Knapp war´s

Vor dem Start

Vor dem Start

Gestern Abend war ja Halbmarathon in “Spitz-Altheim” angesagt.
Ungeliebte Zeit!
Ungeliebte Temperaturen!

Aber eine tolle familiäre Veranstaltung!
Super organisiert!
Schönes Drumherum!
Nette Menschen!

Also Läuferherz was willst Du mehr?

Auf Grund der geographischen Nähe bot es sich an die 8 Kilometer mit dem Rad anzureisen. Also alles in den Rucksack gepackt. Kind und Kegel auf die Räder gesetzt und auf ging es bei “herrlichem Radwetter” Richtung Altheim. Eine angenehme Brise lies die 28°C auf dem Rad wenigstens angenehm wirken.

Kurz nach 17:00Uhr waren wir am Startplatz in Altheim. Alles sehr übersichtlich und gut organisiert.
In der kleinen Sporthalle die Startnummern für ganze 8€ abgeholt und noch ein bisschen Flüssigkeit zu sich genommen. In den aufgestellten Zelten herrschte durch den angenehmen Wind eine erträgliche und angenehme Temperatur. Nichts war überfüllt und jeder hatte ausreichend Platz.
Keine Hektik!
Kein Stress!
Alles prima!

Pünktlich um 18:00Uhr gab der Bürgermeister den Startschuss für ein relativ übersichtliches Teilnehmerfeld von geschätzten 300 Läufern. Gleich nachdem man den Startbereich verlassen hatte bog man in den für mich “unangenehmsten” Streckenteil ein. Ein gut ein Kilometer langer Abschnitt im Feld. Voll in der Sonne und ziemlich heiß!

Ich hatte mir ja keinerlei Vorgaben gemacht, wie das Rennen ablaufen sollte. Entsprechend lies ich mich die ersten Kilometer nach Gefühl mittreiben.
Die Kilometerzeiten lagen so knapp unter 6 min/km und ich hatte das Gefühl, dass noch ein bisschen Luft nach oben ist.

Also die Trittfrequenz ein bisschen erhöht und einen nach dem anderen vor mir einkassiert.
Die Kilometerzeit lag nun bei 5:40 min/km.
Gerade noch so in dem Bereich der zwar weh tut, aber noch auf die Dauer gesehen machbar ist.

Alleine das ich mich freiwillig gequält habe ist ja schon ein “außergewöhnliches” Ereignis! ;-)

Trotzdem habe ich noch die schöne Waldstrecke genossen.
Es gab regelmäßig und vor allem ausreichend zu Trinken. Welches auch mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit genutzt wurde. Lieber ein paar Minuten durch die Flüssigkeitseinnahme verloren, als am Schluss völlig zusammenbrechen.
Ich hatte dieses Jahr da schon meine negativen Erfahrungen gemacht.

Bei Kilometer 9 wartete mein Arbeitskollege Horst auf mich und begleitet mich netterweise bis zur “Halbzeit”. Auf Grund meiner Kurzatmigkeit lief die Konversation aber eher einseitig ab. ;-)
Aber ich habe mich natürlich sehr über diese Begleitung gefreut!

Die erste Runde absolvierte ich ungefähr in 1:01:30 h. Alle Teilnehmer wurden namentlich vorgestellt und beim Zieldurchlauf entsprechend gefeiert. Das baut auf und hilft einem doch weiter. Die Hoffnung auf eine sub 2:00h keimte auf.

Leider kam dann direkt die Strecke im Feld und die Hitze machte mir nun doch ziemlich zu schaffen. Außerdem bin ich noch nie in meinem Leben so lange, so schnell gelaufen.
Es ging so langsam an´s Eingemachte. Trotzdem hatte mich während des ganzen Laufes lediglich ein Läufer kurz nach dem Start überholt, während ich eigentlich stetig am überholen war.
Die kleine Wendeschleife auf der Autobahnbrücke tat nun besonders weh. Selbst so ein kleiner Anstieg forderte die letzten Kräfte.
Die Waldwege fühlten sich nun auch ziemlich steinig und uneben an.
Dies lag jedoch eher an der schwindenden Kraft.

Ich versuchte weiterhin die Kilometerzeiten auf 6:40min zu halten. Auf Grund der ausgiebigen Nutzung der Verpflegungsstellen gelang mir dies aber nur teilweise.

Kilometer 17 und 18 waren grenzwertig. So langsam zweifelte ich daran ob ich es schaffen würde.
Von der sub 2:00h hatte ich mich verabschiedet. Ich wollte nur noch einigermaßen aufrecht ins Ziel kommen.

Dann sah ich das Kilometerschild 19 und es wurden nochmal alle Kräfte in meinem ausgepowerten Körper mobilisiert. Der Läufer, welcher mich zu Beginn überholt hatte kam wieder in Schlagweite. Überraschenderweise holte ich Ihn schnell ein und ging flott an ihm vorbei! :yahoo:

Ab Kilometer 20 ging es noch mal durch die Gemeinde.
Asphaltbelag!
Noch mal Gas geben!

Ich habe noch mal 7 bis 8 Läufer und Läuferinnen auf dem letzten Kilometer überholt. Es gab noch mal eine 5:28min/km und sogar ein 5:10min/km!
Aber das Ziel durfte keine 200 Meter mehr weiter sein!

Mit einem Puls am absoluten Anschlag lief ich mit brutto 2:02:23 h (netto 2:01:51 h) über die Ziellinie. Direkt in die Arme meiner beiden Mädels!
Knapp über 2 Stunden, aber immerhin 8 Minuten schneller als bei meinem letzten “Halben”!

Übersicht

Übersicht

Rundenzeiten

Rundenzeiten

Hochzufrieden, abgekämpft, aber schnell wieder erholt gab es nach einer ausgiebigen Dusche noch leckeres Hefeweizen und Gegrilltes.


 

Start 01

Start 01

Start 02

Start 02

Start 03

Start 03

Start 04

Start 04

Vorfreude beim Start

Vorfreude beim Start

Mein Fazit:
Ein tolles, familiäres Event welches ich definitiv im nächsten Jahr wieder Laufen möchte. Zwar etwas ungewohnt was die Zeit und die Temperaturen betrifft, aber das ganze Drumherum entschädigt für die ganze Quälerei.
UrkundeUnd wann hat man schon mal das Glück mit dem Fahrrad auf ein Laufevent fahren zu können?Für mich bekommt der “Spitz-Älthemer Volks- und Straßenlauf” das Prädikat empfehlenswert!

Höhenprofil
Geschwindigkeit
Halbmarathon_Altheim