht frieren lassen, und am „Startpunkt platziert.

Auf ging´s zum ersten Anstieg.
Ich wusste gar nicht wie lang 4 Minuten sein können. Die letzten Meter waren brutal. Zumal der „wohl gewählte Anstieg“ nach oben hin immer ein klein wenig steiler wird. Voll in der Sonne und glücklicherweise heute mit Gegenwind. Wenn schon, denn schon.
Der Schweiß lief in Strömen und mein Puls jagte nach oben. Japsend erfreute ich mich dem Piepsen meines Garmins, welches mir die letzten 5 Sekunden meiner Qual ankündigten.
Wow! Die Strecke passt zeitlich mit den 4 Minuten genau.
Und für mich reichte es auch. Holla die Waldfee. Das tut weh!
Entsprechend langsam und genussvoll lies ich mich wieder bergab traben. Leider war der „Abstieg“ viel zu schnell vorbei!

Einmal kehrt auf dem Absatz und auf zur zweiten Einheit!
Ich war nach zwei Minuten schon fix und alle und überlegte mir ob ich das heute überhaupt geregelt kriege. Ich war beim zweiten Teil schon fix und fertig.
Und 5 sollten noch kommen.

Beim dritten Anstieg war ich mir sicher das ich spätestens beim 5 Anstieg sterben würde. Wenn ich Glück habe setzt man mir ein Denkmal am Hang!
Ich sehnte mich nach wenigen Metern schon nach der großen Eiche oben auf dem Plateau.
Überraschenderweise erholte sich mein Körper bei den Bergabläufen relativ flott.

Aber genauso schnell ging´s auch auf den ersten Metern des vierten Anstiegs wieder an´s Eingemachte.
Ich Keuchte und meine Bronchien rasselten beim Weg nach oben. Ich konnte die angepeilte Geschwindigkeit nur noch knapp halten und mein Körper wollte wesentlich mehr Sauerstoff als ich in ihn heineinsaugen konnte. Ich überlegte schon wie ich einen „abgebrochenen“ Intervall überhaupt dokumentieren sollte?!?

Da mir nichts einfiel musste ich wohl oder übel weitermachen!
An den vorletzten Anstieg kann ich mich nicht mehr erinnern. Wahrscheinlich war ich auf Grund von Sauerstoffmangel schon hirntot. Jedenfalls habe ich es irgendwie hin gekriegt. Keine Ahnung wie ich das gemacht habe.

Und dann war es nur noch einer. Einmal diesen verfluchten Anstieg hoch.
Wäre doch gelacht, oder?
Also ging´s noch mal richtig zur Sache. Und mit einem Schnitt von 6:05min/km war´s sogar der schnellste Anstieg. Wahrscheinlich wollte mein Körper die Sache einfach nur hinter sich bringen. Egal wie, Hauptsache schnell!
Der Einlauf oben am Plateau glich einem Zieleinlauf. Mit der letzten Kraft gab es ein lautes „JA!!“ bevor ich mit den Händen auf den Knien gestützt versuchte nach Luft zu schnappen.
Ich hatte es tatsächlich geschafft!

Hügelintervall
Hügelintervall

„Nur“ noch nach Hause auslaufen und eine neuer Trainingsbereich war absolviert. Zufrieden aber auch ziemlich geschafft kam ich ein wenig später als geplant zum Frühstück nach Hause.
Die kurze Einheit von 15 Kilometern entwickelte sich zu einer etwas längeren Qual mit letztendlich 21,90 Kilometern!

Jetzt bin ich mal gespannt, was Morgen noch an Kraft für meinen 30er übrig ist?

Mehr drumherum als ER es wert ist?

Als Läufer hat man ja Zeit sich über viele Dinge des Lebens Gedanken zu machen. Wenn man mehrere Stunden unterwegs ist kreisen die verschiedensten Gedanken durch die sauerstoffangereicherten Hirnwindungen.
Vieles ist nichtig und man hat es relativ schnell wieder vergessen, aber einige Dinge kriegt man einfach nicht aus dem Kopf.

So erging es vor kurzem einem gewissen D. Iro (Name der Red. geändert). Bei seinem stundenlangen Lauf durch die Felder und Gemeinden des Umfeldes, sah er sein Spiegelbild kurz in einer Schaufensterscheibe.
Schick mit dem neuen grünen Outfit, den neuen Schuhen und dem ganzen Zubehör. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck ging´s weiter. Die Gedanken kreisten um die tollen Anschaffungen und er war glücklich einen tollen, einfachen und preiswerten Sport auszuüben.

