Suunto Ambit2 – I love it!

Seit einem halben Jahr nutze ich nun die Suunto Ambit2. Und ich muss sagen ich bin rundum zufrieden. Seit ich die Ambit2 besitze hat es noch keine meiner sonstigen Uhren geschafft den Platz am Handgelenk zurück zu erobern.

Die Verbindung zwischen Herzfrequenzgurt und Uhr funktioniert nach den letzten Updates besser. Ich denke mal dass das Problem weniger an der Verbindung Gurt/Uhr liegt, sondern eher an der Verbindung Gurt/Gerd.
Hier habe ich mit einem Ultraschallgel, welches ich auf die Kontaktflächen auftrage, gute Erfahrungen gemacht. Bei ganz langen Läufen reißt der Kontakt schon hier und da mal ab, aber mit ein bisschen Spucke und Richten des Gurtes klappt dies auch.

Seit dem letzten großen Update bietet die Ambit2 noch mehr. Nun werden auch anstehende Trainings auf der Uhr angezeigt. Während des Trainings zeigt die Uhr an wann ich die Hälfte des geplanten Trainings geschafft habe und wann der Zielwert erreicht ist.
Weiterhin können im Logbuch nun alle Runden an der Uhr direkt angezeigt werden. Dies war vorher nur nach dem Übertragen in movescount möglich.
Ein paar weitere Neuerungen sind unter anderem:

  • Neuer, einfacher Inbetriebnahmeassistent
  • Trittfrequenzmessung direkt mit der Uhr (kein Fußpod erforderlich)
  • automatische Kalibrierung Fußpod
  • Anzeige schnellster km in der Logdatei-Zusammenfassung
  • Schnellnavigation
  • Übergänge im Triathlonmodus
  • Sturmwarnung
  • Wettertrend
  • einfachere Kompasskalibrierung
  • neue Wegepunkt-Navigation
  • usw.

Die ganze Einstellung, Abwicklung und das Auswerten der einzelen „Moves“ wie die Einheiten bei Suunto sich nennen, geschieht bei Movescount. Ohne eine Anbindung an Movescount geht ziemlich wenig. Vielleicht der einzige Nachteil den ich im Augenblick finden kann.

Wie bereits in meinem ersten Bericht angesprochen gehe ich davon aus, dass die Uhr noch wesentlich mehr Potential hat und dieses auch nach und nach von den Entwicklern freigelegt wird.

Dazu die Möglichkeit sich individuell eigene Apps zu erstellen oder auf tausende vorhandene Apps zuzugreifen machen aus der Ambit2 ein universelles Trainingsgerät das ihresgleichen sucht.

Ambit2 Multitalent
Ambit2 Multitalent

Ich habe mich zwar bisher an die komplexe App-Erstellung noch nicht heran gewagt, aber die eine oder andere Anpassung von vorhandenen Apps funktioniert schon ganz gut. So habe ich mir zum Beispiel die „Ghost Runner“-App mit meiner eigenen gewünschten Trainingsgeschwindigkeit eingestellt. So habe ich stets den Überblick ob ich mein geplantes Tempo einigermaßen halte. Ich denke mal dass in der App-Entwicklung das größte Potential steckt. Was mir hier noch ein wenig fehlt ist eine deutsche Anleitung für dieses gewaltige Instrument.

Aber auch in den bereits vorgefertigten Sportmodis gibt es massenhaft Möglichkeiten die Uhr individuell anzupassen.
Der neue Multisportmodus erlaubt die Kombination von zwei Sportarten im Wechsel und bietet hier auch mehrere Möglichkeiten ein individuelles Trainingsprogramm oder eine spezielle Trainingsvariante zu erstellen. Für die Triathleten gibt´s bereits vorgefertigte Modi.

