Der tiefe Fall!

Ich habe lange überlegt ob ich darüber etwas in meinem Blog veröffentliche. Letztendlich bin ich zu der Entscheidung gekommen dass dies wichtig ist. Wichtig nicht nur für mich in der Verarbeitung der ganzen Angelegenheit, sondern vielmehr als Anstoß an viele die sich in ähnlicher Situation befinden aber nicht den Mut haben darüber zu sprechen und professionelle Hilfe anzunehmen.

Fakt ist, dass ich an einem Punkt angekommen bin, in dem ich mir eingestehen muss, dass ich mit meiner aktuelle Situation nicht mehr alleine klar komme. Mein berufliches Engagement ist mir definitiv über den Kopf gewachsen.
Alleine mit Leidenschaft, gutem Willen und Organisationstalent war ich nicht mehr in der Lage die in mich gestellten Ansprüche zu erfüllen. Aus einem „Steuern“ wurde ein hilfloses „Reagieren“.
Die Aufgaben wurden immer größer, die Möglichkeit sie zu bewerkstelligen im gleichen Masse geringer!
Ausgebrannt. Überfordert. Krank!

Es folgt ein Fall in ein tiefes Loch. Ein Loch, bei dem man nicht weiß was sich unten befindet.
Landet man weich?
Landet man im Wasser?
Oder schlägt man hart auf einen Fels?

Alles um einem herum wird zum Stress. Selbst mein heiß geliebtes Laufen erfüllt nicht mehr einen regenerativen Part sondern verursacht zusätzlichen Stress.
Wenn das Laufen Stress verursacht muss etwas falsch „laufen“!

Ich habe dies erkannt und entsprechend kommuniziert. Ich habe alle Kraft zusammengenommen und um Hilfe gebeten.
Nicht einfach für einen Menschen „dem so etwas nie passieren wird“!
Einem der seine Kollegen immer wieder darauf hingewiesen hat das Leben ein wenig gelassener anzugehen.
Der immer versucht hat die immer höheren Anforderungen mit dem Hinweis weg zu wischen, das kriege ich auch noch hin.
Es kann nicht sein, dass jemand mit dieser Erfahrung und Gelassenheit diese Aufgabe nicht bewältigt.

Es fällt mir unsäglich schwer darüber zu sprechen. Aber es fällt mir noch schwerer es zu akzeptieren. Jeder der mich kennt wird dies nachvollziehen können.

Aber ich habe mich dem Problem gestellt. Ich habe erkannt das ich ohne fremde Hilfe aus dieser Situation nicht herauskommen werde.
Und ich habe Unterstützung bekommen. Die ersten Steigeisen sind in die Wand geschlagen um den freien Fall nach und nach abzubremsen. Es sind viele Menschen dabei die diese „Rettungsanker“ anzubringen.

Ich habe Vertrauen darauf dass mein Fall zum Stillstand kommt und ich wieder nach oben steige. Ich weiß nicht wie lange ich dafür brauche. Es ist im Augenblick auch sekundär. Wichtig ist für mich der Glaube daran das ich es schaffe.
Und der Glaube an die Menschen die mir in dieser schweren Zeit zur Seite stehen!

Danke!

60 Gedanken zu „Der tiefe Fall!“

  1. Hallo Gerd!

    Heute war mir wieder nach langer Zeit, Seiten aufzurufen, die ich schon lange nicht besucht habe, naja und dann muss ich diese Zeilen lesen! Mir selbst geht es momentan ach nicht sehr gut, denn meine Gattin ist am 5.5.2012 verstorben, naja und unsere drei, nicht mehr sehr kleinen, Kinder und ich müssen jetzt ohne sie auskommen. Dieses schwarze Loch kann ich also auch sehr oft sehen und denke, ein ganz klein wenig kann ich deine Situation nachvollziehen.

    Lieber Gerd, ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für deinen Weg zurück!

    lg

    Martin

    1. Vielen Dank Martin,
      dies ist für mich wieder mal ein Beispiel dass es andere Menschen viel schwerer trifft als mich. Mir kann man helfen.
      Dein Schicksalsschlag dagegen wiegt wesentlich schwerer.
      Auch Dir und deinen Kindern viel Kraft und alles erdenklich Gute.

