Get the feeling

Nach einer etwas unruhigen Nacht war ich heute Morgen froh, als diese vorbei war. Bei Temperaturen um 17°C und einer Luftfeuchtigkeit von 80% machte ich mich gegen 5:50Uhr auf den Weg in den Wald.
Es lief ein bisschen eckig und die Beine wollten noch nicht so ganz ihren Dienst aufnehmen, aber im großen und ganzen lief es ruhig an.
Puls im annehmbaren GA-1 Bereich.
Muskulatur noch ein bisschen steif, aber dass würde sich die nächsten Kilometer verlaufen.

Zuerst ging es den Radweg nach Dieburg. Keine Menschenseele unterwegs. Überall lag alles noch im Schlaf. Die Hitze und Schwüle der letzten Tage liegt wie ein Kissen über der Stadt. Es herrscht eine wunderbare Ruhe. Ich laufe durch die Strassen, die wie ausgestorben wirken.

Nach drei Kilometern bin ich im Wald. Alles im grünen Bereich. Lediglich der Laufrhythmus fehlt noch. Es ist alles noch ein bisschen steif. Die Leichtigkeit ist die letzten Wochen ein wenig auf der Strecke geblieben. ;-)

Wo laufe ich lang? Ich fühle mich gut!

Also entschließe ich mich über die Moret zu laufen. Ein paar Höhenmeter können die abgeschlafften Muskel wieder auf Trab bringen.
Bis zum Kilometer 9 geht es ständig bergauf. Mal mehr und mal weniger.
Nach 1:07 h bin ich oben auf der Moret. Und die letzten Meter ganz schön ins Schnaufen gekommen. ;-)

Jetzt geht es tendenziell eher bergab. Hier und da mal ein kleiner Gegenanstieg, aber vom Prinzip her bergab.
Die Beine werden besser. Von Kilometer zu Kilometer läuft es runder.
Und auf einmal ist es wieder da. Das Gefühl zu Laufen. Wenn die Beine von ganz alleine ihre monotone Arbeit verrichten.
Wenn noch genug Sauerstoff fürs Hirn vorhanden ist um Nachzudenken.

  • Die Beine laufen von ganz alleine und der Kopf hat Zeit zum Denken und Genießen.
    Genau dass ist es! Das Gefühl des Laufens. Die Leichtigkeit des Laufens!
    So wünsche ich es mir. Kilometer für Kilometer.

Aber leider noch nicht heute. Nach 17 Kilometern verschwindet die Leichtigkeit und die Arbeit übernimmt wieder die Initiative.

Ich komme noch in Dieburg an der Laufbahn am Schwimmbad vorbei. Die Tür ist offen. Ich hatte ja schön öfters überlegt ein paar Einheiten auf der Bahn zu absolvieren. Ein bisschen Tempotraining und Intervalle. :-( Aber meistens ist die Anlage geschlossen.
Heute war offen, und ich wollte einfach mal die Bahn ausprobieren. Die Runde ein wenig vermessen und den Belag ausprobieren.
Es ist eine 400m-Bahn. Eine relativ schwere Aschenbahn. Ziemlich locker und tief. Wahrscheinlich ziemlich anstrengend.

Aber vielleicht mal irgendwann ins Training einbaubar.

Von der Anlage runter Richtig Heimat. Die Temperaturen liegen jetzt schon bei 20°C und wenn der Schutz der Bäume fehlt wird es warm und anstrengen. Die letzten Kilometer sind noch mal eine Kraftanstrengung. Die Oberschenkel beschweren sich langsam und die Getränke sind auch alle. Es wird Zeit nach Hause zu kommen.

Nach 2:22h und 20,33 Kilometern bin ich zufrieden wieder zu Hause. Es ist wieder da.
Das tolle Gefühl!

Garmin Connect

Lauf auf Garmin Connect

Höhenprofil
Geschwindigkeit
Lauf am 05 07 2009

 

CEP Kompressions Socks

CEP Kompressions Socks

Ich hatte übrigens heute meine CEP Kompressionsstrümpfe an und bin zufrieden.
Ich hatte ja schon öfters das Gefühl, das sie die Wadenmuskulatur entlasten und evtl. Verletzungen vorbeugen. Ob dies tatsächlich so ist kann ich nicht wissenschaftlich beweisen.

Ich jedenfalls fühle mich gut damit.

Und zwei weitere Vorteile hatten sie heute für mich.
Bei den Singletrails im grünen Dickicht schützen sie die Unterschenkel vor Zecken und Brenneseln. ;-)

Und ich habe sie ab und an mit Wasser besprüht. Die Verdunstungskälte kühlt angenehm und hält auch eine Zeit lang an.

Also wieder ein paar Pluspunkte für die Hightech-Ausstattung! :cool:

Und ab heute beginnt mein neues Projekt zum Thema Gewicht. 8 Kilogramm die nächsten 9 Wochen. Es wird hart aber ich werde es hinkriegen. Packen wir´s an!