Vaude Jura 32 Rucksack

Ich hatte die Gelegenheit über einen zu Verfügung gestellte Gutscheine noch einen Einkauf im Onlineshop bei bergzeit.de zu tätigen. Und da ich neben meiner Leidenschaft zum Laufen auch noch gerne wandere, lag es ziemlich nahe noch einen Wanderrucksack zu bestellen.

Entschieden habe ich mich letztendlich für den Vaude Jura 32.
Der Vaude Jura 32 Rucksack hat ein Leergewicht von 915 Gramm, ein Volumen von 32 Litern und die Abmessungen 59x39x28cm.
Er besitzt ein Reißverschluss-Fach in der oberen Abdeckung und zwei Außentaschen mit Reißverschluss. Zusätzlich gibt es eine Stockhalterung und einen Ausgang für ein Trinksystem.

Also ein Wanderrucksack in mittlerer Größe der auch mal für Mehrtagestouren zum Einsatz kommt.

Der Rucksack ist mit dem AEROFLEX-System ausgestattet.
Aeroflex
Wir haben den Tragekomfort unseres bewährten Aeroflex-Rückensystems noch besser gemacht. Durch ein neues Material liegt das Rückennetz noch bequemer auf dem Rücken, ohne die Belüftung des Rückens zu beeinträchtigen. Der große Ventilationsraum zwischen Netz und Packsack sorgt nach wie vor für die ieale 3-Wege Belüftung des Rückens. Der leichte Federdrahtrahmen stabilisiert den Packsack und sorgt dafür, dass die Belüftung auch bei voll beladenem Packsack erhalten bleibt.

Aeroflex-Rückensystem beim Vaude Jura 32
Aeroflex-Rückensystem beim Vaude Jura 32
Aeroflex-Rückensystem
Aeroflex-Rückensystem

Seinen ersten richtigen Einsatz erhält der Vaude Jura 32 erst am kommenden Wochenenden bei meiner kurzen Zweitagestour über den Nibelungensteig. Hier soll er ein paar Kleinigkeiten aufnehmen die für solch eine Wanderung notwendig sind. Nichts großes, lediglich ein bisschen Wechselwäsche und was man sonst braucht mit einer Übernachtung in einem Waldgasthaus.

Der erste Eindruck ist sehr positiv. Die Verarbeitung ist wie bei allen bisher benutzten Produkten von Vaude sehr ordentlich.
Bei den ersten Anproben zeigt der Vaude Jura 32 keine erkennbaren Schwächen.Das Tragegefühl ist durch das Aeroflex-System und die gut gepolsterten Bauch- und Brustgurte sehr angenehm. Nichts drückt, zwickt und zwackt.

Hier ein paar Bilder des Rucksacks:

Sitzt gut!
Sitzt gut!

Ich werde den Vaude Jura 32 am kommenden Wochenende nochmals ausführlich testen und danach den Blogbeitrag entsprechend ergänzen und fortschreiben. Ich denke es wird ein schöner Ausflug mit den Kollegen. Endlich mal gemeinsam etwas erleben ohne das es etwas mit der Arbeit zu tun hat. Das Wetter hat schon angekündigt das es sich von seiner besten Seite zeigen wird.
Ich freue mich darauf. Ein toller Ersatz für meinen abgesagten Halbmarathon in Darmstadt!

Planung und Umsetzung – Zwei Dinge die nicht immer passen!

Im Sport wird viel geplant! Trainingspläne, Vorbereitungen und diverse Wettkämpfe und sonstige Events. Wer sich für einen offiziellen Lauf anmeldet tut dies meistens mit einem gewissen Anspruch.

Unabhängig ob lediglich das finishen oder eine bestimmte Zeit in´s Auge gefasst wird, die meisten bereiten sich auf diesen Tag kontinuierlich vor.

Planung heißt das Zauberwort!
Aber wie auch schon die Ereignisse um Sabrina Mockenhaupt und Arne Gabius bei der Leichtathletik-WM in Moskau gezeigt haben, kann man Menschen nicht so einfach „verplanen“. Es gibt viel zu viele Dinge die auf das Individium Mensch Einfluss nehmen und nun mal nicht planbar sind.
Besonders bei Hochleistungssportlern die an Ihre Grenzen gehen wirken sich Kleinigkeiten oft massiv in einem Leistungseinbruch aus.