  2. Lieber Gerd,

    ich will an dieser Stelle nicht viele Worte schreiben, überflüssige Tips erteilen und sonstige müßige Weisheiten von mir geben. Ich hoffe und wünsche Dir nur von Herzen, daß Du wieder inneren Frieden, Einklang und Harmonie finden wirst und den Weg beschreiten kannst und wirst, denn Du gehen mußt, um schlußendlich wieder zufrieden zu lächeln. Wir kennen uns seit Jahren – leider nur virtuell – und ich bin überzeugt, daß Du das schaffen wirst.

    Alles Gute und viel Kraft,

    Marcus

    1. Vielen Dank Marcus,
      es gibt manchmal Dinge im Leben die würde man für sich persönlich nie in Betracht ziehen. Umso schwerer trifft es dann einen wenn´s doch eintrifft. Nun heißt es damit umzugehen und zu lernen.
      Da ich doch noch lernfähig bin, denke ich mal das kriege ich auch hin!

  3. Ich habe den Worten meiner Vorkommentatoren nichts hinzuzufügen, es wurde schon alles gesagt. Nur so viel von mir: Ich lese dich jetzt schon so lange, da weiß ich, dass du genau richtig mit deiner Situation umgehen wirst. Und auch eine Laufpause wäre nicht tragisch. Irgendwann kommst du wieder richtig „auf die Beine“. Ich wünsche dir, dass es bald passiert.

    Alles Gute von mir!

    1. Vielen Dank Andreas,
      im Augenblick lebe ich so ein wenig in den Tag hinein. Laufen wenn ich Lust habe ja, wenn ich zu müde bin nein!
      Ganz ohne Laufen will ich gar nicht und kann ich wahrscheinlich auch nicht.
      Ich muss erst mal sehen dass ich wieder auf die Beine komme. Dabei hilft mir Laufen mit Spaß vielleicht auch ein wenig.
      Aber im Augenblick steht das Laufen hinten an.

  4. Ich schließe mich allen vor mir an und hoffe, dass es dir schon bald wieder gut geht, dass du deinen neuen Weg findest.

    Man glaubt ja immer noch, dass man dieses ‚eine‘, dieses ’noch etwas‘ auch noch schaffen kann und dass man selbst nie damit zu kämpfen hat, etwas nicht zu schaffen. Deshalb ist es ist mehr als nur mutig in so einer leistungsorientierten Zeit, so offen darüber zu sprechen. Respekt, aber noch viel mehr dafür, dass du dir Hilfe gesucht hast und es für dich eingesehen hast, dass etwas passieren muss.

    Viel Glück auf deinem Weg!

    1. Vielen Dank Din,
      es ist zwar im Augenblick sehr, sehr unangenehm, aber ich bin mir sicher, dass ich das Richtige mache.
      Ganz wichtig sind in solchen Augenblicken die richtigen Menschen um einen herum.
      Aus jedem Tal führt ein Weg wieder nach oben!

  5. Vielen Dank für deine Offenheit. Bei solch Themen natürlich keine Selbstverständlichkeit. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, das öfter Leute über solche Themen sprechen. Sonst ist die Gefahr groß das aus „Angst“ sowas ignoriert wird und nur schlimmer.

