Glücksnummer

Ich habe Ultra – Von einem der Auszog die Churfranken-Trails zu bezwingen

Meins
Meins

Als ich vor knapp 4 Jahren meine ersten 3,9 Kilometer schnaufend und schwitzen absolviert habe, hätte ich nie im Traum daran gedacht das ich irgendwann mal 10,5 Stunden unterwegs bin um ein T-Shirt zu ergattern. Aber es zeigt mir, dass vieles im Leben möglich ist wenn man nur will.
Und ich wollte!

Los ging es am Samstag. Zusammen mit meinen beiden Mädels fuhr ich nach Miltenberg. Hotelzimmer für mich beziehen und ein bisschen in der Stadt bummeln. Schließlich war herrliches Spätsommerwetter und Miltenberg ist immer einen Besuch wert.
Gegen 16:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zur Volksbank Miltenberg. Dort war Startnummerausgabe und Briefing für den kommenden Tag.
Neben der Startnummer, Streckenbeschreibung und dem tollen Shirt, gab´s für jeden Teilnehmer noch ein Laib Brot!
Heute weiß ich warum. 😉

Nach dem Briefing ging´s zum Pizzaessen. Schließlich brauchte der kommende Tag ein paar Kalorien auf Reserve!
Gegen 8:00Uhr haben mich dann meine beiden Mädels Richtung Heimat verlassen und ich machte mich auf den Weg in´s Hotel. Schließlich sollte ab 4:00Uhr die Nacht ein Ende finden. :wacko:

Ausnahmsweise schlief ich heute mal schlecht. Ständig wachte ich auf und wälzte mich unruhig im ungewohnten Bett.
War wohl doch aufgeregter als sonst. 🙂
Und müde als nach gut 5 Stunden Schlaf der Wecker klingelte.

Und die zwei Rosinenbrötchen mit Honig ließen die Lebensgeister auch nicht so richtig in die Gänge kommen. Jedenfalls drückte ich mich noch lange im Bett herum, bevor ich mich startfertig machte und meine Sachen packte.
Kurz vor halb 6 machte ich mich dann auf den Weg zum Start. Ein Kilometer ein bisschen „warm“ laufen. Bei angenehmen Temperaturen um 10°C fühlte ich mich richtig wohl.
Wohl wissend das dies leider den Tag über nicht so bleiben sollte.

Am Start habe ich gleich Silvio und Torsten getroffen. Eigentlich wollten die beiden Brüder den Lauf als Staffel absolvieren. Aber eine schwere Bronchitis hat Silvio aus dem Rennen geworfen.
Da hat sich Torsten dazu bereit erklärt das Ding alleine zu laufen. Für jemanden der bisher maximal einen Marathon gelaufen ist eine mutige Entscheidung.
Und wenn man dann auch noch in 7:58:55 h den 16.ten Gesamtplatz erringt, dann ziehe ich ehrfurchtsvoll meine Hut!
Ganz großen Respekt Torsten. Das hast Du sauber hingekriegt!!

Kurz vorm Start kam auch noch Tobias Hegmann, der letztjährige Sieger vorbei, um mir Glück zu wünschen. Ein paar kurze Worte gewechselt und ihm alles Gute für den Lauf und die erfolgreiche Titelverteidigung gewünscht. Das Treffen im Ziel hat leider nicht mehr geklappt. Dafür war ich ein wenig zu lange unterwegs. 😉
Aber Tobias hat seinen Titel mit neuer Bestzeit, und verlängerter Strecke in sensationellen 5:56:52 h  eindrucksvoll verteidigt. Eine Wahnsinnsleistung diese Strecke mit einem Schnitt von 4:48min/km runterzuspulen. Dazu meinen tiefsten Respekt und natürlich herzlichen Glückwunsch zur Titelverteidigung!

Meine Ambitionen waren dagegen ein wenig niedriger angesiedelt. Hauptsache finishen war mein Motto. Und wenn´s geht natürlich in der Karenzzeit von 10:30:00h.
Sollte sich herausstellen das dies schwer genug werden würde. 😉

Punkt 7:15Uhr machten sich die Ultraläufer und die Staffeln auf den Weg zur anderen Mainseite. Hinter einem Polizeiauto ging´s bis zur Altstadt. Dann gleich bergauf Richtung Wald und ersten Anstieg!


Vom Start weg befand ich mich in der Obhut des MTB´s welches das Feld abschloss. Lieber die Sache ein wenig zurückhaltender angehen, schließlich lagen noch weit über 70 Kilometer vor mir.

Wie von Steffen empfohlen ging ich bereits die ersten Anstiege. Erstens bin ich laufend auch nicht schneller, und zweitens kannte ich die kommenden Anstiege ja bereits. Schön wenn man von erfahrenen Ultras Tips bekommt und diese dann auch in die Tat umsetzt. 😉
Zusammen mit mir quälten sich noch zwei weitere, erfahrene Ultraläufer den ersten Anstieg hoch.
Ewald Komar, der letzte Woche in gut 120h den Horb-Berlinlauf finishte, und Bernd Hertinger, der am Tage zuvor noch einen Marathon gelaufen war. Also war ich in sehr elitärer Runde am Ende des Feldes.
Bei Kilometer zwei bemerkte ich übrigens das ich vergessen hatte meinen Garmin zu drücken. Und das mir, der doch ganz verrückt auf seine Statistiken ist. 😉
Es kam dann aber noch schlimmer. Aber dazu später mehr!

