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Der tiefe Fall!

Ich habe lange überlegt ob ich darüber etwas in meinem Blog veröffentliche. Letztendlich bin ich zu der Entscheidung gekommen dass dies wichtig ist. Wichtig nicht nur für mich in der Verarbeitung der ganzen Angelegenheit, sondern vielmehr als Anstoß an viele die sich in ähnlicher Situation befinden aber nicht den Mut haben darüber zu sprechen und professionelle Hilfe anzunehmen.

Fakt ist, dass ich an einem Punkt angekommen bin, in dem ich mir eingestehen muss, dass ich mit meiner aktuelle Situation nicht mehr alleine klar komme. Mein berufliches Engagement ist mir definitiv über den Kopf gewachsen.
Alleine mit Leidenschaft, gutem Willen und Organisationstalent war ich nicht mehr in der Lage die in mich gestellten Ansprüche zu erfüllen. Aus einem „Steuern“ wurde ein hilfloses „Reagieren“.
Die Aufgaben wurden immer größer, die Möglichkeit sie zu bewerkstelligen im gleichen Masse geringer!
Ausgebrannt. Überfordert. Krank!

Es folgt ein Fall in ein tiefes Loch. Ein Loch, bei dem man nicht weiß was sich unten befindet.
Landet man weich?
Landet man im Wasser?
Oder schlägt man hart auf einen Fels?

Alles um einem herum wird zum Stress. Selbst mein heiß geliebtes Laufen erfüllt nicht mehr einen regenerativen Part sondern verursacht zusätzlichen Stress.
Wenn das Laufen Stress verursacht muss etwas falsch „laufen“!

Ich habe dies erkannt und entsprechend kommuniziert. Ich habe alle Kraft zusammengenommen und um Hilfe gebeten.
Nicht einfach für einen Menschen „dem so etwas nie passieren wird“!
Einem der seine Kollegen immer wieder darauf hingewiesen hat das Leben ein wenig gelassener anzugehen.
Der immer versucht hat die immer höheren Anforderungen mit dem Hinweis weg zu wischen, das kriege ich auch noch hin.
Es kann nicht sein, dass jemand mit dieser Erfahrung und Gelassenheit diese Aufgabe nicht bewältigt.

Es fällt mir unsäglich schwer darüber zu sprechen. Aber es fällt mir noch schwerer es zu akzeptieren. Jeder der mich kennt wird dies nachvollziehen können.

Aber ich habe mich dem Problem gestellt. Ich habe erkannt das ich ohne fremde Hilfe aus dieser Situation nicht herauskommen werde.
Und ich habe Unterstützung bekommen. Die ersten Steigeisen sind in die Wand geschlagen um den freien Fall nach und nach abzubremsen. Es sind viele Menschen dabei die diese „Rettungsanker“ anzubringen.

Ich habe Vertrauen darauf dass mein Fall zum Stillstand kommt und ich wieder nach oben steige. Ich weiß nicht wie lange ich dafür brauche. Es ist im Augenblick auch sekundär. Wichtig ist für mich der Glaube daran das ich es schaffe.
Und der Glaube an die Menschen die mir in dieser schweren Zeit zur Seite stehen!

Danke!