Apr 7 2011
ein traum?
die ersten meter sind staksig und ungelenk
etwas unbeholfen laufe ich die ersten meter durch die dämmerung
die sonnebrille gibt der nacht noch eine kleine verlängerung
vorsichtig sind die schritte
nach zwei kilometern tauche ich in den wald ein
frische und klare luft erweckt den noch müden körper
noch immer steuert der kopf die beine
noch immer brauchen sie einen antrieb
schwer fällt der erste längere anstieg
dazu der neu aufgebrachte wegebelag
sandig, schwer, ermüdend
der geist beschäftigt zwangsläufig mit der koordination
auch bergab läuft es noch nicht rund
die beine werden aber leichter und lockerer
die gedanken verabschieden sich vom steuern
langsam nimmt die umgebung die sinne in beschlag
das hundertfache singen der vögel
das hinweghuschen zweier rehe in der ferne
das aufleuchten der Baumwipfel im sonnenschein
der nebel über den wiesenflächen
entspannung kehrt in den körper ein
ruhe
gelassenheit
freude
die beine laufen von alleine
kein steuern, kein antreiben
bremsen damit sie nicht ständig schneller werden
genießen
der kopf ist frei und aufnahmebereit
kein stress, kein zwang
das drumherum zerfliest zu einer einheit mit meinen bewegungen
zufriedenheit zieht auf
plötzlich lichter, lärm, autos
an der stadt angekommen
der alltag holt einen aus einem wunderschönen traum
was bleibt ist das gute gefühl und die freude
das glück wieder einmal etwas einzigartiges erlebt zu haben
träume nicht
lebe es!
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Apr 07, 2011 @ 13:35:46
!
Apr 10, 2011 @ 12:19:12
Apr 07, 2011 @ 14:03:01
Du scheinst schonmal gelaufen zu sein
Sehr schöner Text.
LG
Carsten
Apr 10, 2011 @ 12:19:39
Danke!
Apr 07, 2011 @ 17:08:41
poet! wunderbar! danke!
Apr 10, 2011 @ 12:19:57
War mir ein Vergnügen.
Apr 07, 2011 @ 19:23:27
Hallo Gerd,
Du hast das Einlaufen so wunderbar beschrieben. Das geht mir immer ganz genau so. Herrlich dann immer das Gefühl, wenn die Beine von Kopfsteuerung auf Eigenbetrieb umschalten.
Ein toller Text! Ich wünsche Dir weiterhin viele tolle Läufe
Volker
Apr 10, 2011 @ 12:20:33
Danke Volker,
ich brauche immer ein paar Kilometer bis der Motor läuft!
Apr 07, 2011 @ 20:01:44
Du hast das traumhafte Laufen offensichtlich genossen. Nicht aufwachen, einfach weiter laufen…!
Apr 10, 2011 @ 12:21:02
Ich wäre gerne weitergelaufen, aber leider kam der Ruf der Arbeit dazwischen.
Apr 08, 2011 @ 07:10:52
Sehr schön beschrieben!
Was würden manch einer dafür geben, um das bei einem Morgenlauf zu erleben! Bei den meisten sieht der Morgenlauf doch eher so aus –>
Grüße aus Köln!
Mario
Apr 10, 2011 @ 12:21:24
Das kann nur nachvollziehen wer selber läuft!
Apr 08, 2011 @ 07:25:28
Glückwunsch zu diesem schönen Lauferlebnis und mehr davon, am besten gleich an diesem Wochenende! Sehr schön beschrieben!
Alles Gute
Dietmar
Apr 10, 2011 @ 12:21:39
Danke Dietmar!
Apr 08, 2011 @ 08:38:34
Lieber Gerd,
und diese Worte von einem Mann !!!!
Hut ab, schön geschrieben, schön erlebt, ich träume schon so lange – genau wie du
immer wieder
immer wieder…………………………………..
Apr 10, 2011 @ 12:21:56
Auch Männer träumen!
Apr 08, 2011 @ 21:20:51
Schön geschrieben, da bekommt man gleich lust los zu laufen
Apr 10, 2011 @ 12:22:11
Nicht träumen,
laufen!
Apr 09, 2011 @ 17:07:56
…das erleben wahrscheinlich nur aktive Menschen so, oder? Einfach toll!
Apr 10, 2011 @ 12:22:39
Schade das es eigentlich so wenige sind.
Es könnte wesentlich mehr gebrauchen.
Apr 10, 2011 @ 21:33:26
*gefälltmirklick*
Apr 11, 2011 @ 06:48:09
Danke!!