Jeder von uns kennt dies wenn man mal eine Nach miserabel geschlafen hat. Unabhängig weshalb dies geschah, der folgende Tag ist meistens reif für die Tonnen!
Und als Sportler ist man besonders auf sein Körpergefühl geeicht. Jedenfalls sollte man dies im Laufe der Zeit ein wenig einschätzen können. Meistens sendet der Körper die entsprechenden Signale aus. Man muss sie nur ernst nehmen. Ein Problem, welches ich leider mehrere Jahre ein wenig verdrängt hatte. Die Folgen sind ja ausreichend bekannt.

Im Endeffekt kann man also Planungen erstellen wie man will, wenn der Körper nicht mitspielt ist jede Planung Makulatur.

Auf was will ich eigentlich hier hinaus?
Ich habe ja im Laufe des Jahres ein paar Highlight´s verteilt. Veranstaltungen die ich gerne laufen möchte. Sei es zur Vorbereitung oder einfach zum Spaß. Spaß hat man aber auch nur dann, wenn man mit den entsprechenden Grundlagen in so einen Lauf geht. Also gibt es auch bei mir eine grobe Planung und Vorbereitung. Eines meiner Highlight´s im Herbst 2013 ist wieder der Churfrankenlauf. Und für 74 Kilometer und 1.800 Höhenmeter ist nun mal eine gewisse Grundlage erforderlich um in der vorgegebenen Zeit von 10:30 Stunden zu finishen.
Als schneller Vorwettkampf war am kommenden Wochenende der neue „Darmstädter Halbmarathon“ in der Planung. So eine Zeit knapp unter zwei Stunden war auf Grund der Trainingsleistungen in den letzten Monaten angepeilt und auch realistisch.
Leider aber lässt der augenblickliche körperliche Zustand einen „schnellen Halbmarathon“ einfach nicht zu. Durch den Infekt ist das Risiko für schnelle Einheiten im Augenblick zu hoch. Ein entsprechender Test heute Morgen beim Lauf zur Arbeit hat dies eindeutig gezeigt.

Also höre ich auf meinen Körper und streiche den Halbmarathon am Wochenende. Dafür gehe ich mit meinen Arbeitskollegen am Freitag und Samstag zwei Tage auf den Nibelungensteig wandern. Und am Sonntag gibt´s einen ganz lockeren Lauf.

Wandern auf dem Nibelungensteig
Mai 09 – 1.Etappe auf dem Nibelungensteig

So ist das nun mal mit der Planung und der Umsetzung. Im Prinzip gar nicht so schwer.
Wenn man immer eine Alternative hat!

Mizuno Wave Sayonara – Neuer Schuh, neue Leichtigkeit!

Ich hatte nach meinem Testbericht des Mizuno Wave Rider 16 den Genuss den Mizuno Wave Sayonara als Testobjekt direkt von Mizuno zugeschickt zu bekommen. Und da ich auf Asphalt genauso gerne laufe wie im Gelände, freut es mich natürlich wenn ich nach dem angenehmen Test des Mizuno Wave Rider noch einen weiteren Schuh für diese Gefilde im Schrank habe. Und für die Vorbereitung zur TTdR 2014 sind noch einige Trainingskilometer auf Asphalt erforderlich

Die Rahmendaten des Herstellers sind eine Sprengung von 10mm (19/9) und ein Referenzgewicht von 230Gramm bei US Größe 9.
Er hat eine neue U4iC-Zwischensohle die gleiche Haltbarkeit und Dämpfung bei wesentlich geringerem Gewicht garantieren soll. Zusätzliche Infos gibt´s hier bei Mizuno!

Ich habe den Schuh angezogen und mich gleich wohl darin gefühlt. Noch leichter wie der Wave Rider und mit einer angenehmen Dämpfung. Kein schwammiges Laufgefühl, sondern eine guter und sicherer Abdruck.
Der vordere Bereich ist der Mizuno Wave Sayonara breit geschnitten, was ich persönlich als sehr angenehm empfinde. Auch die Belüftung des Schuhes ist durch das verwendetet Meshmaterial im vorderen Fußbereich optimal.
Das weiße Material ist natürlich ein wenig schmutzanfälliger aber als Läufer kann ich das verschmerzen. Wer Wert auf Sauberkeit legt muss mit dem Schuh im Gelände ein wenig aufpassen.