  6. Lieber Gerd,
    mit Betroffenheit lese ich Deine Worte und bin zu tiefst geschockt. Gerade weil Du mich ja noch bei der TTdR begleitet, ja, maßgeblich an meinem/ unserem Erfolg beteiligt warst, mich durch die schwere schwere Nacht gebracht hast, bin ich nun um so mehr erschüttert, dies alles hier lesen zu müssen.
    Man hat es Dir absolut nicht angemerkt – oder hätte ich einfach aufmerksamer sein müssen? Ich hoffe jetzt nur sehr, Dich mit dieser „Aktion“ nicht noch mehr belastet zu haben, ja, vielleicht gar der Auslöser gewesen zu sein……?
    Lieber Gerd, ich hoffe inständig, dass Du bald wieder nach oben kommst, und wenn ich auch nur im geringsten etwas dazu beitragen kann, lass es mich bitte SOFORT wissen.
    Mir fehlen irgendwie die Worte…
    Gerd, vielen Dank für Deine Offen- und Ehrlichkeit. Es ist sicher der Richtige Weg, sich zum einen professionelle, zum anderen aber auch, so wie hier, „amateurhafte Hilfe“ zukommen zu lassen. Das ist unglaublich wichtig, glaube mir, auch ich spreche da aus eigener Erfahrung. Ich bin nur sehr froh darüber, dass Du Dein Problem noch rechtzeitig genug bemerkt und entsprechend gehandelt hast. Das ist wahre Größe und zeugt von Stärke. Du bist ein großartiger Mensch der schon viel, unglaublich viel erreicht hat, das darfst Du niemals vergessen!

    Lieber Gerd, ich melde mich mal bei Dir, wenn es Dir recht ist, aber auf anderem Wege, ok?

    Ich bin in Gedanken bei Dir,
    Steffen

    1. Lieber Steffen,
      mach Du dir mal keinen Kopf. Da ich es selbst erst sehr spät gemerkt habe, konnte wohl niemand anderes es erkennen.
      Und an dem fantastischen Wochenende bei der TTdR lag es nun auf keinen Fall. Im Gegenteil.
      Es war ein Wochenende an dem ich seit langem mal wieder den Stress komplett vergessen habe. Genauso wie an unserem Rennsteiglauf. Da waren vielleicht sogar Ereignisse, die es hinausgezögert haben.
      Aber manchmal überrennt einem der berufliche Stress. Und was gestern noch locker von der Hand ging, kriegt man auf einmal nicht einmal im Ansatz gebacken.
      Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht!
      An dem Sprichwort ist viel Wahres daran.

      Ich hatte das Glück es noch rechtzeitig selbst zu merken. Und den Mut und die Kraft um Hilfe zu bitten.
      Diese Hilfe wurde mit bisher gegeben und zusammen mit meiner Familie werde ich auch diesen Weg meistern. Du weißt ich kann kämpfen. Auch wenn ich hier erst einmal lernen muss Ruhe zu finden und zu bewahren.
      Ich musste mein Leben schon einmal von grundauf ändern.
      Ich bin mir sicher es gelingt mir auch noch ein zweites Mal!

  7. Hallo Gerd.

    Danke für deine Offenheit. Viel zu oft gesteht man es sich selbst zu spät ein und falscher Stolz und Überschätzung sind wohl das schlechteste, was man sich in dieser Situation leisten kann. Ich wünsche dir für die nächste Zeit viel, viel Kraft – jeder Ultra ist lächerlich im Gegensatz zu einer solchen persönlichen Situation welche das ganze Leben umspannt – und viel Geduld, den Weg bis zum Ende zu gehen und nicht zu denken, man würde die eine oder andere Abkürzung finden – weil das rächt sich auf lange Sicht! Toll, dass du einen so großen Rückhalt hast und diesen auch in Anspruch nimmst – fällt ja gerade uns Männern nicht immer so leicht 🙁

    1. Danke Ruben,
      ohne den notwendigen Rückhalt und das Vertrauen fällt man in noch tieferes Loch. Ich hatte das Glück, dass ich sofort Hilfe und vor allem Verständnis bekam. Dies ist in unseren heutigen Leistungsgesellschaft nicht an der Tagesordnung.
      Da hatte ich sozusagen Glück im Unglück!

  8. Hi Gerd,

    die Resonanz hier im Blog und auf Facebook zeigt deutlich, dass der Weg über die Öffentlichkeit einer ist, der für dich paßt. Du hast eingesehen, dass du Hilfe benötigst (und das ist ein wichtiger Schritt in dem ganzen Dilemma), nun lass dir auch helfen, damit es wieder aufwärts geht. Man glaubt gar nicht, wieviele Menschen damit mittlerweile direkt oder indirekt in Berührung kommen. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, komm wieder auf die Beine! Wenn du das nicht schaffst-wer denn dann!?

