Jan 15 2012
Der Körper gibt den Weg vor
Als ich vor gut vier Jahren mit dem Laufen begann, purzelten meine Pfunde rasend schnell. Auf Grund des großen Gewichtsverlustes und den dadurch sich ergebenden Möglichkeiten sein Lauftraining zu variieren, begann ich viel zu schnell die Umfänge und die Intensitäten zu erhöhen. Da halfen auch keine guten Ratschläge von erfahrenen Läufern und Läuferinnen.
Ich hatte Blut geleckt und wollte mehr!
Leider viel zu schnell. Die Folgen kennt eigentlich jeder der seinen Sport mit ähnlicher Leidenschaft betreibt. Verletzungen, Krankheiten und immer öfters ein angegriffenes Immunsystem.
Zwar wohne ich am Rande des Odenwalds, eine Ecke in unserem Lande die mit extremen Dickköpfen besiedelt ist, aber so nach und nach nahm ich zum Glück die guten Ratschläge an und hörte in meinen Körper hinein. Beachtete die Signale des Körpers. Versuchte die Signale zu verstehen.
Sei es die Intensitäten von Trainings betreffen oder die Umfänge. Wenn man sich ehrlich verhält und sich am Morgen fragt, “wie geht es Dir”? Dann sagt einem der Körper schon wie es um einen aussieht.
Früher sagte ich mir, OK es geht mir zwar nicht so besonders, aber ein paar Kilometer werden die Müdigkeit schon wieder aus dem Körper vertreiben. Das mag hier und da funktionieren, aber da sollten die Läufe kurz und regenerativ sein.
Mit einem müden und gestressten Körper einen 30km Lauf zu absolvieren ist kontraproduktiv!
Und da ich heute Morgen, nach gut 11 Stunden Schlaf das Gefühl hatte mein Körper braucht einen Tag Ruhe, habe ich meinen langen Lauf kurzerhand ausfallen lassen und mich auf eine dreiviertel Stunde Ergänzungstraining mit der Wii vertröstet.
Ich bin mir sicher dies war die einzig richtige Entscheidung!
Zumal ich diese Woche genug Sport hatte. Dadurch das ich wieder zur Arbeit fahre und Laufe gibt´s jeden Tag ausreichend Training. Und unsere Wii bringt mir endlich das lang vernachlässigte Ergänzungstraining. Dazu war ich am Samstag auch noch 1.500 Meter Schwimmen. Ich denke da hat der Körper das Recht ein bisschen müde zu sein.
| Sportart: | Dauer: |
|---|---|
| Trainingszeit: | 15:34:15 h |
| Laufen: | 6:23:16 h |
| MTB: | 5:20:48 h |
| Schwimmen: | 0:45:00 h |
| Ergänzungstraining: | 3:05:11 h |
Manchmal sollte die Vernunft entscheiden. Auch wenn das Wetter heute einfach grandios ist.
Wie seht ihr die Sache mit den Ruhetagen?
Grundsätzlich immer nach Trainingsplan und Vorgabe, oder eher nach Vernunft?
Aber ehrliche Antwort!
In diesem Sinne!
Kepp Running!
Run Happy!






Jan 15, 2012 @ 13:39:51
Fast immer nach Plan. Außer der Körper schreit nach Ruhe, dann kriegt er sie auch
Jan 16, 2012 @ 07:45:43
Das Problem an einem Plan sind immer die unplanbaren Zwischenfälle!
Jan 15, 2012 @ 13:43:46
Ich bin viel zu verkopft, um immer ausreichend auf den Körper zu hören. Mein Knie ist aktuell das beste Beispiel dafür
Gleichzeitig ist mein Gewissen immer mahnend und duldet keine Pause – vor allem dann nicht, wenn im Plan eigentlich etwas anderes steht. Zu oft deute ich die Körpersignale als “faule Ausrede”, die – in meinen Augen – nur vom Schweinehund kommen.
Jan 16, 2012 @ 07:47:33
Die Argumentation “faule Ausrede” kenne ich. Wenn ich nicht laufe, schwächele ich.
