Täglich grüßt das Murmeltier!

Was hatte ich mich auf meinen Lauf gefreut. Rechtzeitig Feierabend gemacht. Der Regen hat sich zu meinem Lieblingsregen gewandelt und fällt gleichmäßig und ohne viel Wind. Alles passt für meinen ersten Lauf seit meinem Marathon vor drei Wochen. Eine verdammt lange Zeit.

Im regenerativen Bereich nach Hause gefahren. Nur nicht überziehen. Schön langsam die Moret hoch. Lass die anderen doch fahren. Ich will heute Laufen. Kein Schnupfen mehr. Kein Husten mehr.
Fit wie ein Turnschuh

Zu Hause angekommen und erst mal das Rad gereinigt. Selbst bei Fahrten auf dem Radweg sieht alles aus wie Sau. So zwei Waldpassagen durch den Matsch sind selbst bei der “Winterstrecke” dabei. Und man glaubt nicht, was so ein paar Meter durch unbefestigtes Gelände anrichten können. ;-)
Nach dem Reinigen noch ein bisschen ÖL für die Kette und dann geht´s schon zum Umziehen!
Schon halb 5. Langsam wird´s dunkel. Vorsichtshalber mal die Stirnlampe eingepackt. In meiner neuen Regenjacke von RunnersPoint sind zwei Taschen. Wie praktisch! ;-)
Außerdem sieht man das quietschegelb hervorragen bei dieser Witterung. Mütze auf und natürlich endlich meine neuen NewBalance 758 an die Füße geschnallt. Schließlich ist das gute Stück noch jungfräulich! Passt ganz gut. Nur in der Länge ist er eine Nummer zu groß. Mal sehen was die ersten Läufe so bringen.

Forerunner gestartet und ab ging es. Die ersten Meter ein bisschen wie Pinocchio, aber das lag an der langen Pause und den bereits absolvierten 30 Kilometern auf dem Bike. Wurscht! ;-) Ich konnte wieder Laufen!
Von Meter zu Meter wurde es lockerer und flüssiger. Schön langsam und ohne irgendwelche Vorgaben. Einfach nur Laufen:
Quer durch Dieburg und danach auf Richtung Klein-Zimmern. Auf dem Radweg von Dieburg nach Klein-Zimmern musste ich die Stirnlampe aufsetzen. Es war nun stockfinster. Der Regen plätscherte gleichmäßig auf meine Mütze. Mir ging´s richtig gut. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Einfach gut! ;-)

Auf dem Weg von Klein-Zimmern nach Groß-Zimmern entschloss ich mich noch ne kleine Extrarunde dranzuhängen. Wie immer wenn´s mal so richtig gut läuft.
Und prompt kriege ich die Quittung. Auf dem letzten Kilometer kriege ich Probleme im linken Hüftbereich. Von einem Moment auf den anderen. Ziemlich schnell und ziemlich heftig:
Schei…..! Nicht schon wieder.
Ich bin zwar gleich danach zu Hause, aber die Schmerzen bleiben. Ich kriege noch die Krise.
Dabei habe ich extra langsam gemacht. Ich hoffe es ist nur ne leichte Muskelzerrung. Jedenfalls fühlt es sich anders an als die Hüftgeschichte vor meinem Marathon!
Hoffen wir mal das Beste!
Es ist wohl doch ein “Seuchenjahr” für mich!