Trailrunning oder einfach „Lauflust“?

Der Begriff Trailrunning wird ja die letzten Jahre stark frequentiert. Überall wird „Trail“ gelaufen.
Aber was ist TRAILRUNNING eigentlich? Gibt es eine eindeutige Aussage WAS Trailrunning ist?

Trails
Trails?

Auf Wikipedia wird der „Traillauf“ ein bisschen näher beleuchtet.
„Der Traillauf (von englisch trail = Pfad, Weg; im Deutschen auch als Waldlauf oder Landschaftslauf bezeichnet) ist eine Form des Langstreckenlaufs, die abseits asphaltierter Straßen stattfindet.“

Es wird unterschieden zwischen
-Cross-Running (urban trailrunning)
-Cross-Trail (on trail)
-Trail-Adventure (off trail)

Dazu gibt es massenweise Foren, Blogs und Zeitschriften. Wer Lust hat kann sich überall informieren.
Ob man eine eindeutige Antwort bekommt bezweifele ich.

Aber ist dies eigentlich wichtig?
Ist es wirklich wichtig zu wissen ob man „Trailrunner“ ist?
Wichtig ob man die unterschiedlichen Ansichten und Vorgaben was Trailrunning ist einhält oder nicht?
Macht man einen Trailrun, obwohl man die 5 Kilometer bis zum „eigentlichen Trail“ auf Asphalt läuft?
Ist dies wirklich wichtig?

Was ist Trailrunning?

Für mich ist es die Art einen Lauf in der Natur zu genießen. Unabhängig ob der Weg breit oder schmal, steil oder flach, fest oder matschig ist!
Es ist nicht wichtig für mich wie die äußeren Gegebenheiten sind.
Wichtig ist das ich in der Natur bin. Den Elementen ausgesetzt bin. Genießen kann.
Wind, Regen, Schnee, Nebel….. all dies spüren, schmecken, riechen.
Die Natur mit allen Sinnen erleben.
Aufatmen. Spaß haben!

Das ist für MICH Trailrunning!
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Keep Running!
Run Happy!

Brooks Summon 2 – der verkannte Allrounder

Als ich voller Vorfreude mein Testpaket von Brooks öffnete, war die Freude über den Pure Connect so groß, dass ich das zweite Paar Testschuhe gar nicht so richtig beachtete.
Auf Grund seiner bescheidenen und unaufdringlichen Erscheinung ist es nicht gerade ein Blickfang. Entsprechend wanderte er auch erst mal in mein „Schatzregal“. Irgendwie wusste ich nicht wie ich den Schuh einschätzen sollte. Schließlich gibt´s ja schon das Nachfolgemodell? Was hatte sich Brooks dabei gedacht als man mir den Summon 2 zum Testen zuschickte?

Entsprechend dauerte es ein paar Tage bis ich den Schuh das erste mal lief. Ich hatte ein paar Bedenken, da ich die letzte Zeit fast nur „Minimalschuhe“ gelaufen bin.
Und nun so ein weicher, gedämpfter Schuh??

Falsch gedacht!
Ich war schon auf den ersten Metern sehr positiv überrascht. Kein weiches, schwammiges Laufen. Im Gegenteil.
Der Schuh ist überraschen flach und direkt. Bietet einen guten Halt und ist ein echter Allrounder. Er macht auf jedem Untergrund eine ausgezeichnete Figur. Hat eine ausreichend Breite im Vorderfußbereich und hält den Fuß genau da wo er sein soll! Der Abdruck ist prima und lässt auch mal ein bisschen mehr Tempo zu. Alles passt.
Selten habe ich mich in einem Schuh von Beginn an so wohl gefühlt. Er passt zu mir und meinem Laufstil wie die Faust auf´s Auge! Der optimale Schuh für mich, wenn ich nach den harten und ungedämpften Schuhen mal wieder ein bisschen Erholung für die Füße benötige.
Der Summon II geht eigentlich immer!

Brooks Summon 2
Brooks Summon 2

Wenn jemand einen Neutralschuh sucht bei dem er nicht´s verkehrt machen kann, dann ist der Summon erste Wahl.
Zudem ein absoluter Tipp für Einsteiger!

Keep Running!
Run Happy!

Wieder online!

