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Der frühe Vogel ….. – Warum macht man das?

Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Ursprünglich um 1670 in einem englischen Buch namentlich erwähnt. „The early bird catches the worm“ und zielt auf die Tatsache, dass der frühe Vogel im Morgengrauen größere Chancen hat  einen Wurm zu fangen, welcher sich in den frühen Stunden an die Oberfläche wagt, wenn die Böden noch feucht vom Tau sind.
Nun bin ich natürlich in den frühen Morgenstunden nicht auf der Suche nach einem fetten Wurm.
Aber sinngemäß passt der Spruch schon auf meine morgendlichen Läufe zur Arbeit. Ich suche weniger die Würmer als Ruhe, angenehme Temperaturen und natürlich Zeit.

Morgenstund hat Gold im Mund..
Morgenstund hat Gold im Mund..

Wenn man an einem „normalen Arbeitstag“ gegen 5:00Uhr aufsteht, duscht, anzieht um sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg macht pünktlich um 6:30Uhr seine Arbeit zu beginnen, ist man frühes Aufstehen ja schon grundsätzlich gewohnt. Der frühe Vogel ….. – Warum macht man das? weiterlesen

Laufen kann soooo einfach sein

Wenn man sich mit dem Thema Laufen schon so lange beschäftigt wie ich und die ganzen Tipps, Infos und Gadgets mal zusammen trägt, müsste Laufen eine hoch wissenschaftliche und komplexe Angelegenheit sein. Nicht umsonst ist die Prognose für den weltweiten Umsatz an Sportartikeln bei ca. 206 Mrd. US$ im Jahr 2022. Aktuell sind es ca. 160 Mrd. US$ und davon ca. 82 Mrd. US$ alleine für Sportschuhe.

my shoes!
my shoes!

Wenn man also das ganze notwendige Equipment für den Sport zusammenzählt, kommen da erhebliche Summen auch auf diese „einfache“ Sportart Laufen zusammen. Und letztendlich tragen wir ja auch fast alle diese Aussage durch die digitale Welt. Jeder schwört auf die eine oder andere Wiese auf bestimmte Produkte und Marken. Dazu noch der Anspruch modisch aktuell zu sein und schon sind ein paar Hundert Euro für die einfache Sportart Laufen verbraten. Laufen kann soooo einfach sein weiterlesen

Sommerzeit – Hartes Brot für Frühaufsteher

Über die Sinnhaftigkeit der Sommerzeit möchte ich mich hier gar nicht mehr auslassen. Hierzu gibt´s genügend Veröffentlichungen die die negativen Auswirkungen dieses längst überholten Reliktes aus der Zeit der Energiekrisen.
Ich möchte dies eher aus der Sicht eines Frühaufstehers und Sportler betrachten. Jemand der tendenziell den frühen Morgen als Zeit des Sports bevorzugt, und dies unabhängig ob Winter- oder Sommerzeit. Sommerzeit – Hartes Brot für Frühaufsteher weiterlesen

Lass Laufen

Lass Laufen – Einfach so. Einfach loslaufen und mal schauen wie`s „läuft“!

Lass Laufen - Mal schauen wie´s läuft
Lass Laufen – Mal schauen wie´s läuft

Genau so habe ich es diese Woche mal am frühen Morgen gemacht.
Aufstehen!
Schuhe an!
Stirnlampe an!
Und ab in die Dunkelheit.

Kurz vor halb sechs in der früh ist´s zur Zeit ziemlich finster. Dazu gab´s noch Nebel. Zusammen mit der Stirnlampe für Brillenträger nicht gerade optimale Sicht.
Aber da ich meinen nächsten längeren Lauf sowieso in Frankfurt auf Asphalt absolvieren werde, geht´s halt über den Radweg Richtung Darmstadt und nicht durch den Wald!

Bei Temperaturen um die 7°C dauert es ein paar Kilometer bis man in´s Laufen kommt. Reduziert auf den kleinen Lichtkegel vor einem. Dazu die eigene Atmung und die Geräusche aus dem Schwarz um einem herum. Gespenstisch im Nebel und der Dunkelheit seine Runde zu laufen.

