Bewältigung von Lebensaufgaben durch Orientierung am Sport

Laufen zur Unterstützung der großen Lebensaufgaben ……

hat sich als sich die letzten Jahre stets bewährt. Wenn das Wetter noch nicht mal winterlich sondern nur noch ekelhaft ist und man den ganzen Tag das Licht brennen lassen muss, dann hilft eine Runde durch die frische Luft immer seine Gedanken zu sortieren. Mir persönlich fehlt dies im Augenblick ganz besonders. Die Verletzung ist noch nicht 100%ig auskuriert und ich muss mich schwer zügeln um nicht meine Laufschuhe anzuziehen um eine Runde zu drehen. Ich weiß dass dies definitiv das Leiden letztendlich nur noch verlängern würde. Also übe ich mir immer wieder in Geduld und hoffe dass die Leidenszeit endlich ein Ende nimmt.
Wenn man als i-Tüpfelchen dann noch Rückschläge im privaten Bereich einstecken muss und sich das ganze Leben neu orientieren muss, ist es eine harte Prüfung nicht einfach den Kopf in den Sand zu stecken und die Segel zu streichen.

Abtauchen gilt nicht
Abtauchen gilt nicht

Sich in Selbstmitleid baden und Gott und die Welt für seine schwierige Position verantwortlich zu machen. Wäre eine einfache Variante die gerne gewählt wird und meistens auch noch von seinen Mitmenschen getragen würde. Und meine Erfahrung hat gezeigt dass die großen Lebensaufgaben stets dann auftauchen wenn man nicht damit rechnet. Und es kommen in einem Leben verdammt viele auf einen zu.

Aber ich habe durch das Laufen gelernt zu kämpfen. Nicht mit dem Vergangenen und dem Jetzt hadern. Nach vorne schauen und mit dem Wissen gesegnet zu sein dass es weiter geht egal wie weh es manchmal tut. Hinter der nächsten Steigung geht´s wieder den Berg herunter und irgendwann taucht auch wieder das Ziel auf. Und dieses Ziel muss man sich nicht nur sportlich sondern auch privat setzen. Eine Lebensaufgabe als sportliches Ziel zu sehen hilft es zu bewältigen.

Ziele die vielleicht manchmal ganz, ganz weit weg zu scheinen sein. Aber wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass man wesentlich mehr leisten kann als man denkt, dann sollten den sportlichen Erfolgen die privaten Aufgaben auf keinen Fall nachstehen. Es heißt ein Ziel zu definieren, daran zu glauben und es abzuarbeiten. Egal wie lange es dauert. Kämpfen, Dran bleiben und immer wieder Aufstehen und Kämpfen!

Endlich am Ziel
Endlich am Ziel

Wo dieses schweren Aufgaben letztendlich zu bewältigen sind ist zweitrangig. Es werden sich die Prioritäten im Leben stets verschieben. Wenn die privaten Aufgaben nun mal die oberste Priorität haben, dann ist nun mal so. Dann wird das Laufen als Unterstützung und Quelle der Kraft genutzt. Raus gehen und sich die Seele aus dem Leib laufen hilft manchmal ungemein. Es bläst den Kopf frei und hilft die schwierigen Dinge wieder neu anzugehen. Aber auch dafür muss man Gesund sein und entsprechende Geduld aufbringen.

Sehen wir das Leben doch einfach als einen ewigen Etappenlauf. Ein Lauf der sich aus vielen kleinen Zielen zu einem großen gesamten Lebensziel zusammensetzt. Es wird schlechte Etappen geben. Es wird sogar Etappen geben die man ausfallen lassen muss. Aber letztendlich wird man den gesamten Weg gehen müssen. Ob man will oder nicht. Es gibt keine Abkürzungen.

Manchmal muss man einfach durch!
Manchmal muss man einfach durch!

Also nehmen wir die nächste Etappe in Angriff. Egal wie schwierig sie scheint. Das Terrain ist unbekannt, aber Tag für Tag lernen wir die aktuellen Lebensaufgaben neu zu bewältigen. Neue Erfahrungen helfen wieder weiter zu kommen und das nächste kleine Etappenziel zu erreichen. Und wenn wieder ein Ziel erreicht, sei es noch so klein, dann sollte man dies auch gebührend feiern.

Und so werden wir auch zukünftig alle Lebensaufgaben sportlich angehen und hoffentlich auch positiv finishen.

Gehen wir´s an!

Positiv die Sache angehen!
Positiv die Sache angehen!

 

21 Gedanken zu „Bewältigung von Lebensaufgaben durch Orientierung am Sport“

  1. Hallo Gerd,

    ich bin zufällig über andere Läuferblogs auf Deine Seite gestoßen, weil ich seit kurzem auch einen Laufblog habe.
    Dein Bericht hat mich sehr berührt und beeindruckt.
    Ich hatte im letzten Jahr, das im Frühjahr so gut begann, auch mit einer Verletzung zu kämpfen. Die ganze Saison war dahin. Es war einfach nur furchtbar, wobei ich insgesamt noch Glück hatte. Die Laufpause hielt sich in Grenzen, und da ansonsten alles in Ordnung war, habe ich mir zu dem Zeitpunkt immer gesagt: Anderen geht es bestimmt schlechter.
    Laufen ist für mich auch ein Lebensinhalt. Daher fühle ich mit Dir.

    Aber Kopf hoch! Niemals aufgeben! Das Leben besteht aus einem Auf und Ab … Irgendwann geht es daher auch wieder aufwärts!