Wenn man so eine Woche lange flach liegt und außer Fernsehen nichts weiter unternehmen kann, hat man auch viel Zeit nachzudenken und sich so seine Gedanken zu machen. Ich habe bewusst mal sämtliche Aktivitäten auf meinem Blog und allen „Social Networks“ für ein paar Tage eingestellt. (Jedenfalls fast! ;-))
Und ich muss sagen, ich hatte keinerlei „Ausfallerscheinungen“! Zwar liest man hier und da den einen oder anderen Beitrag, aber so richtig Lust mit einzusteigen hatte ich nicht.
Lag wohl auch an meine Zustand. So richtig gut ging´s mir nicht und außer dem „Aufarbeiten meiner Filmsammlung habe ich absolut 5 Tage lang nichts gemacht.

Dem Körper hat´s gut getan und die Erkältung hat sich wieder verabschiedet. Der Ruhepuls liegt wieder in seinem normalen Bereich. Außer den Rückenschmerzen vom „Couch durch liegen geht´s mir prima.
Also kein Grund locker eine kleine, regenerative Runde zu drehen.

Und siehe da! Nix verlernt.
Nicht hingefallen und nicht gestolpert.
Selbst verlaufen habe ich mich nicht!
Und alles im komplett regenerativen Bereich.

Zwar mit „Rollatorgeschwindigkeit“, aber locker und wieder mit einem Lächeln auf dem Gesicht und einem Strahlen in den Augen.
Ich hab´s tatsächlich vermisst!

Keep Running!
Run Happy! 😉

Brooks Adapt Glove oder einfach „Handschuhe“

Ich hatte sie ja schon auf dem Messestand beim Frankfurt Marathon in der Hand, und Margitta hatte ja auch schon Ihr Paar in Ihrem Blog vorgestellt, aber leider war damals kein passendes Paar für mich dabei. Und da ich eher kalte Finger als Waden kriege, mussten unbedingt bei dem nasskalten Wetter ein paar neue Handschuhe her.
Und nachdem ich sie ja bereits kannte, mussten es ein paar „Brooks Adapt Glove“ sein! Die sind nämlich richtig durchdacht und bieten für unsereins eine Menge zusätzliches zu den warmen Fingern!
Also flux ein Paar im Brooks-Online Shop bestellt.

Als erstes passte schon mal wieder die Farbe. Black/Brite Green ist nun mal mein Ding.

Brooks Adapt Glove
Brooks Adapt Glove

Das Problem was viele Läufer kennen, ist das man mit Handschuhen kein Telefon oder MP3-Player mit Touchscreen bedienen kann. Durch den Stoff funktioniert das einfach nicht.
Aber mit den Adapt Gloveört dies nun der Vergangenheit an! Auf dem Daumen sitzt eine Gummierung die es ermöglicht seine Geräte wie gewohnt zu steuern.

Touchscreen - kein Problem
Touchscreen - kein Problem

Wer´s trotzdem nicht hinkriegt kann sogar den Daumen „freilegen“ und an seinem technischen Gerät ein bisschen fummeln.

"Daumen-Strip"
"Daumen-Strip"

Aber das ist noch nicht alles was der Handschuh zu bieten hat. Wenn´s mal richtig bläst oder es kommt zu der Kälte noch Nebel oder Regen, dann wird´s in den atmungsaktiven Handschuhen schnell ungemütlich. Aber auch hier gibt´s eine clevere Lösung!
Im Handrücken befindet sich ein „Überzieher“ aus feuchtigkeitunempfindlichen und luftdichtem Material. So werden die Finger zusätzlich nochmal geschützt.

"Überzieher" aus der Tasche
aus der Tasche…

einfach über die Finger gestülpt
...einfach übergestülpt

grün und warm!
grün und warm!

ein pfiffiger Handschuh
ein pfiffiger Handschuh

So kann der Herbst auch bei ein wenig unfreundlicherem Wetter mit warmen Fingern genossen werden!

Keep Running!
Run Happy

Amerikaner stellen GPS-Satelliten ab!

Es ist eigentlich wie jeden Samstagmorgen wenn ich die Augen öffne. Kurz bleibe ich eingepackt im warmen Bett liegen und überlege mir, ob ich die Laufeinheit nicht doch ausfallen lassen soll und noch ne Ecke weiter schlafe. Wohl wissend, das ich wie eigentlich jedes Mal, aufstehe und mich fertig mache um meine Runde zu laufen.
Ein kurze Blick auf´s Thermometer zeigt mir bei 2° Außentemperatur dass ich mich heute noch mal für die ¾ Tight entscheiden werde. Dazu ein kurzes Shirt und die brooks „Essential Run Jacket“ für oben rum.
Zusammen mit den pureGrit werde ich dann knapp zwei Stunde meinen Spaß im Wald haben, bevor ich zum Frühstück mit meinen beiden Mädels wieder nach Hause komme.

