Wochenbericht 35. KW 2009

Nun haben wir den August auch schon hinter uns gebracht. Die Tage werden spürbar kürzer und bei meinen Läufen am frühen Morgen ist schon mal öfters die 3/4 Tight angesagt.
Das Biken durch den Wald findet auf der Fahrt zur Arbeit nur noch im Dunkeln statt.
Der Herbst steht schon vor der Tür!

Die zurückliegende Trainingswoche war prima. So langsam hat sich der Körper an die täglichen 30 Kilometer auf dem Rad wieder gewöhnt. Heute Morgen stand bei traumhaften Wetter der erste Lauf mit den neuen brooks ghost 2 auf dem Programm. Locker ne kleine Runde durch die Nachbargemeinden. Schön war´s und der “Neue” hat Eindruck gemacht. Ich denke über den werde ich noch öfter was Schreiben.

Wochenabschluss 35.KW 2009

Wochenabschluss 35.KW 2009

Und durch den Tausch der Radeinheiten mit Laufeinheiten kommen auch die erforderlichen Laufkilometer für die Marathonvorbereitung zusammen. Durch die etwas niedrigeren Temperaturen werden zusätzlich ein paar Kräfte gespart. Eigentlich könnte es so weitergehen.
Für die kommende Woche ist ja am Sonntag der Halbmarathon in Darmstadt im Trainingsprogramm. So eine Zeit um die 2:15 wäre schön ist aber kein muss. Wenn´s klappt werde ich mit Melanie und Steffen versuchen eine lockere Runde mitzulaufen. Mal sehen ob ich dies schaffe. Wenn´s zu flott wird müssen die beiden alleine weiter. ;-)

Da ich von Montag bis Mittwoch frei habe, werde ich die Tage nutzen ein paar lockere Einheiten zu Laufen.
Donnerstags wird von und zur Arbeit gelaufen.
Freitags ist Ruhetag. Und am Samstag steht lediglich eine halbe Stunde Beine vertreten auf dem Programm.
Viele Kilometer, aber da ich lediglich am Freitag auf´s Bike steige dürfte dies kein Problem werden.

WochentagTrainingsvorgabeTrainingsergebnisKilometer
Montag
31.08
3x2.400m@06:19/km
2x1.200m@10:20/km
Einlaufen 10 min
3x2.400m@06:05/km
2x1.200m@7:54/km
Auslaufen 23 min
14,3 Kilometer
Dienstag
01.09
Einlaufen 5 min
Laufschule
10.000m@08:23/km
4 Sprints auf 100m
Einlaufen 10 min
Laufschule
11.010m@07:49/km
3 Sprints auf 100m
11,7 Kilometer
Mittwoch
02.09
Einlaufen 10 min
4.800m@06:17/km
Auslaufen 10 min
Einlaufen 10 min
4.800m@06:10/km
Auslaufen 10 min
7,7 Kilometer
Donnerstag
03.09
4.000m@09:07/kmBike 2x13 Kilometer regenerativ
4.320m@08:18/km
4,3 Kilometer
Freitag
04.09
Ruhetag Laufen
Bike 2x13 Kilometer regenerativ-
Samstag
05.09
2.000m@09:07/km2.020m@07:37/km2,0 Kilometer
Sonntag
06.09
Halbmarathon Darmstadt
Zielzeit ca. 2:15h
Halbmarathon Darmstadt
2:09:51h
21,8 Kilometer
WochenkilometerBike 52 Kilometer
Laufen 61,8 Kilometer

Zum Thema Trainingsplan muss ich noch ein paar Überlegungen loswerden. Auf der einen Seite bin ich ja eigentlich der reine Spaß- und Genußläufer.
Auf der anderen Seite faszinieren mich ja Strukturen und Planungen.
Das eine lässt sich schwer mit dem anderen vereinbaren. Trotzdem lässt mich die dynamische Trainingsplanung irgendwie nicht los.

  • Wie verhält sich die Sache wenn man keine festen zeitlichen Ziele vor Augen hat?
  • Kann man Spaß und Freude am Laufen mit einem Trainingsplan verbinden, ohne das Gefühl zu haben man wird gegeiselt?

