Laufen mit Asthma

Nach einem solchen harten Winter wie wir ihn dieses Jahr erlebt haben, freut sich jeder auf den Frühling. Auf die wärme spendende Sonne. Auf das zwitschern der Vögel. Und natürlich auf das satte Grün der Bäume und Sträucher. Überall blüht es und die Menschen erfreuen sich an der Farbenpracht die sich nach einem langen und grauen Winter vor Ihnen ausbreitet.
Aber nicht jeder freut sich hier uneingeschränkt.

Birkenpollen

Es gibt leider auch die Menschen mit Heuschnupfen und Asthma. Menschen die die ersten Blütenpollen schon mit Ehrfurcht erwarten, und die trotz moderner Medizin im Frühjahr eine Leidenszeit absolvieren. Eigentlich ist es egal gegen welche Pollen man allergisch ist, die Auswahl und vor allem die Menge ist dieses Jahr so gewaltig, dass für jeden Allergiker genügend vorhanden ist.

Für mich bedeutet dies wieder erschwerte Trainingsbedingungen. Nach dem krankhaften Totalausfall des Februar ging es so langsam wieder bergauf. Mir geht es im Augenblick blendend.
Die unfallbedingten Schmerzen quer durch den Körper sind anscheinend Geschichte.
Es “läuft” sozusagen im Augenblick prima!

Die Wochenkilometer steigen auf ein sehr zufriedenstellendes Resultat an, der Durchschnittspuls geht stetig nach unten und die locker gelaufenen Geschwindigkeit steigt auch unbemerkt nach oben.
Das Alles ohne Trainingsplan, ohne Intervalle, ohne Tempoläufe.
Aber mit verdammt viel Spaß an der Sache!
Wochenkilometer KW 14

Im Augenblick macht sich jedoch leider das “Explodieren” der Natur bei mir ein bisschen negativ bemerkbar. Im Laufe der Woche macht sich die Pollenbelastung zusammen mit meinem Asthma doch sehr stark bemerkbar.
Nach ungefähr einer halben Stunde Laufen geht mein Puls unaufhaltsam nach oben. Das Atmen fällt immer schwerer und in den Bronchien fängt das Pfeifen an.
Es wird wieder Zeit mein Allergospasmin in die Tasche zu packen wenn´s auf die Piste geht. Ich vermeide zwar so weit es geht den Einsatz dieser Medikamente, aber am Anfang der Blütezeit ist es besser es griffbereit zu haben. Am besten wirkt es, wenn ich es regelmäßig benutze.

Da ich aber zusätzlich schon jeden Abend meine kortisonhaltige Inhalation einnehme, möchte ich die zusätzlichen Medikamente eigentlich auf ein Minimum reduzieren. Jedenfalls habe ich, auf´s ganze Jahr gesehen,  mit einer entsprechenden medikamentösen Einstellung wenig Problem mit meinem Asthma bronchiale.
Selbst bei langen Belastungen wie bei meinem Marathon komme ich problemlos über die Strecke.

Die einzigen Probleme bestehen bei extremen Belastungen (zu schnell, zu steil, zu anstrengend) oder wie im Augenblick zu Beginn der Blütezeit. Da muss ich einfach die Medikamente ein bisschen öfters einnehmen. Aber ich denke, dass dies in spätestens 4 Wochen wieder vorbei ist.
Und bis dahin lassen wir die ganze Sache ein bisschen lockerer angehen.

Das wird zwar bestimmt am nächsten Wochenende beim StronmanRun nicht unbedingt einfach, aber ich werde versuchen die ganze Sache mit mehr Spaß als mit Ehrgeiz zu sehen. Einfach mit der Masse “mitschwimmen” und versuchen in erster Linie verletzungsfrei aus der Misere herauszukommen.
Nach dem ich mir die ersten Hindernisse so angeschaut habe, wird´s eher ein Matsch- und Schwimmwettbewerb als ein Lauf. ;-)
Was soll´s. Ich freue mich riesig darauf.
Vor allem freue ich mich auf die ganzen Blogger bei diesem Event. Hoffentlich sieht man sich und hat ein bisschen Zeit zum Quatschen.

Melanie, Steffen und Ich werden ja bereits am Samstag anreisen, Sonntag das Rennen hoffentlich genießen, und am Montag dann in einem Stück wieder nach Hause fahren. Ich freue mich auf das Wochenende und hoffe wir werden ganz viel Spaß haben.
In diesem Sinne!