Preiswert?!?
Was braucht man schon zum Laufen? Ein paar Laufschuhe und ab geht´s, oder?

Also fing er an mal sein „Drumherum“ zu addieren.

  • – Laufschuhe von Salomon 119,00 €
  • – Pulsuhr von Garmin 350,00 €
  • – Laufsocken von CEP 35,00 €
  • – Tight von skins 110,00 €
  • – Unterhose von Odlo 22,00 €
  • – Laufshirt von Odlo 40,00 €
  • – Jacke von Odlo 120,00 €
  • – Mütze geschenkt 0,00 €
  • – iPhone 400,00 €
  • – iPhone-Sportarmband 40,00 €
  • – Kopfhörer 45,00 €
  • – Camelbak Trinkruksack 80,00 €

Macht für das ganze Drumherum locker mal 1.361,00 €!!

Schluck! Vielleicht sollte ich mich für´s Laufen separat versichern lassen schoss ihm durch den Kopf. Schließlich läuft da schon ein gewisser Wert durch die Landschaft!
Und dazu kommt auch noch der Läufer selbst.

Aber wie bewertet man den denn. Ein Spitzenläufer der sein Geld damit verdient es er beileibe nicht. Eher das Gegenteil. Reiner Spaßläufer!
Also einen richtig vergleichbaren Wert müsste man rein durch den „Materialwert“ fixieren. Unabhängig von dem Nutzen den er ggf. der Gesellschaft gegenüber erbringt. Und wo liegt dieser?

Der Mensch besteht aus etwas über 60% Wasser und 5% Mineralstoffen sowie aus 210 Knochen, wobei der Schädel allein 22 Knochen besitzt. Bei 80 kg Körpergewicht besteht er im Durchschnitt aus 52 l Wasser, 14 kg Eiweiß, 8,6 kg Fett, 4,4 kg Salzen und 0,8 kg Zucker.
Außerdem besitzt der Mensch ein wenig Eisen, um daraus einen Nagel herzustellen. Ein wenig Phosphor für etwa 10 Zündholzschachteln.

Im einzelnen besteht er aus folgenden Zutaten:
Wasserstoff 10 %
Kohlenstoff 18 %
Stickstoff 3 %
Sauerstoff 65 %
Natrium 0,1 %
Phosphor 1,2%
Schwefel 0,2 %
Chlor 0,2 %
Kalium 0,2 %
Calcium 2 %
Eisen 0,01 %
Magnesium 0,04 %

Gibt bei den aktuellen Richtpreisen für die vorgenannten Rohstoffe, mit viel gutem Willen, eine Betrag im Cent-Bereich. Kein ansprechender Gegenwert gegenüber dem ganze Equipment drumherum.

Alternativ könnte man noch den ganzen Kerl anhand von Vergleichswerten aus der Viehzucht bewerten. Schließlich gibt es hier marktübliche Schlachtpreise.
Aber wo einordnen?

Schwein liegt im Augenblick bei ca. 1,60€/kg. Aber als Schwein fühlt er sich beileibe nicht.
Schaf kommt der Sache schon näher und hat auch einen ansprechenderen Preis mit 4,50€/kg.
Vom Gefühl her tendiert er aber eher zum Bullen. Zwar ein bisschen älter, aber immer noch gut in Schuss.
Preis hierfür ca. 2,90€/kg!

Macht bei 80kg einen „Schlachtpreis“ von 232,00 €!?!

Dies war der Zeitpunkt an dem D. Iro an einer Weide voll Bullen vorbei lief. Jungbullen mit einem Durchschnittsgewicht von stolzen 500kg.
Schlachtpreis von jedem Einzelnen locker 1.450,00€!

Deutscher Bulle
Deutscher Bulle

Das war der Zeitpunkt an dem D. Iro seine anfänglichen Überlegungen über den Preis des Laufens für immer einstellte und sich fest vorgenommen hat, sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein neues Equipment für seinen Sport zu gönnen. Den eines ist sicher.
Wenn er schon kilometerlang über die Felder läuft, dann möchte er wenigstens das gute Gefühl haben mehr wert zu sein, als diejenigen die nur dort herumstehen.

