Ruhig bleiben

12h-Lauf und ein Marathon hinterher

So ab und an ergeben sich Dinge im Laufe einer Saisonplanung, die eigentlich von einer Planung ganz weit weg sind. Entscheidungen werden nach einem Bauchgefühl getroffen, weil man weiß, dass man vielleicht nur einmal die Chance auf ein ganz besonderes Ereignis hat.

die letzten Einheiten
die letzten Einheiten

Und so kommt es, dass ich gerade mal 72 Stunden nach dem Ende des 12-Stunden Salinenlaufs in Bad-Dürkheim, beim Hamburg Marathon an den Start gehen werde.Der 12h-Lauf war eigentlich schon seit langem in der Vorbereitungsliste für meinen Bambinilauf bei der TTdR.
Dass ich so kurz darauf beim Hamburg Marathon starte liegt an der Einladung von Mizuno in Ihr Runbird-Programm und dem Engagement Mizunos als Hauptsponsor beim Hamburg Marathon. Eine Chance die ich mir einfach nicht entgehen lassen kann.
Zum einen habe ich als Mizuno Runbird die Möglichkeit die Produkte von Mizuno vor deren Veröffentlichung kennenzulernen und mit dem Marathon in Hamburg habe ich öfters schon mal geliebäugelt. Laufendes Sightseeing in einer tollen Stadt hat für mich immer etwas Faszinierendes!

Nun habe ich für die kommende Woche ein bisschen zweigeteilte Gefühle. Auf der einen Seite freue ich mich auf beide Veranstaltungen, anderseits habe ich riesigen Respekt vor der anstehenden Belastung. Für mich sind zwei solch anstrengende Ereignisse innerhalb von 72 Stunden schon eine echte Herausforderung.
Ich möchte beim 12h-Lauf schon locker die 12 Stunden durchstehen. Muss aber aufpassen, dass ich mich nicht komplett zugrunde laufe und beim Marathon am Sonntag dann einbreche. Denn meinen Spaß möchte ich auch in Hamburg noch haben und Stadt und Atmosphäre des Marathons genießen. Und dies klappt nicht so ganz wenn die Kräfte nicht mehr mitspielen.

Also wird es eine Art Drahtseilakt. Es gilt die Balance zu finden zwischen Anspruch und Können. Abzuwägen was noch geht ohne zu überziehen.
Auch eine Art Training. Training des Willens und der Vernunft. Etwas was einem im Leben immer wieder begegnet.

Ich werde am Mittwochabend in Bad-Dürkheim mit meinen beiden Mädels eintreffen. Punkt 21:00Uhr fällt der Startschuss an den Salinen. Während ich meine nächtlichen Runden drehe, übernachten meine Mädels im Hotel und sind hoffentlich zum Ende des Laufes am Donnerstag um 9:00Uhr ausgeruht wieder an der Strecke. Ich gehe einmal davon aus dass Sie auf jeden Fall ausgeruhter sind als ich es bin.
Ursprünglich war ja dann noch eine Verlängerung in Bad-Dürkheim bis zum Samstag geplant. Aber ich werde schon freitags Richtung Hamburg aufbrechen.
Über Mannheim geht´s per ICE dann Richtung Hamburg wo ich am Freitagnachmittag im Hotel einchecke. Hier hat Mizuno schon alles vorbereitet und entsprechend Zimmer gebucht.
Das Wochenende ist mit allerlei Veranstaltungen und Events gespickt und gipfelt am Sonntag mit der Teilnahme am Marathon. Gemeinsam mit anderen Mizuno Rundbirds geht´s zum nahgelegenen Start um 9:00Uhr. Nach dem Marathon gibt´s entsprechende Versorgung im VIP-Bereich.
Ich hoffe er ist bis zu meiner Ankunft noch nicht abgebaut!

Meine Rückreise ist für den Montag geplant. So kann ich nach dem Marathon noch ein wenig mit den Runbirds feiern, soweit ich noch dazu in der Lage bin.

Meine Vorbereitung bisher hat für meine Verhältnisse optimal geklappt. Die aktuelle Form ist akzeptabel und ich bin zufrieden.

Marathon Vorbereitung war OK!
Marathon Vorbereitung war OK!

Mit gut 800 Kilometern in diesem Jahr liege ich im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ich bin Gesund und freue mich auf das kommende Wochenende.
Und in den letzten beiden Wochen gab´s noch mal ein bisschen Kraft an den Anstiegen in der Fränkischen Schweiz und die letzten beiden Tage in der bayrischen Röhn.
Zwei Tage bei traumhaftem Wetter ein wenig ausspannen. Schön war´s im Hotel „Zum Landgraf“ in Wartmannsroth.
Tolles Essen und traumhafte Landschaft.
Empfehlenswert!