Ambit2 Sportmodi Triathlon
Ambit2 Sportmodus Triathlon

Ich habe mir zum Beispiel für den Bambinilauf bei der TTdR einen eigenen Sportmodi zusammengestellt. Ich habe die Laufzeit der Uhr gegenüber der Standarteinstellung erhöht und nutze eine etwas geringere GPS-Genauigkeit. Für das eher etwas langsamere Tempo ist die Genauigkeit immer noch ausreichend und exakt, aber die Laufzeit erhöht sich um satte 8 Stunden.

Ambit2 Sportmodus TTdR 100 Teil 01
Ambit2 Sportmodus TTdR 100
Teil 01
Ambit2 Sportmodus TTdR 100 Teil 02
Ambit2 Sportmodus TTdR 100
Teil 02

Weiterhin passe ich meine Display so an, dass mir nur die Werte angezeigt werden, die mir während des Laufes notwendig erscheinen. Wie man sieht hat die Ambit2 noch viel mehr Möglichkeiten alles individuell einzustellen. Da sollte eigentlich jede Anforderung befriedigt werden.
Wenn nicht muss man sich halt ein wenig mit der App-Erstellung befassen.

Jedenfalls ist die Summe der Einstellmöglichkeiten enorm und es ist nicht immer ganz einfach den Überblick zu bewahren.

Ambit2 Übersicht Einstellungen
Ambit2 Übersicht Einstellungen

Ich war schon bei meinem ersten Bericht von der Uhr überzeugt und ich bin es nach weiteren 4 Monaten eher noch mehr. Die Ambit2 bietet mir so ziemlich alles was ich mir von einer Sportuhr wünsche. Und wie bereits erwähnt bin ich mir sicher, dass die Ambit2 auf Grund ihrer Möglichkeiten noch viel mehr Potential bietet und dieses in Zukunft auch nutzen wird.

Für mich eigentlich kein besonderer Grund zur Freude.
Denn nun gibt es keinen Grund mir öfters eine neue Uhr zu gönnen!

6 Gedanken zu „Suunto Ambit2 – I love it!“

  1. Ich liebe die Ambit genauso wie du. Habe zwar „nur“ die 1er, lasse seitdem aber auch keine andere Uhr mehr an mein Handgelenk.

    Für den Zugspitz Ultratrail muss ich mir auch noch ein bisschen was an Einstellungen zusammenbasteln, da die Uhr sonst nicht bis zum Schluss durchhält. Bin mal gespannt ob man signifikante Unterschiede zwischen den GPS-Intervallen bei der Genauigkeit merkt.

    Viele Grüße

    Steve

    1. Hi Steve,
      Wenn Du den Modus für die Aufzeichnung nur minimal reduzierst, macht dies bei der Genauigkeit kaum was aus. Probier’s im Training einfach mal aus.
      Ich finde die Genauigkeit mehr als ausreichend.

  2. Interessant. Sollte mal mein oller Garmin 205 den Geist aufgeben (was ich ehrlich gesagt gar nicht hoffe), dann hole ich mir bei Dir Rat ein. Irre, was die Dinger so alles können. Mir reichen eigentlich Distanz, Pace und einfache Navigation aber irgendwann werde ich bereit für Höheres sein. 🙂

  3. Lieber Gerd,

    wahrscheinlich nutzen wir sowieso nur die Hälfte der ganzen Funktionen unserer Sportuhren, aber es ist ein absoluter schöner und begeisterungsfähiger sowie motivierender Ausrüstungsgegenstand 😉 deshalb ist es auch wichtig, sich in diesem Bereich als „Gear-Junkie“ immer mal wieder was zu gönnen. Ich habe ja noch die Ambit 1 und bin voll und ganz zufrieden, ich warte aber auf die 3er 😛

    Salut
    Christian

    1. Hi Christian,
      „Gear-Junkie“ find ich gut! 😉
      Und ich bin mir sicher, dass wir immer wieder einen Grund haben unserer Sucht zu folgen. Wenn ich mit solchen „Süchten“ durch das Leben komme kann ich gut damit leben! 😉
      Schönes WE!
      PS: Ich werde im Herbst mal die Nibelungensteigtour für nächstes Jahr planen. Ich melde mich rechtzeitig bei Dir!

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