Jan 12 2012
Rekom und Grundlagenausdauer
Im Augenblick reduziere ich meine Laufeinheiten auf den Bereich der Regeneration und der Grundlageausdauer. Also einem Belastungsbereich bis maximal 75% der Hfmax.
In diesem Bereich kann ich wunderschön den Umfang meines Trainings erhöhen, ohne den Körper zu sehr belasten. Um diesen Bereich beim Laufen zu halten, bewegt sich mein Tempo in einem sehr langsamen Bereich. Am wohlsten und entspannendsten ist ein Schnitt von 7:00min/km. Schwankungen im hügeligen Gelände sind natürlich vorhanden. Aber im Durchschnitt schaffe ich es im Augenblick dieses Tempo zu halten.
In diesem Bereich fühlt sich mein Körper sozusagen „sauwohl“. Ich kann entspannen und das Laufen macht richtig Laune. Die gewohnte Entspannung kommt langsam wieder und neben der Lockerheit im Körper kommt die Lockerheit im Kopf!
Etwas das ich zu Ende des letzten Jahres schwer vermisst habe.
Da mein diesjähriger Schwerpunkt in erster Linie auf die ganz langen Strecken zielt, ist dieses „Grundlagentraining“ für mich die optimale Vorbereitung für das was da kommt.
Für die einzelnen Events werde ich zusätzlich zu dem Grundlagentraining kurzfristig ein paar angepasste Einheiten mit einbeziehen. Hierzu zählen der eine oder andere Tempodauerlauf, Fahrtspiele und vielleicht auch ein paar Intervalle je nach Lust und Laune.
Das ganze auf Grund der geplanten Events hauptsächlich im profilierten Gelände!
Eigentlich nichts Neues. Ich werde lediglich meinen Schwerpunkt bewusster auf den Grundlagenausdauerbereich legen. Im letzten Jahr habe ich mich leider viel zu oft dazu hinreisen lassen das Training zu schnell zu laufen. Da möchte ich einfach ein bisschen mehr Disziplin an den Tag legen.
Die ersten Tage im neuen Jahr lassen sich schon mal gut an. Zwar ist das langsame Tempo ab und an ein bisschen „anstrengend“, aber ich ziehe es konsequent durch. Die Tendenz, dass sich langsam der Durchschnittspuls bei gleichbleibender Geschwindigkeit nach unter bewegt ist erkennbar!
Zusätzlich bekommt mir mein Training mit der Wii außerordentlich gut. Die Workouts bestehen aus Gymnastik und Krafteinheiten und passen prima zu meinem Lauftraining. Vielleicht schafft es ja die Wii ein bisschen mehr Disziplin in diesen Bereich mit einzubringen.

In diesem Sinne!
Keep Running
Run Happy







Jan 12, 2012 @ 20:00:08
Das mit der disziplin bei den GA Einheiten ist glaube ich das größte Problem bei uns allen
Ich arbeite auch dran und es wird besser. Schön zu hören das die Lockerheit und der Spaß wieder da ist!
Jan 13, 2012 @ 19:24:01
Hallo Ralph,
einer der wichtigsten Argumente ist die verringerte Verletzungsanfälligkeit im niedrigen Tempobereich.
Aber es ist tatsächlich harte Arbeit langsam zu laufen!
Jan 12, 2012 @ 21:07:12
Oh ja, die Lockerheit bewahren ist nicht einfach. Ich habe da auch so meine Probleme, laufe meistens die ruhigen Einheiten auch zu schnell
Da muss ich auch dran arbeiten.
Schön wenn es bei dir so super klappt, ich drücke weiterhin die Daumen!
Jan 13, 2012 @ 19:26:15
Hallo Heiko,
Du bist nicht alleine mit dieser Erkenntnis. Ich gehe mal davon aus, dass über die Hälfte zu schnell läuft.
Jedenfalls in Bezug auf die Grundlagenausdauer.
Selbst Dieter Baumann hatte beim Training zu seinen 100km von Biel extreme Probleme damit. Also dürfen wir das auch haben!
Jan 12, 2012 @ 22:45:28
Grundlage!! Das wichtigste Element im Ausdauersport. Du machst das schon genau richtig lieber Gerd!! In den letzten Monaten habe ich gelernt auch mit einem sehr langsamen Tempo zurecht zu kommen. Auch wenns von mir nicht wirklich gewollt sondern vom Körper erzwungen wurde. Man fühlt sich hinterher wirklich als hätte man kaum etwas trainiert. Trotzdem kann ich es nicht erwarten auch bald mal ein wenig aufs Tempo zu drücken sofern alles gut geht und meine Heilung weitere Fortschritte macht.
Jan 13, 2012 @ 19:26:59
Hi Frank,
das wünsche ich Dir natürlich auch. Ich bin mir aber sicher, dass diese langsamen Einheiten deinem Körper viel gebracht haben!
Jan 13, 2012 @ 15:36:09
Hallo Gerd, vielleicht bin ich zu alt dafür, aber das ist mir alles zu kompliziert.
Ich schnappe mir morgens die Schuhe (die gerade geputzt sind), schnalle mir meine Uhr um (falls ich sie nicht vergesse),
laufe los, und pfeife dabei auf jegliche Pulsmessung. Trainiere ich für einen Marathon mische ich je nach Laune lange Läufe mit kurzen Sprints, trainiere ich für einen Berglauf geht es bis zum Erbrechen aufwärts. Und wenn ich auf dem Zahnfleisch dann unter der Haustüre durchkrieche, weiß ich dass ich ausreichend trainiert habe.
Jan 13, 2012 @ 19:28:26
Hallo Hans,
ich dachte immer im Alter wird´s automatisch ein bisschen ruhiger.
Du gehörst halt zu den ganz harten Hunden. Da kommen wir jungen Weicheier nicht ran.
Wobei deine Trainingsphilosophie relativ einprägsam ist.
Jan 13, 2012 @ 20:08:38
Hallo Gerd,
langsam Laufen ist wirklich für die meisten ein Problem. Viel zu oft läuft man im so genannten Wohlfühltempo und das ist dann in vielen Fällen auch schon zu schnell. Ich denke aber auch, dass nicht jedes Training im gleichen Tempo gelaufen werden sollte. Tempovariabilität bringt Abwechslung (kann Spass machen) und macht auf Dauer schneller
Deine Lauf Ziele sind wirklich beachtlich, ich wage mich nicht an einen Ultralauf heran
Viele Grüsse, Hugo
Jan 15, 2012 @ 12:42:05
Hallo Hugo,
für mich ist die Sache ja wesentlich einfach als für Dich. Ich habe keine zeitlichen Ziele die ich mir setze, sondern eher Ziele im Bereich der Länge der Events. Da ist die Zeit für mich eigentlich uninteressant.
Aber die Grundlagenausdauer ist das A und O. Da fühle ich mich im Aigenbilck ziemlich wohl mit meinem “Cardiotraining”!