Ich habe mich davon verabschiedet und fahre definitiv besser damit. Zwar habe ich meine “Lauftage”, aber wenn der Körper signalisiert er braucht eine Pause, dann kriegt er die.
Jan 23, 2012 @ 20:20:41
Mir geht es momentan fast genauso. Das Knie macht mucken und es musste richtig laut mucken bis ich hinhörte.
Das Resultat ist eine entsprechende Entzündung und leichte Knorpelschäden. Drei Wochen nicht einen Lauf, ausser zur Arbeit und dort Gehen. ;) Jetzt kann ich leichte Läufe auf ebenen weichen Untergrund laufen , maximal 30 Minuten täglich.
Ganz persönlich empfinde ich das als Niederlage, weil ich meine Winterziele somit definitiv erreichen werde, auch die Ziele für 2012 rücken momentan in eine Distanz die wahrscheinlich nicht mehr erreichbar sein wird.
ABER … und das ist meine Essenz, ich will auch noch mit 70 oder 80 Jahren aktiv sein und da gehören (leider) Pausen dazu.
Für alle die Interesse an der Rhön und Thüringen haben noch ein Tip:
http://www.ssfv-meiningen.de/mo/das-finale/zeitplan/index.php
stückchen scrollen ;))
Jan 15, 2012 @ 14:01:26
Lieber Gerd, mein Reden seit 33 – ich laufe NUR so, wie es mir der Körper diktiert, für mich das beste, was mir passieren kann. Was ich von Trainingsplänen halte, muss ich hier nicht explizit noch einmal erwähnen, mein Körper und nur der bestimmt, wo es langgeht und wie lange, und dass das gut gehen kann, ich glaube, das habe ich auch bewiesen.
ICH HÖRE IMMER AUF MEIN KÖRPERGEFÜHL – das wäre der dritte Punkt gewesen !!
Jan 16, 2012 @ 07:48:12
Liebe Margitta,
ich musste dieses “Körpergefühl” erst mal finden.
Jan 15, 2012 @ 14:59:55
Da gibt es von mir überhaupt keine Einwände. Ich trainiere schon lange nicht mehr nach irgendwelchen Plänen weil ich mich selbst am besten kenne. Woher soll ein Plan wissen ob ich am Tag X mich danach fühle ein knallhartes Intervalltraining zu absolvieren oder die Zeit habe einen 3-stündigen Lauf zu tätigen? Und außerdem haben wir Familie da ist sowieso alles ein wenig anders
Jan 16, 2012 @ 07:49:35
Das passt Frank,
wenn´s die Laune zulässt dann kann´s ja auch mal ein Intervall oder eine schnelle Einheit sein. Aber für die Läufe die ich angehe, geht´s eher um die Grundlage. Die hole ich mir bei gemütlichen Läufen.
Und wenn der Körper ne Pause braucht dann kriegt der die!
Jan 15, 2012 @ 15:05:46
Der Weg kann manchmal lang, quälend und schmerzhaft sein, bis man endlcih versteht, was der Körper da von einem möchte, aber es lohnt sich. Wenn es nicht geht, dann ist das so; natürlich bin ich auch ziemlich plan- und kopfgesteuert, aber auch zu vernünftig. Manchmal mag das ebenso hinderlich sein, wie die Überforderung, aber meinem Körper geht es damit wirklich gut. Ich bin von ganz allein viel schneller geworden und es gibt keinen Grund sich zu sehr zu beeilen. Wenn du bereit bist, wirst du ebenso merken, wie du merkst, dass dein Körper Ruhe braucht.
Lass dich nicht entmutigen, wenn es Rückschläge gibt; das ist immer so, aber es wird auch viel Grund zur Freude geben, wenn du etwas ruhiger durchstartest.
Ich wünsche dir eine gesunde neue Saison.
