Motivationsloch?

Es kennt bestimmt jeder der schon mal auf besondere Ziele hin gearbeitet hat. Eine Phase in der es unglaublich schwer fällt sich zu motivieren. Tage an denen man beim Versuch aufzustehen merkt, dass einem ein riesiger Schweinehund im Genick sitzt.

Die Vorbereitung staffelt sich in verschieden Abschnitte und Meilensteine. Diese Meilensteine können ein großer, langer Lauf, ein Testrennen oder ein Ultralauf wie am letzten Wochenende in Eschollbrücken sein. Kleine Zwischenziel auf dem Weg zu seinem Saisonhöhepunkt.
Wobei so ein richtiger Saisonhöhepunkt in dem Sinne habe ich ja nicht. Ich freue mich gleich auf mehrere Highlights im Jahr. 😉

Jedenfalls war der Jahreseinstieg, im Vergleich zum letzten Jahr ziemlich vermurkst. Den Rodgauer 50er habe ich nach 25 Kilometern wegen Asthmaproblemen abbrechen müssen. Der Februar war eigentlich fast komplett mit einer Erkältung versaut. Und in Eschollbrücken musste ich mich wesentlich mehr quälen als gedacht.
Nicht ganz so fluffig wie geplant das erste Quartal 2012! 😉

Dazu kommt noch ein Berg voller Arbeit, der selbst mich öfters mal fragen lässt wie ich den mit der nötigen Intensität und Qualität abarbeiten soll. Vielleicht kennt Ihr das Gefühl wenn man eine Welle vor sich herschiebt in der Hoffnung sie fällt irgendwann in sich zusammen? Irgendwie fällt sie halt nicht. 😥
Aber das Schicksal teile ich mit meinen Kollegen. Von denen hätte im Vorfeld auch keiner gedacht, dass man im öffentlichen Dienst mehr Arbeit hat als in der freien Wirtschaft. Aber dieses Klischee hält sich in unserer Gesellschaft ja hartnäckig!
Bei den Kollegen nicht mehr. 😉

Jedenfalls fällt es nach einem sehr anstrengenden Lauf wie in Eschollbrücken schwer sich wieder aufzuraffen und sein Training zu absolvieren. Besonders nach dieser unsäglichen Zeitumstellung. Aus den sonnigen Läufen zur Arbeit in den letzten Wochen ist wieder ein Lauf durch die Dunkelheit geworden. Mir schlägt so etwas auf´s Gemüt.

Die Muskulatur in den Oberschenkeln sind durch die 50Kilometer in den leichten Brooks PureConnect noch ziemlich strapaziert. Durch die fehlende Stützfunktion der Schuhe muss die Muskulatur wesentlich mehr arbeiten. Zwar vertrage ich dies vom Bewegungsapparat wesentlich besser, aber die Muskulatur in Beinen und Fuß leistet Schwerstarbeit. Die Regenerationszeit ist einfach länger!

Und dann steht ja auch noch mein 50.ter Geburtstag vor der Tür. Lust auf Feiern habe ich eigentlich gar keine. Warum auch? Für mich bedeutet mein Geburtstag nicht viel.
Älter werde ich auch ohne Feiern. Und an manchen Tagen fühle ich mich wie 30, an anderen, wie nach dem 50er am WE, wie 80! 😉

Geschenke mache ich mir am liebsten selbst und für ein Bier mit Freunden muss ich keine 50 werden. Aber irgendwie komme ich wohl nicht drumherum. Schließlich bin ich ja nicht alleine. Und wenn der Diro es geschafft hat 50 Jahre als zu werden, dann sollten wir das Feiern!

Und der nächste „Meilenstein“ ist ja auch schon in Sicht. Ende April ein lockerer HM und zwei Wochen später geht´s auf den Rennsteig.
Supermarathon ist angesagt!
Und wie es ausseiht mit ganz, ganz vielen Freunden, Bekannten und „noch-nicht-live-Bekannten“. Das gibt wohl ein großes Fest in Schmiedefeld. Da freue ich mich richtig darauf.

