Laufbloggercamp 2015 – Technik, Ernährung und einzelne Socken

Nach Monaten der Unzufriedenheit und Unsportlichkeit habe ich mich dieses Jahr besonders auf das Laufbloggercamp 2015 gefreut. Der Harz ruft und die Laufblogger strömen aus dem ganzen Land heran um ein paar gesellige und sportliche Tage im Harz zu verbringen.
Es waren ursprünglich ein paar mehr Zusagen als im letzten Jahr, aber am Schluss trafen sich neben dem „harten Kern“ und ein paar „Frischlingen“ genau 13 laufverrückte Blogger am Fuße des Brocken in Hohegeiss.

LaufbloggerCamp 2015
Es war die Hitze….


Anreise am Freitag den 16.07.2015. Geplant war in Ruhe gegen 10:30Uhr in Darmstadt zu starten und sich dann in Frankfurt mit Hannes im ICE nach Göttingen zu treffen.
Aber ich hatte die Rechnung ohne die Deutsche Bahn gemacht. Gleich für den ersten Anschluss in Frankfurt hat´s nicht mehr gereicht. Entsprechend war die Reservierung weg und ich musste eine Stunde später im ICE nach Göttingen mit einer Unterkunft vorm Klo zufrieden sein.
Irgendwie hatte ich wohl eine negative Aura zu diesem Zeitpunkt. Kein Schaffner wollte meine Fahrkarte sehen.

LaufbloggerCamp 2015
Zugfahrt

Ab Göttingen klappte dann alles perfekt und ich erreichte 1 Stunde später als erwartet den Bahnhof in Herzberg. Hannes hatte bereits das Vergnügen sich eine Stunde lang die Sehenswürdigkeiten des Herzberger Bahnhofes und der Umgebung anzusehen.
14:30Uhr war letztendlich kein Beinbruch, da Eddy und Daniel sich erst gegen 16:00Uhr angekündigt hatten. Schließlich hat man sich lange nicht gesehen.
Die nächsten Stunden bis 18:30Uhr lasse ich hier jetzt einmal unkommentiert. Unser Abholkommando hatte auf jeden Fall aufgrund von „internen Kommunikationsdifferenzen mittels prioritätendifferenzierter satellitenunterstützer Navigationsproblemen“ einen leichten Verspätungsansatz, welcher uns leider erst gegen 19:00Uhr im Haus Gifhorn in Hohegeiss ankommen lies. Entsprechend hatte Hannes und ich ausreichen Gelegenheit den Bahnhof zu erkunden und auch noch ein Eis in der Herzberger Innenstadt zu vernichten.
Das Laufbloggercamp 2015 konnte beginnen!

Große Begrüßung der alten Bekannten und der neuen Teilnehmer.  Auf Grund der übersichtlichen Teilnehmerzahl war in den Stuben ausreichend Platz, so dass sich alle relativ schnell ihr Quartier bezogen hatten und vor dem Abendessen freudig noch eine kleine Runde laufen gehen konnten.
Man vergisst relativ schnell das es im Harz ein wenig anders zur Sache geht als bei den meisten zu Hause. Und so wurden auf unserer kleinen Runde von 5,5km gleich mal knappe 200 Höhenmeter verbraten. Das gemeinsame Abendessen hatten wir uns somit redlich verdient.

Danach wurde bis spät in die Nacht ernsthaft philosophiert und über lebenserhaltende Taktiken in der Wildnis gesprochen. Die Notwendigkeit einer ausgewogenen Ernährung in Bezug auf den kommenden Tag praktiziert und das Rätsel der „einsockigen Läufer“ geklärt. Laufblogger sind für alle Fälle gewappnet und ein Vorbild in jeglicher Hinsicht!

Am zweiten Tag gesellten sich beim Frühstück noch Olli und MieLe zu der illustren Gruppe. Mit 12 Leuten war das Laufbloggercamp 2015 nun komplett.
Für den zweiten Tag hatten sich drei „Laufgruppen“ gebildet, welche sich auf Grund der präzisen Vorplanung  auf die „15km Seniorenrunde“, 30km Trailrunde“ und „60km Verrücktenrunde auf den Brocken“ machten.