Aber auch eine Möglichkeit zu sich selbst zu finden. Alles ausblenden was außerhalb des Lichtkegels liegt. Die Geräusche isolieren und den Rhythmus des Atmens aufnehmen.
Es läuft!

Leider ist es mit der Ruhe nach ein paar Kilometern vorbei. Der Radweg neben der Landstraße lässt einen nicht weiter meditieren. Radfahrer und die vorbeibrausenden PKW erfordern die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit.
Aber der Rhythmus ist gefunden und das Laufen geht wie von selbst. Lediglich der Wechsel zwischen den Anstiegen und den Gefälleteilen stört hier und da ein wenig.
Nach 10 Kilometern gibt´s einen Tempoabschnitt von ca. 20 Minuten. Einfach ein bisschen Gas geben weil´s so gut läuft.

Die Dämmerung bricht heran und die letzten beiden Kilometer wird noch ein bisschen ausgelaufen.
Am Schluss waren es traumhafte 16 Kilometer zur Arbeit. Relativ flott zwischendurch und vor allem entspannend.

Der Arbeitstag kann kommen.
Ich hatte meine Wellness für heute schon gehabt!

Wird definitiv diese Woche nochmals wiederholt:

Auf der Suchen nach „meinem Weg“

Seit 5 1/2 Jahren habe ich mich nun das Laufen für mich entdeckt. Wenn ich mir die vergangenen Jahre vom absoluten Nichtläufer zum Ultraläufer so anschaue war´s ein weiter Weg.
Ein Weg mit vielen Rückschlägen aber auch mit sehr vielen unvergesslichen Momenten.
Ein Weg der mich als Menschen verändert hat. Körperlich und auch vom Wesen her.

Vor dem Sport 10/2007
Vor dem Sport 10/2007

Wenn man dann nach einigen Jahren eine weitere, zukunftsweisende Kreuzung in seinem Leben erreicht muss man sich wieder für seinen richtigen Weg entscheiden.
Die Erfahrung und die Familie hat mir dabei geholfen. Mein gewählter Weg ist ein langer, steiniger und stets ansteigender Weg.
Aber es ist der richtige Weg. Mein Weg – Mein Leben.

Auch wenn sich sehr viel verändert hat, ist das Laufen weiterhin ein wichtiger Bestandteil dieses Weges. Aber auf keinen Fall der Wichtigste.
Entsprechend habe ich auch hier meine Einstellung zum Laufen verändert.
Nicht immer mehr und immer weiter.
Nein! Laufen des Laufens willen!
Laufen mit Freunden!
Laufen zum Entspannen und Meditieren!
Jeder Läufer kennt dieses Gefühl wenn man „nur“ noch läuft. Der Kopf ist frei und alles läuft wie von selbst.
Gleichmäßig und ruhig, fast schwerelos dreht man Kilometer für Kilometer.
Ein Lächeln auf den Lippen und Glücklich sein!

Be happy!
Be happy!

Das ist das Laufen was ich begehre.
Dieses Laufen ist für mich die Quintessenz am Laufen!
Alles andere ist für mich nur Beigabe.

Aber zu der Fähigkeit diese Art des Laufens zu praktizieren gehört ein gewisses Maß an Grundlagenausdauer und an Substanz.
Diese muss ich mir nun langsam wieder erarbeiten.
Manchmal auch „ohne reiner Lust am Laufen!“ 😉

Auf diesem Weg befinde ich mich augenblicklich. Auf der Suche nach „meinem Laufen“!
Ist nicht immer einfach, aber die Lockerheit stellt sich zwangsläufig alleine ein. Man muss nur dabeibleiben und „Laufen“!

All dies bedeutet nicht das für mich die großen Events außen vor sind. Der Rennsteig-Supermarathon steht für Ende Mai auf dem Kalender und Churfrankenlauf und FRA-Marathon werden auch nicht fehlen.
Aber ohne spezielle Vorbereitung. Ohne Zwang und ohne Ziele.
Der Lauf selbst ist mein Ziel. Der Rest ist Beigabe.

Ich freue mich auf diesen Weg und bin gespannt was mich an der nächsten Kreuzung erwartet!
Keep running!

Rodgau 2013 - Didi und Diro - Danke an Andy Dyrz für das Foto
Rodgau 2013 – Didi und Diro – Danke an Andy Dyrz für das Foto