Also vergessen wir mal das Wort „Motivationsloch“. Machen eine „kleine Zwischenunlust“ daraus, kneifen die Ars…backen zusammen und machen uns auf den „alten Mann“ in Form zu bringen.
Denn schließlich will ich am Rennsteig meinen Spaß haben und nicht 74 Kilometer lang leiden.
Wobei die einfacher gesagt als getan ist! 😉

In diesem Sinne.
Keep Running!
Run Happy

Wenn der Wille den Körper besiegt – ein Ultra in Eschollbrücken

Es ist Sonntag Morgen 5:45Uhr. Dazu seit knapp drei Stunden Sommerzeit!
Toll. Eigentlich erst 4:45Uhr und mein Wecker reist mich aus dem Schlaf.
Ich hasse diese Sommerzeitumstellung. Bis ich mich da wieder drann gewöhnt habe, wird die Uhr schon wieder zurückgestellt.

Es ist Ultramarathonsonntag in Eschollbrücken. Neuland für mich. Keine Streckenkenntnis außer der Tatsache, dass ich weiß wo Eschollbrücken liegt.
Es gibt zum Frühstück zwei Rosinenbrötchen und eine halbe Flasche mit kohlehydratreichem Getränk.
Echt leckeres Frühstück an einem Tag der schon mit einer beschis…. Zeitumstellung anfängt.

Aber meine Laune wird schnell besser. Denn schließlich heißt es wieder alte Freunde treffen und endlich mal einen langen Lauf in 2012 absolvieren. So richtig hat dieses ja bisher noch nicht geklappt.
Mein Frau fährt mich kurz nach 7:00Uhr nach Eschollbrücken. Der Sportplatz ist schnell gefunden und mein Weg führt mich gleich zur Startnummerausgabe. Dies geht relativ flott von statten. Es ist noch ziemlich leer vor Ort und die Anzahl der Meldungen ist übersichtlich. Zu der Startnummer gibt´s noch eine Tafel Nussschokolade! Bin echt am Überlegen ob ich die vorher esse. Schließlich sind Nüsse ja ein gutes Kraftfutter.

Es ist frisch am Waldrand. Zwar zeigt sich schon die Sonne an einem wolkenlosen Himmel, aber so richtig Wärme produziert sie noch nicht. Sollte sich ändern. 😉
So langsam tauchen die ersten bekannte Gesichter auf. Man kennt sich. Teils persönlich, teils aus dem Netz.
Gleich danach treffen Steffen und Melanie ein. Die Begrüßung ist wie immer herzlich. Schön mal wieder ein paar Runden miteinander zu Laufen. Außerdem gibt´s ein bisschen was zu besprechen. Schließlich ist es bis zur TorTour de Ruhr nicht mehr lange hin. 😉
Beim Plaudern lerne ich gleich noch Esther Miess kennen. Auch Sie braucht für den Rennsteiglauf am zweiten Maiwochenende noch ein paar „längere Trainingskilometer“.
Wie sich die Geschichten doch gleichen!

Meine Sporttasche wandert in Steffen und Melanies Auto und wir begeben uns Richtung Start. Es ist arschkalt ohne Jacke!
Ich suche erst einmal ein sonniges Plätzchen aus und strecke mich in die Sonnenstrahlen wie eine Eiddechse nach der Nachtstarre! Helfen tut´s wenig. Aber schließlich geht´s ja gleich los und ein Blick Richtung Himmel lässt ahnen das es heute noch ein bisschen wärmer wird! 😉