Fragen über Fragen die in meinem Kopf herumschwirren.

Entsprechend reift bei mir so langsam der Entschluss, ich probiere mal die dynamische Trainingsplanung aus.
Ich muss ja sowieso alles mal ausprobieren. Warum nicht mal so was.
Nur dann kann ich alle meine Fragen beantworten. Ich muss es einfach selbst ausprobieren.

Mal sehen was sich da in den nächsten Tagen so tut?

X-Bionic Paket ist da!

Endlich kam mein Testpaket von X-Bionic. Natürlich hab ich die Sachen erst mal ausgepackt und fotografiert.
So ein bisschen möchte ich ja schon mal zeigen. Die Sachen sehen erstens super gut aus und machen qualitativ einen hervorragenden Eindruck.
Morgen gibt´s dann einen ausführlichen Bericht.

Gelaufen bin ich heute nach Trainingsplan auch. Aber wie zu erwarten war, hängt mir die Magen-Darm-Geschichte schon noch in den Klamotten.
Am besten schnell vergessen und zusehen dass ich wieder auf die Beine komme!

Toller Lauf ums Meer

Heute in der früh um Punkt 6:42 Uhr, machte ich mich mit meinem Trinkrucksack und den Puma Complete Eutopia, auf den Weg rund ums Steinhuder Meer. Das Wetter war traumhaft schön und die Temperaturen lagen bei ungefähr 15° C. Also alle Voraussetzungen für ein wunderschönes Läufchen.

Ich hatte mir vorgenommen den ausgeschilderten Rad- und Rundwanderweg rund ums Steinhuder Meer zu erlaufen. So konnte ich mir das mitnehmen einer Karte sparen. Schließlich ist der Weg prima ausgeschildert.

Zuerst ging es hinein nach Steinhude. Am Hafen vorbei. Schön wenn man am frühen Morgen die ganze Promenade für sich alleine hat. Die ist sonst nur bei schlechtem Wetter der Fall. Ich habe jedenfalls die Aussicht und die Ruhe genossen. Schöner Blick aufs Steinhuder Meer, mit den im Wind sich wankenden Booten. Kann man einen Tag schöner beginnen?

Weiter ging es Richtung Altenhagen/Hagenburg. Direkt am Wasser entlang. Lediglich durch ein paar protzige, aber auch architektonisch feine Häuschen vom direkten Zugang zum Wasser getrennt.
Nach exakt 4 Kilometern war ich endlich in den Moorwiesen. Wunderschöne, gepflegte Landschaft mit gutem Pflasterbelag auf dem Radweg. Und, darüber war ich besonders glücklich, öffentliche Toiletten in einem sauberen Zustand und vor allem im Sommer ab 6:00 Uhr geöffnet. Manchmal freuen einen die kleinen Dinge des Lebens.

Weiter ging es durch schattige Wälder am Wasser entlang. Bis in der Höhe von Hagenburg das Naturschutzgebiet Hagenburger Moor beginnt. Auf Grund der reichen Artenzahl von schützenswerten Vögeln und anderem Getier, sind die Wege im Naturschutzgebiet gesperrt. Für Radfahrer und Wanderer. Auf Grund der Menge von Touristen ein nachvollziehbare Entscheidung. Wahrscheinlich die einzig wahre Möglichkeit!
Entsprechend macht der Radweg einen nicht unerheblichen Umweg um das NSG herum. Landschaftlich aber trotzdem zauberhaft und wunderschön. Ich habe jeden Meter genossen.

Nach 13 Kilometern passierte ich das kleine Örtchen Winzlar. Die Beine waren hervorragend. Lediglich die Sonne zeigte in den offenen Wiesen ab und an ihre Kraft. Ich kam ganz schön ins Schwitzen und war froh, meinen Trinkrucksack dabei zu haben. Auf dem relativ geraden, aber absolut nicht eintönigen Stück zwischen Winzlar und Mardorf gibt es mehrer Möglichkeiten, sich mittels Beobachtungstürmen, Einblick in die reichhaltige Tierwelt zu verschaffen. Selbst Seeadler kann man hier bewundern. Also Foto und Fernglas nicht vergessen.
Es sei den man joggt um den See.

