Rodgau 50er DNF und trotzdem ein Sieger?

Selten habe ich so entspannt und mit einem guten Gewissen einen Lauf abgebrochen. Trotz guter Vorbereitung und guter Verfassung. Trotz der Vorfreude auf die vielen bekannten Gesichter und das tolle Ambiente im Rodgau sollte es nicht sein.
Die Gesundheit hat einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber das ich dieses erkannt habe und die einzig richtige Entscheidung daraus gezogen habe freut mich mehr als die Enttäuschung nicht gefinisht zu haben!
Aber der Reihe nach.

Zusammen mit Bernd, einem Sportler aus meiner Gemeinde, brachte mich meine Frau gegen 8:30Uhr zeitig in den Rodgau. Auf Grund der vielen Meldungen wollte ich nicht zu spät vor Ort sein um dem Chaos beim Abholen der Startnummern ein wenig zu entgehen. Entsprechend zügig bekamen wir unsere Startnummern und begaben uns in die warme Sporthalle. Als Zugabe zur Startnummer gab`s eine tolle Funktionsmütze, die ich bei dem nasskalten Wetter gut gebrauchen konnte.
Eigentlich mag ich ja Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Da reicht mir die 3/4-Tight, ein Shirt und eine dünne Windjacke.
Dazu die Salomon Speedcross 3, übrigens bei dem Matschewetter eine gute Entscheidung, ein paar dünne Handschuhe und die neue Mütze vom RLT!

Direkt bei der Startnummern-Abholung traf ich auch Stephan. Mit Ihm wollte ich gemeinsam laufen. Ich den 50er und er wenn´s klappt einen 30er.
Nachdem wir im letzten Frühjahr seinen ersten HM zusammen gelaufen sind und er im Oktober in FRA seinen ersten Marathon mit mir laufen möchte, war dies eine gute Gelegenheit ein paar Runden zu drehen.

In der Halle wurde es nach und nach voller. Viele bekannte Gesichter wurden begrüßt und die Freude auf den Lauf wuchs minütlich.
Leider habe ich nicht jeden vom twitterlauftreff gefunden, erkannt oder gesehen.
Sorry, aber es war ein bisschen viel los. Beim nächsten Mal klappt´s bestimmt. 😉

Pünktlich, kurz vor 10Uhr, standen Stephan und ich am Start. Schön hinten damit wir keinem der schnellen Ultras im Weg stehen. Schließlich ging´s in erster Linie um ein gleichmäßiges, lockeres Tempo.
Zu uns beiden gesellte sich noch Christian. Hat mich im ersten Augenblick ein bisschen erschreckt mit seiner kurzen Tight und dem Shirt. Das war selbst mir ein bisschen zu kalt. 😉

Punkt 10 ging´s gemütlich los. Wie immer im Rodgau. Ich fühlte mich locker und entspannt, obwohl die ersten 5 Kilometer mit 32:19 ein wenig zügiger als geplant verliefen.
Bei Kilometer 6, kurz hinter der Verpflegungsstelle überholte uns der erste Mann zum ersten mal.
Respekt! Hammertempo! Nix für uns beide. 😉

So zogen wir gleichmäßig unsere Runden.
31:44
33:08
33:24

Ab der 4 Runde bekam ich Probleme mit meinen Bronchien. Die kalte und feuchte Luft bekam mir anscheinend überhaupt nicht. Und wenn meine Bronchien nicht 100%ig mitspielen muss ich aufpassen. Mit meinem Asthma ist da ein wenig Vorsicht angebracht.
Da sich diese Atemprobleme immer mehr verschärften habe ich auf der 5. Runde beschlossen beim Zieldurchlauf auszusteigen. Und auf Grund meiner körperlichen Verfassung ist´s mir noch nicht einmal schwer gefallen.
Das Jahr ist noch jung und das Risiko war mir einfach zu groß. Ich habe ja dieses Jahr noch einiges vor!

Stefan war noch so gut drauf dass er weiter gelaufen ist. Einen 30er hatte er bisher noch nicht im Programm.
Hat er souverän hin gekriegt. Ich denke für den Zieleinlauf in Frankfurts „Gud Stubb“ ist er im Herbst definitiv fällig!
Ich freue mich darauf.

Ich selbst musste erst einmal meine Frau anrufen damit sie mir meine Klamotten vorbeibringt. Schnell zur Umkleide gelaufen, warm geduscht und umgezogen. Hauptsache raus aus dem Kalten und in die warme Halle.
Schon ein komisches Gefühl als einer ersten dort zu sitzen, wenn man üblicherweise einer der letzten ist! 😉

So nach und nach trudelten die einzelnen Läufer in der Halle ein. Die meisten mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Bei einigen aber auch nur ein gequältes Lächeln.
Wie´s halt so ist nach einem Ultra.