Punkt 9:00Uhr fällt der Startschuß. Das Feld ist übersichtlich und ich treibe es von Anfang an vor mir her.
Die Strecke führt aus dem Sportplatzbereich heraus in ein kurzes Waldstück. Nach 200 Metern werde ich mit einem netten „Hallo Gerd, Grüße von Steve! empfangen. Der Vater von Steve fungiert hier steppend als Streckenposten und begleitet mich Runde für Runde mit seinen netten Aufforderungen. Dafür nochmals meinen besonderen Dank. Hat mir stets wieder geholfen weiterzumachen! Danke!!
Hier geht es nach links auf den Damm. Kurzer knackiger Anstieg der die ersten Runden nicht besonders ins Gewicht fällt.
Auf dem Damm geht es eine zwei Kilometerrunde um den Wald herum. Offenes Feld mit Gegenwind und schon am Morgen mit einer knackigen Sonneneinstrahlung. Nach der „Deichrunde“ gibt´s die „Begegnungsstelle“ wo´s zum Deich rauf und dann wieder runter geht. Ein bisschen eng aber handelbar!
Nach zwei Kilometer geht´s dann nach rechts auf eine angenehme Waldrunde. Zwar ist die gesamte Strecke ziemlich uneben und mit Löchern überseht, aber diese sind vorbildlich gekennzeichnet und der weiche Waldboden dazwischen lässt sich prima laufen. Bei Kilometer 3 ist eine weitere Getränkeversorgungsstelle eingerichtet. Optimal und wie sich im Laufe des Rennens herausstellt, ganz ganz wichtig! 😉
Die letzten 2 Kilometer bis zum Ziel sind dann ein bisschen zickzack am Waldrand entlang, aber prima abgesperrt und immer wieder mit netten Menschen bestückt die einen anfeuern!
Kurz vor dem Ziel geht´s dann noch einmal zwischen Absperrbändern kreuz und quer über den Sportplatz und schon ist die 5 Kilometerrunde absolviert!

Leider bin ich viel zu schnell. Keine Ahnung warum dies so ist. Denn eigentlich gehe ich jeden Lauf eher etwas konservativ an. Vorgesehen war eine Kilometerzeit zwischen 6:30-6:45min/km. Die ersten 15 Kilometer liegen bei 6:20min/km. Viel zu schnell, obwohl mein Puls relativ niedrig ist. Aber spätesten in der dritten Runde kommt, zusammen mit den steigenden Temperaturen und der kräftig brennenden Sonne, die erste Erkenntnis das ich Tempo raus nehmen muss. Schließlich steht in erster Linie die 50 auf dem Plan. Die Zeit interessiert mich weniger.

Nach zwanzig Kilometer denke ich das erste Mal „Was treibst Du hier eigentlich“?? Ich bin müde, kaputt und so richtig Lust habe ich keine mehr. Alles ist anstrengend und die süßen Getränke hängen mir jetzt schon zum Halse raus. Hätte doch die Tafel Schokolade essen sollen. 😉
Das sind dann die ersten Anzeichen darauf das es hart wird. Richtig hart. Alleine und ohne Begleitung mit entsprechende Ablenkung geht einem da viel durch den Kopf.
Was mache ich eigentlich hier?
Eigentlich reichen doch 25 Kilometer für eine schönen Sonntag Morgen?
Reichen meine Getränke?
Warum bin ich so schnell losgelaufen?
Und so weiter, und so fort……

Du brauchst den 50 vor deinem Rennsteiglauf!!

Genau der Satz wird dann zu meinem Mantra. Du bist kein Weichei, dass sich hängen lässt weil´s nicht so einfach ist.
Du hast dieses Jahr noch nicht´s gerissen! Wenn Du nicht am Rennsteig eingehen willst, dann kneife die Arschbacken zusammen und ziehe das hier durch!
Basta!

Und so drehe ich meine Runden. Immer in Sichtweise mit Melanie, die ich dann an der Verpflegung immer wieder treffe. Da ist dann noch jemand bei mir der den gleichen Bock hat wie ich! 😉
Aber wir raffen uns Runde für Runde auf und geben nicht auf. Immer weiter, immer weiter!