Ich habe bereits an den ersten Anstiegen festgestellt, dass ich beim bergauf gehen einen relativ schnellen Schritt drauf habe und diesen auch schön gleichmässig halten kann. Jedenfalls habe ich den einen oder anderen wieder ein- und überholt. Hielt jedoch immer nur bis zum nächsten Flachstück. 😉
Da musste ich entweder mal kurz in die Büsche, oder die anderen waren einfach schneller als ich!

Jedenfalls hielt ich mich die ersten 5 Kilometer immer unter den letzten 5 Läufern des Feldes auf, bevor die Staffelläufer, welche 15 Minuten später gestartet waren, einer nach dem anderen an uns vorbeizogen. Von vielen kam aufmunternder Beifall was einen schon ein wenig freut. Für mich war einfach wichtig meinen Rhythmus zu finden, was in dem ganzen Gewusel nicht ganz so einfach war.
Da war es gut das ich ein bisschen Musik auf den Ohren hatte und mich ein bisschen abschotten konnte!

nach Kleinheubach
nach Kleinheubach

Nach gut 45 Minuten war der erste Anstieg bewältigt und es ging bergab in Richtung Kleinheubach. So richtig wohl fühlte ich mich nicht. Irgendwie kam ich nicht in die Gänge.
Mein Gel hatte ich im Vorfeld komplett in eine Trinkflasche umgefüllte. So konnte ich prima alle 45 Minuten etwas zu mir nehmen ohne diese Fummelei mit den Gelpackungen zu haben.
Dazu gab´s ab und an ein paar Rosinen (Danke für den Tipp Margitta :rose: ) und einen Schluck aus dem Camelbak!
Nach 01:21:55 h, und als Letzter der Ultrawertung , passierte ich das Ziel der ersten Etappe in Kleinheubach.
Und ich fühlte mich echt nicht wirklich gut! :negative:

Aber die Strecke war noch lang und es konnte noch so viel passieren. Aber den Sieg schrieb ich in diesem Augenblick erst mal ab! :whistle:

Bei Kilometer 12,4 ging´s wieder hoch in die Weinberge. Der Beginn eines Anstieges von gut 5 Kilometern, der meines Erachtens der heftigste auf der ganze Strecke ist. Da sind Passagen dabei, die erinnern eher an einen Klettersteig als an eine Laufstrecke. Entsprechend lag mein Puls sogar beim Gehen am Anschlag. Trotzdem konnte ich wieder an ein paar Läufern vorbeiziehen.

bei 14 sah´s mies aus
bei 14 sah´s mies aus
knackige Trails (Klettersteig)
knackige Trails (Klettersteig)

Überraschenderweise ging es mir von Minute zu Minute besser. Wahrscheinlich zeigte die eingeschmissene Salztablette Wirkung. Denn trotz der bisher noch moderaten Temperaturen von ca. 12°C schwitze ich in der Sonne schon extrem. Auch hier nochmal Danke Steffen für deinen Tipp!

Flachstück nach Collenberg
Flachstück nach Collenberg

Nachdem der Weg nach unten wieder bewältigt war, welcher übrigens nicht viel einfacher als der Anstieg war (WOW hat das weh getan), kamen ein paar „flache Kilometer“ den Main entlang. Hier ging mein Puls auf einmal auf 130% nach oben. Sagte jedenfalls mein Garmin. :wacko:
Als ein paar Minuten später dann gar kein Puls mehr vorhanden war dachte ich schon es ist vorbei. Zum Glück war´s wahrscheinlich nur die Batterie des Brustgurtes, bei der ich am Vortag wohl eine „Montagsbatterie“ eingelegt hatte. :negative:

Toll. Erst zu spät auf Start gedrückt und jetzt auch keinen Puls mehr. Das konnte ja noch heiter werden!

An der Wechselzone von der 2. zur 3. Etappe in Collenberg gab´s zwei Saltsticks. Erstens hatte ich Respekt vor dem kommenden 5 Kilometer langen Anstieg, und außerdem wurde es langsam richtig warm für die Königsetappe des Churfrankenlaufes.
Und es war ein gute Entscheidung!

Am Anstieg schloss ich wieder zu Bernd Hertinger auf und konnte mich ein bisschen übers Laufen unterhalten. Immer wieder schön wenn man von einem erfahrenen Ultra ein paar Geschichten und Tipps erfährt. Außerdem baut es auf wenn man hört das es „nur“ noch ein Marathon ist. 😉

Not for me!
Not for me!

Jedenfalls geht es wesentlich besser wenn man nicht alleine unterwegs ist.
Gegen Ende des Anstieges fiel Bernd leider wieder etwas zurück und ich wollte meinen flüssigen Gang weiter bei behalten um nicht aus dem Rhythmus zu kommen, war mir aber sicher, dass er bald wieder zu mir aufschließen würde. Spätestens beim nächsten Flachstück würde er wieder vorbeiziehen.

oben
oben

Nach 34,5 Kilometern und gut 4,5 Stunden war es dann geschafft. Der letzte „lange“ Anstieg war gemeistert. Und selten habe ich mich über so eine Nachricht auf dem Boden gefreut. Ich glaube ich habe laut gelacht als ich es gelesen habe!

