Revier markiert

Nach meinem gestrigen, ungeplanten Ruhetag, war ich ein wenig unsicher ob die ganze Sache mit dem Unwohlsein und dem Magen einigermaßen vorbei ist. So ein leichtes, plumerantes Gefühl waberte noch durch meinen Körper. Aber Ruhepuls und der Drang nach Bewegung sagten: LAUF!

Also lief ich. Temperaturen um 6°C. Genau so wie ich es am allerliebsten mag. Kurz nach 7:00Uhr, bei traumhaftem Sonnenaufgang mit Nebel, trabte ich Richtung Reinheimer Teich. Leider ohne Foto. Aber meistens kriegen die kleinen Apparate das gebotene Naturschauspiel sowieso nur ungenügend abgebildet. So muss meine Beschreibung halt ausreichen.
Aber ich denke, jeder hat schon mal gesehen, wenn die Sonne den Nebel durchbricht und diesen langsam auflöst. Dazu stellt man sich noch die Silhouette der Veste Otzberg mit dahinter liegendem Odenwald vor. Einfach märchenhaft. Und ich hatte das Vergnügen kilometerlang darauf zu zulaufen!

Ich bin ein wahrer Glückspilz

Der Lauf selbst kam sehr schwer in die Gänge. Man”n” hatte das Gefühl, dass die Beine irgendwie eingerostet waren. Es fehlte wieder mal der “Fluss”.
Das leichte und lockere, dass ich am Laufen so mag. Aber wofür man so viel investieren muss bis es einem gelingt.

Aber es kam nach und nach. Als ich nach 7 Kilometer durch Habitzheim lief war alles locker. Ich hatte mir vorgenommen die Pulsvorgaben des Vicsystems einzuhalten, und nicht die vorgegebene Geschwindigkeit. Entsprechend lief es ein bisschen schneller. Tendenz Wettkampftempo!
Aber immer schön locker und ohne größere Anstrengung. Mein Puls blieb in der Vorgabe 140-147bpm, eher darunter. Am Schluss lag er im Durchschnitt bei 140bpm.
Also alles im grünen Bereich.

Langer Lauf am 27.09.2009
Langer Lauf am 27.09.2009

Der einzige Wermutstropfen war der ständige Zwang zum Pinkeln. Ich kann mich nicht erinnern, das ich jemals sooooo oft austreten musste. Obwohl ich nüchtern weggelaufen bin und unterwegs höchsten drei Schlucke Wasser getrunken habe, musste ich ständig raus. Vielleicht lag´s an den kühlen Temperaturen oder an den Nachwirkungen des leichten Infektes. Jedenfalls habe ich meine Laufstrecke ordnungsgemäß und ausreichend markiert. Passend zur Brunftzeit der Hirsche!

(Hierzu möchte ich ein Fundstück aus dem Netz präsentieren, dass sich sehr wissenschaftlich mit dem Thema Brunftzeit beim Menschen befasst!)

Aber ich schweife vom eigentlichen Thema ab. Der Lauf selbst lief von Kilometer zu Kilometer besser. Die Beine waren locker und mein Puls pendelte sich im vorgegebenen Bereich ein. Die Sonne kam immer stärker heraus und wärmte wohltuend meinen Rücken. Die letzten Kilometer wurde es mir schon fast wieder zu warm.
Ich mag halt eher die Temperaturen unter 10°C. ;-)
Ein schöner Lauf, der den gestrigen Tag mit dem ausgefallenen Training wieder vergessen lässt. Es war gut das ich einen Tag Ruhe eingelegt habe!
Zumal ich mir irgendwo noch einen Nerv eingeklemmt habe, der mir beim Atmen in der rechten Brusthälfte Schmerzen bereitet. Das hat sich durch die Gymnastik ein bisschen gebessert, aber beim tiefen Atmen und vor allem beim Niesen, tut es noch höllisch weh!

Die Woche war mit 70 Trainingskilometern an nur 4 Trainingstagen sehr Zufriedenstellen. Der Trainingsplan wurde eingehalten und ich fühle mich optimal. So langsam kann mein Marathon kommen. Ich freue mich drauf. 42Kilometer sind zwar immer noch eine stolze Zahl, aber ich fühle mich gut vorbereitet.
Hauptsache ist Gesund zu bleiben! Dann gehen wir das Ding in Ruhe an.

Für meinen Marathon werde ich noch ein spezielles Laufshirt drucken lassen. Vielleicht mache ich auch zwei oder drei davon und werde eines hier auf meinem Blog verlosen. Ich lasse mir mal ein kleines Tippspiel für meinen Marathon einfallen. Und der Gewinner/die Gewinnerin bekommt ein Shirt. Wäre doch mal was.

diro-shirt vorne

diro-shirt vorne

diro-shirt hinten

diro-shirt hinten