Ab 4 Stunden wird´s nun richtig warm. Die Sonne brennt mir auf mein spärlich behaartes Haupt, und die Zweifel werden nicht weniger. Ich hangele mich von Verpflegung zu Verpflegung. Zum Glück habe ich mir ein paar Salztabletten eingepackt. Ein gute Entscheidung wie sich herausstellte. Mein Körper lechzt geradezu nach Salz!
Es ist immer eine Gradwanderung zwischen zu viel und zu wenig Trinken. Ein Balanceakt der mir aber gestern optimal gelungen ist. Die Flüssigkeitsversorgung passt!

Ab Kilometer 40 will der Körper nicht mehr so richtig. Die Muskel schmerzen und das erhitzte Blut kocht in den Adern.
Der Kopf sieht einer Tomate immer ähnlicher, und die Sonne bruzzelt weiter auf einen herunter.

Aber nach 40 Kilometern breche ich nicht ab. Ich quäle mich doch keine viereinhalb Stunden durch die Gegend um dann vor lächerlichen 10 Kilometern zu kapitulieren. Kommt nicht in die Tüte.
Ich begrabe in einer unbeobachteten Minute meinen inneren Schweinehund am Waldrand und trabe so unauffällig wie möglich locker weiter. Keiner hat´s gemerkt! 😉
Wenn ihn einer findet darf er ihn gerne behalten. Ich gebe ihn kostenlos ab!

Bei vorletzten Zieldurchlauf sind meine beiden Mädels anwesend und nun steht fest das ich das zu Ende bringe. Schließlich verspreche ich Helene das sie mit mir durch´s Ziel laufen darf. Und seine Versprechen hält man.
Die letzte Runde geht mir dann aber echt die Luft aus. Es werden ein paar Gehabschnitte eingelegt. Die Oberschenkel wollen einfach nicht mehr.
Melanie hat in der letzten Runde der „Stalldrang“ ereilt. Die ging noch mal ab wie ein Zäpfchen! 😉 Da konnte ich nur noch hinterherschauen. Respekt!

Die letzte Runde ist meine Dankesrunde.
Einen herzlichen Dank an alle Helfer und Streckenposten. Schließlich habe die tolle Arbeit geleistet und auch ihren Sonntag für uns geopfert. Und da gab es bestimmt was schöneres bei diesem Wetter, als verschwitzten Läufern bei masochistischen Freizeitaktivitäten in freier Natur zuzuschauen.
Herzlichen Dank an alle Helfer und Streckenposten!
Ihr ward super!!

Die letzten Meter über die Sportplatzwiese waren dann eine einzige Erlösung. Vorbei sind die Schmerzen und Qualen.
Als Dank gibt´s einen Zieleinlauf mit meiner Tochter.
Entschädigung für jeden einzelnen Meter Tortour heute!

Der Lohn nach 50 harten Kilometern
Der Lohn nach 50 harten Kilometern

Als Fazit bleibt wieder mal die Gewissheit dass man mit einem eisernen Willen viel erreichen kann. Das ich zukünftig wieder etwas gemächlicher in meine Läufe gehen werde.
Und vor allem das es immer wieder Spaß macht mit Freunden zu Laufen!
Schön das man sich wieder (einige auch zum ersten Mal) getroffen hat!
Ich freue mich schon auf die nächsten Runden mit euch Verrückten! 😉

Keep Running!
Run Happy!

Trainingsbelastung ermitteln?

Wenn man sich so viel mit seinen Statistiken befasst wie ich es tue, dann kommt man im Laufe seiner Trainingsjahre mit immer neuen Trainingswerten in Kontakt. Neben den „standardisierten“ Angaben wie Laufdauer, Pulsfrequenz, Maximalpuls usw. tauchen immer wieder neue und mit nicht enden wollenden Formeln berechnete Parameter auf.
Ob tatsächlich alle gemessen werden müssen und ob man mit dem Wissen ihrer Existenz irgendwie weiter kommt stelle ich mal außen vor. Schließlich geht´s hier bei mir in erster Linie um den Spaß am Laufen, (OK – Ich liebe natürlich Statistiken als Abfallprodukt meines Sports)
aber für den durchschnittlichen Freizeitsportler ist dies alles eher verwirrend.