Mizuno Wave Sayonara
Mizuno Wave Sayonara
Pink für die Mädels!
Pink für die Mädels!

Aber hierfür ist der Schuh meines Erachtens auch nicht gemacht. Seine Stärken spielt er ganz klar auf flachem und festem Untergrund aus. Hier glänzt er und läuft wie von alleine.
Im gröberen Gelände sammelt die Sohle im Fersenbereich schon mal ein paar dicke Steine auf, die den Laufgenuss doch erheblich mindern.

Der eine oder andere dicke Stein wird schon mal aufgesammelt
Der eine oder andere dicke Stein wird schon mal aufgesammelt

Ich nutze den Schuh Mizuno Wave Sayonara dementsprechend fast nur auf Asphalt oder befestigten Wegen.
Für mich ist der Mizuno Wave Sayonara ein Schuh für meinen Frankfurt Marathon im Oktober. Ich denke da ist er genau in seinem Metier!
Nach dem Lauf weiß ich mehr und werde dann auch noch mal darauf eingehen.

Als Schuh für Mittelfußläufer finde ich den Mizuno Wave Sayonara empfehlenswert. Selbst mit meinen knapp 90kg habe ich keinerlei Problem auf längeren Strecken. Dies liegt aber auch an meinem „gemäßigten“ Tempo. Wie es sich bei schweren Läufern verhält die ein bisschen mehr Gas geben kann ich nicht beurteilen. Fakt ist das die Dämpfung eher im unteren Bereich liegt. Etwas was mir als Fan von Minimalschuhen eher entgegenkommt.
Der Schuh sitzt optimal, gibt ausreichend Halt und bietet trotzdem ausreichende Zehenfreiheit.

Für mich ist der Mizuno Wave Sayonara definitiv eine Empfehlung wert. Ich war schon vom Mizuno Wave Rider 16 überzeugt, aber der Mizuno Wave Sayonara ist einer meiner Lieblingsschuhe geworden. Und das bedeutet für einen gedämpften Schuh mit 10mm Sprengung schon etwas bei mir!

  • Der Schuh wurde mir zu Testzwecken vonMizuno  zu Verfügung gestellt. Grundsätzlich sind die Ergebnisse dieses Testberichtes unabhängig erstellt und ohne Einflussnahme des jeweiligen Anbieters. Sie entsprechen meiner persönlichen Meinung zu diesem Produkt und sind auf Grund der persönlichen Nutzung entstanden. Eine Einflussnahme seitens des Anbieters findet grundsätzlich nicht statt!

Was macht die Gesundheit – Leicht kränkelnd aber zuversichtlich

Das Thema Gesundheit hat ja seit dem letzten Jahr eine wesentlich wichtigere Bedeutung für mich. Ich versuche achtsamer zu sein und mehr auf meinen Körper zu hören. Meistens gelingt es mir ganz gut und ich warte nicht bis auf den letzten Drücker wenn etwas aus dem Ruder läuft.
Im Augenblick hat´s es mich mit einem leichten Magen/Darm Infekt erwischt. Nicht´s gravierendes, aber zwei, drei Tage Bettruhe wurden schon verordnet. Und wenn man den lieben langen Tag auf der Couch liegt gehen einem die verschiedensten Dinge durch den Kopf.

Die letzten Monate waren sehr intensiv und belebend.
Die Umstellung meines Trainings auf rein pulsorientiertes Laufen (mit ganz wenigen Ausnahmen)!
Die Gesundheit dankt es mir und die Anfälligkeit geht spürbar zurück.
Das wiedergefundenen „Laufgefühl“!
Ein inspirierender Lauf am Rennsteig!
Die Freude am Laufen in der Natur!
Die Vorfreude auf den Bambinilauf bei der TTdR 2014!
Freude auf den Churfrankenlauf!
Ein tollers Wochenden mit Bloggern in Trier!
Das fantastische Wochenende mit Freunden auf dem Pfälzerfelsentrail.
Freude auf den Frankfurt Marathon!