    1. Vielen Dank Marek,
      zwar würde ich mich freuen wenn der meist gelesene Blogbeitrag über etwas sportliches handeln würde, aber auf der anderen Seite zeigt es mir dass es der richtige Weg war meine Krankheit öffentlich zu machen.
      Nicht nur für meine Person sondern auch für die vielen anderen Menschen die ähnliche Probleme haben. Und wie es scheint sind dies mehr als ich je gedacht habe.
      Es wird auch dieses Mal wieder weiter gehen, aber dieser Weg ist ein gänzlich anderer als die vorherigen die ich gegangen bin. Und es ist einer den ich nicht alleine gehen kann. Dies macht es für einen „Einzelkämpfer“ wie mich umso schwerer.
      Aber ich bin bisher immer an meinen Aufgaben gewachsen.
      Und ich bin sicher dass auch diese Aufgabe meistern werde.
      Nur nicht alleine!

  9. Lieber Gerd,
    wie du vielleicht merkst, der SilberLäufer ist Geschichte, der Blog wurde Ende Juni eingestellt. Auch in meinem Fall waren es gesundheitliche Probleme die mich nachdenklich machten. Auch wenn ich nicht an Überarbeitung leide (was in der Pension ja recht merkwürdig wäre) und kaum in BurnOut-Gefahr kam, das Rheuma macht mir halt nach wie vor zu schaffen. So schrieb ich bereits vor langer Zeit in meinem Blog „Ich laufe nur (mehr) für mich!“ Diese Umstellung hat mir gut getan. Sehr gut sogar! Obwohl ich natürlich mit Wehmut an die unzähligen Lauferlebnisse, Wettkämpfe, die persönlichen und virtuellen Kontakte zurückdenke. Aber die Gesundhait hat Vorrang! Und so laufe ich wesentlich weniger und – nur mehr für mich!

    Auch dir gegenüber habe ich in meinen Kommentaren mehrmals meiner Sorge Ausdruck verliehen, dass du eventuell zu viel des Guten machst. Dein Engagement war ja beachtlich. Und halbe Sachen habe ich bei dir nie erlebt. Aber irgendwo muss man dann zurückdrehen. Beruf und Familie haben Vorrang. Was ist dann wichtig für dich? Was brauchst du um glücklich zu sein? Wahrscheinlich wenig, denn ich schätze dich als bescheidenen Menschen ein!

    Geh herunter vom Gas, lieber Gerd!
    Entspann dich so oft es geht (z.B. mit PMR)
    Genieß das Leben, es bietet so viele Möglichkeiten!
    Tu was für DICH!

    Von Herzen alles Gute – Reinhard

    1. Vielen Dank Reinhard,
      ein großes Problem ist bei mir zweifellos der Hang zum Perfektionismus. Leider muss man sich eingestehen, dass man halt nicht mit 100% bewältigen kann. Schon gar nicht alleine.
      Und da sich dies nicht nur auf das Berufsleben festlegen lässt, kommt wohl zwangsläufig entweder die Erkenntnis dass man es so nicht mehr schafft, oder der Zusammenbruch. Letzteres habe ich zwar knapp vermieden, aber bis ich die Erkenntnis verinnerlicht habe wird es wohl noch ein bisschen dauern.
      Hier und da mal 5 gerade sein lassen habe ich zwar ab und an mal geschafft, aber die Menge an sich ist es dann die dich erschlägt.
      Ich sage mir im Augenblick, lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!
      Meine augenblickliche Situation ist unheimlich belastend und anstrengend. Aber alleine die Tatsache, dass ich mich entschlossen habe offensiv und offen damit umzugehen, hilft mir.
      Ich werde auch dieses Tal überwinden, aus meinen Fehlern lernen, Neues hinzulernen und bestimmt wieder aufsteigen!

      Auf ein Neues!

