Harter 30er und “Laufradio verbindet”

Für Sonntag war ja noch mal ein etwas längerer Lauf vor Rodgau eingeplant. Ein kleiner Test, ob ich den 50er auch wirklich angehen soll. Zur Zeit läuft es ja absolut prima, doch so einen ganz langen Lauf hatte ich die letzte Zeit nicht im Programm. Der sollte also am Sonntag stattfinden.

Mein erster Blick aus dem Fenster lies den anwesenden Schweinehund ins unermessliche wachsen. Regen, Nebel und Schneematsch bis zum Abwinken.
Toll. Das bedeutet wieder ungeräumte Straßen und nasse Füße. Aus mir schoss nur so die Begeisterung für einen langen Lauf. Aber von nix kommt nix!
Also Trinkrucksack fertiggemacht, Regenjacke und Kappe auf und ab ging´s in die Läufer unfreundliche Welt.

Schon die ersten Meter trugen zur besseren Laune nicht unbedingt bei. Da das Wasser auf Grund des Schnees nicht ablaufen kann, entwickelt sich alles zu einer riesigen Seen platte.
Ich hatte schon nasse Füße bevor ich aus´m Ort raus war.
Es war kalt, nass und es regnete Bindfäden. Entsprechend schwer kam ich in meinen Laufrhythmus. Ich entschloss mich den Radweg nach Darmstadt zu nehmen, in der Hoffnung er wäre geräumt.
War er natürlich nicht. Im Gegenteil, die großen Räumfahrzeuge schmeißen den ganzen Dreck von der Straße auch noch auf den Weg. Es soll sich ja schon lohnen!
Entsprechend schwer kam ich in die Gänge. Erst ab Kilometer 8 lief es richtig toll. Gleichmäßiges Tempo. Schöner Rhythmus.

Es lief wie von selbst.
Keine Schmerzen. Einfach nur fun!

Nach guten 15 Kilometern erreichte ich Darmstadt. Es ging mir prima und ein 30er wäre genau das richtige für heute. Also auf dem Absatz kehrt und wieder zurück.
Nicht gerade eine abwechslungsreiche Strecke, aber bei dem Sche…Wetter gab´s auch nicht wirklich was zu sehen. ;-)

Die Strecke selbst ist schon ein bisschen anspruchsvoller und mit insgesamt gut 300 Höhenmetern nicht gerade als flach zu bezeichnen. Also bei dem Wetter auch ein richtig gutes Training zum StrongmanRun im April! ;-)


2010 01 17 letzter langer Lauf vor Rodgau

2010 01 17 letzter langer Lauf vor Rodgau


Aber heute merkte ich nach ca. 23 Kilometern das es ein bisschen schwerer viel. Durch den seifigen Untergrund werden die Bänder und Sehnen extrem belastet. Das Aussenband am rechten Knie murrte ein bisschen. Aber ich kann ja schlecht mitten in der Pampa aufhören. ;-)

Aber da gesellte sich von hinten, in schnellen Schritten, ein weiterer Läufer zu mir. Genauso ausgestattet wie ich. Tendenz “langer Lauf”!
Schnell kamen wir ins Gespräch. Wie sich herausstellte trainierte er auch für den 50iger im Rodgau.
An sich ja nichts ungewöhnliches zu mal es ja direkt um die Ecke liegt. Etwas überraschender war der weitere Verlauf unseres Gespräches. Beide kommen aus der Schiene “Abnehmen oder Du wirst nicht Alt”. Beide sind letztes Jahr ihren ersten Marathon gelaufen. Er mit einer sensationellen 3:48h ein klein bisschen schneller als ich. ;-)
Respekt!! :good:
Nachdem er meine Geschichte gehört hat kommt auf einmal die spontane Frage ob ich “der Gerd” wäre. Der Gerd, den er gerade auf seinem MP3-Player im Podcast bei Laufradio.de hört?
Ist schon der Hammer!

Und ich hatte noch nicht mal Autogrammkarten dabei! :mail:

Jedenfalls hat er mich die restlichen Kilometer bis nach Haus begleitet. Wir hatten nette Gespräche und die Zeit verging wie im Fluge.
Es war ein sehr, sehr angenehmes Gespräch Silvan.
Vielleicht können wir ab und an einen Lauf zusammen machen!
Schön noch so einen “Verrückten” um die Ecke zu haben. :wacko:

Und die Strecke für den Blogathlon ist nun auch wieder ein Stückchen kürzer geworden. ;-)

Regenerationslauf

Den Sonntag, und damit die erste Kalenderwoche habe ich mit einem “Regenerationsläufchen” abgeschlossen. Wobei das Wort Regeneration bei 20cm Pulverschnee nicht während des gesamten Laufes seiner Bedeutung gerecht wurde. Auf den ungeräumten Wegen und im Wald war der Puls schon ein bisschen höher. ;-)

Aber ich habe mir wenigstens mal die Verhältnisse im Wald und auf dem Radweg angeschaut. Mit dem erschütternden Ergebnis, dass ich heute früh definitiv das Bike in der Garage stehen lasse. Selbst das Laufen zur Arbeit ist auf den zugeschobenen Radwegen absolut nicht machbar.
Ich würde mich nur kaputtlaufen.

Also werde ich locker zum Bahnhof nach Dieburg traben und mit dem Zug in die Stadt fahren. Das ist das erste Mal, dass mich der Winter geschafft hat. Aber so lange ich noch keine Spikesreifen habe, oder die Radwege wieder geräumt sind, muss ich wohl oder übel die Alternativen wählen!

