inov-8 X-Talon – Minimalistisch auf die Trails

Seit ein paar Wochen ziert ein Paar inov-8 X-Talon 190 Trailschuhe mein Regal. Im Übrigen mein allererstes Paar Laufschuhe von inov. Alleine die Optik zeigt an das es ein Schuh für die schnelleren Einheiten ist.
Beim Auspacken der Lieferung hatte ich am Anfang Bedenken dass überhaupt etwas in der Kiste ist. Bei einem Gewicht von239 Gramm (Größe 45) ist der inov-8 X-Talon 190 mein bisher leichtester Schuh fürs grobe Gelände. Selbst der NB minimus liegt mit 201 Gramm nur unwesentlich darunter.

Talon nennt man im Englischen die Kralle eines Raubvogels. Und griffig und aggressiv zeigt sich auch der inov. Zupacken heißt die Devise.
Die „Krallen“ des inov sind beim Laufen auf festem Untergrund auf der Sohle zu spüren. Für Komfort sind andere zuständig. Dieser Schuh ist sozusagen ein Formel1 Rennwagen für´s Trailrunning.
Kein Schnickschnack, keine unnötige Dämpfung, kaum Stützfunktion. Grip und Leichtigkeit pur.
Für die schnellen Trails gemacht!

Teil 1 – Testareal die heimischen Wälder!

Für den ersten Ausritt ins Gelände habe ich erst mal einen knapp 15 Kilometer langen Lauf im Gemeindewald ausgespäht. Einige kurze Trailabschnitte, aber auch eine Zuwegung mit Asphalt und befestigten Waldwegen.
Die Füße müssen richtig arbeiten und die Bänder werden massiv beansprucht. Der Schuh sitzt wie eine zweite Haut und ist extrem flexibel. Ein bisschen Stabilität und Kraft sollte im Fuß vorhanden sein um den Schuh ordentlich laufen zu können.

inov-8 X-Talon 190 Auch auf Asphalt OK!
inov-8 X-Talon 190 Auch auf Asphalt OK!

Auf den Asphaltpassagen merkt man dem Schuh an das dieser nicht auf seinem Terrain ist. Zwar lässt es sich einigermaßen laufen, aber die dünne Sohle lässt das Profil durchfühlen. Nicht unangenehm, eher ungewohnt!
Aber wenn man mal im Gelände ist spielt der inov seine Qualitäten voll aus. Hier kann die „Kralle“ zupacken.

Prima Gripp im Gelände
Prima Gripp im Gelände

Nach der ersten Kilometern war ich von dem Schuh sehr angetan. Entsprechend musste er mit in Urlaub. Urlaub für mich, Arbeit für den inov.
In der fränkischen Schweiz sind die Bedingungen ein wenig anspruchsvoller als im heimischen Wald. Dort musste er dann zeigen was er kann.

Teil 2 – Testareal Fränkische Schweiz!

Und das hat er dann auch gezeigt. Unabhängig ob auf Asphalt, befestigtem Waldweg, Schotter, Gras, Heu und was sich sonst noch unter meine Füße wagte. Der inov-8 X-Talon 190 macht überall eine gute Figur. Selbst das Laufen auf Asphalt fühlt sich gut an. Zwar spürt man die einzelnen Stollen durch die minimalistische Sohle, aber ich empfand dies nicht als unangenehm. Es hört sich bei jedem Laufschritt an als würde der Schuh auf dem Asphalt festkleben. Für kurze Asphaltabschnitte also absolut kein Thema!

So richtig los legt der Schuh aber erst im Gelände. Durch das geringe Gewicht macht das Laufen einfach nur Spaß.
Optimaler Gripp bei absoluter Bewegungsfreiheit des Fußes haben mich persönlich überzeugt. Ich denke der inov-8 X-Talon 190 wird auch beim Churfrankenlauf dabei sein.

Im Gelände einfach nur genial zu Laufen
Im Gelände einfach nur genial zu Laufen

Für mich ist der inov-8 X-Talon 190 MEIN Nachfolger für den ausgeschiedenen Salomom Speedcross 3. Da hat er eine sehr, sehr hohe Messlatte und muss zeigen ob er diese Hürde meistern kann. Die ersten Eindrücke sind auf jeden Fall schon mal grandios. Und er darf bereits jetzt schon öfters ran als ursprünglich geplant!

Schweißtreibend aber glücklich - Schuhtest im Gelände
Schweißtreibend aber glücklich – Schuhtest im Gelände
  • Der Schuh wurde mir zu Testzwecken von Bergfreunde.de zu Verfügung gestellt. Grundsätzlich sind die Ergebnisse dieses Testberichtes unabhängig erstellt und ohne Einflussnahme des jeweiligen Anbieters. Sie entsprechen meiner persönlichen Meinung zu diesem Produkt und sind auf Grund der persönlichen Nutzung entstanden. Eine Einflussnahme seitens des Anbieters findet grundsätzlich nicht statt!

