Zu schnell für die Kamera!

Ein Negativlauf ist leider kein Sport

Es gibt Momente im (Läufer)Leben da hat man das Gefühl man steht auf der Stelle. Sozusagen ein Negativlauf. Alles was man sich vornimmt und plant geht irgendwie in die Hose. Die Gesundheit spielt nicht mit und der Rest fügt sich dann zwangsweise nahtlos ein. Alles läuft sozusagen negativ.

Lüftsprünge sind nicht angesagt
Lüftsprünge sind nicht angesagt

Nachdem ich das erste Mal seit fünf Jahren den Saisonabschluss Frankfurt Marathon absagen musste, hat sich mein Dasein in eine Art Winterschlaf verabschiedet.
Die alten Knochen zwicken immer noch und mein linker Fuß will sich nicht so Recht zum Besseren kehren. Tendenziell tippe ich mal auf Arthrose was die Schmerzen in den Fußgelenken anbetrifft.
Während der Bewegung ist alles schmerzfrei, aber nach Ruhephasen wie durch die Schlafenszeit in der Nacht, sind die ersten 5 Minuten jeden Morgen eine Qual.
So richtig Spaß macht das nicht wirklich.
Sollte sich der Arthrose-Verdacht bestätigen sieht’s mit der Lauferei zukünftig nicht unbedingt rosig aus. Aber so richtig konnte mir bisher noch kein Arzt die Sache erklären.

Herbstzeit
Herbstzeit

Und wenn das mit dem Laufen nicht so klappt wie man es gewohnt ist und auch liebt, kommen natürlich noch die jahreszeitbedingten Erkältungskrankheiten dazu. Zwar mache ich den einen oder anderen langen Spaziergang durch die heimischen Wälder und schaffe ab und an einen kurzen 10er im Lauftempo, aber so richtig regelmäßig ist das alles nicht.

Da muss man durch
Da muss man durch

Entsprechend ist der Frustfaktor ziemlich hoch und die „freigewordene Zeit“ wird nicht unbedingt für sinnvolle Freizeitbeschäftigungen verwendet. Abhängen und der Winterdepression frönen! Toll!

Ausblick
Ausblick

Da ich auch keinerlei Interesse habe für 2015 irgendwelche läuferischen Saisonplanungen anzugehen, nimmt zwangsweise neben der Trägheit auch noch der Bauchumfang zu. Im Augenblick ist das Gewicht das einzige was sich nach oben entwickelt. Leider verhält sich das Allgemeinbefinden nicht unbedingt proportional dazu.

Gipfelstürmer in Warteposition
Gipfelstürmer in Warteposition

Also was macht man dagegen?
Ein gutes Buch lesen, einen Film schauen oder Musik hören. Bestimmt keine schlechten Ideen aber kein Ersatz für den Bewegungsmangel.
Vielleicht sollte ich mich während der Wintermonate konsequent mal mit Kräftigung und Gymnastik fit halten und die Ruhe bewahren. Schließlich hat mich ein gewisses Maß an Gelassenheit bisher immer wieder nach vorne gebracht. Warum auch nicht bei diesen „Negativlauf“.

Also heißt es mal wieder alle positive Energie zu sammeln und zuversichtlich nach vorne zu blicken. Immer wieder die Laufschuhe schnüren und kleine Runden drehen.
Dranbleiben und nicht nachlassen. Positiv Denken und nie die Hoffnung verlieren das es aufwärts geht. Ich bin mir sicher dass nach einem Tief wieder ein Hoch erscheint und die besseren Tage schon an der nächsten Ecke stehen könnten. Ich muss es lediglich bis dahin schaffen.
Und wenn nicht dann geht´s halt zur nächsten Ecke!

Vorwärts
Vorwärts

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

14 Gedanken zu „Ein Negativlauf ist leider kein Sport“

  1. Mist, lieber Gerd! Dass es mir nicht besser geht, wird dir kein Trost sein! Aber wir schaffen das. Im Moment bleibt uns halt nur Ausgleichstraining, dazu der Versuch, im Umgang mit Essen wenigstens einen Rest Selbstdisziplin zu bewahren. Mit genügend Geduld kommen wir wieder raus aus dem Loch.

