Sehr harte Einheit

Heute war ja wieder “doppelter Lauftag”.
Morgens ging es bei tollen Temperaturen und etwas höherer Luftfeuchtigkeit relativ gut beim Lauf zur Arbeit. Puls und Geschwindigkeit im lockeren Bereich. Hat Spaß gemacht. ;-)

Etwas anderes war dagegen mein Lauf nach Hause. Ich wollte heute früher Feierabend machen, da ich meine Tochter noch abholen wollte und die nächsten beiden Tage in Köln auf Kongress bin. Außerdem sollten noch Gewitter aufziehen. Also packte ich gegen 13:00Uhr meine sieben Sachen und machte mich auf den Heimweg.
Es war der Horror!

Da ich sowieso sehr stark schwitze, war ich bereits nach wenigen Minuten in einer schwülwarmen Hitze klitschnass. Ich hatte zwar den ganzen Vormittag extra viel getrunken, aber auf die 16,5 Kilometer langen Weg nach Hause hatte ich nichts dabei.
Nach gut einem Kilometer lag mein Puls bereits bei über 80%. Tendenz steigend.
Die Hitze war echt unangenehm. Warmer, schwüler Wind.
Der Schweiß floss in Strömen und ich musste mich von Anfang an Quälen.

Kilometer 5. Puls bei 85%.

Dann kam der Anstieg zur Moret! Puls über 90%. Die Kräfte schwinden.
Bergab konnte ich mich ein wenig erholen. Puls runter zwischen 85 und 90%.

Ab Kilometer 10 war´s nicht mehr schön.
Nur nicht stehen bleiben. Ich war mir sicher das ich nicht mehr in die Gänge komme.
Im Kopf spielen sich die einzelnen Szenarien ab. Die Beine laufen eigentlich von alleine!

Kilometer 13. Die Koordination zwischen Beine und Kopf, oder umgekehrt findet kaum noch statt.
Ich muss mich zusammenreißen um nicht auf die Schnauze zu fallen.
Es ist ein einziger Kampf und Krampf!

Kilometer 14. Ich muss stehen bleiben.
Ein paar Schritte gehen. Taumeln.
Wenn mich einer gesehen hat, dachte er bestimmt ich bin angetrunken. ;-)
Ein Königreich für ein Hefeweizen!

Kilometer 15. Ein Ende der Quälerei ist in Sicht.
Die Gehpausen nehmen zu. Ich kann einfach nicht mehr.
Die letzten Meter laufe ich völlig abwesend.
Durst!
Ich will nur was Trinken.

Zu Hause angekommen kommt die Rettung!

10 Minuten später bin ich wieder der Alte!
Zum Glück.
3 Kilogramm Gewicht verloren.
Eine Menge Holz auf so einer kurzen Strecke.
Wieder mal so ein Lauf, der eigentlich der Vergangenheit angehören sollte.
Aber irgendwie kommt jedes Jahr mal so einer wieder vor!

Aber für dieses Jahr war´s definitiv der Letzte. ;-)