  10. Ich wünsche dir an dieser Stelle alles gute, da ich in dem Bereich arbeite bzw. öfters damit zu tun habe kann ich es ein wenig nachempfinden wie es dir geht,

    gute Besserung

  11. Hallo Gerd,

    ich hoffe, dass der Zuspruch, den Du über Deinen Blog erhältst Dir Selbstbestätigung und Kraft gibt aus Deinem Tal zu kommen. Als aussenstehender ist es sehr schwer Tipps zu geben. Ich hoffe Dein näheres Umfeld unterstütz Dich tatkräftig.
    Du bist nicht alleine in Deiner Situation. Ich habe bei einigen „extrem-Sportlern“ bzw. Bloggern das Gefühl dass Sie vor irgendwas davon laufen. Aber leider lassen sich die Probleme durchs Laufen oder extensiven Sport leider nicht lösen.

    viele Grüße und gute Besserung
    -timekiller-

    1. Herzlichen Dank!
      Das mit dem „davonlaufen“ hat vielleicht etwas? Keine Ahnung. Aber ich werde es herausfinden.
      Bis dahin ist es aber ein ziemlich steiniger und unangenehmer Weg. Ich habe mich entschlossen diesen Weg zu gehen und bin mir sicher dass ich das Ziel erreiche.

  12. Der erste Schritt ist getan, die Kommunikation gestartet. Ales, alles Gute auf dem weiten Weg. Ich kenne leider auch einige „solcher“ Fälle persönlich und kann nur sagen, Du kannst es schaffen. Bleibe weiter in professineller Betreuung, dann wirst Du wieder der alte. Alles, alles Gute für die kommenden Wochen und Monate. Wir wollen Dich wieder Lachen sehen!

    1. Vielen Dank!
      Mein Lachen und mein Humor ist noch in vollem Umfang vorhanden. Vielleicht ist der Humor im Augenblick noch etwas schwärzer als zuvor.
      Aber ich werde immer versuchen die Dinge in einem positiven Ansatz zu sehen. Denn für mich ist das ein wichtiger Bestandteil meines Lebens.
      Mein Glas ist definitiv HALBVOLL!!

  13. Lieber Gerd, Erkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung und das hast Du getan. Offen zu kommunizieren ist eine schwere Entscheidung und wie Du an den Posts sehen kannst, wahrscheinlich keine schlechte. Zum einen tut es sicherlich gut zu hören, dass es anderen auch/ähnlich so ergeht/ergangen ist zum anderen hilft es – und das schriebst Du ja auch – bestimmt auch anderen, über sich nachzudenken.

    Ich möchte den Hinweis von Feuerpferdle mit der Schilddrüse noch unterstreichen. Aus eigener leidiger Erfahrung der letzten 4 Jahre weiß ich, welchen Einfluss sie nehmen kann.

    Dann möchte ich Dir von ganzen Herzen wünschen, dass Du den Rand des Lochs bald erreichst und rauskrabbeln kannst. Für ehrgeizige Menschen ist es – und da sprech ich sehr aus eigener Erfahrung – schwer, dass man nicht alles sofort und direkt beeinflussen und steuern kann. Geduld mit sich selbst ist wohl die größte Herausforderung und das wirst Du schaffen. Bestimmt. :yes:

    1. Vielen herzlichen Dank!
      Ich werde alle Möglichkeiten ausloten und untersuchen. Das was ich im Augenblick am meisten habe ist die notwendige Zeit.
      Den Rest muss ich mir Stück für Stück erarbeiten!
      Und das werde ich!

  14. Hallo Gerd,
    auch ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen für den Weg der vor dir liegt. Er wird sicher nicht einfach werden, aber es wird sich lohnen.
    Ich selbst habe 5 Jahre rum gemacht bis ich endlich die Diagnose Depression bekam und den richtigen Weg einschlagen konnte. Daher weis ich wie sich das anfühlt. Ich weis aber auch das man da mit Kraft, Durchhaltevermögen und Hilfe andere, auch professioneller, durch kommt und das Leben wieder schöner wird.
    Ehrlich gesagt, kann es sogar schöner werden als vorher.
    Liebe Grüße Roland

    1. Danke Dir.
      Das macht Hoffnung und zeigt mir, wie bei vielen Reaktionen, dass es sehr, sehr viele Menschen betrifft. Leider haben nicht alle den Mut darüber zu sprechen. Aber nur wenn man sich öffnet kann man dem Problem auf den Grund gehen.
      Ich habe den ersten Schritt gemacht, habe aber noch einen langen Weg vor mir.
      Menschen wie Du machen mir aber den notwendigen Mut!
      Danke!