Jan 16, 2012 @ 07:52:26
Es ist ja auch nicht verkehrt wenn man Strukturen in seinem Training hat. Das Problem ist eher die Unvereinbarkeit, jedenfalls bei mir, zwischen Trainingsplänen, Familie, Arbeit und dem Körpergefühl.
Alles unter einen Hut zu bringen ist mir schlichtweg zu viel. Also verzichte ich auf dass, was ich am wenigsten brauche.
Und da hat sich der Trainingsplan für meine Ziele als unwichtig erwiesen!
Jan 15, 2012 @ 15:54:48
Gerd, ich hab gar keinen Plan. Laufe, wandere und Bike einfach immer irgendwie drauf los. Trainiere für nichts besonderes und so kommen auch fast nie Ruhetage vor. Vielleicht so 3 bis 5 im Jahr
“Ich bin alt und brauche das Geld trotzdem” – Vielleicht dumm, aber so isses
Jan 16, 2012 @ 07:52:53
Hätte mich auch gewundert Lutz!
Jan 15, 2012 @ 17:37:54
Lieber Gerd,
was ist ein Trainingsplan?
Mein Körper entscheidet und dann, wenn ich die Signale wahrnehme, wird entschieden was geht und was nicht geht. Ich gebe Dir aber Recht es braucht ein wenig Zeit, das zu lernen und zu begreifen. Auch Du kennst die Fehler und hast den einen oder anderen mitgenommen…
Salut
Jan 16, 2012 @ 07:54:30
Stimmt Christian,
ich denke dass vor allem “Einsteiger” den Fehler machen die Signale des Körpers zu überhören. Oder vielleicht gar nicht deuten können.
Auch dies braucht eine gewisse Zeit. Genauso viel Zeit um zu lernen beim Laufen zu Genießen.
Zeit und viele, viele Kilometer!
Jan 15, 2012 @ 18:21:29
Hallo Gerd,
mittlerweile bin ich ohne Plan unterwegs, ich kenn aber auch gut noch die anderen Zeiten. Planerfüllung war angesagt! Mache nun ich nicht mehr, was nicht heißt, dass ich nicht doch manchmal unvernüftig bin
Liebe Grüße
Jan 16, 2012 @ 07:56:44
Niemand wird immer vernünftig sein. Ein wenig “Kontrollverlust” ist hier und da das Salz in der Suppe!
Man sollte nur aufpassen dass man die Suppe nicht versalzt. Beim sturen Einhalten eines Trainingsplanes, der zum größten Teil nicht individuell auf den einzelnen Freizeitsportler abgestimmt ist, kann schon mal ein Übertraining passieren!
Jan 15, 2012 @ 18:57:43
Wenn man noch nicht gerade mit jahrzehnte langer Lauferfahrung gesegnet ist und trotzdem gewisse Ziele erreichen will, sollte man Trainingspläne in meinen Augen nicht verteufeln. Aber Trainingspläne kennen nunmal kein Befinden, da muß man schon selber auf sich aufpassen. Darüberhinaus sollte man an so einem Plan nicht gottgegeben kleben.
Und irgendwann hat man dann ausreichend Erfahrung gesammelt und weiß wieviel man laufen muß, wenn man ein bestimmtes Zeil erreichen will. Zum anderen hat man dann über die Jahre gelernt seinen Körper wahrzunehmen und auf ihn zu hören.
Soweit mein Statement
Jan 16, 2012 @ 07:58:51
Ich gebe Dir Recht Volker. Es muss ein gewisses Maß an Erfahrung da sein um das richtige zu tun.
Gerade deshalb ist es ja so schwierig für Anfänger mit einem Trainingsplan, der zu 90% nicht an den körperlichen Gegebenheiten sondern an den Wünsche orientiert ist, zurecht zu kommen!
Jan 15, 2012 @ 19:20:39
Keine Trainingspläne!
Letztes Jahr habe ich mir mit Plänen mein Knie “kaputt” gelaufen, dann habe ich wieder locker angefangen zu trainieren und dann auch wieder mit einem Plan. Der hat mich körperlich UND mental in kürzester Zeit nahezu ausgebrannt.