Ich könnte die Liste immer weiter fortführen. Ich freue mich zur Zeit über das Leben und seine spannenden und interessanten Herausforderungen. Alles auf Basis der Gesundheit.
Gesundheit!
Das wichtigste was es gibt. Ohne die eigene Gesundheit ist alles andere nur nebensächlich und vernachlässigbar.
Glück und Zufriedenheit funktionieren nur wenn die Gesundheit die Basis bildet.
Leider habe ich dies viel zu spät erkannt.

Aufpassen mit der Gesundheit! Ruckzuck ist die Luft raus....
Aufpassen mit der Gesundheit!
Ruckzuck ist die Luft raus….

Aber lieber zu spät als nie!

In diesem Sinne!
Bleibt Gesund!!!

Pfälzer-Felsentrail 2013 – Ein fantastisches Lauferlebnis mit Freunden

Mein erster Pfälzer-Felsentrail ist Geschichte. Vergessen werde ich die Eindrücke vom vergangenen Wochenende jedoch nicht. Dafür war es einfach zu schön. Alles hat gepasst. Strecke, Organisation, Wetter und vor allem die vielen tollen Menschen die dabei waren. Es wird zwar schwer, aber ich will mal versuchen die Eindrücke des Wochenendes wiederzugeben.

Anreise war am Samstag. Mit dem Zug von Darmstadt nach Rodalben. Zuerst mit dem ICE nach Karlsruhe. Danach weiter mit den Regionalzügen.
Je weiter ich in die Wildnis kam, desto langsamer wurden die Züge. Bis sie in Landau endgültig standen. Zug da, Fahrer Fehlanzeige. Mit einer Stunde Verspätung kam ich dann in Rodalben an und freute mich auf mein Hotel.

Aber gleich nach meiner Ankunft hatte ich „The Master of Pfälzer-Felsentrail“ Martin am Telefon, der den Befehl aussprach wir gehen Laufen und machen kein Nickerchen!
Also schnell in die Laufsachen gesprungen und zum verabredeten Treffpunkt.

Nach ein bisschen Warterei wurde ich von Stefan, Jesko und Sabrina abgeholt. Kurze Begrüßung im Auto und weiter zum verabredeten Lauf. Dort wurden wir schon von Martin, Hans sowie Katharina und Rudi empfangen.
Es war ein wunderschöner Lauf mit ständigem Auf und Ab in einer wunderschönen Gegend. Ein tolles Warm-Up für den kommenden Pfälzer-Felsentrail!

Danach kurz zurück ins Hotel zum Duschen und Umziehen bevor Andreas, der im gleichen Hotel übernachtete wie ich, und ich von Jana abgeholt wurden. Ziel war der Biergarten im Forsthaus Beckenhof.
Hier hatten wir einen tollen Abend mit weiteren Läufern die dazukamen und, darüber habe ich mich besonders gefreut, die Durchreisenden José und Nicola auf Ihrem Weg in den Urlaub. Es wurde deftig gegessen und viel gelacht bevor es dann endgültig gegen 23:30 zurück in´s Hotel ging. Aufgedreht aber hundemüde. Und an Ausschlafen war am Sonntag ja auch nicht zu denken.

Sonntag Morgen 7:00Uhr aufstehen. Fertig machen für den Pfälzer-Felsentrail.
Kleines Frühstück mit Andreas, welches auf Grund des reichhaltigen Angebotes vom Umfang her schweren Herzens eingeschränkt wurde. Aber mit vollem Bauch die Pfälzer Berge hoch ist nicht unbedingt optimal.

Andreas kurz vor dem Start
Andreas kurz vor dem Start
Ich in frischem Zustand
Ich in frischem Zustand

Kurz nach 8:00Uhr machte ich mich mit Andreas auf den Weg zum Hilschberghaus. Start- und Zielpunkt des 2. Pfälzer-Felsentrail. Gleich nach dem Frühstück mal ein Anstieg zum Wachwerden.

Auf dem Parkplatz gab´s dann das gewohnte große Hallo. Altbekannte, Neubekannte, Unbekannte und ganz viele Facebookbekannte waren zu begrüßen. Immer wieder toll wenn man die ganzen Menschen wieder trifft und vor allem die, die man bisher nur virtuell kannte!
Immer wieder ein Erlebnis!