Selbst bei der „einfachsten“ Definition des Belastungsempfindens nach der Borg-Skala werden schon wieder viel zu viele Parameter in die Begründung mit eingebracht, dass es für viele müßig ist sich damit zu befassen. Außerdem finde ich persönlich eine klare Abschätzung über die Belastung meines Trainings anhand des Empfindens viel zu schwer. Liegt vielleicht daran, dass Männer grundsätzlich schwer ihr Empfinden beschreiben können. 😉

Für mich stellt sich bei der Bewertung meines Trainings immer als erstes die Frage was soll der mir der ermittelte Wert erzählen. Da ich eigentlich auf einen „vergleichbaren“ Wert mit anderen Sportlern verzichten kann, brauche ich lediglich einen statistischen Wert welcher meine tatsächliche Trainingsbelastung anhand von wenigen, immer zu Verfügung stehenden Parametern leicht ermitteln kann.

Eine in vielen Programmen verwendeter Wert für die Bestimmung der Trainingsbelastung ist TRIMP (TRainingsIMPuls).
Leider gibt es auch hier wieder eine Vielzahl von verschiedenen Ansätzen und Berechnungen. Es wird mit Ruhepuls und Maximalpuls gemessen, es werden Männlein und Weiblein unterschieden usw. und so fort. Für mich schon wieder viel zu kompliziert!

Die bisher einfachste Ermittlung der Trainingsbelastung habe ich bei Trainingstagebuch.org gefunden. Ein Ansatz der mich eigentlich überzeugt hat und für mich mit zwei wichtigen Parametern auskommt, die ich eigentlich immer zu Verfügung habe.

Die durchschnittliche Pulsfrequenz und die Dauer meiner sportlichen Einheit!

Mit diesen beiden Parametern kann ich relativ einfach eine Belastung definieren, die ich jederzeit mit anderen Belastungen von mir annähernd vergleichen kann. Meine Pulsfrequenz nimmt sämtliche äußeren und inneren Einwirkungen meines Trainings auf. Dazu die Dauer der Belastung und ich habe einen für mich vergleichbaren Wert meiner Trainingseinheit.

TRIMP = Trainingsdauer (Minuten) * durchschnittliche Herzfrequenz (bpm)

So hat zum Beispiel ein lockerer DL über 50 Minuten und einer durchschnittlichen Hf von 138bpm eine Wert von 6.900.
Eine regenerative MTB Fahrt zur Arbeit mit 45:48min (46min) und einer Hf von 110bpm ergibt einen Wert von 5.060.
Ein Fahrtspiel über die Dauer von 1:29:53 und einer Hf von 146bpm ergibt entsprechend einen Wert von 13.140.

So habe ich für mich persönlich eine gute Vergleichbarkeit meiner einzelnen Trainingsbelastungen und kann innerhalb meines Trainingsplanes prima die einzelnen Belastungsphasen ein wenig steuern.

Sicherlich kommt hier vom einen oder anderen der berechtigte Einspruch dass viel zu wenige Parameter zur exakten Definition mit herangezogen werden, aber für mich persönlich ist diese einfache Art der Belastungsermittlung völlig ausreichend.

Zwar kommt auch hier wieder der Spruch wenn ich nach dem Training kaputt bin war´s anstrengend und wenn ich noch lache war´s regenerativ, aber vielleicht hilft es doch dem einen oder anderen ein wenig SEINE PERSÖNLICHE LEISTUNG hier und da ein wenig vergleichbarer zu machen. Würde mich freuen.

Regeneration nicht vergessen!
Regeneration nicht vergessen!

In diesem Sinne!
Keep Running.
Run Happy.

Asthma und Sport – das Eine schließt das Andere nicht aus!

In der Februarausgabe der Zeitschrift „Laufzeit“ gab es einen interessanten Beitrag zum Thema Belastungsasthma. Als direkt Betroffener sind solche Beiträge natürlich hochinteressant, da sich die Fachwelt ständig mit unterschiedlichen Diskussionen, Studien und Statements beschäftigt.