Und jetzt laufe ich ohne Plan, so wie es mir Spaß macht. Und durchaus lange Distanzen. Und fühle mich perfekt.
Ergo: mein Körper ist mein Plan
Jan 16, 2012 @ 08:00:41
“mein Körper ist mein Plan”
trifft es eigentlich auf den Punkt. Leider haben fast alle Freizeitsportler nicht die Möglichkeit ihren Trainingsplan immer aktuell an Ihre Leistungsfähigkeit und Ihren Gesundheitszustand anzupassen.
Jan 16, 2012 @ 11:52:12
Das stimmt. D.h. aber auch, dass ich in der Regel eher weniger als zuviel trainiere. Denn familienkompatibles Training heißt für mich auch fast immer, mal auf einen Lauf zu verzichten.
Und da lag für mich auch das Problem: ich habe versucht, das wenige, was ich an Zeit habe, durch strikte Trainingsvorgaben zu optimieren. Und musste feststellen, dass das für mich einfach nicht klappt.
Jan 16, 2012 @ 12:28:33
Ich habe das Problem, wenn ich zu wenig trainiere, werden die Hüften breiter!
Jan 15, 2012 @ 19:50:04
Lieber Gerd,
ich war noch nie “Sklave” eines Trainingsplans und werde nie einer werden (dass ich vor einem Marathon ein paar längere Einheiten benötigt weiß ich). Ich genieße daher es so zu laufen wie es mir gefällt und betrachte Wettbewerbe als “Würze” im Läuferleben! Und trotzdem, so schlecht sind meine Zeiten nicht!
Das bedeutet allerdings nicht, dass ich stets auf meinen Körper höre. Leider!
Jan 16, 2012 @ 08:01:45
Das “Leider” am Ende trifft wohl auf jeden zu. Manchmal überkommt es einen.
Und damit gibt´s meistens wieder ein Kapitel im Buch der “Erfahrungen”!
Jan 15, 2012 @ 21:15:55
Kein Plan, kein Stress, aber dafür unbeschreiblich viel Spaß
Jan 16, 2012 @ 08:02:13
Sollte man als Schlusswort hier stehen lassen!!!!!!!!!!!!!!!!!
Jan 16, 2012 @ 09:26:34
hi gerd! du sprichst mir aus der seele…so gings mir früher auch. powern bis der arzt kommt, so schlimm kann das ja nicht sein, auch wenn man sich wie vom lkw überrollt fühlt…würde ich jetzt auch anders machen. schließlich wollen wir ja bis an unser lebensende noch viel sport machen, und diesen genussvoll und mit freude. aber kichern musste ich auch, als ich las dass du den 50er locker laufen willst:-) hihi, weisst ich bin ja momentan noch auf dem level einer rüstigen rentnerin und wenn ich dann sooo krasse vorhaben lese, hauts mich fast aus den pantoffeln:-) respekt! ich wünsch dir jetzt schon viel erfolg und spass und bin ganz gespannt auf den bericht.
Jan 16, 2012 @ 12:30:43
Rüstige Rentnerin ist gut…..
Dein Körper vergisst nicht. Du wirst bald wieder dein “altes Level” erreichen.
Wenn Du Dir Zeit lässt!!
Jan 16, 2012 @ 16:15:55
Oder “die Zehen geben den Weg vor”. :-P
Hallo im neuen Jahr, mein lieber Dirobär.
Jan 16, 2012 @ 18:33:41
Dir auch noch alles Gute meine Liebe!
Ich gehe mal davon aus dass es Dir Tag für Tag besser geht und Du bald wieder Gas geben kannst!
Halt die Ohren steif!
Jan 17, 2012 @ 22:56:59
Ich tippe auf das Laufgefühl. Aber klar, jemand, der einen grossen inneren Schweinehund pflegt, wird mit dieser Taktik wohl nie besser werden. Es braucht ein gutes Gefühl von Belastung und Entlastung – und das kommt einfach erst mit der Erfahrung. Sowohl “immer nach Trainingsplan” wie “immer auf das Körpergefühl” hören, kann schief gehen.