Streckenvorschau
Streckenvorschau

Und dann ging es kurz nach 9:00 Uhr los auf die Strecke. Gemeinsam und auf Grund der Trailstrecke im Gänsemarsch. Von Anfang an ein Auf und Ab auf traumhaft schönen Trailpfaden.
Weicher Untergrund der auch von den vielen Barfußläufern angemessen genossen wurde.

Enge Pfade
Enge Pfade
Barfuß im Pfälzerwald
Barfuß im Pfälzerwald
einfach nur schön!
einfach nur schön!
Hast Spaß gemacht Jesko! Respekt für deinen Barfußlauf!
Hast Spaß gemacht Jesko!
Respekt für deinen Barfußlauf!
Felsen ohne Ende
Felsen ohne Ende
Trails ohne Ende
Trails ohne Ende

Es bildeten sich immer wieder kleine Grüppchen, wo man sich mit Alt- oder Neubekannten trefflich unterhalten konnte. Angenehmes Tempo und immer wieder eine kleine Pause zum Sammeln des ganzen Trosses.
Alle Gespräche und Ereignisse auf dieser traumhaften Strecke wiederzugeben ist unmöglich und würde den Rahmen hier sprengen. Aber ich denke die Bilder sagen sowieso mehr als alle Worte.

Es war einfach nur toll. Trotz des anspruchsvollen Kurses habe ich selten so viel gelacht. Angenehme Gespräche mit ganz vielen tollen Menschen. Ich würde zwar nicht behaupten das die 9 Stunden Pfälzer-Felsentrail im Fluge vergingen, aber es war sehr entspannt und locker. Lediglich das Anlaufen nach den üppig gefüllten Verpflegungspunkten wurde immer schwerer. Ob´s an der aufkommenden Müdigkeit oder dem vielen Kuchen lag kann ich im Nachhinein schwer beurteilen!

Trail forever!
Trail forever!
Sammelpunkt
Sammelpunkt
Lee am Karl-May Felsen
Lee am Karl-May Felsen
bizarre Felsen
bizarre Felsen

Jedenfalls war ich am Ende schon froh als wir im Hilschberghaus wieder wohlbehalten ankamen. Und wie die Aufzeichnung zeigte mit ein paar Höhenmetern mehr im Gepäck als ursprünglich gedacht.

Jedenfalls war der Abstieg zum Hotel ein nicht ganz einfacher. Füße und Beine freuten sich auf eine Pause. Aber erst musste eine Dusche her bevor ich wieder zu den Anderen zurückkehrte.
Und zum Glück hat mich Hans am Hotel abgeholt und wieder zum Hilschberghaus hochgefahren. Ich weiß nicht wie lange der Aufstieg zu Fuß gedauert hätte! Dafür nochmals Danke Hans!!

Zu Essen gab´s dann auch noch was und die Kohlehydrat und Flüssigkeitsspeicher konnten wieder einigermaßen aufgefüllt werden. Leider waren nicht mehr allzu viele vor Ort um den Abend ausklingen zu lassen. Viele machten sich schon auf den Heimweg. Ich hatte ja zum Glück noch eine Übernachtung angehängt um den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.
Hat sich schon wegen des tollen Sonnenunterganges gelohnt!

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Pfälzer-Felsentrail eine der schönsten Veranstaltungen war bei denen ich bisher teilgenommen haben. Top organisiert und mit viel Herz umgesetzt.
Ich möchte mich ganz herzlich dafür bedanken, dass ich teilnehmen durfte.
Martin, Hans, Stefan sowie alle Familienangehörige und sonstige Helfer. Ganz, ganz herzlichen Dank. Ihr habt etwas ganz besonderes auf die Beine gestellt.
Und wenn der Pfälzer-Felsentrail 2014 wieder stattfindet, würde ich mich freuen wenn ich wieder dabei sein darf!

Tolles Team! Hans, Lee, Jesko und Ich
Tolles Team!
Hans, Lee, Jesko und Ich

DANKE!!

Polar RC3GPS – Ich bin Fremdgänger!

Als eingefleischter Garministi hat es tatsächlich die Polar RC3GPS geschafft mich zu beeindrucken. Es ist zwar nicht meine erste Polar Sportuhr, aber meistens habe ich die Uhr nach spätestens 3 Monaten weiterverkauft. Mir hat die fehlende, integrierte GPS-Aufzeichnung gefehlt. Entsprechend bin ich stets zu Garmin zurückgekehrt und habe hier fast die gesamte Produktpalette im Bestand.