Beim kurzen Bergabstück und an der Verpflegungsstation habe ich mindestens 6 Ultraläufer überholt. Jedoch nicht ohne mit den meisten ein paar nette Worte wechseln zu können.
Ist schon ein tolles Volk bei den Ultras. 😉

Zwischendrinn gab es immer wieder wunderbare Ausblicke in die Täler welche noch mit Nebel gefüllt waren.
Was bin ich doch ein Glückspilz das ich so etwas erleben darf!

Traumausblicke
Traumausblicke

So langsam näherte ich mich Klingenberg. Dort wollte ich mich ja mit meinen beiden Mädels treffen und die Blase meines Camelbak austauschen. Ich meldete mich kurz telefonisch an, nach dem ich mal kein Funkloch hatte, und teilte meine Entscheidung mit den Camelbak gänzlich abzulegen und nur noch das „kleine Gedeck“ mitzuführen. Die Verpflegung war so toll und regelmässig, dass ich mir die Schlepperei einfach auf den letzten Kilometern ersparen wollte.

Heiß war´s und kein Schatten
Heiß war´s und kein SchattenKilometer_40

Aber vorher musste ich mich noch durch die Felder um Röllbach quälen. Die Hitze war nun schon ziemlich unangenehm und außerhalb des Waldes brannte die Sonne ziemlich heftig auf mich herunter. Als ich Kilometer 40 absolvierte träumte ich von einem kühlen Bier und einem fetten Schweinebraten. Musste leider noch ein bisschen warten. 😉

Schließlich waren die Temperaturen schon über 20°C angestiegen und ein paar Höhenmeter standen auch noch auf dem Programm! Fast hätte ich vergessen meine ersten 6-Stunden-Lauf zu feiern. Ergab sich, dass der auch noch mit auf dem Programm stand. Aber da ich ziemlich einsam auf der Strecke lief und der Sekt gerade aus war, gab´s außer einem kurzen Schulter klopfen keine große Feier.
Ab jetzt war´s absolutes Neuland für mich. So lange war ich noch nie unterwegs.

Mittlerweile war Bernd wieder zu mir aufgeschlossen und an mir vorbeigezogen, während ich einfach mal kurz innehielt um den fantastischen Ausblick von den Weinbergen an der Clingenburg Richtung Klingenberg zu genießen. So viel Zeit musste einfach sein.
Schließlich hatte ich mich auf den Augenblick richtig gefreut!

Klingenberg
Klingenberg

Ein Blick auf die Uhr zeigte mir aber das es langsam auch zeitlich ein bisschen knapp werden würde. Schließlich war die späteste Durchgangszeit in Elsenfeld 15:30Uhr. Wer danach vorbei kommt wird aus dem Rennen genommen.

In der Wechselzone auf der Clingenburg kamen zum ersten Mal meine beiden Mädels dazu. Auch wenn ich wenig Zeit hatte, einen dicken Schmatz und ein paar nette Worte darüber wie „gut ich noch ausschaue“ (Danke mein Schatz) helfen doch über den einen oder andern Schmerz hinweg!

"Gut siehst Du noch aus" ;-)
„Gut siehst Du noch aus“ 😉

Den Camelbak schnell noch übergeben, ein paar Saltsticks eingeschmissen und mit reichlich Flüssigkeit nachgespült, ein paar Rosinen hinterher und schon ging´s weiter zu dem nächsten Anstieg zum „Klingenberger Galgen“!

Ganz böse Treppenstufen geht es da hoch. Wieder mal Zeit beim „Hochgehen“ ein bisschen mit Bernd zu plaudern.
„Wenn mal die 5 vorne steht ist´s nur noch ein Kinderspiel“ 😉

Beim nächsten Flachstück musste ich Ihn dann ziehen lassen. Zwar blieb er immer in Sichtweite, aber drannbleiben war nicht. Und das obwohl er von dem gestrigen Marathon noch „schwere Beine“ hatte. Respekt!

Und dann kam sie.
Die 50!!
Eine absolut geile Zahl.

50km hat schon was!
50km hat schon was!

Jetzt ist´s nur noch ein bisschen mehr wie „Halbmarathon“!
So richtig glücklich war ich über das „nur“ in dem Augenblick eigentlich nicht. Mein Körper erzählte mir schon seit Kilometern das er keinen Bock mehr auf Laufen habe.
Zum Glück bin ich derjenige der entschiedet wozu ich Bock habe! 😉

Die folgende Bergabstrecke an Mechenhard vorbei machte nicht so richtig Spaß. Die Hitze und das bergab laufen machten mir bei jedem Schritt zu Schaffen. Ich freute mich auf den kommenden Wald und hoffte das der Schatten ein wenig half.
Tat es auch, aber dafür ging´s wieder knackig nach oben. 😉

Heiß war´s und kein Schatten
Heiß war´s und kein Schatten

Man kann halt nicht alles haben!
Die folgende Passage bergab machte es aber auch nicht besser. Ab einem gewissen Zeitpunkt geht´s weder bergauf, noch bergab so richtig gut. Jedenfalls was das Laufen anbelangt.
Gehen ging immer! 😉

Aber ein Blick auf meine Uhr zeigte mir an, dass mit „nur Gehen“ die Zeit nicht reichen würde. Also Ar….backen zusammenkneifen und weiterlaufen.
Und ihr könnt mir glauben. Das tat nun richtig weh!