Da ich meinen aktuellen Fitness- und Kniezustand kenne und akzeptiere, entschied ich mich für die „kleine Seniorenrunde“. Schließlich kommen zu den Kilometern auch noch reichlich Höhenmeter. Bauch + viele Höhenmeter = Quälerei
Also machten sich Hannes, Marek und Henrik auf den Weg zum Brocken. Andreas, Oli, Daniel und Heimo wagten sich auf die 30er Trailrunde und MieLe, Nadin, Judith, Phillip, Eddy und ich begnügten sich mit der 15km Seniorenrunde.

Unsere kleine Runde expandierte durch diverse Wünsche der einzelnen Teilnehmer letztendlich zu einem Halbmarathon mit 600 Höhenmetern der mir und meinem lädierten Knie die aktuellen Grenzen sehr deutlich aufzeigte. Mann war ich fertig.
Aber es war eine Runde mit sehr viel Spaß, viel Sonne, tollen Aussichten und Eindrücken und vor allem gefräßigen Insekten. Natur pur halt!

Nach 3,5 Stunden waren wir mit einem zufriedenen Gefühl wieder in Hohegeiss und genossen den traumhaften Nachmittag im Harz.
Die 30er Trailrunde kam nach gut 6 Stunden zurück und bedankte sich über die hervorragende Streckenplanung.

Der Rest der Truppe kam erst gegen Abend an. Die Drei waren über 60 Kilometer unterwegs und der Eine oder Andere in einem etwas derangiertem Zustand. Aber vor allen ziehe ich ganz, ganz ehrfürchtig meinen Hut. Ihr seid einfach Klasse! Respekt!
Am meisten hatte ich mich darüber gefreut, dass alle mit beiden Socken wieder nach Hause zurückgekehrt sind!

Den Rest des Abends verbrachten wir damit die Kohlehydratspeicher aufzufüllen. Teilweise auch zu überfüllen!
Jedenfalls war das Sitzen auf den niedrigen Bänken beim abschließenden Lagerfeuer nicht gerade „bauchfreundlich“. Nach und nach wurden die Helden und Heldinnen des Tages müde. Und so klang der zweite Tag des Laufbloggercamps 2015 genauso still aus wie das Lagerfeuer in sich zusammenfiel.
Es war ein erlebnisreicher und anstrengender Tag.

Beim Frühstück am Sonntagmorgen wurden die Planungen für das, hoffentlich stattfindende, Bloggercamp 2016 angedacht. Danach wurden die Unterkünfte wieder in den Urzustand gebracht und die Laufblogger verabschiedeten sich wieder in alle Richtungen.

Das Laufbloggercamp 2015 ist wieder Geschichte. Die letzten Spuren von unserem Wochenende wird der Wind auf dem Brocken verwehen. Vielleicht erfreut sich ein Wanderer über die 20Euro Prämie die irgendwo auf dem Brocken als „Betthupferl“ abgelegt wurden.

Den Teilnehmer bleiben die Erinnerungen an ein tolles Wochenende unter Freunden. Eine Menge Spaß und Geselligkeit. Möge jeder Einzelne lange daran zurückdenken.
Für Marek nochmal ein ganz, ganz besonderer Dank für die tolle Organisation. Wie schon beim letzten Mal unschlagbar!
Danke nochmal dafür!

Und denkt an die Geheimnisse, welche für immer auf dem Brocken bleiben!

33 Gedanken zu „Laufbloggercamp 2015 – Technik, Ernährung und einzelne Socken“

  1. Das Zugfoto! Der Kracher und die Geschichten von Hannes und dir beim Warten. Herrlich. Ich schmunzele immer noch. Wer eine Reise macht, hat etwas zu erzählen. Grandios. Natürlich auch der Rest vom Wochenende!

  2. Das ist ja schon cool, dass ihr diesen Event jedes Jahr auf die Beine stellt. Und seit einer Woche weiss ich jetzt als Schweizer auch, wo der Brocken liegt und was mit dem alles verbunden ist.
    Deutschland ist ja soooooooo gross… 🙂

    1. Danke Chris,
      dafür ist die Schweiz sooooo hoch! 😉
      Vielleicht klappt´s ja auch mal mit einem gemeinsamen Treffen zwischen uns beiden. Schließlich „kennen“ wir uns ja schon ewig!