In diesem Sinne!
Lasst und Laufen!
😉

Meine App-soluten Favoriten

Mein App Artikel hat ja gezeigt, dass es unterschiedliche Auffassungen über das Thema gibt. Und das ist auch schön so. Schließlich ist jeder Läufer etwas besonderes und dies sollte auch so akzeptiert werden. Der eine mag´s und der andere nicht.
Für die die es mögen möchte hier meine Favoriten mal kundtun. Schließlich habe ich alle möglichen Apps ausprobiert und getestet.
Ich möchte nicht auf jede einzelne eingehen und kommentieren, da die spezifischen Schwerpunkte bei den einzelnen Anbietern teilweise sehr unterschiedlich sind. Aufgefallen ist mir auf jeden Fall, dass die Kosten für die jeweilige App nicht unbedingt eine Aussage über die Qualität treffen.
Als „Hardware“ dient mir ein IPhone 3GS und ein Adidas micoach Sport Armband.

Nike+ GPS
Nike+ GPS

Meine aktuelle Lieblings-App ist Nike+ GPS. Die Einstellmöglichkeiten sind für mich optimal und die Genauigkeit der aufgezeichneten Strecken mittels GPS ist von allen ausprobierten Apps die akzeptabelste. Entsprechende freie Sicht auf den Himmel immer vorausgesetzt. Hier kriege ich die entsprechenden Infos über meine gelaufene Strecke, meine Laufzeit und die ungefähre Geschwindigkeit.
Und zwischendurch kriege ich die eine oder andere Anfeuerung über Facebook.
Alles funktioniert. Läuft stabil. Gut verständlich.
Die aufgezeichneten Daten werden dann auf Nike+ übertragen.
Für mich die geeignetste App zum Laufen wenn man sich keine teure Pulsuhr kaufen möchte und seine Läufe innerhalb von drei Stunden zu Ende bringt. Wer mehr will sollte für sein iPhone einen Akkupack parat haben!

Scout MagicMaps
Scout MagicMaps

Im Bereich Tourenplanung fürs Wandern und Biken ist die Sache nicht ganz so klar. Hier ist es wichtig zu wissen für was man die App nutzen möchte. Ob zur Navigation oder zum Aufzeichnen von Touren. Hier hat jeder seine Vor- und Nachteile.
Bei meiner Radtour in den Urlaub war ein Super Hilfsmittel die App Scout von Magig Maps. Hier habe ich mir die geplante Strecke auf der Open Cycle Map darstellen lassen. Hat prima funktioniert und optisch angezeigt wann ich den geplanten Pfad verlassen habe. Gleichzeitiges Aufzeichnen der Tour funktioniert übrigens auch! Inklusive sind die kostenlosen OpenStreet Map´s für Straße, Radwege, Nachtsicht? und die klassische Ansicht. Wer etwas mehr möchte kann sich für viele Regionen weltweit die topografischen Karten dazukaufen. Da ist für jeden Geschmack was dabei.
Geplant wurde die Tour mit GPSies, welches übrigens seit kurzem auch eine eigenständige App auf den Markt gebracht hat, und dann mit der App problemlos auf´s iPhone gespielt. Dann heißt es nur noch nachfahren.

gespeicherte Routen
gespeicherte Routen
Route auf Open Cycle Map
Route auf Open Cycle Map

Tourenplanungen funktionieren übrigens auch mit Naviki. Auch hier gibt´s ne kostenlose App die man mal ausprobieren sollte.

Sicher gibt´s noch ne Menge erwähnenswerte Apps die hier vielleicht zu kurz kommen, aber da viele kostenlos sind oder wenigstens mit einer kostenlosen „Lightversion“ aufwarten, empfehle ich einfach zu testen was einem am besten zusagt. Zumal die etablierten Apps ständig weiterentwickelt werden und neue Funktionen dazukommen.

So, nun ist Schluss mit „sportlichen Apps“ und es wird wieder richtig gesportelt! 😉

App-laus für die Sozialautisten

Als Ausdauersportler, insbesondere mit Tendenz zu den etwas längeren Einheiten, mutiert der Mensch ja gerne zum Sozialautisten. Bis zu einem gewissen Maße geben sich Familienmitglieder, Freunde und Gelegenheitsläufer ja noch die Mühe eine Runde mitzudrehen, aber spätestens wenn die Einheiten über mehrere Stunden gehen hört der gute Wille und das Verständnis auf.
Nicht das unsere Wälder, die Tages- und Jahreszeiten sowie das Wetter keinen ausreichende Abwechslung in den Laufalltag bringen. Ab und an einen Kontakt mit einem Lebewesen, mal von uneinsichtigen Hundebesitzern und „grußunfreundlichen Sportlern“ abgesehen, bringt doch ein wenig Abwechslung und erfreut einen auf seinen einsamen Runden.

