Lauf im Dampfbad

Auf Grund der extremen Schwüle der letzten Tage wollte ich heute Morgen ein bisschen früher meine “Eingewöhnungsrunde” drehen.
Also machte ich mich bereits gegen 6:46 Uhr wohl gelaunt mit meinen Mizuno Wave Precision 9 auf den Weg.
So ganz genau hatte ich keine Vorstellung über meine Runde. Sie sollte uaf jeden Fall etwas mehr als 5 Kilometer betragen. Einfach mal schauen was so geht.

Leider waren die Temperaturen bereits heute Morgen bei 20° und die Luftfeuchtigkeit lag bei 85%. Kein optimales Wetter um wieder ins Laufen einzusteigen. Aber man kann es sich nun mal nicht immer aussuchen. ;-)

Ich entschied mich für einen Lauf Richtung Wald. Der erste Kilometer führt durch die Gemeinde. Auffallend war die große Anzahl kaputter Bierflaschen auf den Gehwegen und Straßen. Auch einige kleiner Bäume waren mutwillig zerstört. An der Radsporthalle wurde mir bewusst, warum einige Chaoten hier so gewütet hatten. Es war gestern Abend eine Abi-Abschlussfeier in der Halle. Leider hat sich anscheinend unsere zukünftige, geistige Führungselite nicht ganz im Griff. Und zusammen mit dem Alkohol drehen halt einige ein bisschen durch. Schade!

Nach zwei Kilomotern erreichte ich die Brücke über die B26. Klitschnass geschwitzt und mit einem Puls von 85% der Hfmax. Die Atmung verlief zwar sehr kontrolliert und die Beine fühlten sich Klasse an, aber mein Kreislauf hat auf Grund der langen Pause und dem extrem schwülen Wetter, noch ein paar Probleme.
Aber alles halb so wild. Ich fühlte mich gut und trabte langsam weiter durch den leider nicht viel kühleren Wald.

Da ich mich gut fühlte entschloss ich mich für die Runde durch das Freizeitzentrum in Dieburg. Hier konnte ich wenigstens noch ein bisschen die Ruhe im Wald genießen.
Mein Puls hatte sich im GA2-Bereich festgefressen, ohne das es sich übermäßig anstrengend anfühlte.

Hinter dem Freizeitzentrum wehte mir von den Hühner-KZ´s eine milbengeschwängerte Lüft entgegen. Die Ventilatoren in den Stallungen liefen auf Hochtouren. Wenn hier draußen schon solche Temperaturen herrschten, möchte ich nicht wissen wie es den armen Tieren tagsüber in diesen Ställen geht.
Jedenfalls habe ich immer einige Probleme mit meinem Asthma wenn ich hier vorbeikomme.

Nach einer guten halben Stunde laufe ich wieder in Dieburg ein. Alles ist noch ruhig. Nur hier und da geht ein Hund mit Herrchen oder Frauchen Gassi. Alle angeleint. Das freut einem natürlich. ;-)
Kurz durch das Neubaugebiet, und dann auf dem Radweg Richtung Heimat.

Meinem Arm geht es, mal abgesehen von dem Kleinbiotop unter der Schiene, hervorragen. Keine Schmerzen, keine Behinderung.
Lediglich die Kondition pfeift ein bisschen auf dem letzten Loch. Aber das ist nach sechs Wochen Pause nachvollziehbar und wird bestimmt auch noch zwei, drei Wochen dauern.

Nach knappen 53 Minuten und 7,5 Kilometern bin ich wieder zu Hause. Fertig aber zufrieden!

Laufstrecke am 28.06.2009

Laufstrecke am 28.06.2009


Es ist noch ein verdammt weiter Weg bis zu meinem Marathon in Frankfurt. Aber ich bin mir sicher, dass ich dieses Ziel erreichen werde.
Langsam aber sicher geht es Stück für Stück bergauf!