    Ich wünsche Dir alles Gute!
    Julia

    1. Herzlichen Dank Julia für deinen Kommentar,
      muss die Tage mal auf einen Gegenbesuch bei Dir vorbeikommen. Verletzungen sind zwar ein Ärgernis und kommen meist zu einer unmöglichen Zeit, aber haben doch meist einen tieferen Sinn. Irgendetwas stimmt im feinen Gefüge nicht.
      Und dann ist es wie im wahren Leben. Man muss heraus finden woran es liegt, wie man es ändern kann und es dann vor allem angehen.
      Manchmal dauert es halt ein bisschen länger bis alles wieder im Lot ist, aber aufgeben gilt nicht!
      Wie im Sport, so auch im Leben!

  2. Lieber Gerd,

    da gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Eine Etappe nach der nächsten und immer nach vorn schauen. Ich halte dir ganz fest die Daumen, dass es bald bergauf geht und diese Etappe schnellstmöglich hinter dir lassen kannst.

    Liebe Grüße. Nadin

    1. Herzlichen Dank Din,
      manch Etappe ist vielleicht auf den ersten Blick unüberwindlich, aber wenn man mal losgelaufen ist und das Ziel fest im Auge behält, dann schafft man auch solche Aufgaben!
      Ich sehe es positiv und werde die Aufgabe entsprechend angehen!

  3. Ich drücke dir die Daumen, dass du bald wieder die schönen Seiten des Lebens genießen kannst. Ob dass nun das Laufen oder was auch immer ist. Wie ich das so lese, bist du ja nicht jemand, der den Kopf in den Sand steckt – das wird also bestimmt bald wieder!

    1. Danke Martin,
      Kopf in den Sand stecken gibt´s nicht. Manchmal sind die Aufgaben zwar schwer und scheinen erst einmal unlösbar, aber Erstens könnte es stets schlimmer kommen und Zweitens lohnt es sich immer zu Kämpfen!

  4. Lieber Gerd,
    das hast Du schön geschrieben. Mir gefällt der Vergleich mit dem Etappenlauf, mit seinen vielen unterschiedlichen Ausprägungen oder auch mal Ausfällen. Gewiss ist, dass es immer weitergeht und im Ziel sind alle Strapazen vergessen!
    Ich wünsche Dir alles gute für Deine nächste Etappe!
    Liebe Grüße
    Bianca

    1. Danke Bianca,
      der Sport kann einem für das ganze Leben stets nützlich sein. Und dies nicht nur hinsichtlich der Gesundheit. Die Psyche schulen ist mindestens genauso wichtig!

  5. Lieber Gerd,

    das Leben als Etappenlauf ist ein schöner Vergleich. Es scheint als komme eine sehr unschöne Etappe auf dich zu. Ich wünsche dir alle Kraft, um sie zu durchstehen Schritt für Schritt!

    Und ja wir wissen, dass du kämpfen kannst aus deinen Blogberichten!

    1. Ich danke Dir ganz herzlich,
      manchmal muss man ziemlich schwere Wege gehen. Aber genau dann zählt es. Durchbeißen und immer an das positive Ende denken! Und dies werde ich auch aktuelle wieder anwenden!

  6. Lieber Gerd,

    Läufer können kämpfen – das hast du schon oft am eigenen Leib erfahren! Das können sie auch in Phasen, in denen das Fahrwerk nicht mitspielt und in denen es nicht um das Ankommen bei einem Lauf, sondern um den Umgang mit ganz anderen Herausforderungen des Lebens geht. Hier wie dort gilt: Wenn’s hart wird, nicht an die großen Hürden vor einem denken, sondern immer nur an die nächsten Schritte. So wird auch der höchste Berg letztlich genau so bezwungen wie eine kleine Bodenwelle: Linker Fuß – rechter Fuß – linker Fuß – …! Du denkst positiv – und das ist gut, denn so schaffst du das! Bestimmt!

    Liebe Grüße & toitoitoi für das, was vor dir liegt,
    Anne

    1. Danke Anne,
      das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Manchmal, oder sogar ziemlich oft, ist es harte Arbeit. Da muss man halt kämpfen.
      Als Sportler lernt man so etwas und kann es nutzen.
      Ich bin froh das ich dies durch das Laufen gelernt habe!

  7. Hallo Gerd!

    Du hast es sehr schön beschrieben: Das Auf und Ab, die unvorhersehbaren Wendungen und Herausforderungen. Aufstehen und Kämpfen/weiterlaufen! So meistern wir das Etappenrennen unseres Lebens! Danke!

    Gruß Martin

  8. Ich hoffe natürlich, dass Du bald wieder gesund bist und laufen kannst, dann werden die anderen Dinge hoffentlich auch leichter fallen. Stimmt schon, manchmal muss man sich einfach sagen: Ich hab schon ganz andere Dinge geschafft, dann pack ich das jetzt auch noch. Und wer 100 km laufen kann….

  9. lieber Gerd, ich wünsche mir, 2016 mit Dir im Gras vor dem Rheinorange zu sitzen 🙂 nach getaner Arbeit und zufrieden. Dann kauf ich uns ein Eis 🙂 Grüßles, Kati

    1. Danke Marek,
      ich hoffe doch dass ich im Sommer keinen Aufbau mehr brauche.
      Wenn man positiv denkt, kann man verdammt viel erreichen.
      Es ist zwar nicht immer einfach, aber einfach kann ja jeder!

  10. Lieber Gerd,

    ich hoffe sehr, dass Dich die momentane Situation nicht aus der Bahn wirft. Ich wünsche Dir nur das Beste und gebe Dir Recht, auch die Erinnerung ans Laufen kann helfen. Du hast schon so viel in den letzten Jahren erreicht, Du schaffst das jetzt auch….

    Salut

    1. Danke Christian,
      da bin ich von Tag zu Tag sicherer. Gemeinsam sind wir nicht klein zu kriegen und heutzutage gibt es genügend Möglichkeiten.
      Wir sind positiv eingestellt und werden die Aufgabe meistern!

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