„HOKA i do“ it – Manchmal muss man über seinen Schatten springen

Hoka! Seit Jahren verfolge ich die Geschehnisse um eine besondere Spezies Laufschuh. Als ich sie das erste Mal erblickte, fühlte ich mich Zurückversetzt in Zeit der Plateau-Sohlen aus den 1970er ala Kiss! Irgendwie ein wenig befremdlich und trotzdem bekannt!

Zumal ich die letzten Jahre eher auf weniger Dämpfung und wenige Sohle zurückgegriffen habe und eigentlich ganz gut damit gefahren bin. Aber die ganzen positiven Erlebnisberichte vieler Ultraläufer machen einen ja doch neugierig, und wenn´s mal einen neuen Schuh vom Dealer gab, dann wurden die Hokas immer wieder als erste Wahl von Rolli angeboten.
Und für meinen ersten 100er bei der TTdR 2014 stand irgendwann fest, ich brauche auch ein paar Hoka!

Und da die Teile nicht gerade als Schnäppchen anzusehen sind, bietet sich die Weihnachtszeit an um sich entsprechend einzudecken. Kurz mit Rolli per Facebook ein wenig geplaudert und schon steht passend zum Nikolaus das Päckchen vor der Tür. Wie immer prompt und zuverlässig geliefert. Und die Größenangaben und Empfehlungen von Rolf passen bisher immer. Und dies obwohl ich noch nie im Traumland „Wat lauft?“ in Bochum war. War wohl auch eher eine Art Selbstschutz die letzten Jahre! 😉

Da ich diese Woche in Garmisch war, musste ich bis zum Samstag früh warten um das heiß ersehnte Paket mit dem unfehlbaren Hoka Aufdruck endlich öffnen zu können. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet. Rolli hatte mir zwar einen Schuh, den Hoka Stinson Tarmac Men empfohlen, aber wie das Teil letztendlich ausschaute wusste ich nicht.
Der erste Eindruck war MÄCHTIG und BUNT!


Überrascht war ich von der Leichtigkeit in Bezug auf das Volumen. Mit einsatzbereiten 380Gramm pro Schuh bei Größe EU 46 (normalerweise trage ich 45) war ich schon überrascht. Ich hatte mehr erwartet.
Rein geschlüpft  und mit dem Schnürsystem, ähnlich dem von Salomon, den Schuh schnell und fest fixiert. Bin mal darauf gespannt wie sich das System bei längeren Ausritten verhält!

Hoka Schnürsystem mit Schnellverschluss
Hoka Schnürsystem mit Schnellverschluss

Und dann stand ich das erste mal in meinen neuen Hokas! Größer als sonst und im ersten Augenblick ein wenig ungewöhnlich.
Super weich und sehr fluffig!

fluffiges Laufgefühl
fluffiges Laufgefühl

Die ersten Schritte fühlten sich gleich toll an. Irgendwie hat man das Gefühl die Schuhe haben eine Art Sprungfeder welche einen nach vorne befördert. Das Laufen ist sehr angenehm und äußerst weich. Ist ist auf Asphalt ein Genuss und dafür ist dieses Exemplar von Hoka auch konzipiert. Für lange Läufe auf festem Untergrund.
Leider war mein erster Lauf lediglich nur ein paar Kilometer lang, aber für den heutigen Sonntag stand ja noch ein Lauf über 25Kilometer auf dem Programm. Aber nach dem ersten Kontakt mit den Schuhen freute ich mich schon auf den zweiten Ansatz. Die Dinger sind echt Klasse!

Rainbows..
Rainbows..

Der heutige lange Lauf nach Darmstadt und zurück schloss nahtlos an die gestrige Vorstellung an. Die Hoka´s sind einfach auf Asphalt zu Hause und machen richtig viel Spaß.Das einzige was ich feststellen musste war die Tatsache, dass sie die Muskulatur ein wenig anders belasten als meine bisherigen Schuhe. Jedenfalls spüre ich jetzt schon den kommenden Muskelkater.
Ansonsten war´s einfach nur wieder ein angenehmes, flockiges Laufen wie auf Wolke 7. Die Entscheidung steht auf jeden Fall, dass die langen Läufe zukünftig wohl ausschließlich mit den Hoka gelaufen werden. Das würde aber bedeuten, dass ich im Frühling nochmal Nachschub bei Rolli bestellen muss. Bis zur TTdR werden sie dann wohl nicht halten. 😉

Hat mein Läuferherz im Fluge erobert...
Hat mein Läuferherz im Fluge erobert…

Ich werde weiter über die nächsten Einheiten in loser Reihenfolge berichten. Aber als erstes Fazit nach gut 30 Kilometern kann ich schon mal sagen, dass sich meine neuen Hoka Stinson Tarmac schnell in mein Läuferherz geschlichen haben. Und was die Optik betrifft gewöhnt man sich mit der Zeit auch daran!