Allergische Asthmareaktionen sind ja leider überall auf dem Vormarsch. Die ganzen Allergiker, die mit entsprechendem Grauen an die anrückende Pollensaison denken, wissen wovon ich rede. Auf Grund der aktuellen medizinischen Möglichkeiten hat man aber die Reaktionen auf die Allergien heutzutage mehr oder weniger unter Kontrolle.
Was aber bedeutet dies für diejenigen die Ausdauersport betreiben?

Bei chronischem Asthma haben 90% der Betroffenen auch ein sogenanntes anstrengungs-induziertes Asthma = EIA (Exercise Induced Asthma). Eine Asthma-Variante, bei der körperliche Belastungen nach 6-8 Minuten die Atemwegsbeschwerden auslösen. Dies bedeutet, dass zu den „üblich“ auslösenden Ursachen, noch die Variante Belastung hinzukommt, bzw. sogar bei unbelasteten Sportlern als Solovariante einhergeht.

Selbst Haile Gebrselassie hat dies schon leidvoll erleben müssen.

Ich möchte mich hier nicht zum Thema Asthmamedikamente im Leistungssport auslassen, sondern vielmehr Betroffene dazu animieren trotz ihres Asthmas Sport zu treiben. Heutzutage ist dies mit der passenden ärztlichen Betreuung und den Medikamenten eigentlich kein Problem. Schließlich müssen „reine“ Allergiker ja auch nicht auf Sport verzichten. Die früher obligatorische „Sportbefreiung“ von heranwachsenden Asthmatikern gehört glücklicherweise der Vergangenheit an. Eine überwachte Einnahme von entsprechenden Dauermedikamenten, die in meinem Fall noch nicht einmal auf der Doping-Liste stehen, und eine kontrollierte körperliche Belastung führen zu einer wesentlich verbesserten Lebensqualität von Asthmapatienten.

Hierbei ist stets zu beachten, dass die Belastung immer mit entsprechender Kontrolle und Voraussicht absolviert wird. Trotzdem sollte für den Notfall ein entsprechendes Spray mitgeführt werden. In meinem Falle reicht zu 99% schon das Wissen, dass ich mein Spray dabei habe, um einen Anfall zu verhindern. Hier spielt die Psyche meines Erachtens auch eine ganz große Rolle.
Denn wer schon einmal eine richtig derbe Atemnotattacke über sich ergehen lassen musste, weiß was Angst bedeutet!
Die Benutzung meines Notfallsprays tendiert die letzten Jahre fast komplett gegen Null!
Bei den Sprays sollte man aber stets bedenken, dass diese auf Grund der Bronchien-erweiternden Wirkung fast ausschließlich auf der Dopingliste stehen und einer Meldung bedürfen.

Problematisch wird es in meinem Falle wenn zu dem „gewöhnlichen“ Asthma-bronchiale, (welches ich seit dem Zeitpunkt an dem ich intensiv Laufe und vor allem nicht mehr Rauchen ganz gut im Griff habe) zusätzliche Einflüsse auf die Bronchien einwirken. Dies kann zum Beispiel ein Infekt sein, der dann wesentlich heftigere Auswirkungen zeigt als bei einem gesunden Sportler.
Zusätzlich steigt die Gefahr bei kalter Außenluft, hoher Ozonkonzentration in der Luft, höherer Verschmutzung der Luft (unabhängig ob durch Partikel oder Gase) und bei Mehratmung durch den Sport. Hierbei bewirkt diese Hyperventilation ein entsprechendes Austrocknen der Bronchien und kann dann eine entsprechende Asthmareaktion herbeiführen.
Wie gesagt kann, muss aber nicht sein.
An manchen Tagen ist selbst mir eine relativ hohe Belastung ohne Atemprobleme möglich!

Da aber ein hohes Risiko bei maximaler Belastung immer mitspielt, halte ich mich auch fast immer dahingehend ein wenig zurück. Man muss ja nicht unbedingt alles ausreizen!

