Ups and Downs – So ist das Leben

Da es die letzte Zeit ja nicht unbedingt gut bei mir läuft und bei den Ups and Downs eher der Schwerpunkt auf den „Downs“ liegt, habe ich mir mal die zurückliegenden Jahre angeschaut in denen ich den Sport, in erster Linie das Laufen, für mich entdeckt habe.
Wenn man sich die nachfolgende Kurve in Bezug auf Trainingsumfänge und Fitness so anschaut, ist der augenblickliche Zustand ja eigentlich nichts Besonderes. Im Laufe der letzten Jahre gab es immer wieder Zeiten an denen man ziemlich tief unten war. Also eigentlich Jahre voller Ups and Downs!

Eigentlich nichts Neues!
Eigentlich nichts Neues!

Als Erkenntnis aus dem Rückblick müsste man ja ganz entspannt bleiben, wohl wissend, dass es ja irgendwann auch wieder bergauf geht. Trotzdem hat man immer wieder das Gefühl man kommt aus seinem Loch nicht wieder heraus.

Woran liegt das???
Erstens ist für mich die Jahreszeit ein schwerwiegendes Hemmnis. Dunkelheit und dazu passende Witterungen sind nicht unbedingt Motivationsfördernd wenn man nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt. Zumal in Bezug auf Arbeit wieder mal ein Punkt erreicht ist an dem ich mir Gedanken machen muss wie es weitergeht. Schließlich bin ich ja ein gebranntes Kind und sollte die Zeichen erkennen wenn einem etwas wieder über den Kopf wächst. Wenn man jeden Tag um 5:30 Uhr das Haus verlässt und erst wieder um 17:30Uhr zurückkehrt, kann dies auf Dauer nicht gesund sein.

Die Zeichen sind erkannt. Jetzt heißt es Lösungen zu erarbeiten und zu handeln. Ich muss eingestehen selbst im öffentlichen Dienst eine Mammutaufgabe. Aber ich werde nicht nachlassen. Schließlich kenne ich die Folgen und habe mir geschworen dass es nie mehr wieder dazu kommt. Wenn ich nicht versuche etwas zu ändern, wer soll es dann für mich tun?

Wenn man dann auch noch ein paar Zipperlein hat, und die werden bei zunehmendem Alter nicht gerade weniger, dann fällt es unheimlich schwer die Laufschuhe zu schnüren und seine Runden durch die Dunkelheit zu drehen.VerschiedenesNun hat die vorweihnachtliche Zeit ja zusätzlich weitere Fallen für Menschen wie mich ausgelegt. Als Süßigkeitenjunkie kommt man kaum an irgendeiner Ecke vorbei die nicht mit irgendwelchen Verlockungen überhäuft ist. Folge dieser unwiderstehlichen „Weihnachtsfallen“ ist völlig überraschenderweise eine kleine Korrektur meines Gewichtes. Leider in die falsche Richtung.

Und als endgültiger „Down-Faktor“ hilft dann die Tatsache dass ich ein Mann bin. Männer können nämlich wesentlich intensiver und schlimmer Jammern als jedes andere Lebewesen. Männer sind immer am schwersten betroffen und müssen das ganze Leid der Erde auf Ihren breiten Schultern tragen. Und überhaupt!

Und so entwickelt sich die aktuelle Krise, wie alle Krisen vorher, zu der schlimmsten in meinem Läuferleben. Wohlwissend dass irgendwann wieder aufwärts geht suhlt man sich in seinem eigenen Leid. Möchte bemitleidet und in den Arm genommen werden.
Ist ja einfacher als den Arsch hoch zu kriegen und die Sache selbst anzugehen.
Aber meiner ist schon ein paar Zentimeter nach oben gerückt und ich kann die nächste Bergspitze schon im Nebel erkennen. OK, sagen wir eher ich vermute sie hinter dem Nebel.

Und jetzt ziehe ich meine Laufschuhe an und trabe eine kleine Runde um den Block. Ich kann ja nicht den ganzen Tag vor mich her jammern.
Auch wenn´s die einfachste Variante ist!
Genug mit den „Downs“, suchen wir die „Up`s“!

24 Gedanken zu „Ups and Downs – So ist das Leben“

  1. Eigentlich müssten die ganzen Leckereien doch erst recht Ansporn sein, sich im Anschluss ein wenig zu bewegen 😉

    Und, wenn das doch nicht klappt: Es ist ja Winterzeit. Da darf man den Sport auch einmal etwas hinten anstellen.