Aber nun kam dieses Angebot. Die Polar RC3GPS als Tour de France Sonderedition zu einem unschlagbaren Preis. Dazu noch eine Polar mit integriertem GPS. Früher ein absolutes NoGo bei Polar und Jahrzehnte lang als „wird bei uns niemals umgesetzt“ deklariert. Da musste ich einfach zuschlagen. Und ich muss sagen ich habe es bis heute nicht bereut.

Aber dies möchte ich hier ein wenig präzisieren.

Flaches Design
Flaches Design
Sonderedition zur 100ten Tour de France
Sonderedition zur 100ten Tour de France

Als erstes hat mich die Optik der Polar RC3GPS beeindruckt. Flaches Design und gut ablesbares Display. Außerdem hat mir die professionelle Trainingssteuerung vom PolarPersonalTrainer schon immer gefallen. Lediglich der strikte Ausschluss aller Fremdfabrikate auf die Trainingsauswertung ist ein wenig „veraltert“. Hier sollte Polar auch die Möglichkeit freigeben Daten anderer Anbieter hochladen zu dürfen. Garmin bietet dies zum Beispiel an!
Ich bin mir sicher, wenn man die Trainingssteuerung mit „seinem Produkt“ testen könnte, ist der Anreiz zum Kauf eines Polar Produktes auf jeden Fall höher. Schließlich ist das Zusammenspiel mit firmeninternen Daten wesentlich genauer und vielfältiger.Ich kenne jedenfalls eine Vielzahl von Läufern die mehr als eine Uhr im Schrank haben.

Und die müssen nicht unbedingt alle von einem Hersteller sein!

Mein erster Eindruck von der Uhr Polar RC3GPS war übrigens nicht unbedingt erfreulich. Bei meinem Exemplar ging der Ton nicht. Zum Glück wohne ich nicht weit vom deutschen Stammsitz entfernt und konnte problemlos den Chip wechseln lassen. Schnelle persönlich Erreichbarkeit, in meinem Falle, und der gute Service ist ein zweiter positiver Punkt für Polar.

Danach ging die Akustik einwandfrei, muss aber trotzdem einen Minuspunkt einstecken. Selbst in der Einstellung „LAUT“ sind die Hinweistöne kaum hörbar. Und dies hat nichts mit meinem Alter zu tun. Hören kann ich nämlich noch gut! Beim Einsatz in freier Natur oder Indoor mit Umgebungsgeräuschen hört man die Signale nur selten. Die Idee die Lautstärke einstellen zu können ist prima, schließlich hat es bestimmt jeden schon mal genervt wenn die eigene, oder noch schlimmer die Uhr eines Mitläufers ständig laut piept. Aber man sollte wenigstens die LAUTE Einstellung auch laut hören!

Schade und ein klarer Minuspunkt.

Ansonsten ist das Zusammenspiel zwischen PolarPersonalTrainer und der Polar RC3GPS einfach nur genial. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener die Trainingssteuerung bietet für jeden etwas. Die Auslegung auf eine pulsgesteuerte Trainingssteuerung ist meines Erachtens gerade für Anfänger optimal. Mit seinen Sportzonen kann man individuell und optimal trainieren. Die Geschwindigkeit ist sekundär und ergibt sich aus der gewählten Sportzone.
Wenn das Training effizient und wirkungsvoll ist, bleibt die Sportzone aber es verändert sich langfristig die Geschwindigkeit.
Bei mir hat sich z.B. herausgestellt, dass ich meine Basisläufe eigentlich viel zu schnell hochpulsig laufe. Mit dem Polartraining hat sich dies verändert. Trainingsläufe mit 65-75% Hfmax sind nun ein Hauptbestandteil meines Grundlagentrainings. Zwar ist die extrem langsame Gangart nicht unbedingt einfach, aber nach und nach gewöhnt sich der Körper, und vor allem der Kopf daran!

Ermittlung der Trainingsbelastung
Ermittlung der Trainingsbelastung

Aber zurück zur Polar RC3GPS!