Hoffentlich! 😉

26 Gedanken zu „„HOKA i do“ it – Manchmal muss man über seinen Schatten springen“

  1. Hallo Gerd
    Kannst du den mit diesen halben Einfamilienhäuschen noch über deinen eigenen Schatten springen? Sehen echt krass aus. Nur jetzt mit den Augen betrachtet – muss ich den Kopf schütteln.

  2. Die Farbe find ich gar nicht sooo schlimm… die dicke Sohle… aber naja – wenn es für dich gut ist bei der TTdR – viel Erfolg und Spaß damit 🙂

    Wie fühlt es sich an, wenn man mehrmals mit denen unterwegs war und dann wieder „normale“ Schuhe trägt?

    1. Ruben ich denke mal das der ständige Wechsel der einzelnen Schuhtypen das beste ist. Bisher habe ich mich noch nicht auf irgendeinen „Style“ festgelegt.
      Ich mag das Laufen in minimalistischen Schuhe genauso gerne wie das Laufen in den Hokas. Kommt auch immer darauf an wo, wie und vor allem wie lange ich laufe. Und die Hokas sind bei einem 100km Lauf bestimmt keine schlechte Wahl! 😉

  3. sorry gerd, aber die dinger kämen mir schon aus gründen meiner eitelkeit nichts ans gebein :wacko:
    aber: jeder jeck tickt anders und jeder wie er mag.

    viel spaß mit den geräten.

  4. Ich habe erst durch Dich zum ersten mal vom Hoka gehört. Und auch bin einer derjenigen, die sich an die Optik erst noch gewöhnen müssen. Aber Dein Bericht über diese Treter macht mich sehr neugierig. Auch ich bin mit neinem BMI von 30 bestimmt prädestiniert für diesen Schuh, wenn es auf eine längere Strecke geht. Schade, dass nan ihn längst nicht überall bekommt, denn ich würde ihn natürlich gern erst mal anprobieren.

    Hey, und was mir moch fehlt, sind Fotos vom Schuh MIT GERD…! 😉

    Schöne Grüße aus Bremen, Eddy

    1. Hallo Eddy,
      das ausschlaggebende für den Schuh ist diesmal nicht unser Gewicht. Der Schuh ist grundsätzlich ausgelegt für lange Einheiten auf Asphalt. Alle die ich bisher auf den Schuh angesprochen haben, schwärmten von der außerordentlichen Bequemlichkeit und dem Komfort bei langen Läufen.
      Und ein Foto von mir mit Schuh wird´s zwangsläufig geben. Ich ziehe sie wirklich ungern aus! 😉

  5. Wie schon in einem kurzen FB-Kommentar erwähnt, besitze ich die gleichen bunten Teile. Es sind aber schon meine zweiten Hokas, nach den Bondi S kamen dann die Stinson Tarmac dazu. Klar, die Farbegebung ist „speziell“. Dies ist mir aber total egal, denn das was der Schuh auf den langen Strecken bietet, ist nicht vergleichbar mit anderen Marken. Bei langen Läufen trage ich jedenfalls nur noch Hoka!
    Die Erfahrung, dass andere Muskelstränge angesprochen werden, habe ich auch am Anfang gemacht. Ist doch aber gut, bei einem steten Schuhwechsel in der Woche, kommen damit mehr Muskeln zum Einsatz…

    Viele schöne Kilometer mit den Hokas wünscht

    Heiko / Feuerraeder.de

  6. Ich sehe es schon kommen, irgendwann wird der Dealer offizieller Ausrüster der TTdR und man darf nur noch in Hokas mitlaufen 🙂
    Danke für den Bericht und viel Spaß weiterhin mit den Regenbogenschuhen, sehen uns dann im Ziel.