  2. Gerd, bald werden die Tage länger, es gibt mehr Licht, mehr Lust und Gelegenheit im Hellen zu laufen – und dann steigt auch wieder der Gute-Laune-Pegel und die Motivation und Kraft, einiges was nicht so gut läuft, in Angriff zu nehmen! Ich drücke dir die Daumen und wünsche schon mal schöne Weihnachtstage!

    1. Danke Andreas,
      wenn´s gesundheitlich mal nicht ganz so rund läuft kommt meistens noch viel mehr an Problemen dazu. Deshalb ist für mich das wichtigste die Gesundheit. Der Rest ist Zugabe!
      Auch Dir ein paar schöne Feiertage!

  3. Dass mit dem Jammern muss manchmal einfach sein. Auch ich habe da durchaus Talent drin. Was deine Motivation betrifft, so kann ich sie gut nachvollziehen. Lauftechnisch habe ich zur Zeit auch einen kleinen Durchhänger, weswegen ich manchmal bewusst länger arbeite, um dadurch mein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Das ist aber alles nur temporär und bei dir sicher nicht anders. Da ich dein Blog nun schon eine ganze Weile verfolge, weiß ich, dass das nächste Up bald wieder kommt. Bis dahin kannst du dich also durchaus mal bei einem leckeren Lebkuchen entspannen, vor allem auch von der Arbeit.

    Beste Grüße, Daniel.

    1. Hi Daniel,
      also wegen der Motivation arbeite ich nicht länger. Da würde ich lieber laufen. 😉 Es ist im Augenblick einfach zu viel.
      Also muss ich was ändern.
      Und mit dem Up hast Du bestimmt Recht. Manchmal bin ich halt ein bisschen ungeduldig. Besonders nach so einem ersten Halbjahr. 🙁

    1. Danke Margitta,
      das Wissen, dass es wieder aufwärts geht habe ich ja. Das Problem ist wie immer die ausreichende Geduld. Aber ich denke das passt im Augenblick auch.
      Und den gespendeten Trost nehm ich natürlich gerne! 🙂

  4. Noch eine Woche Gerd,
    dann werden die Tage wieder länger, bzw. es ist länger hell. Die Tage bleiben gleich lang, wobei Du da was machen solltest, wenn Du nicht jeweils 2 Stunden Weg zur und von der Arbeit hast, läuft etwas aus dem Ruder.

    Alternativ kann ich eine Erkältung empfehlen, die hilft bei Laufpausen…

    Dir viel mehr ups als downs im nächsten Jahr.

    1. Stimmt Klaus,
      leider sind Hin- und Rückweg jeweils nur ne knappe Stunde. Wenn ich laufen würde wäre ich noch länger unterwegs.
      Entsprechend MUSS da was passieren. Aber es ist wie überall. Wenn Du dich nicht selbst darum kümmerst, passiert nie was! 😉

  5. Lieber Gerd,

    Du erkennst die Zeichen und versuchst Maßnahmen zu ergreifen. Das ist sicherlich anstrengend aber eben auch lösungsorientiert. Ich werfe Dir eine Portion Optimismus und Helligkeit zu.

    Gruß
    Anja

    1. Danke Anja,
      lösungsorientiert kann manchmal sehr, sehr ermüdent sein. Vor allem wenn man das Gefühl hat man es interessiert keinen. Wenn´s dann wieder in die Hose geht tun alle betroffen.
      Ich werde es nicht dazu kommen lassen.

  6. Ach lieber Gerd,

    was soll ich dazu nur schreiben, außer dass Du nicht allein mit so etwas dastehst. 5:30 weg, 17:30 heim; das im öffentlichen Dienst; kenne ich nur zu gut. Energie für den eigentlich so nötigen Ausgleich bei Dunkelheit aufbringen; keine Chance.
    Notbremse rechtzeitig ziehen. Tief durchatmen. Resetknopf betätigen, nicht zu viel auf einmal verändern wollen und Rückschläge abhaken. Also nicht um den vertilgten Weihnachtsmann jammern, der nun auf den Hüften hockt, sondern sich eingestehen, dass man ihn zwar vernascht aber deshalb dann auch genießen kann. 😉
    Virtuell in den Arm nehmen tue ich Dich immer gern, weil ich nämlich weiß, dass selbst dieses echt gut tut.
    LG Moni

    1. Herzlichen Dank Moni,
      die meisten Leute sind ja immer noch der Meinung, dass wir Morgens ins Amt fahren und nach 8 Stunden hinter dem Schreibtisch herumlungern wieder nach Hause. Die meisten meiner neuen Kollegen hatten auch die Hoffnung ein wenig ruhiger arbeiten zu können als vorher.
      Sie mussten Ihre Meinung schmerzhaft revidieren. 😉
      Aber ich arbeite an Veränderungen. Auch dies ist schon ein Grund nicht aufzugeben!

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