Einstellungen und Datenaustausch:
Die Einstellungen funktionieren problemlos und sind vom Rechner aus synchronisierbar. Dies geschieht über Polar WebSync und einem USB-Kabel. Hier habe ich ein paar Bedenken hinsichtlich der Haltbarkeit des Mini-USB-Anschlusses an der Uhr. Da ich meine Daten fast täglich synchronisiere, ist hier eine ziemliche Belastung des Anschlusses gegeben. Mal Abwarten wie sich der Anschluss langfristig verhält.

Anschluss für Mini-USB-Kabel
Anschluss für Mini-USB-Kabel
Anschluss geöffnet - Magnetverschluss
Anschluss geöffnet – Magnetverschluss
Und mit eingestecktem Mini-USB-Kabel
Und mit eingestecktem Mini-USB-Kabel

 

Wasserdicht ist die Uhr übrigens nicht, lediglich spritzwassergeschützt nach IPX7. Hierzu gibt´s aber ein entsprechendes Video von Polar.

Display:

Die Ablesbarkeit des Displays ist überraschenderweise sehr gut. Selbst ich komme prima mit der 3-zeiligen Anzeige zurecht. Alternativ gibt es noch eine 2-zeilige Anzeige!
Die angezeigten Daten sind leider fest definiert und können nicht selbst individuell eingestellt werden. Ein Standart den man von Garmin schon lange gewohnt ist. Polar setzt hier auf fest definierte Vorgaben.

verschiedene, vorgegebene Displayanzeigen
verschiedene, vorgegebene Displayanzeigen

Bedienbarkeit:
die Bedienbarkeit der Polar RC3GPS ist sehr gut. Große Tasten, die auch einen entsprechenden Widerstand beim Drücken bieten, sind gut erreichbar und funktional. Zusätzlich kann man eine Tastensperre manuell oder automatisch einstellen.

Erstes Fazit nach ca. 500 Kilometern.

Zur Zeit kommt mir keine andere Uhr ans Handgelenk. Ich bin mit der Trainingssteuerung und der Funktionalität der Uhr glücklich und zufrieden.
Hauptargument für die Uhr ist die Trainingssteuerung mit dem PolarPersonalTrainer. Das Zusammenspiel ist optimal und eine Trainingsplanung ist einfach zu bewältigen. Zumal mit dem Werkzeug Trainingsbelastung ein individueller Wert ermittelt wird, der ein Übertraining vermeiden soll und entsprechende Hinweise gibt.
Ich trainiere im Augenblick wieder sehr viel, aber wesentlich Ressourcen schonender als vorher. Das Körpergefühl ist gut und der Fortschritt ist langfristig erkennbar!

Langfristig würde mich noch interessieren ob Polar auch Updates der Firmware anbietet und vor allem wie diese auf die Polar RC3GPS gespielt werden.
Wenn´s neue Erkenntnisse gibt werde ich mich melden.

In diesem Sinne.
Listen to Your Body! 😉

Anhang: Das Logo für die Polar RC3GPS gibt´s hier zum download!
(rechte Moustaste und Ziel speichern unter….)

Der Schweinehund und Ich – Zwei die niemals Freunde werden

Lange war der innere Schweinehund bei mir abhanden gekommen. Wahrscheinlich lag er lange in Eschollbrücken, wo ich Ihn beim damaligen 50er im Wald vergraben hatte.
Aber irgendwie hatte ich die letzten Tage schon das Gefühl da kommt wieder was. Es lief die letzten beiden Monate trainingsmässig so gut, dass ich an den inneren Schweinehund keinen Gedanken verschwendetet. Vielleicht zu gut?
Jedenfalls bahnte sich die letzten Tage sein Besuch irgendwie an. Nach dem Lauf am Montag mit Gewittereinlage, dem gestrigen Tempodauerlauf bei schwülem Wetter und dem darauf folgenden ganztägigen Arbeitseinsatz in unserem häuslichen Arbeitszimmer, bei dem die Sammlungen der letzten 15 Jahre aufgelöst wurden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, der Schweinehund treibt sich in meiner Nähe herum!
Aber ich kam trotz unruhiger Nacht relativ gut aus dem Bett und freute mich auf meinen langen Lauf in den Odenwald zu meinen Eltern. Ein wenig verspannt von den gestrigen Um- und Aufräumarbeiten, aber zuversichtlich.
Schon die ersten Meter waren zäh. Weg war die Lockerheit der letzten Läufe. Dazu die schwül warme Luft und ein kräftiger, warmer Wind. Keine optimalen Voraussetzungen für einen Lauf um die 25 Kilometer. Zwar hatte ich vorsichtshalber eine Trinkflasche dabei, aber irgendwie fühlte ich mich nicht richtig vorbereitet.