Nach ca. 18 Kilometer hatte ich die Stelle in Mardorf erreicht, an der ich am letzten Donnerstag nach 12,5 Kilometern von der anderen Seite, zum Glück, umgekehrt bin. Wäre damals ein bisschen zuviel gewesen.

Nun ging es eine altbekannte Strecke wieder zurück nach Steinhude. Am Nordufer entlang und durch das Steinhuder Moor. Zum Glück den größten Teil der Strecke im Wald, so dass ich einigermaßen von der Sonne verschont blieb. Bis auf die letzten 4 Kilometer. Die gingen nochmals voll durch die Sonne.
Die Beine wurden langsam müde und mein Trinkrucksack war komplett leer. 1,5 Liter hatte ich auf der Strecke verbraucht.
Nach exakt 31,58 Kilometern und einer Laufzeit von 3:35h kam ich ausgepowert, aber mir einem Kopf voller schöner Eindrücke, glücklich an unserer Ferienwohnung an.

Höhenprofil
Geschwindigkeit
Rund ums Meer

Jetzt hab ich Hunger. Und dann wird ein bisschen entspannt. Heute Abend schön in die Sauna. Und Morgen freu ich mich auf einen neuen Tag am Steinhuder Meer.
Ich muss ja meinen beiden Mädels den Radweg “links herum” nochmal schmackhaft machen. Vielleicht radeln wir Morgen die Strecke gerade noch mal ab. Mal sehen wie das Wetter morgen wird.
Mein Teller wird jedenfalls leer gegessen!

  • Noch eine Anmerkung zu meinen CEP-Kompressionssocken. Ich hatte die Dinger ja heute auch wieder an meinen strammen Waden. Und die letzten Tage, wenn es ein bisschen länger ging, oder die Wade ein wenig müde war.
    Ich bin von den Socken begeistert. So ist jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Ich fühle mich gut damit und habe auch das Gefühl sie bringen hinsichtlich der Ermüdung der Wadenmuskulatur etwas.
    Wie gesagt, mein subjektiver Eindruck. Ich werde sie jedenfalls weiterhin bei meinen langen Läufen nutzen.


Entspannter Regenlauf mit charmanter Begleitung!

Heute Morgen haben wir fast bis 7:00Uhr geschlafen. Dann schaute mich eine kleine, grinsende Helena von der Leiter ihres Schlafbodens erwartungsvoll an. Also raus aus den Federn, Laufklamotten an, Helena den Fahrradhelm übergestülpt und ab in den leichten Nieselregen. Endlich!
Toll war´s. Zwar wehte ein unangenehmer und kalter Wind zwischendrin, aber der Lauf hat uns beiden gut getan. Unterwegs haben wir sogar überraschenderweise 3 Rehe aus kürzester Entfernung gesehen. Das war natürlich das Highlight des Tages.
Nach knapp einer Stunde waren wir wie neu geboren zurück zum Frühstück!

Auf Grund des Wetters wird heute mal ein “Faulenzertag” eingelegt. Ein bisschen einkaufen und ein bisschen abhängen. Vielleicht wird´s ja heute Nachmittag ein bisschen besser und wir fahren noch mal nach Steinhude rein. Im Notfall einfach was leckeres Essen gehen!
Man gönnt sich ja sonst nichts!

Get the feeling

Nach einer etwas unruhigen Nacht war ich heute Morgen froh, als diese vorbei war. Bei Temperaturen um 17°C und einer Luftfeuchtigkeit von 80% machte ich mich gegen 5:50Uhr auf den Weg in den Wald.
Es lief ein bisschen eckig und die Beine wollten noch nicht so ganz ihren Dienst aufnehmen, aber im großen und ganzen lief es ruhig an.
Puls im annehmbaren GA-1 Bereich.
Muskulatur noch ein bisschen steif, aber dass würde sich die nächsten Kilometer verlaufen.

Zuerst ging es den Radweg nach Dieburg. Keine Menschenseele unterwegs. Überall lag alles noch im Schlaf. Die Hitze und Schwüle der letzten Tage liegt wie ein Kissen über der Stadt. Es herrscht eine wunderbare Ruhe. Ich laufe durch die Strassen, die wie ausgestorben wirken.