In knapp 8 Stunden erreichte ich die Wechselzone in Elsenfeld. Und zur großen Freude waren meine beiden Mädels auch da. Sie hatten sich kurzfristig dazu entschlossen mich nochmal anzufeuern. Wohl wissend, dass es ziemlich knapp werden würde!
Jedenfalls reichte es vor der Zeit um wieder weiterzulaufen und die letzte Etappe in Angriff zu nehmen.
Schwer wieder anzutraben!
Zumal mit der Gewissheit das es noch eine richtig lange Etappe werden würde. Und die Zeit bis zum Ziel „nur“ noch 2,5 Stunden betrug.
Normalerweise für eine Strecke von knapp 17 Kilometer eigentlich reichlich. Aber wenn man absolut keine Reserven mehr hat und die Temperaturen schon weit über 20°C liegen, ein verdammt hartes Stück Arbeit!

Kilometer 60
Kilometer 60

Kurz nach Elsenfeld absolvierte ich dann den Kilometer 60. Und ich war ziemlich im Ar…..! Mitten im Feld brannte die Sonne unerbittlich herunter. Und das kommende Gelände war mit dem ständigen hoch und runter nicht unbedingt was zum Erholen.
Zum Glück hatte ich an der letzten Wechselzone wieder zwei Läufer in Sichtweite. In der Hoffnung das es gemeinsam besser läuft gab ich nochmal ein wenig Gas und versuchte zu den beiden aufzuschließen.

Kurz vor Kilometer 62 schloss ich auf und fragte ob mich die beiden mitnehmen würden.
Mit dem kurzen Hinweis das ich wohl zu schnell für die beiden sein würde, wurde von mir mit einem heftigen Kopfschütteln wiederlegt, waren wir nun zu dritt unterwegs um die letzten Kilometer zu absolvieren.

Meine Laufkumpanen waren nun Bernd Kalinowski und Udo Preetz. Wieder zwei erfahrenen Ultraläufer die es mir wieder ein bisschen einfacher machten durchzuhalten.
Wenn man sich überlegt das man eigentlich kaum Luft zum Atmen hat, finde ich es immer wieder erstaunlich wieviel doch auf so einem Lauf doch gequatscht und gelacht wird.
Schön war´s! 😉
Bei der letzten Verpflegungsstation gab´s nur noch zwei Cola. Ehrensache das man die aufteilt.
Den letzten Saltstick runtergespült und noch mal ein paar Rosinen in den Mund geschmissen. Auf geht´s!

Leider war nun die Uhr unser wichtigstes Antriebsmittel. Die Zeit schmolz dahin und vor allem Bernd drängte immer wieder zum Laufen.
Gar nicht so einfach wenn alles unterhalb der Ohren nicht mehr Laufen kann! 😉

Trotzdem hatten wir noch Muse ein letztes Bild zu machen.

Einfach nur WOW!
Einfach nur WOW!

Fette 70 Kilometer hatte ich nun in den Beinen und war 9 Stunden und 55 Minuten in Bewegung.
Nur noch 35 Minuten für die letzten 4 Kilometer. Und bergauf ging´s auch noch mal ziemlich knackig. Mein großes Ziel innerhalb der Zeitgrenze von 10:30 h zu finishen zerfloss wie Eis in der Sonne. Zwar empfand ich in dem Augenblick dies als gar nicht so tragisch. Mein T-Shirt hätte ich auch ohne offizellen „Zeit“- Finisher mit stolz getragen.
Ich konnte einfach nicht mehr!

Aber da kamen mir die Worte von Margitta wieder in´s Gedächtnis.
„GIB NIE AUF ! ES GEHT IMMER WEITER DU BIST VIEL STÄRKER ALS DU DENKST.“

Dazu das ständige Anfeuern von Bernd trieben mich immer weiter und weiter. Bei Kilometer 73 waren auf meiner Uhr nur noch 7 Minuten. Dazu die Aussage von Marco das der letzte Kilometer leider 1.200 Meter lang ist machten es nicht unbedingt einfacher.
Bernd der bereits einige hundert Meter vor mir lief schrie immer wieder das ich es schaffe.
Wir müssen ein grandioses Bild abgegeben haben.
Schreiend und keuchen wie die Irren durch den Wald zu rennen. 😉

Endlich tauchte der Waldrand auf und ich erkannte die letzten Meter Richtung Ziel.
Mein Blut pochte in den Ohren und ich hatte Angst das meine Beine einfach nur wegknicken.
Absolut keine Kraft mehr.
Alles leer. Akku alle!

Dann sah ich den Zieleinlauf. Silvio und Torsten standen an der Abzweigung zum roten Teppich.
Ein gequältes „Schaffe ich es noch“ kam über die Lippen.
In der Kurve dachte ich „die Kurve kriegst Du nie“.