    Liebe Grüße,
    Anne

    1. Herzlichen Dank Anne,
      Selbstdisziplin und Essen beißen sich bei mir im gleichen Satz! 😉
      Aber ich denke mal das wird auch wieder besser. Das mit dem Laufen, nicht die Sache mit der Selbstdisziplin und dem Essen! 😉

      Genieße den Herbst!

  2. Es wird wieder alles gut werden, sei es mit Laufen oder mit dem Rest! Aber das hilft dir wahrscheinlich nicht viel im Moment. Nimm dir ein wenig Zeit, um ein wenig zu hadern mit dem Schicksal. Du wirst schon merken, wenn es Zeit ist die Negativität wegzuschütteln.

    Und für einen Negativlauf hast du ganz schön schöne Fotos gemacht. Besonders das Pfützenbild hat es mir angetan!

    1. Ganz herzlichen Dank für die Blumen!
      Es hilft ja eigentlich auch nichts zu Jammern. Aber wenn man das Laufen nun mal so lieben gelernt hat, ist es schon eine harte Geduldsprobe!

  3. …ach, so ein Mist. Lass Dich von dieser Situation aber nicht runter ziehen, lieber Gerd! Die Sache mit dem Bauchumfang kommt ebenso wieder in Ordnung, wie die Sache mit dem Laufen – wahrscheinlich beides zugleich. Geduld ist hier wohl unabdingbar und ich wünsche Dir eine große Portion davon. Hilft ja nix… :-/

    1. Danke Eddy,
      als Leidensgenosse in Bezug auf Gewichtskontrolle kannst Du die Problematik ja ganz gut nachvollziehen. Aber wir sind ja auch mit unseren „Röllchen“ ganz nette Zeitgenossen.
      Und irgendwann „läuft´s“ ja auch wieder! 😉

  4. Lieber Gerd,
    Du kennst das auf und ab sehr gut aus der Vergangenheit, sowohl was das Gewicht angeht als auch die läuferischen Erfolge und Ziele. Keine Planung zu haben hilft doch erstmal, dann brauchst Du Dich auch nicht stressen.Kurier Dich aus, freu Dich auf die kommenden läuferischen Taten und verfall nicht in alte Muster, aber da mach ich mir bei Dir keine Sorgen. Du packst auch dieses Tief und denk daran: es kann nur besser werden 😉

    Salut
    Christian

    1. Danke Christian,
      Die dunkle Jahreszeit unterstützt natürlich solch negative Stimmungen noch mehr. Da muss man schon einiges an Kraft aufwenden immer wieder aufzustehen. Aber als Kämpfer werde ich mich wohl der Sache wieder stellen.
      Und natürlich mit der erlernten Gelassenheit!

  5. Lass Dir von einer häufig Verletzten sagen: Es geht rum und wird besser. Das Schlimmste ist ja die Ungewissheit. Wenn man den Feind kennt, kann man besser damit umgehen.

    Ich drück Dir alle Daumen zur baldigen Besserung und erspare mir jegliche Tipps zu Alternativsportarten. Die will ich in solchen Fällen nämlich auch nie hören.

    Machs gut und Kopf hoch!
    Anja

    1. Danke für deine Nachsicht,
      so richtig Bock auf Alternativen habe ich echt nicht. Aber irgendwas muss ich machen sonst wird’s als schlimmer. Ich denke ein bisschen Geduld wird’s wohl brauchen.

  6. Hallo Gerd,
    Krafttraining und Gymnastik finde ich eine gute Idee.
    Vielleicht kannst du auch mal ein bisschen Crosstraining (Radfahren, Schwimmen o.ä.) einstreuen.
    Wünsch dir gute Besserung!
    Jan

    1. Danke Jan,
      ich werd’s mal versuchen. Das Problem ist, dass ich außer dem leidenschaftlichen Laufen eigentlich nichts anderes so richtig mag.
      Vielleicht geht’s wieder ein bisschen mehr aufs Mountainbike!

  7. Kommt mir irgendwie vom Morbus Bechterew bekannt vor. Bleibt mir leider Kopf hoch zu sagen, es kommen auch wieder bessere Zeiten!
    Saison ist eh gelaufen, jetzt machst halt „Mentaltraining“ fürs nächste Jahr.

    Sport frei!
    Thomas

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