Die leichte Steigung innerhalb unserer Gemeinde trieb den Puls schon höher als geplant. Nach zwei Kilometern lief der Schweiß schon in Strömen.
Und da lugte er auch schon um die Ecke. Das fiese, breite Grinsen in dem schweinebackigen Gesicht kennt wohl jeder. Da war er wieder. Auf der Suche nach einem Opfer.
Ausgestattet mit allerlei fiesen Tricks und einer Überredungskunst die Seinesgleichen sucht.
Das stand er nun vor mir. Keine zwei Kilometer gelaufen und dann dass!
Der innere Schweinehund.

Innerer Schweinehund von Helena
Innerer Schweinehund von Helena

Lässig am Ortsausgang stehend und gleich beim ersten Kontakt wortgewandt wie immer.
Lass es doch einfach für heute!
Du siehst schlecht aus, übernimm Dich nicht!
Die letzten Tage waren anstrengend. Dazu diese Hitze.
Laufe nach Hause und lege Dich in deinen Garten. Lies ein schönes Buch und gönn Dir was.

Einfach Ignorieren dachte ich. Schließlich war dies ja nicht unsere erste Begegnung. Also weiterlaufen und hoffen dass er zurückbleibt.
Aber durch die offenen Felder drückt die Hitze auf´s Gemüt.
Hat er vielleicht doch Recht? Warum quäle ich mich?
Ich hab´s meiner Mutter versprochen. Ich wollte Sie besuchen.
Aber das ginge ja auch mit dem Auto!

Nein! Ich habe auch meinen stolz. Und so schlimm wird´s wohl nicht werden.
Nach fünf weiteren, schweren Kilometern im Flachen steht er wieder neben mir. Lenkt das Gespräch gezielt auf die leichten Knieschmerzen im Außenband.
Und spürst Du nicht auch den Druck der Schuhe auf deinen linken Knöchel? Schmerzhaft, oder?
Du solltest umkehren und die Sache für heute ab planen.
Morgen ist auch noch ein Tag!

Ich hasse Ihn und verfluche Ihn! Anstatt die wunderschöne Laufstrecke zu genießen kreisen meine Gedanken nun um jede Kleinigkeit in meinem Körper. Hier zwackt es, da zwickt es!
Dazu diese Hitze!
Hat er vielleicht doch Recht?

Er läuft in seiner deprimierenden Art neben mir her. Nutzt jede Möglichkeit mich zu motivieren. Nagt in meinem Hirn.
Die Hitze wird immer anstrengender und der Weg immer steiler. Ich reiße mich zusammen und versuche den Schweinehund abzuhängen. Den steilen Anstieg schaffe ich nur im Gehen.
Aber ich schaffe Ihn.
Ich bin oben und genieße den weiten Blick in den Odenwald. Vorbei sind die Zweifel und die kleinen Beschwerden. Gierig sauge ich die Luft ein und finde meinen Laufrhythmus.
Auf einmal kommt es wieder. Das gute Gefühl!
Die Freude am Laufen die alles andere vergessen lässt.
Das Genießen.
Das Lächeln!

Und der Schweinehund?
Weg. Verschwunden von einer Sekunde auf die andere.
Opferlos hat er sich davongeschlichen.
Wieder nur zweiter Sieger!

Auf dem Rückweg mit dem Auto sehe ich Ihn dann kurz wieder. Er steht bei zwei Männern in Trainingsanzügen.
Trainingsanzüge die sich über zwei stattliche Bäuche spannen!
Er steht mit den beiden am Kiosk. Rauchend und Trinkend!
Er hat also Opfer gefunden. Sein speckiges Grinsen ist wieder zurückgekehrt.
Aber er hat kein Auge mehr für mich. Er hat den einfachen Weg gewählt!

Schweinehund von Anja und Lutz
Schweinehund von Anja und Lutz

Aber er ist immer unterwegs
Also seid auf der Hut.