Ich sehe meine Frau, meine Tochter und dann die Uhr!
10 Stunden 28 Minuten und 40 Sekunden!
Da wäre sogar noch Zeit gewesen! 😉

Mit 10:28:44 h laufe ich über die Ziellinie.
Ich habe es geschafft.
Ich habe diese verdammten 74 Kilometer und 1.800 Höhenmeter in der vorgeschriebenen Zeit besiegt!

Den letzten Kilometer bin ich übrigens in 5:19min/km gelaufen! 😉
Danke Bernd. Danke Margitta!

Danke an alle die mich auf dem Lauf begleitet haben.
Vor allem meinen beiden Mädels. Ihr habt bis zum Schluss an mich geglaubt! :rose:

Danke an alle Helfer an den tollen Verpflegungsstadionen, die immer ein freundliches Wort für einen hatten!
Danke an die Freiwilligen Feuerwehren, die uns sicher über die Straßen geführt haben!
Danke an die freiwilligen Helfer der medizinischen Versorgung, die immer nach einem geschaut haben!
Danke an Steffen für die guten Tipps hinsichtlich der Renneinteilung und Verpflegung!

Danke vor allem an Marco und Paul für diesen grandiosen Lauf!
Ich freue mich schon wieder auf nächstes Jahr!

Danke an alle die mich auf Facebook so toll angefeuert und unterstützt haben!

Sollte ich irgendjemanden vergessen habe so möge er mir verzeihen. Ich werde es nachholen so bald wieder ausreichen Sauerstoff in meinem Kopf zu Verfügung steht!

Danke! Danke! Danke!

Habe ich mir redlich verdient
Habe ich mir redlich verdient

PS: Die nächsten Tage gibt´s bestimmt noch ein paar Fotos.
Der Bericht ist zwar ziemlich lang, aber das Rennen war´s ja auch! 😉

Keep Running!

66 Gedanken zu „Ich habe Ultra – Von einem der Auszog die Churfranken-Trails zu bezwingen“

  1. Herzlichen Glückwunsch. Dein Bericht hat mich wirklich gefesselt und ich glaube Deine Entscheidung von vor 4 Jahren von der Couch aufzustehen hat sich gelohnt. Denn solche Erlebnisse haben die Couch und der Sessel nicht zu bieten.

  2. H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H ! ! !

    Große klasse, großer Gerd 🙂

    (schon damals hat sich das abgezeichnet, ich glaube nämlich das viele zum Anfang nicht mal 3.9km am Stück geschafft haben… 😉 )

    1. Herzlichen Dank Julia,
      wenn ich Dies vor 4 Jahren bereits gewusst hatte was ich mir so alles antue, wäre ich vielleicht nie von der Couch aufgestanden! 😉

  3. Boah, was für ein Timing!

    Eine für mich nicht vorstellbare Leistung. 1800 Höhenmeter, fast 10,5h unterwegs. Ihr seid doch verrückt.

    Ich wünsche dir eine gute Erholung und viel Vorfreude auf den nächsten Ultra!

    1. Vielen Dank Henrik.
      das mit dem Timing muss nicht unbedingt noch mal so knapp sein. War ne ganz enge Kiste. Zu mal ich absolut leere Batterien hatte. 😉
      Und mit dem Verrückt gebe ich Dir „ein bisschen“ Recht! :wacko:

  4. Jetzt kam ich endlich mal dazu deinen sehr lesenswerten Laufbericht mir zu „geben“! 🙂 Da kann man teilweise sehr mit dir mitfühlen wie es dir die gut 10Stunden ergangen ist. Aber der Zieleinlauf hat wohl für alles entschädigt wenn man von seinen liebsten empfangen wird! Nochmals Respekt du junger Kämpfer……..

    1. Liebe Eva,
      herzlichen Dank!
      Und jetzt bist Du an der Reihe dein Ding zu machen. Ich freue mich richtig darauf und werde am WE die Sache verfolgen.
      Alles Gute und nochmal ganz fest gedrückt! :good:

  5. Gratulation Gerd! Das ist ja wirklich ein Anstieg in deiner Laufkarriere! Solche Markierungen wie „oben“ finde ich toll. Genau das, was sie bewirken sollen, haben sie bei dir ausgelöst. Ich finde es cool, dass immer mehr Laufveranstalter an der Strecke „Sprüche“ hinstellen / hinschreiben. Das gibt Power!
    Gute Erholung von der Strapazen! :yahoo:

    1. Vielen Dank Chris,
      bei solch einer langen Strecke, mit so vielen Anstiegen und steilen Abstiegen, freust Du Dich über jedes nette Wort und jede nette Geste an der Strecke.
      Und einen großen Aufwand bedeutet es auch nicht! :good:

  6. So, jetzt bin ich auch mal dazu gekommen, deinen Bericht zu studieren.

    Herzlichen Glückwunsch! Da hast du dich ja richtig durchgebissen und dir das Finisher-Shirt voll verdient.

    Schön, dass du unter der vorgeschriebenen Zeit geblieben bist. Stell dir mal vor, du hättest die Zeit um 1, 2 Minuten verpaßt, das wäre ja mehr als ärgerlich gewesen.