Ich nutze in letzter Zeit gerne die Möglichkeit während meiner Läufe ein wenig Musik zu hören. Gerade auf den morgentlichen Wegen zur Arbeit und den langen Einheiten am Wochenende kann ich hier ziemlich gut entspannen. Zusätzlich lässt sich mit der Auswahl der Musik der Laufrythmus ein wenig beeinflussen. Einen Lauf über 35km kriege ich ausschließlich mit AC/DC nicht hin. 😉

Und nun kommt der Clou an der ganzen Geschichte. In der heutigen Zeit ist ein Mobiltelefon ja nicht nur zum Telefonieren da. Ausgestattet mit GPS, Kompass und Navigationssoftware mutieren die Telefone zum reinsten Allzweckgerät. Dazu werden von den einschlägigen Anbietern Apps für jeden Geschmack angeboten.
Ich finde es zum Beispiel ganz angenehm, wenn eine bezaubernde Stimme mir jeden Kilometer die zurückgelegt Strecke und die aktuelle Kilometerzeit ansagt. Hierzu wird die Musik heruntergeblendet und säuselnd meine Laufleistungen kundgetan. Komme ich in den Bereich von Bestleistungen gibt´s noch eine Extraanfeuerung dazu! Schön so eine „Personal Trainerin“! 😉
Bei einigen wird automatisch in Facebook und Twitter kundgetan das ich mich auf die Reise begeben habe. Zusätzlich werden meine „Follower“ dazu animiert mich anzufeuern. Jeder Kommentar oder „Gefällt mir“ auf Facebook erzeugt einen tobenden Applaus auf meinen Kopfhörer.
Fragt nicht was ich das erste Mal erschrocken bin als ich mitten im Wald solch stürmischen Applaus erntete!

Mich freut es immer wieder wenn ich „meinen Applaus“ bekomme! 😉

Die Auswahl an Apps in diesem Bereich ist enorm. Viele sind kostenlos, andere verlangen einen geringen Obolus. Ob für´s Laufen, Biken, Walken, Wandern, Tourenplanung und so weiter. Jede Sportart und jeder Wunsch wird erfüllt. Keiner muss mehr „alleine“ auf seine sportlichen Runden gehen.

Nun kommt aber das große ABER!
Im Grunde handelt es sich bei den aktuellen „Smartphones“ wie sich die Wunder der Technik nennen noch immer um ein Telefon. Zwar haben sie sich den Preisen von Desktop-PC´s angepasst, aber leistungsmässig liegen sie doch noch ein wenig dahinter.
Und eines der größten Probleme die ich im Augenblick an den Dingern sehe ist der Trend zu „eierlegenden Wollmilchsau“. Versucht alles zu können, aber nichts so richtig. Man kann von einem Telefon nicht verlangen die gleichen Qualitäten zu liefern wie eine speziell für den Sport entwickelte Pulsuhr. Bei der ich übrigens noch nie auf den Gedanken gekommen bin mit ihr zu telefonieren!

Muss ja auch nicht sein.
Dafür habe ich ja meine ganzen Garmine! 😉
Sie zeichnen mein Training exakt und zuverlässig auf. GPS unterstützt und EKG genau!

Wer nicht unbedingt mehrere Stunden durch die Einsamkeit läuft. Wer ausreichend freie Sicht auf den Himmel hat und nicht unbedingt eine akribische Auswertung seiner Trainingsdaten benötigt. Für den sind diese Apps als günstiges Zubehör zu seinem vorhandenen Smartphone eine gute Alternative um Abwechslung in sein Training zu bringen und eine kleine Dokumentation und Übersicht zu bekommen. Und ich denke für diese Nutzer ist es auch gemacht. Man sollte nicht zu viel erwarten.

Schließlich ist es immer noch ein Telefon!

Und gemeinsam mit anderen seinen Sport zu absolvieren ist immer noch die schönste Art in der Natur unterwegs zu sein!