  15. Lieber Gerd,
    so etwas passiert immer nur den anderen und nie einem selbst – bis es einen dann doch erwischt und vielleicht gerade deswegen?! Wieso, weshalb, warum … das sind Dinge die Du für Dich herausfinden darfst und ich schreibe bewusst darfst, denn es ist ein weg zu sich selbst und so anstrengend dieser auch sein wird, er ist auch sehr sehr spannend. Du bist nicht allein und du lässt Dir unter die Arme greifen – Hut ab und danke für Deine Offenheit.
    Ich drücke Dich in Gedanken einfach mal ganz fest …

    1. Vielen Dank Julia,
      es ist nie so wie man es sich wünscht. Das Leben besteht auf Aufs und Abs. Im Augenblick dominieren definitiv die Abs.
      Aber ich bin mir sicher es geht wieder Aufwärts!

  16. Meine Hochachtung! Davor das du es geschafft hast hier offen darüber zu schreiben. Ich glaube das ist schon ein gewaltiger Schritt in Richtung Genesung.
    Ich wünsche dir Kraft und einen starken Willen und natürlich Menschen an deiner Seite die dir helfen bei deinem Kampf zurück ins Leben.

  17. Ganz großes Lob dafür, dass du so offen über deinen Fall sprichst, denn das ist genau das Richtige. Vor allem auch, dass du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst. Daumen hoch dafür! Nimm dir genügend Zeit für deinen Aufstieg in Richtung Gipfel. Auch wenn es ein langer Weg werden wird, so bin ich mir sicher, dass du bald wieder der Alte sein wirst. Ich wünsche dir eine gute Besserung, lieber Gerd. :good:

  18. Hallo Gerd,

    ich kann mich den Worten meiner Vorposter nur anschließen.
    Respekt für diesen Post und viel Kraft und Erfolg für die Zukunft.

    Ich laufe morgen für dich aus dem Tal, hinauf in die Berge.

    Viele Grüße und alles, alles Gute

    Steve

  19. Lieber DiRo,
    das schockt mich jetzt nicht wirklich, habe ich doch schon zu viele Menschen erlebt, bei denen ich „sowas“ nicht gedacht hätte, und denen es trotzdem passiert ist. Wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich sogar mich selbst dazu zählen.
    Du hast, wie du schreibst, einen ersten Schritt unternommen und merkst, wie es dir ganz langsam besser geht. Erhol dich gut, lehn dich mal zurück, lass vor allem den geliebten Sport nicht in Stress ausarten. Toi, toi, toi.

    1. Danke Dir!
      Es ist nun mal so dass man hinter die Fassade Mensch nicht schauen kann. Selbst ich habe vieles verdrängt und als beiläufig abgetan. Wie man sieht kann dies eine Zeit lang gelingen, auf Dauer läuft es aber auf eine Katastrophe zu.
      Ich bin froh das ich das Problem noch selbst erkannt habe. Die Diagnose hat mich jedoch erschüttert!

  20. Lieber Gerd,
    Deine Offenheit ist prima. Wie es in Dir drin aussieht, kann keiner wissen.

    Es kann schwierig sein herauszufinden, wo „oben“ überhaupt ist. Was ist wichtig? Was ist nur eine Last?

    Alles Gute für diesen Weg, ob er Dich zum Gipfel, zum Meer oder zu einer sommigen Alm führt.

    Christian.

    1. Herzlichen Dank.
      Da ich selbst nicht genau weiß wie es in mir drinnen aus sieht, ist es wichtig fremde Hilfe anzunehmen.
      Und da bin ich auf dem richtigen Weg!
      Auch wenn dieser Weg sehr anspruchsvoll werden wird.