Finde es gut, hast du so entschieden. In der Ruhe liegt die Kraft.
Jan 19, 2012 @ 13:54:44
Hallo Chris,
das Körpergefühl und das Hören darauf kommt wohl erst mit der Zeit und der Erfahrung.
Wahrscheinlich am schnellsten durch negative Erfahrungen!
Nicht alles ist halt planbar!
Jan 18, 2012 @ 13:59:02
Hey Gerd,
erstmal freue ich mich dich gefunden zu haben! Toller Blog, sehr interessante Themen!
Ich habe auch erst nach einer harten Zeit (Magersucht) gelernt auf meinen Körper zu hören. Jetzt mache ich mir zwar Trainingspläne, aber wenn ich zu erschöpft bin, lege ich einen Ruhetag ein. Es ist so wichtig auf seinen Körper zu hören, gerade wenn wir zu viel Leistung von ihm erwarten!
Ich finde es gut und beruhigend, dass so ein Leistungsläufer wie du auch mal einen Ruhetag einlegt;-)
Ganz liebe Grüße
Jan 19, 2012 @ 13:57:20
Freut mich dass Du den Weg gefunden hast.
Leistungsläufer bin ich eher nicht. Eher ein “Extremist” was die Lebensphilosophie betrifft. Halbe Sachen sind nicht unbedingt mein Ding.
Dies macht das Leben aber nicht immer einfach!
Aber ich denke da hast Du ja auch deine Erfahrungen gemacht!
Jan 19, 2012 @ 14:05:40
Mein Training sieht i.d.R. von 7 Wochentagen 4 Sport- und 3 Ruhetage vor. Von den 3 Ruhetagen entfallen 2 seit diesem immer auf Samstag und Sonntag, sprich das Wochenende ist sportfrei. Den 1 verbleibenden Ruhetag platziere ich dann frei nach Belieben und Gefühl. Meine Ruhetage sind auch Ruhetage. Da gibt es dann auch kein “Füllläufe im regenerativen Tempo” oder so’n Zeug. Nix! Nur den normalen Alltag.
Ruhetage gehören genau so zum Sport, wie Trainingstage! Nach einer gezielten Reizsetzung muß auch immer eine gezielte Erholung folgen! “Trainingsweltmeister” sind selten wirklich erfolgreich!
Viele Grüße aus Köln!
Mario
Jan 20, 2012 @ 07:22:10
Hi Mario.
Du hast ja auch ganz andere Ziele als ich. Für mich ist Sport in erster Linie Spaß und die Möglichkeit Nützliches mit dem Angenehmen zu verbinden. Da ich vor zwei Jahren mein Auto verkauft habe zählt der Sport auch als “Transportmöglichkeit” um zur Arbeit zu kommen. Entsprechend sind da schon ein paar Einheiten vorgegeben.
Und am Wochenende möchte ich dann meine “langen Läufe” genießen. Da passt meisten überhaupt kein Plan.
Aber für was auch. Ziele die man mit Zeit messen kann habe ich eigentlich nicht!
Jan 24, 2012 @ 19:16:05
Also ich persönlich finds schon sehr wichtig auf den Körper zu hören, sonst nützt der beste Plan nichts. Gesundheit geht halt immer vor, und da muss der Körper das wohl am Besten wissen.
Feb 16, 2012 @ 12:56:29
Hallo Gerd und in die Runde!
Ich frage mich, warum sich ein Trainingsplan und Training nach Körpergefühl eigentlich ausschließen sollen?
Bin eben auf den Artikel aufmerksam geworden und möchte anmerken, dass ein guter Plan eine methodische Unterstützung für den Athleten ist. Für ein sportliches Ziel – und sei es nur Ankommen beim Marathon – sollte ich auch den Weg dort hin beschreiben können. Einfach drauflos laufen, führt leider zu viele direkt in die Hand des orthopädischen Chirurgen oder mit schmerzverzerrtem Gesicht und Krämpfen bei Kilometer 37 des Marathons in den Besenwagen.