Der Lochautalweg – ein Lauf in den Sommermorgen

Nachdem mein letzter Lauf auf die Neubürg so viel Spaß gemacht hat und das Sommerwetter weiter anhält, hatte ich mir vorgenommen den Lochautalweg unbedingt auch noch abzulaufen. Ich bin den Weg zwar schon öfters mal gewandert, aber gelaufen bin ich ihn bisher noch nicht.
Also machte ich mich am frühen Morgen kurz nach 5:00Uhr auf den Weg. Bewaffnet mit meiner Kamera und massig guter Laune.

Zwar ist um 5:00Uhr aufstehen nicht ganz einfach, aber im Urlaub kann man so was schon mal machen. Schließlich hat man den ganzen Tag noch in Reserve.
Außerdem wollte ich vermeiden dass ich in die Hitze hineinlaufe. Ich wollte den Morgen mit einem Lauf genießen. Also ging es von Obernsees den Lochautalweg hinauf zum Wachstein, danach weiter zum Plankenstein. Hinab ins Lochautal und danach wieder über den „Hubbel“ zurück nach Obernsees

Hier gibt´s die Strecke:

Das Höhenprofil sieht so aus:

Höhenprofil Lochautalweg
Höhenprofil Lochautalweg

Und wie die folgenden Bilder zeigen, hats ganz gut geklappt! 😉

Wer keine Bilder sieht klickt am besten hier!

Lauf über die Neubürg – Entspannung und Spaß

Heute war ein Lauf über die Neubürg geplant. Nach den vielen flachen Trainingskilometern auf Asphalt wollte ich mal wieder durch das Gestrüpp und durch die Wälder streifen. Und ein paar Höhenmeter sind in Anbetracht des bald anstehenden Churfrankenlaufs auch nicht unbedingt ein Fehler!
Also war die Neubürg auf dem Trainingsplan!

Kein Stress und keine Vorgaben.
Foto mitnehmen und Spaß haben!
So wie es sein soll!

Leider kann man sogar im Urlaub verschlafen und so war es schon ein wenig wärmer als ursprünglich geplant. Aber bei einer Streckenlänge von ca. 11 Kilometern wird´s ja nicht gleich eine unbezwingbare Hitzeschlacht werden. Und so machte ich mich frohgemut von Obernsees auf hinauf auf die Neubürg!

Direkt hinter Obernsees geht´s in den Wald
Direkt hinter Obernsees geht´s in den Wald
erste tolle Aussichten!
erste tolle Aussichten!
schattige Wälder
schattige Wälder
Fränkischer Gebirgsweg
Fränkischer Gebirgsweg
Gut ausgeschildert!
Gut ausgeschildert!
Steil, aber im Schatten
Steil, aber im Schatten

Die Hitze war eigentlich ganz erträglich, was vielmehr nervte waren die vielen Schnaken und, noch besser, die Bremsen die anscheinend zeitgleich mit mir auf Tour gingen. Evolutionstechnisch sind diese Plageheister wohl direkt hinter meinen heißgeliebten Zecken einzuordnen. Eigentlich total überflüssig! Gut, der Schöpfer hat mich damals bei seiner Auswahl an Lebewesen nun mal nicht mit ins Boot genommen. Entsprechend darf ich mich heute auch über die unnütze Vielfalt hier und da beschweren. Jedenfalls dann, wen mich diese Viecher blutleer machen wollen!

Jetzt könnte der eine oder andere ja darauf hinweisen, dass man mit entsprechender Geschwindigkeit den fliegenden Plagegeistern ja kaum Möglichkeit zum zubeissen geben könnte. Aber auch hier wurde ich von unserem Schöpfer eher stiefmütterlich behandelt und muss mit meinem, eigentlich nicht vorhandenen, Talent zum Laufen zurecht kommen. Und dies sieht die Gangart „schnell“ nun mal nicht vor.

Also lasse ich mich während des Aufstiegs zur Neubürg ein wenig peinigen, aber nicht aus der Ruhe bringen. Schließlich habe ich ja eine tolle Frau die die entsprechenden Stichstellen danach fachgerecht versorgt!

Hier muss ich gleichfalls noch ein Plädoyer für lange Kompressonsstrümpfe abgeben. Vor allem wenn man durch das Gebüsch schleicht sind diese von ungeheurem Nutzen. Meine von Halmen, Brennesseln und Zweigen zerschundenen Unterbeine haben sich jedenfalls danach gesehnt!

Nach ca. 45 Minuten habe ich den Fuß der Neubürg erreicht und lasse mir die Muse ein paar Bilder von der atemberaubenden Aussicht und den installierten Kunstwerken zu machen. Wer einmal hier in der Gegend ist sollte sich die Neubürg nicht entgehen lassen!