Kurztrip nach Wartmannsroth. Marathonvorbereitung!
Kurztrip nach Wartmannsroth

Also eine spannende Woche steht mir bevor und ich kann nicht verhehlen, dass ich trotz meines fortgeschrittenen Alters ein wenig Aufregung verspüre. Wer mich kennt weiß das die bei mir sehr selten vorkommt.
Ich werde natürlich versuchen so viel an Impressionen und Eindrücke zu sammeln und über die Ereignisse berichten. Ich habe keine Ahnung wie das Abenteuer letztendlich ausgeht, aber als positiv denkender Mensch freue ich mich einfach erst mal auf das was da kommt.

Jammern kann ich hinterher immer noch! 😉
In diesem Sinne. Lasst Ihn laufen und drückt mir die Daumen!

14 Gedanken zu „12h-Lauf und ein Marathon hinterher“

  1. Mensch, sowas wäre keine Option für mich. Sowas von gar nicht.

    Außer, es würde so laufen wie bei dir: Für das eine angemeldet, vorbereitet und fest eingeplant und das andere „ergibt“ sich so… dann würde ich es wohl auch probieren.

    Viel Erfolg und Gute Beine wünsche ich Dir!

  2. Ich gebe dir Recht: Da kann man natürlich nicht nein sagen. Aber eine Hammer-Herausforderung ist es auf jeden Fall! Ich drücke die Daumen, dasd du da glücklich und gesund durch kommst!

    1. Herzlichen Dank Andreas,
      die Gesundheit steht im Vordergrund. Es wird wohl ein stetiges Abwägen in der Nacht auf den 1. Mai sein.
      Ich hoffe, ich finde das richtige Maß!

  3. Ich weiß zwar nicht, was die Balken und Kuller in der Grafik bedeuten, aber du wirst es wissen – und läufst sehenden Auges einer großen Herausforderung entgegen. Die 12 Stunden durchzustehen, ist ganz schön ambitioniert mit einem Marathon 3 Tage später. Insofern hoffe ich, dass du dich nicht von der Stimmung in einer milden Frühlingsnacht mitreißen lässt und zu viel machst. Notfalls nehm ich dich von der Strecke … 😉

    Toitoitoi & bis Mittwoch,
    Anne

    1. Hallo Anne,
      so wie´s aussieht wird´s eher eine feuchte Frühlingsnacht in Bad Dürkheim. Und dein Angebot mich von der Strecke zu nehmen gilt!
      Aber nur wenn ich mich hinreißen lassen sollte. Kann ich mir aber schwerlich vorstellen bei meinem Gemüt! 😉
      Ich freue mich auf Mittwoch!

      PS: Die Balken und Kuller bedeuten letztendlich gar nichts!

  4. Auch wenn ich das ziemlich irrsinnig finde so glaube ich doch, dass Du das gut einschätzen und nen guten Weg finden wirst, das Abenteuer zu bestehen. Bin schon sehr gespannt, was ich dann hier lesen darf.

    1. Danke Anja,
      ob ich es richtig einschätzen kann sehen wir erst in einer Woche. Aber ich bin zuversichtlich und sehe es als etwas dass man einfach mal angehen muss um zu sehen ob es überhaupt funktioniert!
      Ich bin mir sicher, dass jeder mehr kann als er eigentlich vermutet!
      OK, nicht sicher….. ich hoffe es! 😉

  5. Sehr gute Entwicklung haben die Dineg da genommen. Wäre beinahe auch zu den Gründlings gekommen, aber jetzt bin ich ja erst mal raus mit allem.

    Denke Du wirst die 12 Stunden nutzen um Verpflegungsprogramme zu testen und entspannt durch die Nacht zu traben. Bei der TTdR musst Du das ja überhaupt nicht – zum Glück.

    Viel Spaß bei beiden Läufen, locker und entspannt wie immer nehme ich an.

    1. Danke Claus,
      tut mir leid dass Du bei der TTdR nicht mit dabei bist. Aber letztendlich ist es bestimmt die richtige Entscheidung. Ich hatte das gleiche Problem 2012 beim Churfrankenlauf. Eigentlich wusste ich dass ich es nicht drauf habe. Trotzdem habe ich die Entscheidung immer wieder verschoben. Als ich endlich abgesagt hatte, fühlte ich mich besser und hatte letztendlich noch einen richtig guten Saisonabschluss!
      Und wenn´s 2016 wieder eine TTdR gibt, laufe ich vielleicht die 100 Meilen! 😉

  6. Wow, krasses Programm, aber auch irgendwie genial!
    Da wünsche ich dir jetzt schon mal viel Spaß und alles Gute!
    Wie du sagt, die Vorbereitung passt und wenn du die Sache jetzt schön ruhig angehst, dann wird das schon werden!

    Lass es krachen!

    1. Danke Steve,
      zwar passt alles, aber so ein bisschen Grummeln im Bauch hab ich schon. Zwar war ich schon mal 12 Stunden unterwegs, aber da hatte ich nicht vor drei Tage später einen Marathon zu laufen! 😉
      Manchmal muss man einfach was wagen!

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