  21. Ehrlich gesagt hab ich mir des öfteren gedacht das etwas nicht mit dir stimmt. Ich kann mich sehr gut daran erinnern wo du in den letzten Monaten oft geschrieben hast das du entweder krank bist (warst du öfters) oder keine Lust zum Laufen hattest. Das waren Zeichen die dein Körper dir geben wollte….
    Deine offenen Worte finde ich klasse. Die Hilfe die du benötigst hast du schon angenommen. Deswegen bin ich mir auch sicher das du die Steigeisen schneller wieder hoch kommst als du glaubst. Gute Besserung Gerd!! Das wünsche ich dir von Herzen!!

    1. Vielen Dank Frank,
      selbst wenn man die Symptome bemerkt, ist es immer noch ein weiter Weg sie zu interpretieren.
      Die aktuelle Interpretation war die letzte die mir in den Sinn gekommen wäre!

  22. Mensch Gerd, mir fehlen ehrlich gesagt die Worte. Wir kennen uns zwar „eher nicht“, aber nach allem, was ich bisher von Dir gelesen habe, und so wie ich Dich (leider nur kurz) am Rennsteig erleben konnte, hätte ich nie geglaubt, dass Dir eine solche Situation widerfahren könnte! Unfassbar…

    Ich bin einer der vielen Menschen, die Dich schätzen und die daran glauben, dass es für Dich bald wieder weiter bergauf geht. Die Steigeisen dafür hast Du ja schon gesetzt. Nun brauchst Du noch die nötige Kraft, und ausreichend Geduld. Beides ist in Dir. Und darum wird’s auch klappen. Langsam, aber sicher!

    1. Vielen Dank!
      Man kann nun mal nicht in die Köpfe anderer Menschen hineinschauen. Und selbst dann hättest Du bei unseren kurzen Begegnungen dies nicht erkennen oder absehen können.
      Ich selbst habe es ja nicht bemerkt!
      Also immer auf der Hut sein.

  23. Lieber Gerd,
    ich finde dich unglaublich mutig und habe sehr viel Respekt vor deiner Entscheidung dein Problem öffentlich zu beschreiben. Schon länger hat man selbst auf die Entfernung gemerkt, dass bei dir irgendwas im Argen ist – gut, dass du nun ehrlich mit dir selbst bist und Hilfe nicht nur suchst, sondern auch annimmst. Es ist schwer, gerade als Sportler, zu sagen, dass man nicht mehr kann und will. Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir bald wieder besser geht und du das Leben wieder genießen kannst. Nimm dir jetzt Zeit für dich – sei egoistisch!
    Ganz viele Grüße
    Grit

  24. Lieber Gerd,

    Respekt vor Deiner Offenheit. Das ist mir in meinem Blog nur in Ansätzen gelungen. Wenn auch die Gründe bei mir etwas anders lagen (u. a. Mobbing und eine daraus folgende Depression) kann ich sehr gut nachvollziehen, wie schwer dieser Schritt ist. Die ersten Steigeisen sind gesetzt: Das Erkennen und das Annehmen von Hilfe. Auch das muß man zulassen können, sich eingestehen.

    Der Weg, der jetzt vor Dir liegt, wird ein langer sein. Aber Du bist schon auf diesem Weg, nimm Dir die Zeit, werde nicht ungeduldig. Siehe auch die positiven Aspekte, dass es Menschen gibt, die für Dich da sind, die Dir zur Seite stehen. Das ist ein Geschenk! Als einer der nächsten Schritte wird Dir auch das Laufen wieder helfen, ein weiteres Steigeisen sein.

    Jedes Tal ist irgendwann durchschritten. Es sehe es gerade bei mir. Und Dir wird es genauso gehen. Ich bin in Gedanken bei Dir.

    Wenn ich Dir irgendwie helfen könnte, lass es mich wissen.

    Liebe Grüße
    Volker

    1. Herzlichen Dank für dein Angebot. Ich weiß es zu schätzen!
      Ich bin im Augenblick in guten Händen. Und es ist im Prinzip egal wie man das Problem nennt. Es läuft im Großen und Ganzen immer auf eine Depression hinaus. Und selbst diese äußert sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
      Ich werde definitiv wieder da stehen wo ich schon mal stand, aber ich werde nicht genau der Gleiche sein wie davor! Denn sonst hat die ganze Mühe keinen Sinn!