Passt schon!
Passt schon!
Die Neubürg
Die Neubürg
Parkplatz unterhalb der Neubürg
Parkplatz unterhalb der Neubürg
letzter Anstieg hoch auf´s Plateau!
letzter Anstieg hoch auf´s Plateau!
keine Geier...
keine Geier…
graniose Aussichten
graniose Aussichten
Kunstraum Neubürg!
Kunstraum Neubürg!
Kunst und Künstler!
Kunst und Künstler!
Neue Ein- und Ausblicke
Neue Ein- und Ausblicke
endlose Weite
endlose Weite
eines meiner Lieblingsstücke
eines meiner Lieblingsstücke
Grandios
Grandios
Das Lebensrad
Das Lebensrad
Weitblick
Weitblick

Der Abstieg und die Kilometer nach Hause sind dann mit einigen Asphaltabschnitten gespickt aber schön zu laufen. Zu mal es bergab irgendwie immer ein bisschen besser geht als nach oben! Jedenfalls bin ich nach knapp 1:45h wieder zurück. Noch nicht dehydriert und wieder einmal mit wundervollen Eindrücken im Gepäck.
Herrliche 11 km und 265 Höhenmeter!

So schön kann Laufen sein!

Neue Ziele braucht der Mann – Bambinilauf 2014!?

Der Bambinilauf bei der TTdR 2014 war ein großer Wunschtraum von mir. Nachdem die ersten Einladungen für die TorTour de Ruhr 2014 auf Facebook bejubelt wurden, und sich leider in meinem Postfach keine befand, war auf einmal das kommende Jahr ein wenig ohne „Highlights“. Es handelt sich nun mal um ein Einladungsläufchen welches mit viel Aufwand und noch mehr Herzblut privat organisiert wird. Und da ist es nachvollziehbar, dass die Teilnehmerzahlen leider beschränkt werden müssen. Einzige Hoffnung war nun noch die Warteliste!
Sicherheitshalber habe ich mich für ein „Alternativevent“ für´s nächste Jahr umgeschaut. Der erste 100er sollte es auf jeden Fall sein. Wenn nicht an der Ruhr, dann wenigstens bei einem ähnlich spektakulären Event.
Kurz gesucht und schnell gefunden. 2014 sollte wieder die Ulmer Laufnacht stattfinden. Ein bisschen umgeschaut und für passend empfunden!

Am Montag Abend kam dann doch noch eine persönliche Einladung ins Postfach geflattert. Ich darf mit zur TorTour de Ruhr 2014 und absolviere dort meinen Bambinilauf! Yeahhhhhhhhh!
Nach dem Fahrradsupport 2013 für Steffen auf dem 230er ein absoluter Traum für mich. Selten hatte ich solch einen Spaß und war so beeindruckt von einem Event wie damals. Die TTdR ist nicht einfach ein Lauf.
Die TTdR ist Kult. Ein Erlebnis welches man nicht beschreiben kann sondern erleben muss. Egal ab als Läufer oder Supporter.
Wenn ich bis heute noch nicht den Grund wüsste warum ich laufe, bei der TTdR habe ich ihn gefunden.

Als Radbegleiter durfte ich ja schon mal ran...
Als Radbegleiter durfte ich ja schon mal ran…
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Cheffe
auch beim Bambinilauf 2014
Das gab vielen den Rest…
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Man in Black???
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Der elektrische Reiter

– Ich habe Menschen fürchterlich leiden sehen und habe sie trotzdem beneidet.
– Ich habe ungläubiges Kopfschütteln und allerhöchste Anerkennung erfahren.
– Ich habe noch nie so viele Männer vor Freude heulen sehen.
– Ich habe noch nie so viel Gemeinschaftssinn und Hilfsbereitschaft auf einmal erlebt.
– Ich habe innerhalb von Minuten Euphorie und Niedergeschlagenheit gleichzeitig gesehen.
– Ich habe Demut und Dankbarkeit erfahren.
– Ich habe Menschen getroffen die ein gemeinsames Ziel haben und dafür kämpfen.

Wenn man dies alles erlebt hat möchte man unweigerlich dabei sein. Möchte Teil dieses Erlebnisses sein.
Das ich dieses mit meinem ersten 100er verknüpfen kann ist natürlich noch einmal ein besonderer Kick. Etwas wovon ich bisher immer nur geträumt habe. Einzutreten in diesen erlauchten Kreis der 100er.
100 Kilometer am Stück. Begleitet von einem Freund, der neben der Verpflegung auch noch einen großen Teil an Psychologie, Einfühlungsvermögung und Sadomasochismus mitbringen muss, um mich im Schritttempo auf dem Rad zu begleiten. Ich muss ihm ja nicht alles Leid schon vorher erzählen! 😉

Besonders amüsant finde ich die Möglichkeit nochmal einen Bambinilauf zu absolvieren. Wer kann das schon mit 52 Jahren!
Was bedeutet dies nun für mich? Was kommt auf mich zu?

Nun, ich werde mich definitiv darauf vorbereiten müssen. Und zwar ein wenig disziplinierter wie sonst die letzten beiden Jahre.
Basis werden die sowieso von mir geliebten langen, langsamen Läufe sein. Mit denen kann ich den ganzen Herbst und Winter verlustieren. Dazwischen ein paar ausgewählte Events und letztendlich das ablegen meines kleinen Schwimmgürtels. Schließlich brauche ich den für´s nächste Jahr nicht. Die TTdR ist ja keine Triathlon!