Obwohl es schon toll ist durch den verschneiten Wald zu Laufen. ;-)

Aber es wird auch wieder bessere Tage geben!

Ich hoffe, dass ich am Dienstag wieder Laufen kann! :yes:

Pfundskerle

Ich klammere hier mal die Damen, galant wie ich nun mal bin, aus. Aber so wie es aussieht, und das tut es jedes Jahr nach Weihnachten, stellt sich in vielen Blog mal wieder die Frage nach den Traumfiguren.

Viele ambitionierte Sportler haben da überhaupt keine Probleme.
Die verbrennen augenscheinlich schon beim Kauen der Mahlzeiten. B-)

Aber es gibt auch einen großen Teil der laufenden Blogger die sich damit nicht ganz so einfach tun. Und meinereiner gehört da “dicke” dazu!

Ich habe zwar seit Beginn meiner Lauferei um die 20kg an Gewicht verloren und einiges von dem noch üppigen Rest in Muskeln verwandelt. Aber eine Läuferfigur werde ich wohl nie bekommen.
Da fehlen mir nun mal die Voraussetzungen. Wer sein ganzes Leben lang den Ausdauertsport meidet wie der Teufel das Weihwasser, hat es nun mal schwer im Alter seinen Körper noch mal umzustimmen. Wenn man fast immer nur Kraftsportarten und Fußball betrieben hat, ist Ausdauersport nicht ganz auf einen zugeschnitten.

Ein Sumoringer der 100kg abnimmt, wird immer ein Sumoringer bleiben!

Aber ich finde es auch überhaupt nicht schlimm. Man”n” (Frau natürlich auch) muss es nur akzeptieren. Und dass fällt mit zunehmendem Alter immer einfacher.
Außerdem bin und bleibe ich ein Genussmensch. Ich kann und ich will den ganzen leckeren Sachen nicht aus dem Weg gehen. Im Gegenteil! Ich laufe direkt auf sie zu. Und wenn es sein muss, dann sogar viele Kilometer mehr.
Außerdem hege ich ja keine Ambitionen was irgendwelche Rekorde anbetrifft. Ich bin ja froh, wenn es ein paar Kilometer mehr sein dürfen und man mir die Zeit dazu gibt. Entsprechend muss ich nicht unbedingt eine “Läuferfigur” besitzen.
So ein paar Love-Handles haben ja auch was für sich. ;-)

Dann Laufen wir halt hinten!Man muss sich halt damit anfreunden, öfters hinterher zu rennen.
Yogi hat beim FRA Marathon zu dem Thema mal angemerkt:
“Hinten im Feld gibt es die schöneren Hintern!”
Das lassen wir mal so stehen! ;-)

Trotzdem Laufe ich jetzt ne kleine Runde.
Schließlich freue ich mich schon wieder auf das Mittagessen! :yahoo:

Ich bin nun mal ein “Pfundskerl”.
Und der werde ich immer bleiben! ;-)

Pfad finder

Daisy hat ja bei uns so um die 10cm Pulverschnee hinterlassen.

Für uns Flachländer ja meistens ein Verkehrskatastrophe.
Aber zum Glück war ja Samstag.
Alle, die nicht unbedingt raus mussten blieben zu Hause und schippten Schnee.

Leider räumen die “armen” Kommunen nur noch die “wichtigsten” Verkehrswege. Und da gehören nun mal Radwege und Fußwege zwischen den Ortschaften nicht dazu.
Ausserdem muss da wahrscheinlich noch die Zuständigkeit überprüft werden. ;-)

Und auf den ungeräumten Wegen war ein Laufen absolut nicht möglich. Der Pulverschnee hat eine so lose Zusammensetzung, dass man bei jedem Schritt wegrutscht.
Also habe ich mir einen QuerdurchdieOrtschaftundwiederzurückmal- zweiundnochmalhinternrum Weg zusammengelaufen. Wenn es über die Straßen ging mit ein bisschen Vorsicht und einer Ballerina gleich.
Oder so ähnlich! B-)

Jedenfalls habe ich es tatsächlich geschafft, gute 14Kilometer zu absolvieren. Nicht ganz in den Pulsvorgaben des Vicsystems. Aber das halte ich bei den Straßenverhältnissen auch für kaum machbar. Und jetzt geht´s in die Wanne.

Das habe ich mir nämlich verdient!

Aufrappeln

Nachdem ich eine ganze Woche nur im Bett verbracht habe, wird es Zeit sich wieder ein wenig aufzurappeln. Die Gelenke sind unbeweglich und mein Kreuz beschwert sich von dem vielen Liegen auch schon massiv.
Außerdem brauche ich dringend mal wieder frische Luft. Wenn ich noch länger in geschlossenen Räumen bleibe drehe ich noch durch.

Aus einigen schlechten Erfahrungen habe ich mir aber vorgenommen ein bisschen auf die Bremse zu treten. So werde ich Morgen einfach mal die Beine ein bisschen bewegen und ausprobieren ob es noch geht. Schön langsam mal um den Block laufen und den Kopf wieder frei kriegen.

Leider hänge ich mit dem Bloglesen und dem Kommentieren auch ein bisschen hinten dran. Aber manchmal geht´s halt nicht.
Vielleicht komm ich am WE mal wieder ein bisschen zum kommentieren.

Thorsten von distqueror hat eine tolle Idee und versucht die nächsten Wochen ein bisschen was für den Waschbrettbauch zu machen. Da es sich bei mir auch eher um einen Waschtrommelbauch handelt, werde ich mich dem “Selbstversuch” einmal anschließen und versuchen in 6 Wochen auf 200 Situps am Stück zu kommen.