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Noch ein paar Schwätzchen gehalten und die nächsten gemeinsamen Läufe ein bisschen angedacht. Und dann ging´s schon wieder nach Hause.
Mir geht´s ausgesprochen gut. Selten war ich von der Richtigkeit einer Entscheidung so überzeugt. Vor einem Jahr hätte ich noch mit aller Gewalt versucht zu finishen.
Heute, bei meinem ersten Lauf in der M50, hat die Vernunft gesiegt.

Und ich bin sogar ein bisschen stolz darauf! 😉

Keep Running!
Run Happy!

50km RLT Rodgau

Am kommenden Samstag sind ja wieder mal die 50km beim RLT Rodgau angesagt. Zwar fühle ich mich im Augenblick für einen 50er nicht gerade in bestechender Form, so 5 kg trage ich einfach zu viel mit mir rum, aber Rodgau ist für mich einfach Pflicht.
Erstens ist es die Stätte meines ersten Ultra überhaupt und zweitens trifft sich zum Jahresbeginn fast alles im Rodgau. Also selbst wenn´s nicht ganz so gut läuft, ein paar nette Runden mit vielen bekannten Gesichtern und ein paar Gesprächen ist immer drin.

Zusätzlich ist die Rundstrecke an der Freizeitanlage Gänsebrüh die Veranstaltung, welche mir den Weg zum Ultralaufen gezeigt hat. Als ich das erste Mal vor drei Jahren dorthin kam um einmal ein paar Blogger persönlich kennen zu lernen, hat mich dieser Lauf und vor allem die Menschen so fasziniert, dass ich entschloss da muss ich einfach mal mitmachen.

Ein großer Vorteil ist die Streckenlänge von 5 Kilometern, welche 10 mal durchlaufen werden muss. So besteht jederzeit die Möglichkeit den Lauf „abzukürzen“! Für viele Läufer eine Option wenn man mal in den Ultrabereich reinschnuppern möchte oder einfach ein paar Runden mit Freunden laufen und plaudern möchte.
Für die Woche sind noch zwei lockere Läufe zur Arbeit auf dem Programm und das war´s. Die MTB-Fahrten zur Arbeit werde ich mir schenken und die Bahn nehmen. Schließlich braucht man für 50km ein paar Körner. 😉
Ich freue mich auf Samstag. Auf viele bekannte, und viele „noch“ unbekannte Gesichter!

In diesem Sinne!
Keep Running!
Run Happy!

Der Körper gibt den Weg vor

Als ich vor gut vier Jahren mit dem Laufen begann, purzelten meine Pfunde rasend schnell. Auf Grund des großen Gewichtsverlustes und den dadurch sich ergebenden Möglichkeiten sein Lauftraining zu variieren, begann ich viel zu schnell die Umfänge und die Intensitäten zu erhöhen. Da halfen auch keine guten Ratschläge von erfahrenen Läufern und Läuferinnen.
Ich hatte Blut geleckt und wollte mehr!

Leider viel zu schnell. Die Folgen kennt eigentlich jeder der seinen Sport mit ähnlicher Leidenschaft betreibt. Verletzungen, Krankheiten und immer öfters ein angegriffenes Immunsystem.
Zwar wohne ich am Rande des Odenwalds, eine Ecke in unserem Lande die mit extremen Dickköpfen besiedelt ist, aber so nach und nach nahm ich zum Glück die guten Ratschläge an und hörte in meinen Körper hinein. Beachtete die Signale des Körpers. Versuchte die Signale zu verstehen.
Sei es die Intensitäten von Trainings betreffen oder die Umfänge. Wenn man sich ehrlich verhält und sich am Morgen fragt, „wie geht es Dir“? Dann sagt einem der Körper schon wie es um einen aussieht.
Früher sagte ich mir, OK es geht mir zwar nicht so besonders, aber ein paar Kilometer werden die Müdigkeit schon wieder aus dem Körper vertreiben. Das mag hier und da funktionieren, aber da sollten die Läufe kurz und regenerativ sein.
Mit einem müden und gestressten Körper einen 30km Lauf zu absolvieren ist kontraproduktiv!

Und da ich heute Morgen, nach gut 11 Stunden Schlaf das Gefühl hatte mein Körper braucht einen Tag Ruhe, habe ich meinen langen Lauf kurzerhand ausfallen lassen und mich auf eine dreiviertel Stunde Ergänzungstraining mit der Wii vertröstet.
Ich bin mir sicher dies war die einzig richtige Entscheidung!

Zumal ich diese Woche genug Sport hatte. Dadurch das ich wieder zur Arbeit fahre und Laufe gibt´s jeden Tag ausreichend Training. Und unsere Wii bringt mir endlich das lang vernachlässigte Ergänzungstraining. Dazu war ich am Samstag auch noch 1.500 Meter Schwimmen. Ich denke da hat der Körper das Recht ein bisschen müde zu sein.