    Hut ab vor deiner Leistung – 74km – das sind mal eben 49km mehr, als ich je am Stück gelaufen bin – o je – da hab ich ja noch was zu tun 😉

    LG Carsten

    1. Herzlichen Dank Carsten,
      ich hätte das T-Shirt auch mit stolz getragen wenn ich die Zeit knapp verpasst hätte. Die Zeit war mir auf den letzten Kilometer überraschenderweise überhaupt nicht wichtig. Ich wollte einfach nur finishen.
      Um so schöner ist es natürlich wenn es trotzdem reicht.
      Was deine maximale Laufstrecke betrifft, ich bin vor 4 Jahren gute 70km weniger gelaufen als jetzt! 😉

  7. Gratulation!
    Schöner Bericht, gute Leistung! Inspiriert von Deinem Bericht habe ich mich gestern spontan nach dem Lesen erstmals aufgemacht und bin auf den Feldberg gelaufen. War natürlich keine krasse Leistung wie der Ultra, aber es hat mich angetrieben. Danke dafür, das Du meinen Schweinehund angestachelt hast :good:

    1. Auch Dir lieber Marcus meinen herzlichsten Dank!
      Manchmal dauert es ein paar Tage bis es einem richtig bewusst wird was man da geleistet hat.
      Zeigt mir mal wieder das wesentlich mehr geht als man im allgemeinen denkt. Aber wem sage ich das! 😉

  8. Lieber Gerd,

    ein langer Lauf, ein deshalb zurecht langer Bericht und eine zurecht lange Gratulantenliste, in die ich mich gerne einreihen möchte.

    Gratuliere! Du Tier! Deine körperliche Zähigkeit und vorallem die mentale Stärke sind bewunderswert.

    Mehr will und brauche ich nicht zu sagen!

    Herzliche Grüße
    Volker

  9. Hallo Gerd,

    ein super Bericht von einem richtigen Kämpfer. Ich habe viel gelacht.
    Freue mich auf deine 9 vorne im nächsten Jahr.

    Gruß,
    Marco

    1. Vielen Dank Marco,
      die 9 habe ich mir für´s nächste Jahr auf den Plan geschrieben.
      Das ich den Lauf mitmache, sofern ich gesund bin, steht außer Frage. Es ist ein landschaftlich traumhafter Lauf.
      Auch wenn er weh tut. 😉

  10. Wie stark! Hammer. Du bist ein U-L-T-R-A…. alleine die Zahlen… 1400hm und 74km würden die meisten nichtmal mitm Rad schaffen, geschweige denn zu FUß… Allergrößten Respekt!

    Das ganze hat leider nur einen Wehrmutstropfen, und das muss ich an dieser Stelle mal sagen wenn alle anderen dich nur feiern.

    Du gehörst nicht mehr dazu. Also zu den Breitensportlern. Mal ein wenig herumjoggen oder „mal nen Halbmarathon schaffen“. Du gehörst nun zu einer gewissen Art von Elite – zwar nicht zu den Profis aber zu einer Klasse von Leuten die Distanzen schaffen, die den meisten für immer verborgen bleiben…

    Ganz starke Sache. Tolle Schilderung. Sind die Salztabletten wirklich notwendig?

    Regenerier dich gut und halte das T-Shirt in Ehren!

    1. Vielen Dank Ruben,
      es waren sogar noch ein paar Höhenmeter mehr. Aber das ist eigentlich Nebensache.
      Was den Punkt mit dem Breitensport anbetrifft bin ich der Meinung das ich immer noch ein ganz einfacher Breitensportler bin. Und noch nicht einmal ein besonders herausragender. Ich habe lediglich den Mut aufgebracht mich an etwas außergewöhnliche Distanzen zu wagen.
      Die einen können halt einen Marathon in 3 Stunden laufen, was ich nie könnte, die anderen laufen dafür ein bisschen länger.
      Wichtig ist einfach die Tatsache, wenn man im Leben etwas unbedingt erreichen will, dann schafft man das. Man muss es nur angehen.
      Muss ja nicht gleich ein Churfrankenlauf sein.
      Als ich vor knapp 4 Jahren meinen ersten Lauf absolvierte, dachte ich es wäre mein letzter.
      Aber mit einem eisernen Willen, der Tatsache immer einmal mehr aufzustehen wie man hinfällt, viele gute Freunde die einem mit guten Ratschlägen zur Seite standen und dem gewissen Starrsinn den man uns Odenwälder nun mal nachsagt, schafft man sogar so etwas!
      Glaube es mir! :good:

      Zum Thema Salztabletten kann ich nur sagen das ich sie bei solch langen Touren brauche. Ich schwitze sehr stark und verliere unheimlich viel Salze und Mineralien. Und diese sind nun mal wieder erforderlich um die Kohlehydrate entsprechend verarbeiten zu können. Alles nich ganz so einfach.
      Mir haben die Salztabletten jedenfalls hervorragende Dienste erwiesen. Du merkst ja auch während eines so langen Laufes was dein Körper braucht und was er verträgt. Aber da reagiert auch jeder einzelne anders.

  11. Klasse, Gerd! Herzlichen Glückwunsch und Respekt!
    Du kannst wirklich stolz auf dich sein!
    Ich hab’s immer gewusst dass du zu solchen Leistungen fähig bist. :good:

    Bin ja mal gespannt von welchem Landschaftsultra du nächstes Jahr schreibst. Rennsteig? Biel? 🙂

    Gute Regeneration!