Draußen empfängt mich ein milchigweißer Morgen. Der Nebel hängt zwischen den Häusern und alles hüllt sich grau in grau. Selbst die restlichen, farbenfrohen Blätter scheinen einen grauen Anzug übergezogen zu haben. Ein Tag, an dem man die gute Laune von innen raus produzieren muss.
Selbst mein Garmin hat seine Probleme die Satelliten zu finden. Die Nachfrage ob ich mich in einem Gebäude befinde, quittiere ich mit nein. Er sucht sich weiterhin einen Wolf und ich fange an leicht zu frösteln. Wahrscheinlich hat er zwischen den Gebäuden und der dichten Nebeldecke so seine Probleme die Satelliten zu finden. Also mache ich es, wie schon hunderte Male zuvor, loslaufen und die Gewissheit haben das er nach wenigen Metern und luftigerer Bebauung seine Anzahl an Satelliten findet.

Schon nach wenigen Minuten durch die Gemeinde fällt mir eine gewisse Unruhe auf. Mehrere PKW´s stehen am Straßenrand. Die Fahrer diskutiert relativ verzweifelt mit ein paar Passanten oder laufen leicht orientierungslos in der Gegend umher.
Seltsames Schauspiel an einem nebligen Herbsttag!

Am Waldrand wird die ganze Szene noch gespenstischer. Samstag und Sonntag Morgen ist eigentlich Rushhour am Waldparkplatz. Viele treffen sich hier am Wochenende um gemeinsam ihre Runden zu drehen.
Aber heute sind es ausgesprochen wenige. Und die laufen wie die aufgescheuchten Hühner hilflos über den Parkplatz. Ständig den linken Arm Richtung nebelverhangenen Himmel ausgestreckt. Wild diskutierend und im Einzelfall den Tränen nahe.
Ein schicker Mittvierziger sitzt heulend auf einem Stapel Baumstämmen und schaut mit feuchten Augen leblos in den Nebel. Ich habe ihn schon öfters beim Laufen getroffen und hier und da ein paar Worte gewechselt.
Er läuft sehr ambitioniert Marathon und legt großen Wert auf eine exakte Trainingsplanung. Alles Laufeinheiten werden mit seinem Forerunner geplant und exakt umgesetzt.
„Laufen ist harte Arbeit und kein Spaß“, sind die Worte die mir am meisten in Erinnerung geblieben sind.
Wenn er meint! 😉

Als ich zu Ihm hinlaufe, komme ich an der Gruppe von 5-6 Läufer vorbei, die sich von den anderen unterscheiden. Sie wirken in keinster Weise aufgeregt. Im Gegenteil. Die meisten von Ihnen haben ein breites Grinsen auf dem Gesicht.
Etwas verunsichert bleibe ich vor dem heulenden Häufchen Elend am Waldrand stehen und frage nach der Ursache des ganzen Spektakels.
Er schaut mich mit roten Augen verständnislos an.
Ob ich es nicht mitgekriegt hätte?
„Sie haben es tatsächlich ausgeschaltet! Eine Frechheit ist das. Die blöden Amis, machen einfach was sie wollen und zerstören mein Leben!! Was mache ich nun??
Die haben tatsächlich alle GPS-Satelliten abgeschaltet!“

Mein angsterfüllter Blick auf meinen Garmin Forerunner wird mit der Anzeige „kein Satellitenempfang“ quittiert!
Erst langsam wird mir das Ausmaß der Katastrophe bewusst.
Schlagzeilen wie „Tausende von hilflosen und orientierungslosen Sportlern verenden in den deutschen Wäldern“ jagen mir augenblicklich durch den Kopf.
Wie, was?? Satelliten ausgeschaltet?? Dürfen die dass??
Nie mehr eine Nachbereitung meiner Läufe auf SportTracks?!?!?!
Schweißausbrüche!!
Angst!!
Horror!