  25. Es ist nicht leicht diese Erkenntnis zu erlangen. Noch weniger leicht ist es solche Worte zu verfassen. Diese Worte dann auch noch öffentlich zugängig zu machen ist hier die größte Herausforderung. Die Worte wurden weise gewählt. Ich sehe da nichts, dass „einfach nur hingeschmiert“ ist.
    Ich denke, du hast für den Artikel lange gebraucht und immer wieder mit dir gehadert ob das den sein müsse. Gerd, du gehörst du zu den inspirierensten Personen dich ich hier ständig verfolge. Ich drücke dir die Daumen, dass bei dir bald alles wieder in den rechten Bahnen läuft. Durch das Laufen bist du ein Kämpfer. Hinfallen und auch mal ein DNF gehören vielleicht dazu. Das ist im Leben nichts anderes. In diesem Sinne: Alles Gute!

    1. Vielen Dank Markus,
      manchmal steht man sich selber im Weg. Und es sind schon viele Denkmale vom Sockel gestürzt.
      Es gibt halt Dinge die kann man nicht alleine bewerkstelligen. Aber ich bin mir sicher, dass ich die richtigen Helfer mit an Bord habe!

  26. Lieber Gerd,

    Offenheit fällt schwer, aber ist der erste Schritt auf dem Weg nach oben! Das durfte ich an mir selbst lernen und habe es nicht bereut. Der zweite Schritt ist sich professionelle Hilfe zu suchen und diese auch anzunehmen. Der dritte Schritt sind Menschen, die zu einem stehen, die einen tragen – ich lese aus deinem Post heraus, dass du solche Menschen in deinem Umfeld hast und die ersten Schritte getan sind.
    Ich weiß, dass du es schaffen wirst – du hast so viel geschafft.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft auf deinem Weg – es wird dabei Höhen und Tiefen geben – aber irgendwann wirst du wieder oben sein.
    Fühle dich virtuell gedrückt – ich bin in Gedanken bei dir!

    Ganz liebe Grüße

    Eva

    1. Ganze lieben Dank!
      Mir war es von Anfang an klar dass ich da aus eigener Hilfe nicht mehr heraus komme. Zum Glück habe ich schnelle die richtigen Menschen um Rat und Hilfe gebeten. Vor allem habe ich sie erhalten!

  27. Lieber Gerd, ich finde es mutig und wichtig, dass Du hier in Deinem Blog darüber schreibst, dass Stress Dich regelrecht ausbremst. 2003 befand ich mich auch an einem solchen Punkt, Mobbing am Arbeitsplatz, mich selbst mit Arbeit und Ausbildung zugeballert und auch meine Ansprüche an mich waren zu hoch. Alleinerziehend, Ganztagesjob, Überstunden, zwei Ausbildungen gleichzeitig und auf dem Weg in die Selbständigkeit…
    Gönn Dir die Zeit, die Du brauchst und nimm die Hilfe, die Du eh schon gesucht hast, in Anspruch. Ich habe damals mein ganzes Leben umgekrempelt, erkannt, dass ich auch Zeit für mich brauche und meine Gefühle nicht mit Arbeit verdrängen kann. Aber lass Dir auch Deine Schilddrüse untersuchen, die kann auch ihren Teil dazu beitragen.
    Du wirst es schaffen, Du wirst vielleicht auch andere Prioritäten setzen. Auch ich war damals in dem ganzen Schlamassel froh, dass Freundinnen für mich bedingungslos da waren, auch wenn ich nicht wirklich unterhaltsam war… Ich wünsche Dir alles Liebe und vor allem viel Zeit für Dich. Ich bin mir sicher, Dein Umfeld ist für Dich da.

    1. Herzlichen Dank!
      Ich denke mir, dass alleine die Tatsache der Selbsterkenntnis schon ein wichtiger Schritt war. Viele merken überhaupt nicht wie sie sehenden Auges in den Abgrund rennen. Ich schließe mich da nicht aus!

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