Osterhasenlauf

Heute war mal wieder ein etwas längerer Lauf geplant. Nach den ganzen Osterbraten und Schokoeiern muss ich mal wieder ein paar Kalorien im Wald lassen.
Außerdem bietet sich so ein Feiertagsmontag doch geradezu an für einen langen Lauf.

Aufstehen um kurz nach 6:00Uhr.
Kein Regen und Temperaturen knapp unter 5°C.
Das passt!

Die Asics an, Trinkrucksack umgeschnallt und den Forerunner gestartet.
Punkt 6:44 Uhr geht´s vom Hof.
Locker und lang war vorgesehen.
Wie lang? Keine Ahnung.
Mal sehen was so geht. ;-)

Nach drei Kilometer geht´s in Dieburg in den Wald.

Es ist zwar alles noch ziemlich matschig und nass, aber es lässt sich prima Laufen. Ich gehe die Sache sehr konservativ an. Die Kilometerzeiten pendeln sich so bei 6:45 bis 6:50 min/km ein. Wohlfühltempo wie ich es liebe.

Es läuft. Keine Schmerzen und keinerlei Anzeichen das irgendwo wieder was zwickt. Ich bin happy!
Mein Puls pendelt sich so um die 75-80% HFmax ein. Die Kilometerzeiten um die 6:40 min/km. Es geht Richtung Roßdörfer Waldparkplatz. Ständig ein bisschen bergauf.
Alles ist im Lot. Es passt einfach.

Nach 16 Kilometern bin ich im Oberwaldhaus.
Die Beine sind noch frisch und die Muskulatur locker. Bisher keine Ermüdungserscheinungen.
Also weiter in den Kranichsteiner Wald Richtung Messel.

Kurz vor Messel treffe ich Silvan. Frisch aus dem Skiurlaub und erholt. Schaut gut aus der Junge. Ein kurzer Tratsch muss sein. Schließlich ist er bei den 50km in Pfungstadt dritter seiner Altersklasse geworden. Dafür nochmals “Herzlichen Glückwunsch”!

In Messel absolviere ich den Kilometer 23. Der Puls liegt immer noch bei ca. 80% der HFmax. Die Kilometerzeiten gehen langsam Richtung 6:30 min/km.
Zwar wird es jetzt langsam anstrengend, aber es läuft einfach prima. Der Versuch ein wenig langsamer zu Laufen bringt mich eher aus dem Rhythmus und wird schnell wieder verworfen. Einfach Laufen lassen. So weit ist´s ja nun auch nicht mehr bis nach Hause. ;-)

Bei Kilometer 28 geht´s noch auf einen “Schlenker” Richtung Münster. Die Kilometerzeiten liegen nun teilweise bei 6:20 min/km. Der Puls geht nun langsam in die Höhe.
Fettverbrennung ist anstrengend! ;-)
Trotzdem läuft es noch erstaunlicherweise gut. Bis 85% HFmax habe ich eigentlich keinerlei Probleme.
Kurz vor dem Parkplatz Münster treffe ich noch einen “laufenden Arbeitskollegen”. 5 Minuten Pause zum Tratschen mit Horst kommen mir ein wenig entgegen.
Aber ab 30 Kilometer kostet es dann doch Kraft. Der Schritt wird schwerer und die Oberschenkel melden sich hier und da mal.

Aber nun geht es Richtung Heimat. Das Ziel ist in Reichweite und nun übernimmt der Kopf die Hauptarbeit. Einfach Weiterlaufen!
Noch einmal kurz vor Groß-Zimmern über die Autobahnbrücke. Hier erreiche ich den maximalen Puls des ganzen Laufes.
160bpm (89% HFmax) lassen mich nochmal richtig keuchen!
Zum Glück it´s nur ne Brücke und es geht gleich wieder runter.

Nach gut 36 Kilometern bin ich zufrieden und relativ entspannt wieder zu Hause. Ein Trainingslauf, bei dem ich ganz 6 Minuten bei 36 Kilometer schneller war als bei meinem Marathondebüt in Frankfurt. Das stellt man”n” doch sehr zufrieden.

Aber das allerbeste an dem Lauf ist die Tatsache, dass ich wieder komplett schmerzfrei Laufen kann. Nach fast 11 Monaten wieder ein schmerzfreier und problemloser Lauf.
Nach der langen Leidenszeit so ziemlich das schönste Ostergeschenk was man sich vorstellen kann.

Höhenprofil
Geschwindigkeit
20100405LongJog

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