    1. Vielen Dank Stefan,
      Rennsteig ist für nächstes Jahr schon fest gebucht. Wird mein Geschenk zum 50.ten! 😉
      Mit Biel lass ich mir noch ein bisschen Zeit, aber in unserem Lande gibt´s ja genügend Dinge die man anstellen kann! :yahoo:

  12. Kannst du noch gehen? Oder, kannst du schon wieder gehen?
    Für mich unverständlich, wie man so eine Leistung erbringen kann! Körperlich und mental – top! Lieber Gerd, ich ziehe voller Respekt den Hut vor dir! Gewaltig!
    Sei stolz auf dich!
    Das schaffen nur wenige!

    1. Danke Reinhard,
      wenn´s geradeaus geht oder Treppauf dann ist gehen OK! Runter ist eine einzige Qual. :wacko:
      Aber das ist nach solch einem Lauf wahrscheinlich immer so. Under Schmerz geht, aber der Stolz bleibt! 😉

  13. Saubere Sache Gerd,
    1a deine Leistung und ich weiss wie man siech dabei fühlt. Habe es schon oft genug erlebt. 🙂

    Herzlichen Glückwunsch und willkommen im Kreis der Ultra-Trail-Runner 😉

    1. Vielen , vielen Dank Marco,
      man glaubt es vorher ja nie. Immer bleibt ein Zweifel ob man so etwas schafft. Erst wenn man es mal ausprobiert hat, weiß man das viel mehr geht als man denkt.
      Und wenn man dieses Wissen hat, kann man viel erreichen! :good:

  14. Jetzt also weißt du wirklich wie es mir am Rennsteig ergangen ist, wenn der Körper nicht mehr will, wenn nur noch der Kopf befiehlt-und man das Ziel erreicht! :heart:
    Tolle Leistung Gerd-und natürlich habe ich auch während meines langen Laufs am Sonntag deine Berichte via FB gelesen-Smartphone sei Dank :bye:
    Jetz halt die Füße ein bisschen still und dann geht´s weiter! Wie wäre es mit Biel nächstes Jahr? ich meine wir beide sind ja beim Rensnteig dabei, das wäre eine tolle Vorbereitung! :yes:

    1. Herzlichen Dank Martin,
      aber Biel hebe ich mir für meinen 55. auf. Nächstes Jahr den SM am Rennsteig und natürlich den Churfrankenlauf unter 10 Stunden im Herbst!
      Dann gibt´s ja noch Frankfurt, Rodgau und vielleicht euren Pfälzerwaldmarathon. Mal sehen ob ich den Darmstadt vorziehe?
      Wir sollten für den Churfrankenlauf im nächsten Jahr mal ein paar Blogger organisieren. Es gibt 5er-Staffel, die 2er-Staffel und den Ultra. Da sollte eigentlich für jeden was dabei sein. :yes:

    1. Herzlichen Dank Markus,
      bei meinem Infekt vor drei Wochen sah ich mein Ziel schon in weite Ferne rücken. Aber ich habe mir gesagt das man so etwas nur laufen kann wenn man absolut gesund ist. Also auskurieren. Training ausfallen lassen und lieber dann eine Stunde später finishen.
      Aber in´s Ziel wollte ich auf jeden Fall.
      Und ich bin ein richtig sturer Hund wenn ich was will! 😉

  15. Meine Güte, ich weiß nicht was ich genialer finde. Deine mentale oder deine körperliche Stärke aber ich kann dir zu beidem gratulieren. Meinen allergrößten Respekt Mr. „jetzt erst recht“ Ultraläufer! Bei unserer nächsten Begegnung bleibt mir wohl nur noch das Sie. 😉

    Nur warum läufst du dich für solch eine Distanz noch ein?
    Wahnsinn was der Körper im Stande ist zu leisten obwohl so oft „nichts mehr ging“ legst du am Ende noch einen Zielsprint hin. Chapeau!

    1. Vielen Dank Christian,
      ich denke wir bleiben bei dem Du!
      (Obwohl mir „Eure Hoheit“ auch gefallen würde. 😉 )
      Das mit dem „Einlaufen“ hast Du missverstanden. Ich meinte damit den Weg zum Start. Den bin ich natürlich gegangen. Einlaufen ist bei so einer Strecke nicht. Jedenfalls für mein Tempo! :whistle:
      Mich überrascht die Tatsache „was noch geht“ jedes Mal wieder. Obwohl die Einteilung schon sehr wichtig ist.
      Und auf den Zielsprint hätte ich gerne verzichtet. B-)

    1. Herzlichen Dank Andreas,
      lag bestimmt daran, dass man immer nur an der Etappenstation aussteigen konnte. Und wenn man schon mal an der vorletzten ist, kann man das Ding auch fertig laufen. 😉

    1. Vielen Dank Anja,
      ganz so gewollt war das ja eigentlich nicht. Und den letzten Kilometer im Sprinttempo hätte ich mir nach 74 Kilometer auch gerne erspart.
      Das hat vielleicht weh getan! :wacko:
      Aber es hat gereicht, der Rest ist egal.
      Und der Muskelkater wird bestimmt auch mal vorbei sein!
      (Hoffe ich jedenfalls) :unsure:

  16. Ich kann dir nur nochmal meinen vollsten Respekt zollen. Danke auch für die tolle Liveberichterstattung, bei der man vor allem auf den kräftezehrenden letzten Kilometern richtig schön mitfiebern konnte. Jetzt wünsche ich dir noch eine angenehme Regeneration und hoffe, dass du dich ordentlich mit den Süßigkeiten vollstopfst, welche dir deine Frau vor die Nase stellt. :good: Hast du dir schließlich verdient.

