Ich kann auch anders

Obwohl es eigentlich nicht meinem Naturell entspricht, kann ich auch anders als gemächlich. Wenn man im Büro bis zum Hals voller Arbeit steckt und sich nicht bei einem langen und entspannenden Lauf erholen kann, dann muss man”n” halt mal beim Biken an seine Grenzen gehen.

Das Wetter war als ich aus dem Büro kam ideal. Kühl, sonnig und trocken. Die ersten drei Kilometer durch die Stadt hatte ich meinen gemütlichen Tritt darauf und freute mich schon auf zu Hause. Der ganze Wust der Woche schwirrt einem durch den Kopf. Eigentlich ist auf Grund der Tatsache, dass viel zu viel liegen geblieben ist, die nächste Woche schon wieder als Katastrophe vorprogrammiert.
Also was tut man um den Kopf frei zu kriegen?

Gas geben!

Das große Blatt aufgelegt und reintreten als ob der Teufel hinter einem her ist.
Am Anstieg die Vordergabel verriegelt und raus aus dem Sattel.
Finger weg von der Schaltung und weiter das große Blatt getreten.
Die Oberschenkel brennen und der Puls jagt erbarmungslos nach oben.
Der Schweiß rinnt aus allen Poren und meine Lunge fängt an zu brennen.
Immer weiter. Immer schneller.

Bergab keine Erholung.
Treten, treten, treten!
Die Kräfte schwinden und die letzte Brücke kommt mir vor wie ein Alpenpass.
Es tut weh. Richtig weh.

Auf den letzten Meter kommt die Erschöpfung.
Mir ist schlecht vor Anstrengung.
Brutal. Anstrengend. Befreiend.

Nach 37 Minuten bin ich zu Hause.
Sonst fahre ich die Strecke in 47 bis 50 Minuten.
Der Kopf ist frei. Die Arbeit im Büro!

Und am Wochenende geh ich gemütlich Laufen.
Und wenn´s nicht klappt dann halt nicht. Was soll´s. Es ist Wochenende.
Kein Stress!

Verausgabt!

Verausgabt!

Manchmal muss es sein!

Manchmal muss es sein!