  3. Mensch Gerd, wie konnte ich denn diesen Bericht in all den Harz-Berichten übersehen? Aber besser spät als nie: so hat er mich noch einmal an das tolle Wochenende erinnert 😉 Ich freue mich schon darauf, dich und die anderen im nächsten Jahr wieder zu treffen! Ich packe auch vorsichtshalber Extra-Socken ein…

  4. Hehe irgendwie war an dem Wochenende ja alles länger als gedacht…:D und ich würde sagen, dass wir nächstes Jahr gar keine Routen planen, sondern einfach die verloren gegangenen Moneten suchen:D

    1. Hallo Judith,
      planen ist immer die eine Sache, wie´s dann ausgeht eine andere. Ich sage mir immer, wenn´s Spaß macht, ist der Rest eigentlich egal.
      Ein paar Kilometer mehr oder weniger sind nicht schlimm und auf der Flucht sind wir auch nicht. Ich hoffe auch 2016 auf ein paar entspannte Kilometer!

  5. Hallo Gerd,
    negative Aura??? Wie kommst du denn auf die Idee 😀 !

    Schön, dass sich dein Gesichtsausdruck an dem Wochenende noch „entspannt“ hat – der Bericht klingt nach jeder Menge Spass! 🙂

    1. Das war viel Spaß Doris,
      Du kennst doch diese Treffen mit den Laufbloggern. Es gibt viel zu erzählen und zu Lachen. Menschen die ein gemeinsames Hobby haben kommen nun mal gut miteinander aus! 😉

  6. Jetzt lässt du erstmal dein Knie reparieren, Gerd und dann wirst du uns am Lagerfeuer im Bloggercamp 2016 von deinen Tortour-Abenteuern berichten. Ich freue mich drauf!

    1. Ich mich auch Henrik,
      egal wie die Sache mit dem Knie ausgeht, Bloggercamp 2016 ist ein muss!
      Wenn die Sache normal verläuft und die TortourdeRuhr planmässig klappt, dann gibt´s viel zu erzählen und der Brocken ist auch wieder in Reichweite! 😉

  7. Es war wieder einmal herrlich! Danke Dir für die schönen Bilder von diesem tollen Wochenende! Hab ich sehr gefreut, Dich mal wieder zu sehen. Und nächstes Jahr laufen wir auf jeden Fall wieder gemeinsam unsere Strecke, gelle?

  8. Yeah, coole Sache.
    Ich muss da auch mal mit, wenn es zeitlich passt.
    Und überhaupt muss ich euch alle mal irgendwann persönlich treffen…
    …es gibt viel zu tun! 😉

  9. Es war wirklich ein tolles Wochenende. Auch wenn es auf unserer kleinen Runde dann doch etwas länger und anstrengender wurde hat es riesen Spaß gemacht.

    Vielleicht schaffen wir es ja nächstes Jahr, dass die Länge unserer Runde so endet wie geplant 🙂

  10. Gerd, danke für die Gesellschaft im gottverdammten Herzberg 🙂

    Schön, dass du dabei warst und danke für die vielen bildhaften Eindrücke. Die Vorfreude auf 2016 ist riesig!

    1. Danke für die Blumen Marek,
      aber ich denke mal die ganze Truppe passt toll zusammen. Wenn man sich wohl fühlt, dann kommt der Rest von ganz alleine!
      Es war ein geiles Wochenende!

  11. Hey Gerd. Alte Socke 😉 Hat mich gefreut dich kennenzulernen. Also dich und nicht den Typen der grummelnd im Zug saß, hehe. Bis Bald, Olli

    1. Das kann ich nur zurückgeben.
      War ein tolles WE.
      Und nächstes Jahr kommt ihr einen Tag früher. Der Freitag lohnt sich immer. ?
      Pass auf Dich auf und Grüß mir MiLe!

  12. Hey, die „kleine Seniorenrunde“ ist aber schon der volle Etikettenschwindel – da waren ja nur 40% uralte Männer dabei *muhahaha*….

    Schöner Bericht, man sieht deutlich, dass Euch das Spaß gemacht hat 🙂

    Viele Grüße
    Lars

    1. Danke Lars,
      Ich wollte Eddy und mich nicht „Bestager“ nennen bei all den jungen Wilden. Senioren passt auch.
      Hat man spätestens beim Laufen festgestellt. ?

    2. Uralt?? Na warte, irgendwann laufen wir uns mal über den Weg, Lars! 😉

      Und außerdem werde ich 150 Jahre alt. Hab also gerade mal erst ein Drittel hinter mir. Na, wer ist jetzt alt? 😀

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