    Gruß, Daniel.

    1. Danke Daniel,
      zwar war das Veröffentlichen auf Facebook nicht unbedingt immer einfach gewesen, aber es hat Spaß gemacht! 😉
      War schon ein sensationelles Erlebnis und wird bestimmt wiederholt!
      Was das Verlangen des Körpers nach fetter Nahrung nach so einem Lauf betrifft ist der helle Wahnsinn. Ich könnte die Majo direkt aus der Tube essen. 😉
      Zum Glück lässt der Hype langsam nach! :wacko:

  17. du bist phänomenal,
    du bist gigantisch,
    du bist grandios,
    du bist überragend,
    du bist fantastisch,
    du bist vieles, aber auf jeden Fall:

    :yahoo: DU BIST ULTRA!!!!!!!!!!! :yahoo:

  18. Auch von mir herzlichen Glückwunsch und Respekt. Ich glaube, wenn ich den Besenwagen (oder das Abschlussfahrrad) nur erahnen würde, gäbe ich schon auf. Da gehört schon was dazu, im Zweifel, ob du es schaffst, immer weiter zu laufen!!!

    1. Danke Christiane,
      ich bin mir sicher, dass Du nie in diese Verlegenheit kommen wirst. 😉
      Und einer muss ja dahinten rumeiern. Da die meisten dies ja nicht wollen, opfere ich mich hier für die Allgemeinheit! B-)

  19. “ Das mentale ist etwas was einen nicht nur im Sport weiterbringt. Es prägt Dich, und macht dich zu einem ganz anderen Menschen. “

    Eine Erfahrung fürs Leben, die ich schon lange gemacht habe, zum Glück ! :yes:

  20. Ich möchte Dir auch ganz herzlich zu den 74 Kilometern und 1800 Höhenmetern gratulieren, eine ganz fantastische Leistung. :good: :good:

    Erhole Dich gut.

    Freundliche Grüße
    Bernd

    1. Vielen Dank Bernd,
      es war ein hartes Stück Arbeit und hat auch nicht nur Spaß gemacht.
      Aber das, was ich aus dem Lauf zurückerhalte, war es auf jeden Fall Meter für Meter wert! :yes:

  21. Lieber, lieber Gerd,

    willkommen im Club, du hast nicht geschmissen, hast dich tapfer durchgeschlagen, hast an alles gedacht, was man dir irgendwann geraten hat, und es hat geholfen, du hast es geschafft, warst fix und alle, hast irre Lust auf Fettes, dich auszuruhen.

    Gut gemacht – Du bist Ultra – hast es dir wahrlich erkämpft, so wie wir es alle einmal getan haben und immer wieder tun.

    Und jetzt nicht vergessen, Vitamine, Vitamine, Vitamine und Zink, damit du mit deinem Immunsystem im Keller keine Krankheiten einfängst.

    Schön, ich freue mich für dich und mit dir ! :bye:

    1. Vielen herzlichen Dank Margitta,
      wenn ich zurückblicke war es zwar ein sehr steiniger und manchmal auch schmerzhafter Weg, aber da muss sich ein Odenwälder auch mal seine Hörner abstoßen. 😉
      Das mentale ist etwas was einen nicht nur im Sport weiterbringt. Es prägt Dich, und macht dich zu einem ganz anderen Menschen.
      Ich bin stolz das ich das geschafft habe!

      Und die Vitamine und das Zink werden schon reichlich genutzt. Schließlich habe ich gelernt, dass man auf gewisse Menschen immer hören sollte! :rose:

  22. Lieber Gerd,

    ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem Ultra! Das war schon ein mächtiges Stück Arbeit, dass du hier mit Bravour gemeistert hast. Von deiner Punktlandung könnten sich einige mal etwas abschauen ;D

    1. Vielen Dank Hannes,
      was bleibt einem der nicht schnell kann auch anderes übrig. Da musst Du Dir halt andere Ziele setzen!
      Und die Punktlandung war nicht beabsichtigt. Die hat sich wirklich erst die letzten Kilometer herauskristallisiert.
      Gebraucht hätte ich das nicht unbedingt! :wacko:

  23. Mein lieber Gerd,

    nochmals ganz offiziell: Gratulation! :good:
    Vielen Dank für den tollen Bericht und wirklich lang find ich den nicht bei so einer Strecke. Man kann allerdings sehr gut nachvollziehen, wie es Dir gegangen sein muss und das Du mental sehr stark bist, hast Du mit den letzten Kilometern definitiv bewiesen. Erhol Dich gut :bye:

    Salut

    1. Vielen Dank Christian,
      für solch eine Leistung sind aber auch die richtigen „Mitläufer“ entscheidend. Für mich war es sehr wichtig in diese Dreiergruppe zu laufen und gemeinsam zu kämpfen. Alleine hätte ich es nicht geschafft.
      Manchmal passt alles zusammen! 😉

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