Wichtig ist für mich auf jeden Fall ganz klar festzustellen, dass ich mich auf Grund der mir gegebenen Möglichkeit meinen Sport zu betreiben, nicht als „kranken Menschen“ empfinde! Ich habe zwar hier und da ein paar Einschränkungen zu beachten, aber krank fühle ich mich nicht.
Dies war vor wenigen Jahren noch ganz anders. Der Mensch an sich weidet sich ja gerne an seinen Schwächen und Leiden. Selbstinitiative die Sache zu ändern und etwas eigenständig zu unternehmen fällt ihm sehr schwer.
Mitleid zu erhaschen ist einfacher als seinen Ar…. hochzukriegen!
Ich kann aber jeden Einzelnen nur dazu animieren sich dagegen zu wehren. Aufzustehen und gemeinsam mit seinen Ärzten einen Weg finden mit Sport sein Leben zu ändern.

Wenn ich es geschafft habe, als schwer übergewichtiger, rauchender Asthmatiker zum Ultraläufer zu werden, dann kannst Du dies schon lange!

In diesem Sinne

Keep Running
Run Happy

Die erste Woche mit MyGoal

Der hartnäckige Infekt aus dem Februar verabschiedet sich ziemlich schweren Herzens von mir. So ganz frei sind die Atemwege noch nicht und die Nase läuft manchmal immer noch schneller als ich. Aber dies ist ja auch nicht besonders schwer. 😉
Nicht desto trotz bin ich ja nun seit einer Woche wieder im Training. Anke von MyGoal hat mir ja in Berücksichtigung meiner anstehenden Events meines ersten Plan für März zusammengestellt.
Eigentlich bin ich ja nicht so der „Trainingsplan-Typ“, aber ich habe festgestellt, dass ich wesentlich effizienter und disziplinierter trainiere wenn ich entsprechende Vorgaben habe. Und auf Grund der Tatsache das meine Zeit immer sehr begrenzt ist und eine entsprechende Planung meiner „Frei-„zeit unabdingbar ist, habe ich mir gedacht man könnte ja mal wieder das Laufen gleich mit planen lassen.

Ein ganz neuer Bestandteil meines Planes ist das Miteinbeziehens des Lauf-ABC´s. Etwas was ich bisher höchstens zwei, dreimal versucht habe. Spaß gemacht hatte es mir noch nie. 😉
Dazu kommen fest eingeplante Krafteinheiten die ich dankenswerterweise mit der Wii absolvieren kann, und die obligatorischen Dehn- und Gymnastikübungen.

Abgerundet wird das Ganz mit meinen MTB-Fahrten zur Arbeit. Also ein „RundumsportprogrammfürdieganzeWoche„!

Schön ist an meinem Trainingsplan, dass die einzelnen Einheiten nicht unbedingt mit festen Geschwindigkeiten belegt sind. So konnte ich nach meinem Infekt das Training wohl dosieren und die Sache relativ langsam angehen. Einfach die Durchschnittsgeschwindigkeiten ein wenig geringer und schon klappt auch ein Training wenn man nicht 100%ig ausbelasten kann.
Vor jeder Einheit habe ich brav mein Lauf-ABC absolviert. Das bedeutet ich habe mich ungefähr 10-20 Minuten eingelaufen. Passte diese Woche prima bis ich den Waldrand erreicht hatte und es langsam dämmerte. Dann knappe 15 Minuten Lauf-ABC auf einem 30-40 Meter langen Streckenabschnitt, denn ich nach jeder Serie wieder zurückgegangenen bin.
Danach kam die eigentliche Trainingseinheit mit abschließendem Auslaufen. Passte prima zu meiner Strecke zur Arbeit, die ich bei Bedarf relativ einfach verlängern kann indem ich hier oder da eine kleine Schleife mit einbaue.
Schön wenn man gleitende Arbeitszeiten hat! :good:

Heute stand das erste Intervalltraining an. Die Vorgabe lautete jeweils 5-8min mit 70-80%, 5min Traben. Das ganze mit 4-6 Wiederholungen!
Hier ist es beim Programmieren des Garmin immer von Vorteil wenn man Lesen kann und dies auch ausführlich macht. Ich hatte nämlich den obersten Wert mit 8min fix eingegeben, was eigentlich in Ordnung gewesen wäre, aber dann auch noch 8 Wiederholungen sorgten gegen Ende hin dann doch für ein gewisses Maß an Kräfteschwund. 😉
Wer nicht lesen kann muss halt fühlen! 😉
Die Auswertung der Trainingseinheit gibt´s hoffentlich hier.

Intervallverlauf
Intervallverlauf

Aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Die Einheiten sind zwar immer noch im Schildkrötentempo, aber wenigstens hat der Wechsel zwischen Be- und Entlastung ganz gut funktioniert.
Für die morgige Foto-Lauf(Love)-Story habe ich mir einen Lauf zu meinen Eltern in den Odenwald ausgesucht. Auf dem Trainingsplan steht ein ruhiger DL den ich entsprechend gelassen und locker umsetzen werde.
Zwar soll das Wetter nicht unbedingt toll werden, aber eine lockeren Lauf durch die Hügel am Rande des Odenwaldes macht bei jedem Wetter Laune. 😉

In diesem Sinne.
Keep Running
Run Happy!

 

Auf ein Neues!

Nachdem mein Seuchenmonat Februar endlich vorbei ist, ich mir die nötige Zeit genommen habe mein Erkältung auszukurieren, gibt´s auch wieder mal einen Grund einen kurzen Blogeintrag zu verfassen.
Ich bin endlich wieder auf der Piste!

Wieder da!

Schließlich steht für dieses Jahr noch einiges auf meinem Plan. Und Plan ist das nächste Stichwort. Ich habe mich nämlich dazu entschlossen diese Saison nach Plan zu trainieren.
Nicht einfach nach einem vorgefertigten Plan für einen Lauf. Nein, einen Plan über die ganze Saison.
Mit Höhepunkt auf dem Churfrankenlauf im September. Den möchte ich dieses Jahr gerne ein weniger zeitiger finishen!

Muss ja nicht immer auf den letzten Drücker sein. 😉
Und als Partner für meine Trainingspläne habe ich mir das Team von MyGoal ausgesucht. Darüber gibt´s demnächst noch ein paar Infos mehr. Ich fühle mich auf jeden Fall in guten Händen.

Heute hatte ich endlich das Gefühl, dass meine Erkältung so weit abgeklungen ist, dass ich mal wieder ein kleines Läufchen wagen kann. Und ich muss sagen es war einfach nur toll wieder zu Laufen.
Das Gefühl an der frischen Luft seine Runden zu drehen ist einfach unbezahlbar! :yahoo:

Ich hatte bereits am Freitag ein Workout auf der Wii absolviert. Schließlich steht auch das Stabilisationstraining mit auf dem Trainingsplan. Und wenn Laufen schon nicht geht, dann wenigstens ein bisschen Kraft und Koordinationstraining!

Mein Muskelkater danach war unbeschreiblich. Ich konnte kaum Schuhe binden, so tat mir jeder einzelne Muskel weh.
War wohl ein sehr effizientes Training, 😉

Für heute war laut Plan ein langer Lauf angesetzt. Aber auf Grund meiner Krankheit war dies nicht umsetzbar. Also gab´s nach einem lockeren Einlaufen ein Lauf-ABC (ja auch diesen ungeliebten Trainingspart muss ich wohl die nächste Zeit regelmäßig einbauen 🙁 ) und danach noch ein ruhiger DL durch die Nachbargemeinden.
Wen´s interessiert, die Daten gibt´s hoffentlich hier!

Just for Fun! Einfach um wieder rein zukommen!
Ich freue mich auf meine erste „echte“ Trainingseinheit am Dienstag!

Keep Running!
Run Happy!