Sportart:Dauer:
Trainingszeit:

15:34:15 h

Laufen:

6:23:16 h

MTB:

5:20:48 h

Schwimmen:

0:45:00 h

Ergänzungstraining:

3:05:11 h


Zwar steht in zwei Wochen der 50er im Rodgau an, aber den laufe ich lieber ganz locker als gar nicht!
Manchmal sollte die Vernunft entscheiden. Auch wenn das Wetter heute einfach grandios ist.

Wie seht ihr die Sache mit den Ruhetagen?
Grundsätzlich immer nach Trainingsplan und Vorgabe, oder eher nach Vernunft?
Aber ehrliche Antwort! 😉
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In diesem Sinne!

Kepp Running!
Run Happy!

Rekom und Grundlagenausdauer

Im Augenblick reduziere ich meine Laufeinheiten auf den Bereich der Regeneration und der Grundlageausdauer. Also einem Belastungsbereich bis maximal 75% der Hfmax.
In diesem Bereich kann ich wunderschön den Umfang meines Trainings erhöhen, ohne den Körper zu sehr belasten. Um diesen Bereich beim Laufen zu halten, bewegt sich mein Tempo in einem sehr langsamen Bereich. Am wohlsten und entspannendsten ist ein Schnitt von 7:00min/km. Schwankungen im hügeligen Gelände sind natürlich vorhanden. Aber im Durchschnitt schaffe ich es im Augenblick dieses Tempo zu halten.
In diesem Bereich fühlt sich mein Körper sozusagen „sauwohl“. Ich kann entspannen und das Laufen macht richtig Laune. Die gewohnte Entspannung kommt langsam wieder und neben der Lockerheit im Körper kommt die Lockerheit im Kopf!
Etwas das ich zu Ende des letzten Jahres schwer vermisst habe.

Da mein diesjähriger Schwerpunkt in erster Linie auf die ganz langen Strecken zielt, ist dieses „Grundlagentraining“ für mich die optimale Vorbereitung für das was da kommt.
Für die einzelnen Events werde ich zusätzlich zu dem Grundlagentraining kurzfristig ein paar angepasste Einheiten mit einbeziehen. Hierzu zählen der eine oder andere Tempodauerlauf, Fahrtspiele und vielleicht auch ein paar Intervalle je nach Lust und Laune.
Das ganze auf Grund der geplanten Events hauptsächlich im profilierten Gelände!

Eigentlich nichts Neues. Ich werde lediglich meinen Schwerpunkt bewusster auf den Grundlagenausdauerbereich legen. Im letzten Jahr habe ich mich leider viel zu oft dazu hinreisen lassen das Training zu schnell zu laufen. Da möchte ich einfach ein bisschen mehr Disziplin an den Tag legen.

Die ersten Tage im neuen Jahr lassen sich schon mal gut an. Zwar ist das langsame Tempo ab und an ein bisschen „anstrengend“, aber ich ziehe es konsequent durch. Die Tendenz, dass sich langsam der Durchschnittspuls bei gleichbleibender Geschwindigkeit nach unter bewegt ist erkennbar!

Abwechslungsreicher Jahresbeginn
Abwechslungsreicher Jahresbeginn

Zusätzlich bekommt mir mein Training mit der Wii außerordentlich gut. Die Workouts bestehen aus Gymnastik und Krafteinheiten und passen prima zu meinem Lauftraining. Vielleicht schafft es ja die Wii ein bisschen mehr Disziplin in diesen Bereich mit einzubringen.

In diesem Sinne!
Keep Running
Run Happy

Alles OK!

Nachdem meine Blutergebnisse nun vorliegen und optimal sind, muss die Schwächephase vor den Feiertagen wohl andere Gründe haben. Da ich in meinem Urlaub mehr gesportelt habe als vorher, aber trotzdem unheimlich entspannt und relaxed bin, gehe ich mal davon aus, dass die Ursache tendenziell beim Stress auf der Arbeit liegt. War auch ein ziemliches Brett gegen Ende des Jahres!
Und da ich die letzten Jahre einiges dazugelernt habe und weiß was man seinem Körper zumuten kann oder nicht, werde ich mich darum bemühen die Sache ein wenig ruhiger anzugehen.
Schließlich bringt es keinem was wenn ich mir die Lichter aus schieße!

Sportlich werde ich die Intensität die nächsten Wochen weiterhin ganz unten halten. Wenn ich das Gefühl habe der Körper braucht auch hier seine Ruhephase, dann kriegt er die auch.
Hat er übrigens heute schon gekriegt. Eigentlich wollte ich heute meinen „erster Vollmondlauf“ absolvieren.
Aber meine Fahrten zur Arbeit und zurück waren bei dem vorliegenden Wetter so anstrengend, dass ich statt des Laufes ein Bad genommen habe.

Und das ohne schlechtes Gewissen! 😉

Schließlich laufe ich Morgen früh die 16 Kilometer zur Arbeit! 😉

In diesem Sinne!

Keep Cool Running!
Run Happy!