Bisschen unterschätzt

Jetzt hatte ich die ganze Woche keinen einzigen Laufkilometer in den Beinen. Da war eigentlich klar, dass mein langer Lauf am Samstag Morgen eine richtig lockere Sache wird.
Aber so eindeutig war´s irgendwie nicht. Aber der Reihe nach.

Los ging es erst gegen 8:20 Uhr. Spät für meine Verhältnisse, aber irgendwie brauchte ich mal ein paar Stunden Schlaf. 😉
Die ersten Meter merkte ich die knapp 190 Wochenkilometer auf dem Bike doch ordentlich in den Beinen. Aber nach ein paar Kilometern lief es ganz locker.

Vorgabe war ein Lauf im GA1-Bereich. Streckenführung und Streckenlänge wurden unterwegs variabel verändert. Mal sehen wie´s so läuft.
Es lief prima. Puls OK, und die Beine waren auch gut.
Etwas überrascht war ich dahingehen, dass ich unheimlich schwitzte. Auch alle Läufer die mir entgegenkamen waren gleichermaßen klitschnass. Anscheinend hatten die kühleren Temperaturen die hohe Luftfeuchtigkeit ein bisschen kaschiert. Jedenfalls lief mir der Schweiß in Strömen.
Und gerade wegen den „kühleren“ Temperaturen hatte ich relativ wenig zu Trinken dabei. Ein Fehler wie sich herausstellen sollte. 🙁

Erstens stiegen die Temperaturen unaufhörlich, und durch den hohen Flüssigkeitsverlust leider auch die Herzfrequenz.
Und es kam wie es kommen musste!

Nach knapp 20 Kilometer und gut zwei Stunden war nix mehr mit GA1. Ich drosselte das Tempo zwar noch weiter, aber es war nur in wenig Passagen abwärts einigermaßen OK.
Die letzten Kilometer wurden immer anstrengender.
Da musste halt der Rest wieder mit dem Kopf zu Ende gebracht werden.
Schade nach so einem richtig entspannten und ruhigen 20er. Selten das ich so locker gelaufen bin.
Also noch mal den inneren Schweinhund am Kragen gepackt und die restlichen Kilometer nach Hause gelaufen.

Am Schluss standen 27,66km auf meinem Forerunner. Die Laufzeit von 3:16 gehört zwar eher in den Bereich Schlafwandeln, aber ich wollte ja bewusst im niedrigen GA1-Bereich laufen. Und 2:15h davon hat es ja auch super geklappt. 😉
Die Temperaturen stiegen während des Laufes von 14° auf 21°. Zusammen mit einer Luftfeuchtigkeit von 85 – 90% hat mich das Wetter wieder einmal geschafft. War ja nicht das erste Mal.

Und war es auch bestimmt nicht das letzten Mal!

Flexibilität

Flexibilität heißt das Zauberwort. Eigentlich war ja heute Morgen ein Lauf zur Arbeit geplant. Um der aktuellen Hitze ein wenig aus dem Weg zu gehen. Eigentlich!
Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich heute nicht unbedingt viel Freude am Laufen hätte.
Schlecht geschlafen. Ruhepuls ein bisschen höher. Lustlos!

Ich bin zwar seit Samstag keinen Meter gelaufen, aber ein bisschen was für meine Kondition habe ich ja trotzdem gemacht. Also rein in die Radklamotten und in einem sehr flotten Tempo nach Darmstadt gebrettert. Anstrengend, aber bestimmt besser weggesteckt als eine Laufeinheit bei dem doch schon schwülen Wetter.
Und was das Laufen betrifft, konzentriere ich mich diese Woche auf meinen „Langen“ am Samstag.

Ist doch schön wenn man einen Plan hat!

Betrunkener Jogger rennt gegen Auto – Verletzt

Sonntag, 16. August 2009, 11:40 Uhr
Hanau/Offenbach (dpa/lhe) –
Seine besondere Art des Joggens ist einem Mann am Samstagabend in Hanau zum Verhängnis geworden: Weil ihm normales Laufen offensichtlich zu langweilig war, drehte sich der betrunkene Mann immer wieder um die eigene Achse, bis er die Orientierung verlor und in ein parkendes Auto krachte. Wie die Polizei in Offenbach am Sonntag mitteilte, beschädigte der Sportler dabei die Kofferraumklappe und zog sich Verletzungen an der Schulter zu. Er flüchtete von der Unfallstelle. Der Autobesitzer nahm aber die Verfolgung auf und konnte den Jogger schließlich der Polizei übergeben. Ein Alkoholtest ergab 1,6 Promille Alkohol in seinem Blut.

Vielleicht hätte er vorher ein bisschen mehr trainieren sollen.
Anscheinend war der „Verfolger“ schneller!

Marathonstrecke Darmstadt

Auf Grund der anhaltenden Hitze hatte ich keine Lust abends noch mal zu Laufen. Als Ausgleich wollte ich einmal die neue Marathonstrecke in Darmstadt mit dem Bike abfahren. Schließlich kenne ich die Gegend hier und möchte mich ungern überraschen lassen, wenn ich am 6. September den Halbmarathon laufe.

Und so gute 20km extra mit dem Mountainbike im GA1-Bereich sind ja auch ein gutes Training. 😉
Hier erst mal die offizielle Streckenführung vom Veranstalter.

Streckenplanung!

Und hier die dazugehörigen Höhendaten von meiner Biketour!

Höhenprofil Darmstadt Marathon 2009
Höhenprofil Darmstadt Marathon 2009

Wieder mal ein ganz schön knackiges Profil. Und für die Marathonstrecke gleich das doppelte. Da werden sich einige wieder ganz schön verkalkulieren.
Zusätzlich ist die Strecke im Wald extrem uneben und teilweise ziemlich schmal. Viel Schotter und viel Grünzeug auf den Wegen.
Ich hatte es mir ein bisschen besser vorgestellt.
Das wird wieder ein ziemlich anspruchsvoller Lauf.

Vom Training war´s auf jeden ein Gewinn. Die Beine fühlen sich trotz der insgesammt 53,4 Kilometer und 500 Höhenmetern sehr gut an. Da hat es sich angeboten, die Heimfahrt nochmal im flotten Kraftausdauerbereich zu absolvieren. Schließlich hatte ich heute ja auch ggf. ein Intervalltraining auf dem Plan. Und auf dem Rad kann man ja auch mal ein bisschen Gas geben.
Hat Spaß gemacht! 😉