  7. Interessant. Auf einen Versuch käme es an. Vielleicht dann, wenn ich auch wieder lange Distanzen beschwerdefrei laufen kann.
    Christians Einwand kann ich gut verstehen. Minimal und Hoka sind wohl absolute Gegensätze 😉

    Viel Spaß damit. Ich bin gespannt, was geht.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    1. Hi Rainer,
      aber ich kenne viele die diese Gegensätze bewusst nutzen. Und wie bereits erwähnt, auf Asphalt sind sie schon eine Nummer für sich. Ich werde weiterhin ALLE Extreme ausprobieren. So lange ich keine Probleme bekomme, kann´s nicht verkehrt sein!

  8. Lieber Gerd,

    mir fehlt das Gefühl für den Untergrund, die Nähe zum Boden. Ultra hin oder her, ich bin schon in FiveFingers eine Marathondistanz gelaufen und auch 60 km in Minimalisten haben meine Füße überlebt. Ob ich jemals mehr laufe, weiß ich nicht, aber diese massive Dämpfung kann nicht gut sein für mein mühevoll über die letzten drei Jahre aufgebautes muskuläres Fußgewölbe, dann doch lieber ohne 😉 Sorry, der optische Aspekt spielt für mich nun kaum eine Rolle…

    Salut
    Christian

    1. Hallo Christian,
      genau deine Bedenken hatte ich ja auch die ganze Zeit. Aber dann habe ich mir gesagt, alles ausprobieren und stets wechseln hat Dir die letzten Jahre die besten Ergebnisse gebracht. Und die Sprengung ist bei den Hokas ja noch im akzeptablen Bereich. Da habe ich teilweise Schlimmeres.
      Ich werde auch weiterhin schön wechseln, aber bei den ganz langen Kanten auf Asphalt sind die Hokas definitiv erste Wah!!

  9. Bitte nicht gekränkt sein, lieber Gerd: Einen so hässlichen Laufschuh habe ich wirklich noch nie gesehen! 😉

    Egal: Du fühlst dich wohl in ihm und bist zuversichtlich, dass er dir hilft, dein großes Ziel für 2014 zu erreichen. Das allein zählt. Also weiterhin viel Spaß damit und immer heile Knochen!

    Liebe Grüße,
    Anne

    1. Tja Anne,
      Damit muss ich wohl leben. 😉
      Aber wenn die Passform und das Gefühl so gut sind, dann stell ich die Optik gerne hinten an.
      Und einen großen Vorteil hat der Schuh. Farblich passt wirklich alles dazu! 🙂

    2. Irgendwie hat Anne recht, Obwohl ich sie für Damen jetzt gar nicht so übel finde.

      Mich erinnern die bunten Teile wirklich an die 80er und 90er. Kommen mir auch direkt die Bauch-Beine-Po Trainer in den Sinn… Aber egal, der Wohlfühlfaktor scheint ja da zu sein und für dich funktionieren sie auch. Schön, dass Sie dein Herz so schnell erobern konnten. Ist ja oft so, dass man in einen Schuh schlüpft und sofort weiß, wenn er zum Fuß, Körper und eigenen Training passt.

      Hatte bis jetzt nur Fotos davon gesehen; schön, nun auch einen Bericht dazu lesen zu können. Dann noch viel Freude weiterhin damit.

      1. Danke Din,
        wenn ich so in mich hineinhöre, dann kommt das mit Bauch, Beine, Po schon hin. Es beansprucht eine etwas andere Muskulatur mit den Hokas zu laufen. Aber eine angenehme Art.
        Und für schwere Läufer wich ich es bin, passt die Dämpfung bei relativ niedriger Sprengung anscheinend auch ganz gut.
        Bisher passt es prima!
        Und was die Optik anbetrifft……….

  10. Der nächste Infizierte … bei nur ist’s ein Stinson Evo und ein Mafate …
    Und Du hast recht – man gewöhnt sich an die Optik … ich finde Deine sogar schön. Pass nur auf falls Du sie mal sauber machst, die Teile brauchen zwei bis drei Tage zum trocknen!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hi Jana,
      Ich bürste die Schuhe meist nur trocken ab. Und diese werden eigentlich nur auf Asphalt gelaufen. Da hält sich der Dreck ja in Grenzen. Und das mit dem Infizieren kommt schon hin.

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