Ich selbst habe z.B. aufgehört, auf Pulswerte zu achten, bin aber froh, dass ich die ersten Jahre im Training diesen Riemen um die Brust hatte. Der Trainingsplan hilft mir, mein Training genau so wichtig zu nehmen wie andere Termine. Deshalb steht er gleichberechtigt im Kalender. Auch das ist eine wichtige Stütze.
Viele Grüße aus der Lausitz,
Mathias von MyGoal.
Feb 16, 2012 @ 16:04:46
Hi Mathias,
vom Prinzip gebe ich Dir ja Recht. Ein guter Trainingsplan passt ja auch zu der Person für die er gedacht ist.
Das ist aber bei den meisten “Standart-Rahmen-Plänen” aus diversen Veröffentlichungen nicht der Fall.
Auch ich bereite mich auf einen Marathon oder Ultralauf vor. Das geht ja gar nicht ohne Vorbereitung. Es sei denn Du läufst jedes Wochenende einen Marathon+! Gibt´s ja auch. Da fällt das Training dann fast ganz aus.
Die Frage ist eher brauche ICH einen Trainingsplan?
Will ICH eine bestimmte Leistungsgrenze erreichen bei meinem Lauf?
Je höher dieser Anspruch ist, desto wichtiger ist ein entsprechendes Training.
Ich selbst trainiere ja immer mit entsprechender Kontrolle des Pulses. Ohne Uhr fühle ich mich irgendwie nackt!
Ich habe lediglich gelernt auf Signale meines Körpers zu hören, die kein Trainingsplan berücksichtigen kann. Ein sich androhender Infekt oder einfach einen schlechten Tag. Wenn ich dies abschätzen kann, und dazu gehört meines Erachtens eine gewisse Erfahrung, dann kann ich einen Trainingsplan auch richtig lesen und evtl. anpassen.
Dies ist in erster Linie mein Ansinnen. Auf den Körper hören und danach das Training ausrichten.
Nicht stur nach Plan.
Ein strukturiertes und geplantes Vorbereiten einer Zielsetzung ist unumgänglich. Da sind wir uns ja einig. Wichtig ist jedoch das dies so flexibel geschieht, dass der Sportler keinen Schaden erleidet.
Da bin ich mir nicht immer sicher, dass dies jeder “Anfänger” richtig einschätzen kann.
LG an das ganze Team.
Wir sollten mal ein Plänchen angehen für einen Ultra?!
Würde mich interessieren. Hier herrscht ziemlich viel Bedarf wie es scheint.
Feb 16, 2012 @ 17:30:54
Keine weiteren Fragen, euer Ehren!
Ich unterschreibe deine Botschaft voll und ganz.
Wo und wann läufst du deinen Ultra-Marathon? Wir stehen bereit.
Feb 16, 2012 @ 19:34:15
Freut mich das wir gleicher Meinung sind.
Vielleicht könnt ihr mir ja für so ein Event mal einen Rahmenplan zusammenstellen und die letzten zwei Monate machen wir einen Detailplan!
Ich laufe dieses Jahr ja mehrere Ultras. Das ist nicht ganz so einfach bei mir, Deswegen wahrscheinlich auch weniger die großen Ambitionen, sondern eher der Spaß und das Erlebnis selbst als Hauptgrund.
Ich bereite mich ab dem 05. März zehn Wochen lang auf den Rennsteig-Supermarathon vor. Da sind in der Vorbereitungsphase schon mal zwei Läufe mit 50km auf dem Plan. Da steht schon ein kompletter Trainingsplan. Ich werde mich aber die nächsten Wochen mal bei Euch melden bezüglich einer Vorbereitung für meinen diesjährigen Churfrankenlauf Ende September(74km, 1800HM).
Den möchte ich entgegen meiner sonstigen Angewohnheiten gerne sub 10 Stunden laufen. Letztes Jahr war ich mit 10:28h im Ziel.
Ich melde mich auf jeden Fall bei Euch!