Nach drei Kilometern bin ich im Wald. Alles im grünen Bereich. Lediglich der Laufrhythmus fehlt noch. Es ist alles noch ein bisschen steif. Die Leichtigkeit ist die letzten Wochen ein wenig auf der Strecke geblieben. ;-)

Wo laufe ich lang? Ich fühle mich gut!

Also entschließe ich mich über die Moret zu laufen. Ein paar Höhenmeter können die abgeschlafften Muskel wieder auf Trab bringen.
Bis zum Kilometer 9 geht es ständig bergauf. Mal mehr und mal weniger.
Nach 1:07 h bin ich oben auf der Moret. Und die letzten Meter ganz schön ins Schnaufen gekommen. ;-)

Jetzt geht es tendenziell eher bergab. Hier und da mal ein kleiner Gegenanstieg, aber vom Prinzip her bergab.
Die Beine werden besser. Von Kilometer zu Kilometer läuft es runder.
Und auf einmal ist es wieder da. Das Gefühl zu Laufen. Wenn die Beine von ganz alleine ihre monotone Arbeit verrichten.
Wenn noch genug Sauerstoff fürs Hirn vorhanden ist um Nachzudenken.

  • Die Beine laufen von ganz alleine und der Kopf hat Zeit zum Denken und Genießen.
    Genau dass ist es! Das Gefühl des Laufens. Die Leichtigkeit des Laufens!
    So wünsche ich es mir. Kilometer für Kilometer.

Aber leider noch nicht heute. Nach 17 Kilometern verschwindet die Leichtigkeit und die Arbeit übernimmt wieder die Initiative.

Ich komme noch in Dieburg an der Laufbahn am Schwimmbad vorbei. Die Tür ist offen. Ich hatte ja schön öfters überlegt ein paar Einheiten auf der Bahn zu absolvieren. Ein bisschen Tempotraining und Intervalle. :-( Aber meistens ist die Anlage geschlossen.
Heute war offen, und ich wollte einfach mal die Bahn ausprobieren. Die Runde ein wenig vermessen und den Belag ausprobieren.
Es ist eine 400m-Bahn. Eine relativ schwere Aschenbahn. Ziemlich locker und tief. Wahrscheinlich ziemlich anstrengend.

Aber vielleicht mal irgendwann ins Training einbaubar.

Von der Anlage runter Richtig Heimat. Die Temperaturen liegen jetzt schon bei 20°C und wenn der Schutz der Bäume fehlt wird es warm und anstrengen. Die letzten Kilometer sind noch mal eine Kraftanstrengung. Die Oberschenkel beschweren sich langsam und die Getränke sind auch alle. Es wird Zeit nach Hause zu kommen.

Nach 2:22h und 20,33 Kilometern bin ich zufrieden wieder zu Hause. Es ist wieder da.
Das tolle Gefühl!

Garmin Connect

Lauf auf Garmin Connect

Höhenprofil
Geschwindigkeit
Lauf am 05 07 2009

 

CEP Kompressions Socks

CEP Kompressions Socks

Ich hatte übrigens heute meine CEP Kompressionsstrümpfe an und bin zufrieden.
Ich hatte ja schon öfters das Gefühl, das sie die Wadenmuskulatur entlasten und evtl. Verletzungen vorbeugen. Ob dies tatsächlich so ist kann ich nicht wissenschaftlich beweisen.

Ich jedenfalls fühle mich gut damit.

Und zwei weitere Vorteile hatten sie heute für mich.
Bei den Singletrails im grünen Dickicht schützen sie die Unterschenkel vor Zecken und Brenneseln. ;-)

Und ich habe sie ab und an mit Wasser besprüht. Die Verdunstungskälte kühlt angenehm und hält auch eine Zeit lang an.

Also wieder ein paar Pluspunkte für die Hightech-Ausstattung! :cool:

Und ab heute beginnt mein neues Projekt zum Thema Gewicht. 8 Kilogramm die nächsten 9 Wochen. Es wird hart aber ich werde es hinkriegen. Packen wir´s an!