Erst jetzt bemerke ich wie die Gruppe von grinsenden Läufern süffisant lächelnd an den verzweifelten „Garministi“ vorbeiläuft und sich freudig auf den Weg in den Wald macht. Und nun fällt mir auch auf, dass keiner der Beteiligten ein GPS Gerät am Arm hat.
Sie genießen Ihren Triumphzug durch die verzweifelte Läuferschar am Waldrand……

Ich schrecke schweißgebadet auf. Liege in meinem Bett und fühle wie mein Puls Schwerstarbeit leistet. Ich brauche einige Sekunden um zu realisieren das es ein Traum war.
Ich brauche einige Minuten bis ich mich wieder unter Kontrolle habe.

Kurz bleibe ich eingepackt im warmen Bett liegen und überlege mir ob ich die Laufeinheit nicht doch ausfallen lassen soll und noch ne Ecke weiter schlafe. Wohl wissend, das ich wie eigentlich jedes Mal, aufstehe und mich fertig mache um meine Runde zu laufen……..

Keep Running!
Run Happy!

Schwermut

Abenddämmrung liegt auf meinem Garten –
Und ich blicke mit bewölktem Sinn,
Meinen müden Kopf gelehnt am harten
Fensterrahmen, wie auf Gräber hin.

Und die Geister meiner schönen Stunden
Gehen vorüber, mit gesenktem Blick.
Ach! Schon sind sie fern dahingeschwunden –
Ich allein blieb sehnsuchtsvoll zurück.

Mondenschimmer, deine Strahlen kränzen
Meine Stirn nicht mit Beruhigung! –
Alle meine Freuden, alle, glänzen
Nur im Schimmer der Erinnerung.

Glück des Lebens! – wer dich fand, der lerne
Dich entbehren: denn so schnell entweicht
Nicht im Sturm die Wolke, die jetzt ferne
Scheint, jetzt da ist, jetzt dem Aug entfleucht!

Wo, wo ist Genuß? – in Phantasien
Künft’ger Freuden? – Kalte Wirklichkeit
Zwingt des Herzens holden Wahn zu fliehen,
und verhüllt die ferne Seligkeit.

Gegenart! – ach, meine Blicke finden
Keine Blüten! – Nimm die Huldigung,
Du – ich will mir welke Kränze winden –
Himmelstochter, o Erinnerung!

Sophie Mereau Brentano

Wir beide passen nicht – Brooks Sherpa Short III

Brooks Sherpa Short III
Brooks Sherpa Short III

Trotz der vielen positiven Erfahrungsberichte über die Brooks Sherpa Short III, passen meine Konstitution und die Hose beim Laufen einfach nicht zusammen.
Wobei ich zur Ehrenrettung eingestehen muss dass dies bisher wirklich erst eine kurze Hose geschafft hat. Und zwar betrifft dies nur kurze Hosen die nicht eng anliegen.

Das Problem das ich bei fast allen kurzen, weiten Hosen habe!
Sie bleiben einfach nicht da wo sie hingehören. Nach längerem Laufen zieht es sie regelmäßig hoch in den Schritt. Und dort fängt´s dann an zu scheuern.
Wenn´s weiter wie 10 Kilometer geht, und das ist bei meinem „Laufdurchschnitt“ von +15 Kilometern öfters der Fall, gibt´s schmerzhafte Scheuerstellen zwischen den Oberschenkeln.
Und wer dieses Problem kennt, weiß wie unangenehm und schmerzhaft dies ist. :negative:

Scheuerstelle
Scheuerstelle

Und beim Laufen stört mich der ständige Griff in den Schritt um die Hose herunter zu ziehen. Schließlich sieht es ja auch nicht besonders toll aus.

Das Tragegefühl selbst ist Klasse. So lange ich nicht längere Strecken mit der Hose laufe trägt sie sich toll. Ein Hauch von nichts, sozusagen. Und ich bin mir sicher, dass Läufer die diese Problematik mit den Scheuerstellen nicht haben, mit der Sherpa Short III bestimmt hoch zufrieden sind. Leider ist sie für mich nicht geeignet.

Die Hose hat einen Innenslip und besteht aus einem ultraleichten, atmungsaktivem Stretchpolyester und fühlt sich angenehm auf der Haut an. Dazu gibt´s 2 Geltaschen für nötigen Stauraum.

Ich werde sie eher im Freizeitsektor und bei dem einen oder andern kurzen Läufchen einsetzen.